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AUSSTELLUNGEN
  TONY CRAGG - SIGNS OF LIFE

Tony Cragg – Signs of Life
23. Mai – 5. Oktober 2003

Tony Cragg zeigt ab dem 23. Mai 20 große Skulpturen auf dem Dachgarten der Kunst- und Ausstellungshalle. Mit dieser Präsentation wird eine Bilanz aus dreißig Jahren bildhauerischer Tätigkeit gezogen, die Craggs Rang nachdrücklich unterstreicht. Sein bildhauerisches Werk ist äußerst vielseitig und lässt sich weder auf ein „Signaturmaterial“ noch auf einen „Signaturstil“ beschränken. Die Kontinuität und Gültigkeit seines Werkes verdankt sich grundlegenden Fragen zum Verhältnis von Körper, Materie und Objekt, mit denen sich Tony Cragg seit Jahren kontinuierlich auseinandersetzt.

Tony Cragg
Tony Cragg, 2003, Fotos: Peter Oszvald, © KAH

Seine Skulpturen faszinieren durch ihre Zugänglichkeit und Lebendigkeit, niemals sind sie statisch. Indem sie mit vertrauten Formen und Gegenständen operieren, sind sie auf den ersten Blick zugänglich. Sie vermitteln jedoch niemals eine einzige Sichtweise oder ein einziges gültiges Bild, sondern sie wachsen im Prozess der Anschauung zu komplexen Phänomenen, deren Wirkungen unterschiedliche Ebenen unseres Verständnisses berühren.

  Eintritt
Der Eintritt zum Dachgarten ist frei.
Eintritt zu Papierarbeiten und kleinen Skulpturen im Zentralkabinett und den Ausstellungen

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Fotos: Peter Oszvald, © KAH

Wie in seinen jüngsten Säulen aus der Serie der Rational Beings Gesichter im Wahrnehmungsprozess erscheinen und wieder verschwinden, so tauchen in den Early Forms Gefäßformen auf, die in eine Bewegung versetzt wurden, dank derer sie umgeformt wurden oder zur Gänze verschwinden. Oberflächen haben bei Cragg eine ambivalente Funktion – sie können die Materialität einer Skulptur genauso verstärken wie sie sie auflösen. Folglich changieren seine Skulpturen zwischen Illusionismus und konkreter Realität. Nichts ist sicher. Das Wesen von Tony Craggs Skulpturen ist der Wandel. Entstehung und Wahrnehmung sind prozesshaft, und als solche sind sie lebendige Vorgänge. Vor allem deshalb sind die Skulpturen von Tony Cragg „Zeichen des Lebens.“

Fotos: Peter Oszvald, © KAH

Diese Lebendigkeit der Skulpturen Craggs ist für jeden Betrachter unmittelbar zu erleben. Indem sie mit Bildern arbeiten, stellt sich ein Bezug zum Menschen her, der gegenstandslosen Skulpturen zumeist fehlt und viele abstrakte Skulpturen im öffentlichen Raum zu bloßer Stadtmöblierung verkommen ließ. Craggs Skulpturen beziehen sich unmittelbar auf menschliche Erfahrungen, an denen jeder teilhaben kann und deren Erkenntnis Spaß macht. Sie lassen niemanden unberührt.

Einführung zur Ausstellung
Öffnungszeiten, Anfahrt, etc.
Ausstellungsrundgang
Katalog
Führungen
Workshops
Literatur zur Ausstellung
Vier Nachmittage mit Anke Engelke
Fotos: Peter Oszvald, © KAH

Die Skulpturen von Tony Cragg stehen dem Betrachter mit einer Selbstverständlichkeit gegenüber, die es erstaunlich scheinen lässt, dass diese Lösungen nicht schon früher gefunden wurden. Bei aller Komplexität ist die Wirkung einer Skulptur von Tony Cragg zunächst sehr direkt – sie kann sich über ein vertrautes, attraktives Material ebenso erschließen wie über ein bekanntes Bild oder Motiv, das in der Skulptur als neu Gesehenes und Verändertes anschaulich wird. Die Präzision seiner Skulpturen erschließt sich über die nachvollziehbare Machart – der Betrachter kann erkennen, wie eine Skulptur aus Schichtungen gesammelten Materials zusammengefügt wurde, wie ein Bild in der Skulptur erscheinen oder verschwinden kann. Er kann ein direktes Verhältnis zum Maßstab einer Skulptur finden, Verkleinerung oder Vergrößerung erleben und sich selbst ins Verhältnis zur Skulptur setzen. Die zwanzig großen Skulpturen auf dem Dachgarten der Kunst- und Ausstellungshalle veranschaulichen die ganze Vielseitigkeit von Craggs bildhauerischem Werk.

  Projektleiter
Kay Heymer


Die Präsentation auf dem Dachgarten wird durch eine Auswahl von Papierarbeiten und kleinformatigen Skulpturen im Zentralkabinett der Kunst- und Ausstellungshalle ergänzt, die einen Einblick in die Entstehungsweise der Arbeiten von Tony Cragg eröffnen.

Parallel zur Ausstellung erscheint im Richter Verlag Düsseldorf eine umfangreiche Monographie mit ca. 500 Abbildungen und zahlreichen Aufsätzen seit 1981, die das Werk des Künstlers und seine Entwicklung in 8 Abschnitten schlüssig dokumentieren.
  Links
Tony Cragg
Auszug aus der Künstlerdatenbank des Institutes für Auslands-
beziehungen e.V.
Porträt Tony Cragg
Dokumentation des WDR-Fernsehens in der Reihe "Nachtkultur"


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