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NATIONALSCHÄTZE AUS
DEUTSCHLAND |
Nationalschätze aus Deutschland
Von Luther zum Bauhaus
30. September 2005 - 8. Januar 2006
Gefördert durch die

Eine Ausstellung der Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen (KNK) in
Kooperation mit der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
in Bonn
„Wohl möchte ich einmal die Schätze sehen, die sich dort
nach und nach versammelten...“. Mit diesen Worten verkündete
Goethe bereits vor 200 Jahren seine Neugier und sein Interesse an den reichen
Sammlungen aus Kunst, Natur und Wissenschaft sowie an den einzigartigen
Parkanlagen, die von Herrscherhäusern, Adelsfamilien und dem Bürgertum
in der Mitte Europas angelegt wurden.
25 national bedeutende Einrichtungen aus den neuen Bundesländern
und Berlin zeigen 15 Jahre nach der Wiedervereinigung ihre kostbaren Kulturschätze.
In einer einzigartigen und in dieser Größenordnung bisher unerreichten
Präsentation werden rund 600 hochkarätige Sammlungsgegenstände
und Highlights auf 2000 m² in der Kunst- und Ausstellungshalle
der Bundesrepublik Deutschland inszeniert.

Herzogin Anna Amalia Bibliothek
Rokokosaal, 1761 – 1766
Stiftung Weimarer Klassik
und Kunstsammlungen
Die sammlungsgeschichtliche Schau verdeutlicht die Entstehung und den
Wandel der unterschiedlichen Museums- und Sammlungstypen im europäischen
Kontext über fünf Jahrhunderte und stellt gleichzeitig das Besondere
der ostdeutschen Museen heraus: Entscheidende Impulse sind auf dem Gebiet
der Sammlungsgeschichte vom Osten Deutschlands ausgegangen. Bedeutende
Stätten und Zeugnisse der gesamtdeutschen Kulturlandschaft befinden
sich dort. So spielt eine wichtige Rolle die Reformation Martin Luthers
zu Beginn des 16. Jahrhunderts, sie bildet daher den Auftakt der Ausstellung.
Gemälde, Skulpturen, Zeichnungen, literarische und musikalische Werke,
Pretiosen sowie Kuriositäten versinnbildlichen ebenso wie Naturalien
und Modelle die Entstehung eines nationalen Erbes europäischen Ursprungs.
Dem Besucher werden Sammler und deren Leidenschaft in eindrucksvoller
Form vorgestellt - er wird durch Highlights von Weltrang verzaubert.
Die Ausstellung schlägt einen Bogen über 500 Jahre Sammlungsgeschichte
und endet mit Kunstwerken aus der Bauhaus-Epoche.
Eine mediale Momentaufnahme der Einrichtungen
zu Beginn des 21. Jahrhunderts rundet das eindrucksvolle Bild ab.
Ergänzend ist in der Ausstellung der Film "Wanderer,
achte Natur. Die Landschaftsgärten von Wörlitz, Sanssouci,
Muskau und Branitz" (25 Min., von Nele Münchmeyer)
zu sehen, der die vier
großen großen Gartenkunstwerke
in den neuen Bundesländern beschreibt: den ersten deutschen Landschaftsgarten
im englischen Stil im Dessau-Wörlitzer Gartenreich, die Anlagen
von Sanssouci und schließlich die genialen Parks von Fürst
Pückler-Muskau in Bad Muskau und Branitz.
Konferenz Nationaler Kultureinrichtungen (KNK)
Unter dem Namen "Konferenz
Nationaler Kultureinrichtungen" (KNK)
haben sich
23 international bedeutendende Museen, Sammlungen und Archive aus den
neuen
Bundesländern zusammen geschlossen. Ihre Gründung am 1. März
2002 in den
Franckeschen Stiftungen zu Halle geht zurück auf das sogenannte
Blaubuch,
eine Erhebung auf Initiative der Beauftragten der Bundesregierung für
Kultur
und Medien (BKM), die verschiedene Projekte der KNK unterstützt.
Ein
wesentliches Ziel ist es, gemeinsam für den Erhalt des kulturelles
Erbes
einzutreten und die Bedeutung ihrer historischen Orte und Sammlungen
nachhaltig im Bewusstsein der Öffentlichkeit zu verankern. Beteiligt
an der
Ausstellung sind darüber hinaus die Stiftung Schloss Friedenstein
Gotha und
die Staatlichen Museen zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz.
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