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AUSSTELLUNGEN
  ANIME! HIGH ART – POP CULTURE

Anime!
High Art – Pop Culture
29. Juli 2011 bis 8. Januar 2012

„… So bekommen die Besucher der ebenso großzügig wie liebevoll gestalteten Präsentation nicht nur viele der handbemalten Folien zu sehen, mit denen die Zeichentrickserien produziert werden. Sie laden auch zu einer Zeitreise in die eigene Kindheit ein …“
(dapd, Markus Peters, 28. Juli 2011)

„In Bonn finden Fans, was ihr Herz begehrt: Entwürfe und unzählige in der Trickfilmproduktion verwendete bemalte Folien – und selbstverständlich werden Ausschnitte aus den dynamischen Werken geboten.“
(Deutschlandradio Kultur, Volkhard App, 28. Juli 2011)

„Die Schau präsentiert Geschichte, Ästhetik, Produktionsweise bis zur Fankultur. Von Märchen, Science-Fiction bis zu Erotik. Von Serienhelden der späten 70er-Jahre bis zu aktuellen Computerspielen. Ein spannender Bilderbogen für Groß und Klein. “
(Bild Köln / Bild Düsseldorf, Michael Bischoff, 26. Juli 2011)

Spätestens seit den 1970er Jahren fasziniert Anime, der japanische Zeichentrickfilm, in Deutschland Jung und Alt. Anime (Animation) gilt als Überbegriff für Techniken, mit denen im Film Zeichnungen ‚zum Leben erweckt‘ werden. Zusammen mit dem Manga, dem ‚unbewegten‘ japanischen Comic, entwickeln sie eine internationale Bildsprache und begeistern ein Publikum ganz unterschiedlicher Altersgruppen. Als kulturelles Gut prägten die bunten, energiegeladenen Animationsfilme und -serien wie Wickie und die starken Männer (1972/74), Heidi (1974/77), Die Biene Maja (1975/76), Captain Future (1978/80), Akira (1988), Sailor Moon (1992/95), Prinzessin Mononoke (1997), Pokémon (1997) oder Chihiros Reise ins Zauberland (2001) bis heute den japanischen Alltag und durch hohe künstlerische Qualität und faszinierende Geschichten auch die ‚hohe‘ Kunst und Populärkultur.

Die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland präsentiert in einer umfangreichen Ausstellung die Geschichte, Ästhetik und Produktionsweise des Anime. Von den Anfängen über die großen Kinoerfolge und populärsten Serienhelden der späten 1970er Jahre bis hin zu aktuellen Computerspielen belegt die Ausstellung die Faszination der oft atemberaubenden Bildsprache.

Nach Zielgruppen gegliederte Ausstellungsbereiche zeigen eine abwechslungsreiche Zusammenstellung der ‚Pop Culture‘ mit Materialien zur Produktion, Rezeption, zur Fankultur und zum Merchandising.

Der Rundgang beginnt mit dem Anime für Kinder (Kodomo no anime), mit den frühen Koproduktionen deutscher und japanischer Studios und Cels (Produktionsvorlagen) des berühmten Studio Ghibli. Der Bereich Shōjo anime richte sich vor allem an ein weibliches Publikum zwischen 14 und 18 Jahren, während die männliche Jugend eher die Ideale des Shōnen anime faszinieren: Ausdauer, Freundschaft und Aufrichtigkeit im Kampf gegen Monster und böse Mächte. Aber nicht nur Kinder und Jugendliche, auch Erwachsene werden durch die so genannten Seinen anime angesprochen: Nach der Erotik im Anime widmen sich die Bereiche Fantasy und Science Fiction vor allem dem Fantastischen und Übernatürlichen. Ausklang der Ausstellung ist ein Beitrag zur aktuellen Situation Japans im Spiegel des Anime.

Ergänzend werden Filmsequenzen, seltene Sammlerstücke und ‚High Art‘ aus der Feder von berühmten Anime-Machern wie Amano Yoshitaka oder Fotografien von ‚Cosplayern‘ des Fotografen Oliver Sieber gezeigt sowie Kostüme der Darsteller originalgetreuer Anime-Figuren. Ein umfangreiches Kinoprogramm für Kinder und Erwachsene ist ebenso Bestandteil der Ausstellung.


Medienecho

„Gäste sollten Zeit mitbringen. Es ist schwer sich loszureißen, wenn Kinohelden mit gewaltigen Schwertern und Engelsflügeln über die Leinwand fliegen.“
(dpa, 28. Juli 2011)

„Viele Geschichten verarbeiten historische Ereignisse. Doch trotz der ernsten Anklänge ist die Ausstellung poppig aufgemacht.“
(Deutschlandradio, Volkhard App, 28. Juli 2011)

„Einen wohltuend realistischen Einblick in die jugendliche Subkultur bieten die Fotoserien von Oliver Sieber. Sie sind dank eines Japan-Stipendiums entstanden und zeigen Manga-Fans bei der Arbeit.“
(Nürnberger Nachrichten, 27.04.2011, Veit-Mario Thiede)


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