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Rahmenprogramm DSCHINGIS KHAN Im Jahr 2006 wird der geschichtsträchtigen Einigung
der mongolischen Stämme unter Dschingis Khan vor 800 Jahren gedacht.
In den riesigen Gebieten Inner- und Ostasiens, deren zentrale Territorien
die Geographie heute Mongolei nennt, vermochten reiternomadische Gemeinschaften
über Jahrtausende hinweg immer wieder mächtige Reiche aufzubauen.
Das Imperium Dschingis Khans stellt den machtpolitischen Höhepunkt
innerhalb dieser langen Tradition nomadischer Staatsgründungen im eurasischen
Steppengürtel dar. Das größte Reich der Geschichte erstreckte
sich in seiner Blütezeit vom Pazifischen Ozean bis Mitteleuropa und
wurde in seiner Entwicklung durch eine Vielzahl von Völkern und Kulturen
nachhaltig geprägt. Einen kleinen Ausschnitt aus diesen Kulturen versucht
dieses Rahmenprogramm anhand von Konferenzen, Vorträgen, aber vor allem
auch durch Darbietungen mongolischer Künstler zu vermitteln, die teilweise
zum ersten Mal in Deutschland auftreten.
Sonntags von 12-18 Uhr
Offenes Angebot auf dem Dachgarten in und bei
den Jurten
Leben in der mongolischen Jurte Die Jurte ist nicht nur die übliche Unterkunft nomadisierender Völker Zentralasiens, sie ist gleichzeitig Haus und Heimat. Die Mongolen nennen ihre Jurte Ger. Wie es in einer Ger aussieht, wie sie aufgebaut ist, das können Sie selbst eindrucksvoll erleben, denn drei dieser Jurten stehen auf unserem Dachgarten. An Sonntagnachmittagen erklären ihnen Mongolen dort die traditionellen Regeln der Gastfreundschaft, demonstrieren zum Beispiel auch, wie praktisch die mongolische Kleidung für das Leben in der Steppe ist, und zeigen ihre Spiele. Hören Sie Geschichten vom Leben in der Ger und lauschen Sie den Märchen und Sagen einer Jahrtausende alten Nomadenkultur. Zwischendurch ertönt der Klang der Sudarga, einem alten Saiteninstument, das schon zu Dschingis Khans Zeiten gespielt wurde. Und was wäre ein Besuch in einer Ger, ohne vom mongolischen Milchtee probiert zu haben? Sain baina uu - herzlich willkommen! Für alle Besucher und Altersgruppen. Der Eintritt ist frei. In Kooperation mit dem Deutsch-Mongolischen Kulturverein ![]() Kinder aus der Wüste Gobi vor ihrer Jurte. Foto: Dr. Bernd Michael Linke, Ratingen Veranstaltung auf dem Dachgarten
Singender Sand Märchen aus den Jurten der Mongolen Mongolische Märchen wurden erst relativ spät aufgezeichnet, nachdem sie Jahrhunderte lang nur durch mündliche Überlieferung erhalten blieben. Die ersten schriftlichen Fassungen sind über 200 Jahre alt und stammen von Europäern. Noch bis Mitte des 20. Jahrhunderts zählte das abendliche Erzählen in der Jurte zu den grundlegenden Formen des gemeinschaftlichen Erlebens. Kommen Sie, wie es bei den Mongolen üblich war, in einer traditionellen Jurte zusammen und lauschen den zauberhaften Märchen von dem kleinen weißen Kamel, dem Vogeldämon, dem vorsichtigen Mönch oder von Dschingis, dem mächtigen Khan. Alfred Pointner ist Märchenerzähler und tritt seit Jahren mit internationalen Märchenprogrammen auf. Mongolische Märchen, die er erstmals als Junge in einer Jurte hörte, sind fester Bestandteil seines Repertoires. Für Kinder ab 8 Jahren und Erwachsene Teilnahmebeitrag: 3 € / ermäßigt 2 € (Schüler, Studenten, Artcard) ![]() Dogmid Sosorbaram Rahmenprogramm
zur Ausstellung 1. Kölsche Mongolenhorde zu Gast
in der Ausstellung
Rahmenprogramm
zur Ausstellung
Ein Live-Mitschnitt des Konzertes liegt als CD vor und ist die einzige Live-Aufnahme von Sainkho Namtchylak. Erhältlich in der Buchhandlung König oder im Art Shop. Preis: 12 EUR Themenführung: Mit Experten durch die Ausstellung
Andrea Steffen, Bonn Die Restaurierung der neuesten Grabungsfunde In der Ausstellung werden Fundstücke aus verschiedenen mongolischen Felspaltengräbern und die aktuellsten Funde aus den Grabungen von Karakorum, der zeitweiligen Hauptstadt des mongolischen Weltreiches, gezeigt. Wie diese Objekte unter größtem Aufwand gesichert und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden, erfahren Sie aus erster Hand. Andrea Steffen ist Dipl.-Restauratorin und an archäologischen Grabungskampagnen in Nepal und der Mongolei beteiligt. Sie war bei den Grabungen in Karakorum beteiligt und führte die Restaurierung der einzigartigen Stücke durch. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, Anmeldung unter Tel. 0228/9171-243 erforderlich. Teilnahme mit dem Ausstellungsticket zuzüglich 3 € Themenführung: Mit Experten durch die Ausstellung
Die Mongolen in Japan Dr. Josef Kreiner, Bonn Die Mongolen versuchten unter Khubilai Khan 1274 sowie 1281 Japan zu erobern. Die äußerst verlustreichen Kämpfe konnten nur durch Taifune für Japan siegreich beendet werden. Die dramatischen Schlachten wurden bereits im Mittelalter in einer eindrucksvollen Bildrolle dargestellt. Eine auf den geographischen Kenntnissen der Mongolen beruhende riesige Weltkarte wurde erst vor kurzem in Japan entdeckt und ist weltweit erstmals in dieser Ausstellung zu sehen. Prof. Dr. Josef Kreiner ist Kurator der Ausstellung und Professor für Japanologie und Direktor des Japanologischen Seminars der Universität Bonn Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, Anmeldung unter Tel. 0228/9171-243 erforderlich. Teilnahme mit dem Ausstellungsticket zuzüglich 3 € Offene Akademietagung in Zusammenarbeit
mit der Thomas-Morus-Akademie
Dschingis Khan und seine Erben Das Weltreich der Mongolen Tagungsleitung: Johannes Soika, Thomas-Morus-Akademie Bensberg „Die Mongolen kommen!“ Dieser Ruf versetzte in der Mitte des 13. Jahrhunderts ganz Europa in Angst und Schrecken. Kampfesmut, Kühnheit und Kriegsgeschick der mongolischen Krieger waren gefürchtet. Der wichtigste Mongolenherrscher und einer der größten Eroberer der Weltgeschichte war Temudschin, genannt Tschingis Khan (1162-1227). Seine Heere eroberten Peking, weite Teile Nordchinas, Korea und Südrussland. Seine Feldherren standen im Jahre 1241 knapp davor, die Donau zu überschreiten und in das deutsche Reich einzufallen. Was wissen wir über Geschichte, Kultur und Kunst dieses Nomadenvolkes? Welches Erbe haben sie hinterlassen? Kostenbeitrag: 50 EUR (Tagungsbeitrag, 2-Gang-Menü, Kaffeepause, Eintritt und Führung durch die Ausstellung). Anmeldung bitte schriftlich an: Thomas-Morus-Akademie Bensberg Overather Straße 51-53 51429 Bergisch Gladbach Telefon 0 22 04 - 40 84 72 Telefax 0 22 04 - 40 84 20 www.tma-bensberg.de Themenführung: Mit Experten durch die Ausstellung
Bild und Wirklichkeit im Ilkhanat Dr. Michael Weiers, Bonn Mongolische Steppenherrscher auf persischen Miniaturen Nur zu oft findet in der Geschichtsschreibung nicht das Leben der Mongolen selber Berücksichtigung, sondern in erster Linie das stets bedauernswerte Schicksal der von ihnen Beherrschten. Etwas anders verhält es sich in bildlichen Darstellungen wie den zahlreichen Miniaturen aus Ost und West, auf denen die Mongolenherrscher, ihre Lebensumstände, und auch ihre Unternehmungen festgehalten werden. Neben den fernöstlichen und den russischen Darstellungen bieten auch die persischen Miniaturen aus dem Reich der mongolischen Ilkhane „Friedensherrscher“ zahlreiche Beispiele dafür. Die Themenführung wird anhand einschlägiger Miniaturen den jeweiligen ereignisgeschichtlichen Hintergrund beleuchten und versuchen, das Leben der Mongolen in einer ihnen völlig fremden und feindlichen Umgebung, in der sie dazu noch demographisch eine verschwindende Minderheit bildeten, darzustellen. Prof. emeritus Dr. Michael Weiers am Seminar für Sprach- und Kulturwissenschaft Zentralasiens an der Universität Bonn und Honorarprofessor an der Universität der Inneren Mongolei in Hohhot, VR China. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, Anmeldung unter Tel. 0228/9171-243 erforderlich. Teilnahme mit dem Ausstellungsticket zuzüglich 3 € Themenführung: Mit Experten durch die Ausstellung
(Die Geschichte) Vom Palast, der ein Tempel war... Dr.Hans-Georg Hüttel Am Beispiel der berühmten Karakorum-Inschrift von 1346 und charakteristischer Funde aus dem Palastbezirk wird die spannende Geschichte von der Suche nach dem Khanspalast in Karakorum, die Suche nach dem "mongolischen" Karakorum erzählt. Prof. Dr. Hans-Georg Hüttel von der Bonner Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts leitet die Ausgrabungen im Palastbezirk von Karakorum und im Kloster von Erdene joo. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, Anmeldung unter Tel. 0228/9171-243 erforderlich. Teilnahme mit dem Ausstellungsticket zuzüglich 3 €
Rahmenprogramm
zur Ausstellung
Dschingiskhan und seine Erben Internationales Treffen von Wissenschaftlern und Künstlern im Forum DER BLAUE HIMMEL Dschingis Khan – Historische Persönlichkeit zwischen Mythos und Realität Anlässlich der großen Ausstellung zum Weltreich der Mongolen gilt dieses Internationale Treffen in seinen wissenschaftlichen Beiträgen ganz der historischen Figur Dschingis Khans. Ziel ist es, den rankenden Mythen und Vorurteilen Ergebnisse fundierter Forschung entgegenzusetzen und auf diese Weise der Öffentlichkeit ein modernisiertes Bild der historischen Mongolei zu offerieren. Der künstlerische Teil der Veranstaltung präsentiert ein lebendiges Bild der Mongolei zwischen Tradition und Moderne. Dabei reicht die Bandbreite der Darbietungen von Schamanismus, Artistik und traditioneller Musik bis hin zu mongolischem Rap. Wissenschaftliches Konzept: Prof. Dr. Udo Barkmann, Centre for Mongol Studies. National University of Mongolia, Ulan Bator Künstlerisches Konzept: Prof. Dr. Bernhard Wulff, Hochschule für Musik, Freiburg Themen: Lebensmaximen Dschingis Khans Himmelsverehrung Schamanismus in der Zeit Dschingis Khans Militärtaktik Alltagszärtlichkeit als Überlebensstrategie Eroberung Nordchinas Verehrung Dschingis Khans Künstlerische Beiträge: Oberton-Musik der mongolischen Steppe Morin Khuur-Spiel (Pferdekopfgeige) Rap aus der Mongolei mit der Gruppe „Black Rose“ Zwischen den Vorträgen sehen Sie Contortion-Darbietungen der „Schlangenmädchen“ Konferenzsprachen Deutsch und Mongolisch mit Übersetzung Abendveranstaltung auf dem Dachgarten
Zeremonie des Schamanen Byambadorj Eintritt frei ![]()
Byambasuren Davaa Kino im Forum, Vorabpremiere
Die Höhle des gelben Hundes Buch & Regie: Byambasuren Davaa Produzent: Stephan Schesch Deutschland, 2005, ca. 93 Minuten Der neue bezaubernde Film der Regisseurin der „Geschichte vom weinenden Kamel“! In der endlosen Weite der mongolischen Landschaft führt eine fünfköpfige Nomadenfamilie ein Leben fernab der Zivilisation. Nach alter Tradition leben sie von der Schafzucht – und im Einklang mit der Natur. Bei einem ihrer Spaziergänge findet die sechsjährige Nansa in einer Felsenhöhle einen kleinen, schwarzweißgefleckten Hund, den sie „Zochor“ nennt und mit nach Hause nimmt. Statt den Hund wieder auszusetzen, wie es der Vater verlangt, wird er ihr treuer Begleiter. Doch eines Tages verliert sie in der Steppe seine Spur – und begegnet bei ihrer Suche einer alten Nomadin, die ihr die bewegende Legende von der Höhle des gelben Hundes erzählt... Die Regisseurin ist anwesend und steht nach der Vorstellung für Fragen zur Verfügung. Eintritt: 6,- € / ermäßigt 4,- € Themenführung: Mit Experten durch die Ausstellung
Sprache und Schrift der Mongolen Purev Erdenesukh, Bonn Das Mongolische ist einerseits eine exotische Sprache, andererseits ist sie in die großen Sprachfamilien Zentralasiens eingebettet. Wissenschaftlich gesehen gibt es insgesamt elf mongolische Sprachen und mehrere Schriftsysteme. In der Ausstellung kann diese Vielfalt für den Mongolischen Sprachraum und für das Mongolische Weltreich sehr anschaulich an zahlreichen eindrucksvollen Exponaten gezeigt werden. Zu entdecken sind Steininschriften, wertvolle Texte auf Birkenrinde, prachtvolle Bücher, historische Landkarten, Amtssiegel, Erlasse und Briefe, wie beispielsweise ein Brief des Güyük Khan an den Papst Innozenz IV. und ein Brief des Qubilai Khan an den König von Japan. Purev Erdenesukh ist Projektassistent der Ausstellung „Dschingis Kahn und seine Erben. Das Weltreich der Mongolen.“ Achtung - es sind keine Plätze mehr verfügbar! Themenführung mit Experten durch die Ausstellung
„Verfeindete Vettern“. Konflikte zwischen den Erben Dschingis Khans Birgitt Hoffmann, Bonn Die Eroberung des mongolischen Weltreichs war eine Sache gewesen, es dauerhaft zusammenzuhalten und zu verwalten eine andere. Schon früh gab es unter den Nachfahren der Söhne Dschingis Khans Streitereien um die Zuständigkeiten für die eroberten Gebiete und um die Großkhanswürde. 1259 zerbrach deswegen das Weltreich in vier Teilreiche, die sich teils bekriegten, teils Allianzen miteinander eingingen. Dass sich diese Teilreiche auch in religiöser und kultureller Hinsicht unterschiedlich entwickelten, ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass die mongolischen Machthaber zum einen auf sehr unterschiedliche natur- und kulturräumliche Gegebenheiten trafen, zum anderen in unterschiedlichem Maß an mongolischer Lebensweise und Tradition festhielten bzw. sich auf die Kultur der eroberten Gebiete einließen. Prof. Dr. Birgitt Hoffmann, Orientalisches Seminar, Universität Bonn Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, Anmeldung unter Tel. 0228/9171-243 erforderlich. Teilnahme mit dem Ausstellungsticket zuzüglich 3 € Themenführung: Mit Experten durch die Ausstellung
Kontrolle und Verwaltung unter mongolischer Herrschaft Yun Wu, Bonn Die Mongolen verfügten im 13. Jahrhundert über das schnellste Verkehrsmittel, das Pferd. Damit gelang es ihnen umfangreiche Territorien zu erobern. Für die Stabilisierung ihres Herrschaftsgebietes, das sich vom Pazifik bis nach Mitteleuropa erstreckte, war jedoch entscheidend, dass sie offen und tolerant mit den sesshaften Kulturen umgingen, indem sie beispielsweise deren Verwaltungsstrukturen weitgehend intakt ließen. Diese Zusammenhänge werden anhand der verschiedensten Exponate aus den Bereichen Handel und Postwesen dargelegt. Yun Wu ist Dozentin am Seminar für Sprach- und Kulturwissenschaft Zentralasiens an der Universität Bonn. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, Anmeldung unter Tel. 0228/9171-243 erforderlich. Teilnahme mit dem Ausstellungsticket zuzüglich 3 € Weitere Veranstaltungen: Die Mongolei zwischen Dschingis Khan
und Globalisierung
Eine Begegnungstagung mit Menschen, Religion, Kultur aus der Mongolei Tagungsleitung: Prof. Dr. Sung-Hee Lee-Linke Bei der Veranstaltung geht es um das Kennenlernen der Lebenswelt der Mongolen. Neben fachlichen Vorträgen und einem Besuch der Ausstellung „Dschingis Khan und seine Erben. Das Weltreich der Mongolen“ in der Kunst- und Ausstellungshalle tragen verschiedene weitere Programmelemente zu einer lebendigen Begegnung mit der mongolischen Kultur bei. Ort: Evangelische Akademie im Rheinland, Haus der Begegnung, Mandelbaumweg 2, 53177 Bonn – Bad Godesberg Information, Programm und Anmeldung: Telefon 0228 / 95 23 208 www.ev-akademie-rheinland.de |
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