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AUSSTELLUNGEN
  NATIONALSCHÄTZE AUS DEUTSCHLAND


Rahmenprogramm - Vorschau

Dschinghiskhan und seine Erben - Rahmenprogramm

Dienstag, 18. Oktober 2005 | 19 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung
Nationalschätze aus Deutschland


Vortrag in der Lounge
Die Herzöge - Die DDR - Der Respirateur
Prof. Dr. Kornelia von Berswordt-Wallrabe

Der Vortrag stellt das Staatliche Museum Schwerin mit seinen Residenzen in Güstrow, Ludwigslust und Schwerin vor und gibt einen Einblick in die umfangreichen, historisch gewachsenen Kunstsammlungen seiner Gemäldegalerie. Hierbei werden Streifzüge in historische Sammlungsteile unternommen, um an ihnen die Notwendigkeit für besondere zeitgenössische Erwerbungen zu zeigen. Dabei wird deutlich, welches Gewicht den schon vorhandenen Sammlungen zukommt bzw. inwieweit Neuerwerbungen auf ein rein zeitgenössisches Angebot konzentriert bleiben können. Zudem werden Fragen spezifischer Arbeitsbedingungen in einem ostdeutschen Museum seit 1990 erörtert.

Kornelia von Berswordt-Wallrabe ist Direktorin am Staatlichen Museum Schwerin und Kuratorin zahlreicher Ausstellungen (»Marcel Duchamp – Der Respirateur«, »Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts«, »Carel Fabritius. Das Werk«).

Teilnahmegebühr: 8 EUR / ermäßigt 4,50 EUR (inkl. Ausstellungsbesuch)


Dschinghiskhan und seine Erben - Rahmenprogramm
Mittwoch, 2. November | 19 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung
Nationalschätze aus Deutschland


Vortrag in der Lounge
Johann Sebastian Bach - musikalischer Kosmopolit aus der barocken Provinz
Prof. Dr. Christoph Wolff

Aus heutiger Perspektive ist Johann Sebastian Bach eine zentrale Gestalt in der Geschichte europäischer Musikkultur. Im 18. Jahrhundert war die Situation eine andere. Dennoch: Es läßt sich nicht nur zeigen, welch wesentliche Rolle die thüringisch-sächsische Provinzlage auf die musikalische Entwicklung ausübt, sondern auch welch ungewöhnlichen intellektuellen Spielraum sich Bach trotz seines klar begrenzten mitteldeutschen Horizontes verschafft. Auch die nach 1800 zunehmend globale Wirkungsgeschichte Bachs erweist, wie wenig Bachs Kunst unter der Prämisse eines provinziellen Barock verstanden wird. Die Wechselwirkung von Herkunft und Ausstrahlung ist bei Bach ein besonders bemerkenswertes Phänomen.

Christoph Wolff ist Professor der Musikwissenschaften an der Harvard University in Cambridge (Massachusetts), Direktor des Bach-Archivs Leipzig und Honorarprofessor der Universität Freiburg (Breisgau).
Pfeil als LinksymbolBach-Archiv LeipzigExterner Link in neuem Browserfenster


Teilnahmegebühr: 8 EUR / ermäßigt 4,50 EUR (inkl. Ausstellungsbesuch)


Dschinghiskhan und seine Erben - Rahmenprogramm
Freitag, 4. November 2005, 20 Uhr | im Forum

Achtung: abgesagt !

Rahmenprogramm zur Ausstellung
Nationalschätze aus Deutschland


Tanztheater im Forum
alla tedesca
tanz.film.theater

Sebastian Weber kombiniert in seiner aktuellen Produktion Steptanz, zeitgenössischen Tanz, Videofilm und Musik zu einer künstlerischen Begegnung mit dem eigenen Heimatland. Episoden aus verschiedenen Orten und Situationen verdichten sich zu einem eigenwilligen und humorvollen Deutschlandportrait - tiefenscharf, humorvoll, überraschend. Weber inszeniert einen Reigen sensibler Tanz- und Klangbilder, die zwar Gartenzwergen und Beamtenhumor nicht aus dem Weg gehen, aber in pointierter Tanzsprache viel tiefer blicken. Es werden Volkstänze erfunden und Bewegungen nach DIN-Norm choreographiert, deutsche Gemütslandschaften durchtanzt, deutsche Klänge abgehört. Tänzer und Musiker aus der ganzen Republik erscheinen in den Video- und Audioeinspielungen der Produktion.
Sebastian Weber genießt einen internationalen Ruf als innovativer Choreograph und musikalisch virtuoser Stepptanz-Solist. Solide verwurzelt in der Tradition des Jazz Tap, die er aus erster Hand von Legenden wie Chuck Green und Buster Brown kennen lernte, führten ihn seine unkonventionellen Tanzideen und musikalische Abenteuerlust in die Gefilde zeitgenössischer Bühnenkunst, wo er in Zusammenarbeit mit ethnischen und zeitgenössischen Tänzern, Choreographen, Komponisten, Performancekünstlern und Filmemachern die Möglichkeiten des klingenden Tanzes auslotet.

externer Link in neuem BrowserfensterPfeil als Linksymbol Web-Trailer zu “alla tedesca” auf www.sebastianweber.de


Dschinghiskhan und seine Erben - Rahmenprogramm
Dienstag, 8. November | 19 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung
Nationalschätze aus Deutschland


Vortrag in der Lounge
Die Kunst des Ausstellens. Aktuelle Betrachtungen zu den Gemäldegalerien des 18. Jahrhunderts
Tristan Weddigen

Das Wahrnehmen und Verstehen von Kunstwerken hängt wesentlich von der Art und Weise ihrer Präsentation ab. Die Geschichte europäischer Sammlungen zeigt, dass sich die Vorstellung, wie Kunst zu präsentieren und vermitteln sei, stark gewandelt hat. Die Veränderung des Ausstellens entspricht einer Entwicklungsgeschichte des Sehens. Um den Blick für heutige Präsentationsweisen zu schärfen und um das Interesse für historische Hängungen zu wecken, werden moderne Ausstellungskonzepte und retrospektiv historische Hängungen in Deutschland vorgestellt, insbesondere der Dresdner Gemäldegalerie im 18. und 19. Jahrhundert.

Tristan Weddigen ist Kunsthistoriker und arbeitet als Assistent am Institut für Kunstgeschichte der Universität Bern.

Teilnahmegebühr: 8 EUR / ermäßigt 4 EUR (inkl. Besuch zur Ausstellung)


Dschinghiskhan und seine Erben - Rahmenprogramm
Dienstag, 15. November | 19 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung
Nationalschätze aus Deutschland


Vortrag in der Lounge
Das Weltkulturerbe Gartenreich Dessau Wörlitz
Ideengut - Gestaltungsweisen - Restaurierung
Dr. Ludwig Trauzettel

Das heute als Welterbe gewürdigte Dessau-Wörlitzer Gartenreich entstand als großräumige Landesverschönerung zwischen 1760 und 1817 und verwandelte das kleine Land Anhalt-Dessau in eine große Gartenlandschaft. Die Veränderungen, die den Ideen der Aufklärung und des Humanismus verpflichtet waren, wurden von dem jungen Fürsten Leopold Friedrich Franz von Anhalt-Dessau und dessen Freund und Berater Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff initiiert. Neben den gärtnerischen Umgestaltungen strebten sie auch ökonomische und gesellschaftliche Veränderungen an. Erstmalig wurde dabei der aus England stammende frühe Landschaftsgarten auf dem europäischen Kontinent verwirklicht.

Ludwig Trauzettel ist Landschaftsarchitekt und leitet seit 1981 die Gartendenkmalpflege für die Gärten der Stiftung DessauWörlitz.

Pfeil als LinksymbolKulturstiftung Dessau Wörlitz.Externer Link in neuem Browserfenster

Teilnahmegebühr: 8 EUR / ermäßigt 4 EUR (inkl. Ausstellungsbesuch)


Dschinghiskhan und seine Erben - Rahmenprogramm
Dienstag, 29. November | 19 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung
Nationalschätze aus Deutschland


Vortrag in der Lounge
Die Weimarer Bibliothek und ihre Öffentlichkeit.
Ein Streifzug durch die Geschichte der Herzogin Anna Amalia Bibliothek
Dr. Michael Knoche

Als Gründungsakt der Weimarer Bibliothek gilt die Anweisung des Herzogs Wilhelm Ernst von Sachsen-Weimar aus dem Jahr 1691, die fürstliche Büchersammlung neu zu ordnen und zu verzeichnen. Von 1797 bis 1832 stand sie unter Goethes Oberleitung, der ihr eine moderne Bibliotheksordnung gab und für den systematischen Ausbau der Bestände sorgte. Damals zählte sie mit 80 000 Bänden zu den bedeutendsten Sammlungen in Deutschland. Heute versteht sich die Herzogin Anna Amalia Bibliothek als Forschungsbibliothek, die trotz des verheerenden Bibliotheksbrandes im September 2004 ihre Aufgabe mit einem Bestand von mehr als 900.000 Bänden weiterhin erfüllt.

Michael Knoche ist Direktor der Herzogin Amalia Bibliothek und Herausgeber verschiedener Fachzeitschriften (u.a. Beiträge zum Buchund Bibliothekswesen).

Pfeil als LinksymbolHerzogin Anna Amalia Bibliothek der Stiftung Weimarer KlassikExterner Link in neuem Browserfenster

Teilnahmegebühr: 8 EUR / ermäßigt 4,50 EUR (inkl. Ausstellungsbesuch)


Dschinghiskhan und seine Erben - Rahmenprogramm
Dienstag, 6. Dezember | 19 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung
Nationalschätze aus Deutschland


Vortrag im Forum
Winckelmann in Dresden oder:
Die Erneuerung der Kunstbetrachtung
Dr. Wolfgang von Wangenheim

Angeregt durch den Besuch der Dresdner Gemäldegalerie schrieb Johann Joachim Winckelmann seinen Essay »Gedancken über die Nachahmung der Griechischen Wercke in der Mahlerey und der Bildhauer-Kunst«. Er geht darin der Frage nach, was an Kunstwerken »schön« sei. Inspiriert durch die neuartige Präsentation der Bilder und Skulpturen in Dresden, formulierte er seine Ideen zum Verhältnis von Malerei und Skulptur, von Antike und Neuzeit, von Tradition und Fortschritt. Winckelmann hat sich mit dieser Schrift den Ruf eines Erneuerers der literarischen Kunstbetrachtung erworben. Der Text wurde bald in verschiedene Sprachen übersetzt und machte den Autor in Europa berühmt.

Wolfgang von Wangenheim ist Kunsthistoriker und freier Schriftsteller. Im Herbst 2005 erscheint seine Biographie über Johann Joachim Winckelmann.

Teilnahmegebühr: 8 EUR / ermäßigt 4,50 EUR (inkl. Ausstellungsbesuch)


Dschinghiskhan und seine Erben - Rahmenprogramm
Dienstag, 13. Dezember | 19 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung
Nationalschätze aus Deutschland


Vortrag in der Lounge
Das Bauhaus heute
Prof. Dr. Omar Akbar

Die Stiftung Bauhaus Dessau ist ein Ort der experimentellen Gestaltung, Forschung und Lehre. Neben der Pflege, Erforschung und Vermittlung des Bauhauserbes beschäftigt sich die Stiftung insbesondere mit der Stadt, ihren Widersprüchen und ihrer kulturellen Kraft im Spannungsfeld zwischen Bevölkerungsentwicklung, Globalisierung und technologischer Revolution. Das neue Bauhaus stellt sich damit den urbanen Herausforderungen der Zeit, lotet Optionen für die Zukunft aus und entwickelt Entwürfe in Architektur, Design, darstellender und bildender Kunst. Es versteht sich als Werkstatt, in der Mitarbeiter aller Fachbereiche Projekte entwickeln und erarbeiten können.

Omar Akbar ist Architekt und Urbanist und seit 1998 Direktor der Stiftung Bauhaus Dessau.

Teilnahmegebühr: 8 EUR / ermäßigt 4,50 EUR (inkl. Ausstellungsbesuch)




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