Ausstellungen
 • Ausstellungsübersicht
 • Ausstellungsrückschau
Veranstaltungen
PÄDAGOGIK
Bibliothek
Besucherinfo
Über uns
Kontakt
Artcard
Shopping
Presse
Newsletter
Suche 

Bundeskunsthalle bei facebook
AUSSTELLUNGEN
  AZTEKEN

AZTEKEN
26. September 2003 bis 11. Januar 2004

Diese Ausstellung wurde organisiert von der Royal Academy of Arts, London.
Sie ist des weiteren eine Kooperation mit den Staatlichen Museen zu Berlin, dem Ethnologischen Museum, der Berliner Festspiele und dem Martin-Gropius-Bau Berlin.
Die Ausstellung konnte nur mit der großzügigen Unterstützung der mexikanischen Regierung verwirklicht werden. Wir danken dem Consejo Nacional para la Cultura y las Artes und dem Instituto Nacional de Antropología e Historia.

Pektoral
Pektoral mit einem Bild von Xiuhtecuhtli, mixtekisch, um 1500
Museo Nacional de Antropología, Mexico-City, CONACULTA - INAH
Foto: Michel Zabé

CAD-Rekonstruktion des Tempelbezirks  
CAD-Rekonstruktion  
MPEG-Video (270 KB)  
mehr...  
AZTEKEN ist eine der größten Ausstellungen über diese faszinierende Kultur, die es jemals gegeben hat. Mehr als 350 spektakuläre Exponate - zum größten Teil erstmals in Europa zu sehen - zeichnen das Leben dieses außergewöhnlichen Volkes nach, welches im Verlauf von nur 200 Jahren (1325 - 1521) eine der beeindruckendsten Zivilisationen der Welt schuf.

Zu den ausgestellten Gegenständen gehören monumentale Skulpturen - teilweise aus Ton - von Menschen, Tieren und Göttern, kostbare Türkismosaike, Goldschmuck, farbig bemalte Keramik und ungewöhnliche Bildhandschriften. AZTEKEN ist eine einmalige Chance, sich von der Bedeutung und dem hohen Entwicklungsstand dieser bedeutenden Kultur zu überzeugen. Eine spektakuläre Computeranimation über den Templo Mayor, die von der Techischen Universität Darmstadt - Fachgebiet CAD in der Architektur - speziell für die Bonner Ausstellung geschaffen wurde, unterstreicht dieses Erlebnis.

Einführung zur Ausstellung
Öffnungszeiten, Anfahrt, etc.
Führungen
Bilder aus der Ausstellung
Katalog
CAD-Rekonstruktion
Literatur in der Ausstellung
Workshops
Ausstellungsbegleitende Angebote
Seminare


Bilder aus der Ausstellung weiter...
Ausstellungsrundgang mit Plan und Texten

Vom Nomadentum zum Siedlervolk
Alten Aufzeichnungen zufolge kamen die Azteken von einer mythischen Insel namens Aztlan, dem 'Ort der weißen Reiher'. Ihr oberster Gott Huitzilopochtli, der 'Kolibri des Südens', führte sie in ihrer Suche nach einem Heimatland, das sie 1325 in Tenochtitlan fanden. Der Ort (das heutige Mexiko-City) erfüllte die Prophezeiung, dass die Azteken sich auf einer Insel niederlassen würden, auf der sie einen 'auf einem Feigenkaktus sitzenden Adler' vorfinden würden. Dieses Bild, welches man in vielen der gemalten Bücher dieser Zeit findet, ist auch heute noch auf der mexikanischen Flagge zu sehen.

Die Götter der Azteken
Die Azteken besaßen viele Götter, oft auch dargestellt mit tierischen Attributen. Herrscher der Unterwelt war Mictlantecuhtli, der Herr des Todes. Die obere Welt wurde von Ometeotl beherrscht, der sowohl männlich als auch weiblich war. Die Religion durchdrang den privaten und den öffentlichen Bereich und schuf eine kosmische Ordnung, der selbst die Götter unterworfen waren. Sie prägte das Leben der Azteken und ihrer Nachbarn. Die göttliche Ordnung wurde durch Opfer, auch Menschenopfer, aufrechterhalten. So wurde den Göttern zum Zeichen der Dankbarkeit und als Nahrung das Herz und Blut der Menschen geopfert. Diese so wichtige Zeremonie garantierte den Fortbestand der aztekischen Welt spiegelt sich in einem Großteil der Exponate wider.

  Presseschau online
Welt am Sonntag: "Götter in Stein gemeißelt", vom 28.09.2003

 
E-Card schreiben

Gesellschaft
An der Spitze der hierarchisch gegliederten Gesellschaft standen die Herrscher und Priester. Kostbare Statussymbole dokumentieren den Reichtum und den Prunk des höfischen Lebens und das Ansehen der "Adlerkrieger". Privilegien genossen auch Kunsthandwerker und Kaufleute. Letzte brachten die Luxusartikel - wertvolle Federn, Textilien und Edelsteine - aus allen Teilen des aztekischen Einflussgebietes in die Hauptstadt. Im Kampf gefallene Krieger und geopferte Gefangene, auch im Kindbett verstorbene Frauen genossen nach dem Tod das Privileg, die Sonne auf ihrem täglichen Weg zu begleiten. Die Mehrheit der Bevölkerung waren Bauern und Landarbeiter.

Adlermann
Adlermann, aztekisch, um 1440 - 1469
Museo del Templo Mayor, CONACULTA - INAH
Foto: Michel Zabé

 
  Kommentare - Lob - Kritik
Gästebuch online

Gott des Todes Das Zentrum der Aztekischen Welt
Der Templo Mayor war der spirituelle und weltliche Mittelpunkt des Aztekenreiches. Das Gebäude überragte die Stadt Tenochtitlan mit ihren 250.000 Einwohnern und seine ursprüngliche Struktur geht schon auf das Jahr 1325 zurück. An der Spitze der gewaltigen Doppelpyramide standen zwei Schreine - von denen einer dem obersten Gott Huitzilopochtli der andere dem Regengott Tlaloc gewidmet war. Beide Schreine ließen sich über eine große Zentraltreppe erreichen.

Documentation sur les aztèques en français
Nederlands Dossier: “Azteken”
  PDF-Files / Acrobat Reader
Der Gott des Todes Mictlantecuhtli, aztekisch, um 1480
Museo del Templo Mayor, CONACULTA - INAH
Foto: Michel Zabé
 

Gemalte Bücher
Die Azteken stellten viele üppig illustrierte Bücher her, die sogenannten "Codices". Diese Texte wurden nicht mit Buchstaben geschrieben, sondern mit Piktogrammen - speziell ausgebildete Schreiber waren hierfür zuständig. Sie schrieben mit Naturfarben auf präparierte Tierhäute oder auf Papier, welches aus der Rinde des Feigenbaumes oder aus Baumwolle hergestellt wurde.

Maske, Teotihuacan, um 300 - 600
Museo del Templo Mayor, CONACULTA - INAH
Foto: Michel Zabé

Die Conquistadores
1521 eroberten die spanischen Conquistadores in kurzer Zeit und mit großer Brutalität das Reich der Azteken. Sie waren zunächst beeindruckt von der strahlenden Metropole, jedoch bald zutiefst schockiert über die religiösen Bräuche, insbesondere die Menschenopfer. In missionarischem Eifer löschten sie eine der bedeutendsten Kulturen der Weltgeschichte aus, verbrannten die Bibliotheken mit rituellen Handschriften und zerstörten den gesamten Tempelbezirk.
  Projektleiterin
Susanne Kleine

  Link
Aztecs: Website der Royal Academy of Arts
Filmdokumentation "Chichen-Itza: Ruinen von Chichen-Itza" aus der SWR-Serie "Schätze der Welt - Erben der Menschheit"



  DRUCKENVERSENDEN