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AUSSTELLUNGEN
  ARP, BECKMANN, MUNCH, KIRCHNER, WARHOL … KLASSIKER IN BONN

Arp, Beckmann, Munch, Kirchner, Warhol … Klassiker in Bonn
Die unbekannte Sammlung aus Bielefeld
28. Januar bis 27. März 2011

In einem der schönsten Kunstmuseen Deutschlands, dem 1968 von Rudolf-August Oetker gestifteten Bau der Kunsthalle Bielefeld, befindet sich eine zu Unrecht wenig bekannte Sammlung zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts. Der amerikanische Architekt und Mitbegründer des International Style moderner Architektur, Philip Johnson, schuf damit seinen einzigen Museumsbau in Europa. Das unzertrennlich mit Bielefeld und der Region Ostwestfalen-Lippe verbundene Haus gilt als ein Kleinod unter den Museen, das im In- und Ausland vor allem für seine Ausstellungen bekannt ist.

In Bonn präsentiert sich die Kunsthalle Bielefeld als eine weitere beispielhafte Sammlung zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts mit rund 120 Werken, deren Entstehung von 1904 bis 2007 reicht.


Edvard Munch
Dorfstraße Kragerø
1911–1913
Kunsthalle Bielefeld,
Dauerleihgabe der STAFF STIFTUNG, Lemgo
© The Munch Museum /
The Munch Ellingsen Group /
VG Bild-Kunst, Bonn 2011
Wie viele deutsche Sammlungen wurden die Bielefelder Kunstankäufe nach dem 1. Weltkrieg begonnen, von der Naziherrschaft durch Plünderungen jäh gestoppt und nach dem 2. Weltkrieg engagiert von einzelnen Bürgern neuerlich belebt. So stiftete der Bielefelder Unternehmer Rudolf-August Oetker ab 1950 einige Hauptwerke der Sammlung, ehe die Stadt ab 1954 stetig Ankäufe aus öffentlichen Mitteln ermöglichte. So kamen die ersten Werke von Auguste Rodin, Emil Nolde und Max Beckmann nach Bielefeld. Zur bedeutenden Sammlung gehören rund 700 Gemälde und Skulpturen sowie über 4500 Grafiken. Darunter finden sich Meisterwerke der Klassischen Moderne von Sonia und Robert Delaunay, Alexej von Jawlensky, Ernst Ludwig Kirchner, August Macke, den Malern der Brücke wie des Blauen Reiters, Man Ray, Pablo Picasso, der konstruktivistischen Strömungen der 1920er Jahre mit László Moholy-Nagy und Oskar Schlemmer sowie Hauptwerke der amerikanischen und deutschen Kunst der 1970er und 1980er Jahre. Bei den Zeitgenossen ragen beispielhafte Arbeiten von Georg Baselitz, George Condo, Peter Fischli/David Weiss, Robert Longo, Yoko Ono, Thomas Schütte, Hiroshi Sugimoto oder Rirkrit Tiravanija heraus.
Auch der 2008 restaurierte Skulpturenpark mit Werken von Henri Laurens, Henry Moore, Sol LeWitt oder Olafur Eliasson belegt die Internationalität der Sammlung, die sich durch atmosphärische Dichte und kunsthistorische Spannweite auszeichnet. Ein besonderer Schwerpunkt liegt in Bielefeld beim deutschen Expressionismus – neben Ernst Ludwig Kirchner oder Emil Nolde spielen auch die Werke des westfälischen Expressionismus beispielsweise von Peter August Böckstiegel, Christian Rohlfs oder Hermann Stenner eine Rolle.

Mit einer reichen Auswahl von 120 Gemälden, Papierarbeiten, Skulpturen, Fotografien, Filmen und einigen Installationen überrascht die Ausstellung in Bonn mit ungewöhnlichen Gegenüberstellungen. Der Gang durch die Kunstgeschichte wird immer wieder durch Künstler- und Themenräume aufgelockert.

Eine Ausstellung der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, in Kooperation mit der Kunsthalle Bielefeld.

Medienecho
  • „Der Auftakt der im Untertitel als ‚unbekannte Sammlung aus Bielefeld‛ angekündigten Schau macht sprachlos. … Selten lassen sich die Entwicklungslinien der Kunstgeschichte so konzentriert und sinnlich nachvollziehen wie in dieser endlich zu ihrem großen Auftritt kommenden Sammlung.“
    (Kölner Stadt-Anzeiger, Alexandra Wach, 28. Januar 2011)

  • „Im Sauseschritt durch das Jahrhundert … Wer sehen möchte, was mit Backpulver, mäzenatischem Engagement und viel Instinkt auf dem Feld der Kunst möglich ist, wird in der Bundeskunsthalle ins Staunen kommen.“
    (General-Anzeiger, Thomas Kliemann, 28. Januar 2011)

  • „Zumindest temporär ist eine Auswahl von mehr als 120 Arbeiten zu sehen – zwar noch nicht in Bielefeld, sondern zunächst in der Bundeskunsthalle in Bonn. Und das unter dem Titel: ‚Arp, Beckmann, Munch, Kirchner, Warhol … Klassiker in Bonn. Die unbekannte Sammlung aus Bielefeld‛. Trefflich ausgedrückt. Spiegelt der Titel doch die Vielfalt der Sammlung ebenso wider wie ihren hohen künstlerischen Gehalt – und ebenso deren Verborgenheit.“
    (Neue Westfälische, Stefan Brams, 28. Februar 2011)

  • „Eine Augenweide“
    (Westfalenblatt, Burgit Hörttrich, 28. Januar 2011)

  • „In Bonn bietet sich also eine durchaus seltene, umso spannendere Vorstellung der Sammlung und ihrer Geschichte, in der die mächtige Familie Oetker eine nicht unwichtige Rolle spielt.“
    (http://kulturkenner.de, Februar 2011)



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