Einführungsvortrag in der Lounge
exklusiv für ArtCard-Inhaber
Afghanistan. Gerettete Schätze Die Sammlung des Nationalmuseums in Kabul
Agraffen mit Delphinen und reitenden Eroten, Afghanistan,
Tillya Tepe, 2. Viertel 1. Jh. n. Chr.,
Kabul, Afghanisches Nationalmuseum
Jaroslav Poncar, Professor an der Fachhochschule Köln, der seit den 1970er Jahren als Fotograf und Filmemacher in Zentral-, Süd- und Südostasien tätig war, wird in seinem Vortrag Struktur und Anliegen der Ausstellung vorstellen.
Für jeden Termin stehen 60 Plätze zur Verfügung.
Information: Telefon: 0228 9171–263 (Montag–Donnerstag 9–15 Uhr und freitags 9–12 Uhr)
Anmeldung: Nur schriftliche Anmeldung bis zum 3. Juni. Fax: 0228 91 71–244,
E-Mail: paedagogik@kah-bonn.de oder per Post. Die Anmeldebestätigung wird
Ihnen zugesandt und ist zum Termin mitzubringen.
Afghanistan. Gerettete Schätze Die Sammlung des Nationalmuseums in Kabul
Begegnen Sie der Geschichte und den Zeugnissen dieser alten Kultur während eines Ausstellungsrundgangs mit dem klassischen Archäologen Kai Jes.
Teilnahme nur für Lehrerinnen und Lehrer (kostenlos).
Eine schriftliche Anmeldung ist notwendig.
Anmeldeschluss: 9. Juni 2010 Zur schriftlichen Anmeldung
Information: Telefon: 0228 9171–263 (Montag–Donnerstag 9–15 Uhr und freitags 9–12 Uhr) Anmeldung: Fax: 0228 91 71–244,
E-Mail: paedagogik@kah-bonn.de oder per Post an Fachgebiet Pädagogik, Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Friedrich-Ebert-Allee 4, 53113 Bonn.
Die Anmeldebestätigung wird
Ihnen zugesandt und ist zum
jeweiligen Termin mitzubringen.
Kunst- und Ausstellungshalle – Ausstellungen – Afghanistan. Gerettete Schätze
Podiumsdiskussion mit: Günter Knabe (Moderation) Journalist, Zentralasien-Experte, ehemaliger diplomatischer Korrespondent der Deutschen Welle, lebte lange in Kabul Rahraw Omarzad, afghanischer Schriftsteller, Künstler, Dozent und Experte für moderne persische Kunst, Gründer und Leiter des Zentrums für Zeitgenössische Kunst Afghanistans (CCAA)) Conrad Schetter, Wissenschaftler am Zentrum für Entwicklungsforschung der Universität Bonn; leitet dort die Forschungsgruppe „Governance and Conflict“, Publizist mit zahlreichen Veröffentlichungen über Geschichte und Gegenwart Afghanistans, leitet gegenwärtig verschiedene Forschungsprojekte im Nordosten und Südosten Afghanistans Siba Shakib, iranische Autorin, Journalistin und Filmemacherin, bekannt durch ihren Bestseller Nach Afghanistan kommt Gott nur noch zum Weinen, Beraterin der internationalen Schutztruppe ISAF in Afghanistan Rona Yussof Mansury, Mitbegründerin des Afghanischen Frauenvereins und Ehrenpreisträgerin der Johanna-Loewenherz-Stiftung.
Platte in durchbrochenem Dekor, Frau mit Kind und weibliches Liebespaar, Afghanistan, Begram, 1. Jh. n. Chr., Afghanisches Nationalmuseum
Dr. Christian Luczanits, Kunsthistoriker und Spezialist für die buddhistische Kunst Indiens und Tibets, beleuchtet in seinem Vortrag dieses spannende Thema.
Nach Afghanistan kommt Gott
nur noch zum Weinen…
Lesung mit Siba Shakib
Auf einer ihrer zahlreichen Reisen nach Afghanistan begegnete die Dokumentarfilmerin Siba Shakib in einem Flüchtlingslager Shirin-Gol, die ihr von ihrem Leben erzählte. Ihr Leben steht exemplarisch für das Schicksal Tausender afghanischer Frauen zwischen Traditionen, Armut, Korangläubigkeit und der Enge des islamischen Frauenbildes. Nach dem Einmarsch der Russen zieht sich die Familie zum Widerstand in die Berge zurück. Die Schwestern legen den Schleier ab, verführen russische Soldaten, aber nur, um sie zu ermorden. Dann fliehen die Frauen nach Kabul. Verfolgung, Vergewaltigung und Flucht vor dem Taliban-Regime folgen. Trotz der Schilderung all dieser schrecklichen Ereignisse ist das Buch sehr poetisch. Es gelingt Siba Shakib zu zeigen, in welch großartigen Erzähltraditionen sich die afghanische Kultur bewegt.
Max. 50 Plätze, Karten im Vorverkauf
Eintritt: 15 € / ermäßigt 11 € (im Vorverkauf inkl. aller Gebühren)
Restkarten an der Abendkasse
Kunst- und Ausstellungshalle – Ausstellungen – Afghanistan. Gerettete Schätze
Sonntag, 11. Juli | 11 Uhr
Weitere Termine: Sonntag, 29. August, 14 Uhr | Samstag, 18. September, 17 Uhr und auf Anfrage
Tillya Tepe. Der Goldhügel
Techniken der Schmuckherstellung
Der Schatz von Tillya Tepe – übersetzt „Goldhügel“ umfasst sechs Gräber mit mehr als 20.000 Objekten aus Gold, Silber und Elfenbein. Bei den Bestatteten handelte es sich um Angehörige reicher Nomadenfamilien, die etwa um die Zeitenwende verstarben. Die Gräber von fünf Frauen waren um das Grab eines Mannes angeordnet. Der mit Edelsteinen besetzte Goldschmuck sowie die griechisch-römischen, indischen oder chinesischen Objekte belegen, dass dieses Volk in engem Kontakt zu den großen Reichen der sesshaften Welt stand. Eva Piel, Goldschmiedin und Schmuckdesignerin, wird in ihrer Führung die Herstellungstechniken ausgewählter und einzigartiger Objekte in der Ausstellung erläutern.
Eintritt: 9 € / ermäßigt 7 € (inkl. aller Gebühren)
Dauer: 60 Min.
Maximale Teilnehmerzahl: 25 Personen
Karten im Vorverkauf über Bonnticket, Restkarten am Veranstaltungstag an der Kasse
Kunst- und Ausstellungshalle – Ausstellungen – Afghanistan. Gerettete Schätze
Sonnenuhren
Antike Zeitmessinstrumente?
Eine Sonnenuhr ist ein astronomisches Gerät, das den Stand der Sonne am Himmel im Wesentlichen zur Anzeige der Tageszeit nutzt. Dazu wird der Schatten eines punktförmigen Körpers (Nodus) oder die Schattenrichtung eines parallel zur Erdachse stehenden Stabes (Polstab) auf einem Zifferblatt abgelesen. Die Lehre von den Sonnenuhren heißt Gnomonik. Schon aus dem antiken Griechenland sind Tafeln erhalten, auf denen die Tageszeit in Abhängigkeit von der Schattenlänge eines Menschen angegeben ist. In der Ausstellung werden zwei Sonnenuhren gezeigt, eine davon stammt aus der von Alexander dem Großen gegründeten Stadt Ai Khanum.
Michael Geffert, Astronom vom Argelander-Institut für Astronomie der Universität Bonn, wird in seinem Vortrag in das Kapitel der Zeitmessung mit Sonnenuhren einführen.
In Kooperation mit dem Argelander-Institut für Astronomie der Universität Bonn
Eintritt: 10 € / ermäßigt 8 € (inkl. aller Gebühren)
Maximale Teilnehmerzahl: 60 Personen
Karten im Vorverkauf über Bonnticket,
Restkarten am Veranstaltungstag an der Kasse
Kunst- und Ausstellungshalle – Ausstellungen – Afghanistan. Gerettete Schätze
Hallo Kabul – Wüsten, Pisten und Kulturen
Mit dem VW-Bulli nach Afghanistan
1974 machen sich Jürgen Hennecke und Peter Philippen-Lindt mit einem VW-Bulli über die Türkei und den Irak auf den Weg nach Afghanistan, damals ein Land, das gerade den Wechsel vom Königreich hin zu einer Republik beschritten hatte. Afghanistan war zu dieser Zeit, ganz im Gegenteil zu heute, ein Sehnsuchtsziel junger Leute aus aller Welt, so auch der westlichen Hippie-Bewegung. Kennzeichnend für diese Bewegung war der große Aufbruch in den Osten, Richtung Indien und seiner orientalischen Mystik.
Auf dem Weg dorthin wurde Kabul als Durchgangsstation auf der Suche nach individueller Freiheit bekannt. Der Aufbruch nach Osten umfasste mehrere Seiten, so auch die kulturelle. Diese wurde häufig mit der Suche nach sich selbst gleichgesetzt und mit dem Traum von Freiheit, Frieden und Liebe verbunden, von dem man meinte, ihn in anderen Kulturen umsetzen zu können.
Jürgen Henne und Peter Philippen-Lindt haben auf ihrer Reise in den Osten Tagebuch geführt und fotografiert. Jetzt haben sie das Buch „Hallo Kabul“ veröffentlicht, in dem sie über ihre Fahrten durch den Mittleren Orient mit einem VW-Bulli berichten. So wurden, teils off-road, das Bamiyan-Tal mit den Buddha-Statuen und die Hindukusch-Seen von Band-I-Amir, aber auch Kabul entdeckt. Im Gespräch werden ihre Eindrücke, begleitet durch Fotos, eine Original-Seitentür des Bullis, die alte Kamera und gelesene Tagebucheintragungen, wieder lebendig.
Eintritt: 10 € / ermäßigt 8 € (inkl. aller Gebühren)
Maximale Teilnehmerzahl: 60 Personen
Karten im Vorverkauf über Bonnticket,
Restkarten am Veranstaltungstag an der Kasse
Kunst- und Ausstellungshalle – Ausstellungen – Afghanistan. Gerettete Schätze
Klang – Wege. Musikalische Impressionen entlang der Alexanderroute
Viele kulturelle Einflüsse zeugen noch heute vom Eroberungszug Alexanders des Großen, der von Makedonien aufbrechend bis zum Hindukusch vordrang. Das Programm zeichnet einzelne Stationen dieser Route nach und reflektiert die vielschichtigen kulturellen Wechselbeziehungen zwischen Ost und West. Allen Konzerten gemeinsam ist die Präsentation traditioneller Stile und Instrumente in teilweise aufregend modernen Weiterentwicklungen.
Konzept und künstlerische
Leitung: Norbert Rodenkirchen
Moderation: Tom Daun
11 Uhr
„Die Nähe des fremden Tons“
Mit Musik von Bach bis Baktrien
Vortrag von Dr. Jan Reichow, Musikethnologe, Rundfunkredakteur, Dozent, Musiker
11.45 Uhr
Das irakische Duo aus dem Sänger Saad Thamir und Bassem Hawar, dem Virtuosen auf der irakischen Kniegeige Djoze, präsentiert die ergreifenden Klänge der klassischen Maqam-Musik aus Bagdad.
12.45 Uhr
Pause
Robab, afghanisches Saiteninstrument
13.45 Uhr
Mohammad Reza Mortazavi aus Isfahan gilt schon seit frühester Jugend als einer der besten Spieler der Dombak, der iranischen Trommel. Für sein Soloprogramm „Green Hands“ hat er das Spielrepertoire und die traditionellen Trommeltechniken auf unglaubliche Art und Weise revolutioniert.
14.45 Uhr
Der aus Kabul stammende Daud Khan ist ein unbestrittener Meister auf den lautenähnlichen Instrumenten Robab (afghanisch) und Sarod (indisch). Mit seinem Ensemble widmet er sich der anspruchsvollen traditionellen Musik seiner afghanischen Heimat.
16.30 Uhr
Die kroatische Sängerin Katarina Livljanic zeichnet mit ihrem Ensemble Dialogos einen mittelalterlichen Klangweg entlang der Alexanderroute in umgekehrter Richtung auf: Die an die Lebensgeschichte Buddhas angelehnte Legende von Barlaam und Josaphat wanderte von Indien über Griechenland nach Zentraleuropa. Albrecht Maurer und Norbert Rodenkirchen begleiten die historischen Gesänge auf Fidel und Flöte.
17.30 Uhr
Eine faszinierende Begegnung zwischen klassischer südindischer Musik und Jazz verspricht das Ensemble Karnataka College of Percussion, in dem die traditionellen Klänge der Sängerin Rama Mani sowie der Perkussionisten Ramesh Shotham und Mister Mani um das moderne Klavierspiel von Mike Herting erweitert werden.
Tageskarte: 14 EUR / ermäßigt 9 EUR (im Vorverkauf inkl. Gebühren)
Abendkarte ab 16.30 Uhr: 9 EUR (inkl. aller Gebühren)
Kunst- und Ausstellungshalle – Ausstellungen – Afghanistan. Gerettete Schätze
Frauen und Kinder in Afghanistan.
Zur Bedeutung von Bildung, Politik und Strategien
Afghanistan hat sich für die Deutschen zu einem Reizthema entwickelt. Das Für und Wider des deutschen Engagements in diesem Land wird seit dem Tod deutscher Soldaten kontrovers diskutiert. Welcher Ansatz zur dauerhaften Befriedung des Landes ist der richtige und wie können alle Schichten der Bevölkerung für einen Prozess gewonnen werden, der diesem Ziel dient und welche Rolle können Frauen und auch Kinder dabei spielen?
Nach der Machtübernahme durch die Taliban wurden Frauen in Afghanistan systematisch entrechtet und an den Rand der Gesellschaft gedrängt. Nachdem die Taliban durch internationale Truppen weitestgehend aus dem Land verdrängt wurden, engagieren sich afghanische und internationale Frauen- und Menschenrechtsorganisationen wie RAWA, Terre des Femmes in Deutschland oder der Entwicklungsbund für Frauen der Vereinten Nationen (Unifem) nachdrücklich für die Beteiligung der Frauen an der künftigen demokratischen Entwicklung des Landes. Als Ziel nennen sie eine anti-fundamentalistische, demokratische und gleichberechtigte Gesellschaft in Afghanistan. Was ist seitdem geschehen und welche Fortschritte sind in diesem Prozess gemacht worden? Diesen und weiteren Fragen wird die Paneldiskussion, die Sandra Petersmann von der Deutschen Welle moderiert, nachgehen und sie im Gespräch mit ihren Gästen erörtern. Moderation: Sandra Petersmann, Deutsche Welle
Jutta Bielig-Wonka, RTL, Redaktion Berlin
Susanne Koelbl, Der Spiegel
Ingrid Müller, Der Tagesspiegel
Ulrike Winkelmann, Der Freitag