|
|
|
Rahmenprogramm
Mittwoch, 6. April,
19 Uhr
Vortrag
„Vigilate virgines pro adventu domini ...“
Seid wachsam Jungfrauen in Erwartung des Herren Wiederkehr ...
Eine Einführung in die Lebenswelten weiblicher Religiosen
Dr. Marcus Mrass, Bonn
Frauen hatten von Anfang an ihren Anteil an geistlichen Gemeinschaften
des Christentums. Selbstheilung und Fürbitte, Gebet und Arbeit,
Memoria und Geisteskultur bildeten die Grundlagen klösterlichen
Lebens. Der Vortrag geht auf die speziellen gesellschaftlichen Bedingungen
und Funktionen ein, denen ihr gottgeweihtes Leben unterworfen war.
Das Entstehen immer neuer Gemeinschaften lässt sich als Antwort
auf die jeweils drängenden Probleme der Kirche verstehen. Dabei
haben die in Westeuropa wirkenden Orden nicht nur eine wesentliche Funktion
im Hinblick auf unsere Kultur übernommen, sondern sie prägten
auch maßgeblich deren Fortentwicklung.
Marcus Mrass, Kunsthistoriker und Christlicher Archäologe, ist
Experte für die christliche Kunst von der Antike bis zum ausgehenden
Mittelalter. Er organisierte u. a. die Ausstellung über den Meister
des Bartholomäus-Altars im Wallraf-Richartz-Museum Köln.
Eintritt: 8 € / ermäßigt 4,50 €
Die Eintrittskarte zur Veranstaltung berechtigt auch zum Besuch der
Ausstellung.
Freitag, 8. April
| 10 bis 17.30 Uhr
Rahmenprogramm
zur Ausstellung KRONE UND SCHLEIER
Offene Akademietagung im Forum
in Zusammenarbeit mit der Thomas-Morus-Akademie Bensberg
Frauenklöster im Mittelalter
Lebenswelten, Geschichte, Kunst
Frauenklöster genossen im Mittelalter hohes Ansehen und
entwickelten eine Vielfalt religiöser Lebensformen. Architektur,
Literatur und Kunst dokumentieren Macht und Bedeutung der Frauenkonvente,
ihren sozialen, wirtschaftlichen und religiösen Rang. Welche Ideale,
Lebensansprüche und Formen der Frömmigkeit sich dort herausbildeten,
versucht diese Veranstaltung auch im Hinblick auf den geplanten Ausstellungsbesuch
vorzustellen.
„Vigilate virgines pro adventu domini ...”
Eine Einführung in die Lebenswelten weiblicher Religiosen
Dr. Marcus Mrass, Kunsthistoriker und Christlicher Archäologe,
Deutsche Stiftung Denkmalschutz, Bonn
Gebaut aus Stein – erfüllt mit Leben
Geschichte und Architektur der Frauenklöster im Rheinland
Dr. Marianne Gechter, Kunsthistorikerin, Unkel
Von Frauen für Frauen
Kunstproduktion in mittelalterlichen Frauenklöstern
Simone Scholten M.A., Kunsthistorikerin und Projektassistentin
„Krone und Schleier – Kunst aus mittelalterlichen Frauenklöstern”
in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik
Deutschland, Bonn
Krone und Schleier. Kunst aus
mittelalterlichen Frauenklöstern.
Die Zeit der Orden 1200-1500 (Führung in Gruppen durch
die
Ausstellung)
45 € (Tagungsbeitrag, 2-Gang-Menü, Kaffeepause, Eintritt und
Führung durch die Ausstellung).
Anmeldung und Informationen bei:
Thomas-Morus-Akademie Bensberg
Overather Straße 51-53, 51429 Bergisch Gladbach
Telefon 02204 / 408472, Telefax 02204 / 408420
akademie@tma-bensberg.de
www.tma-bensberg.de
Rahmenprogramm
zur Ausstellung
Krone und Schleier. Kunst aus mittelalterlichen Frauenklöstern
Nonnenfilmfest im Forum in Kooperation mit der Bonner Kinemathek
Viele Filme aller Qualitäten und Genres bedienen sich
der Ordensfrau und des Klosters als Projektionsfläche bestimmter
Klischees und deren Brechung. Die Sehnsucht des Laien nach Reinheit,
Heiligkeit und Güte im Gegensatz zu sublimierter Sexualität
(der Sünde) eignet sich vorzüglich zum Aufbau dramatischer
Spannungsbögen im Film. Ordensfrauen und Klöster exponieren
die Undurchschaubarkeit ihrer Hüllen bei gleichzeitigem direkten
Kontakt zum Transzendenten. Das Kryptische provoziert den Voyeurismus
und gebiert damit ein klassisches Kinothema. Die sechs Filme dieser
Reihe wurden nach Kriterien ihrer künstlerischen Qualität
ausgewählt, wobei auch Stilvielfalt und unterschiedliche Filmsprachen
eine wesentliche Rolle spielten. Die Reihe spannt sich vom kirchenkritischen
Werk bis zum romantischen Liebesfilm.
Sonntag, 10. April,
15 Uhr
Rahmenprogramm
zur Ausstellung KRONE UND SCHLEIER
La Strada – Das Lied der Straße
Italien 1954
Regie: Federico Fellini, Musik: Nino Rota
Darsteller: Giulietta Masina, Anthony Quinn, Aldo Silvani, Marcella
Rovere, Livia Venturini und Richard Basehard
102 Min., FSK ab 16; Original mit Untertiteln
Der virile und gewalttätige Jahrmarktsartist Zampano kauft das
einfältige Dorfmädchen Gelsomina, um es zu seiner Assistentin
abzurichten. Sie unterwirft sich seinen unwirschen Befehlen, aber den
seiltanzenden Narren Matto, der sie menschlich behandelt, betet sie
an. Zampano tötet Matto im Streit und verlässt Gelsomina,
weil er jede menschliche Bindung als Last empfindet. In ihrer Verlassenheit
findet sie Schutz in einem Nonnenkloster. Als Zampano später von
ihrem Tod hört, lässt ein hemmungsloser Gefühlsausbruch
ahnen, was er für sie empfunden hat. Mit der poetisch-bizarren
Tragödie entfernte sich Fellini erstmals vom Neorealismus. Der
Film hat eine soziale, eine humane und eine christliche Ebene. Fellini
zeigt Prozessionen, ein Kloster, Nonnen, aber diese inszenierte Sicherheit
einer schon fast obsolet gewordenen Heilsideologie berührt die
Figuren in diesem Spiel kaum.
Eintritt: 8,- € / ermäßigt 4,50 € (Tageskasse,
die Eintrittskarte berechtigt auch zum Besuch der Ausstellung.)
Auch als Abonnement für alle sechs Filme der Reihe: 40,- €
/ ermäßigt 20,- €
Eintritt: 8 € / ermäßigt 4,50 €
Die Eintrittskarte zur Veranstaltung berechtigt auch zum Besuch der
Ausstellung.
Sonntag, 17. April
| 15 Uhr
Rahmenprogramm
zur Ausstellung KRONE UND SCHLEIER
Nonnenfilmfest im Forum
in Kooperation mit der Bonner Kinemathek
The Nun’s Story – Geschichte einer Nonne
USA 1959, Regie: Fred Zinnemann, Musik: Franz Waxmann
Darsteller: Audrey Hepburn, Dean Jagger, Peter Finch, Peggy Ashcroft
und Edith Evans
149 Min., FSK ab 12, deutsch synchronisierte Fassung
Eine stolze Arzttochter tritt einem Orden mit strengen Regeln bei, um
Missionsschwester im Kongo zu werden. Nach schweren inneren Konflikten
muss sie erkennen, dass sie persönlich nicht die Gehorsamsforderung
des Gelübdes verwirklichen kann; ihr Glaube, sie sei berufen, war
ein Irrtum. Fred Zinnemann hat den umstrittenen Roman von Kathryn Hulme
respektvoll und sorgfältig den Bedürfnissen der Leinwand angepasst.
Eintritt: 8,- € / ermäßigt 4,50 € (Tageskasse,
die Eintrittskarte berechtigt auch zum Besuch der Ausstellung.)
Auch als Abonnement für alle sechs Filme 40,- € / ermäßigt
20,- €
Mittwoch, 20. April
| 19 Uhr
Rahmenprogramm
zur Ausstellung KRONE UND SCHLEIER
Doppelvortrag
Die Lüneburger Klöster
Kunst und Frömmigkeit in den Frauenklöstern der Lüneburger
Heide
Dr. Michael Wolfson, Hannover
Anhand von ausgewählten Kirchengebäuden, Wandmalereien, Altären,
liturgischem Gerät und Textilien werden Aspekte der Frömmigkeit
in den berühmten niedersächsischen „Heideklöstern“
von Wienhausen, Lüne und Ebstorf untersucht.
Michael Wolfson ist Kunsthistoriker und Publizist in Hannover und hat
sich mit zahlreichen Aspekten der Kunst und Kultur des späten Mittelalters
beschäftigt.
Sakrale Räume erhalten und beleben
Die Aufgaben der Klosterkammer von der Geschichte zur Gegenwart
Sigrid Maier-Knapp-Herbst
Die Klöster und Stifte in Niedersachsen gehören zum großen,
in Deutschland einmaligen Erbe der Reformation, das es nicht nur zu
erhalten, sondern auch zu beleben gilt. Wie Denkmalschutz und gegenwärtige
Nutzungsansprüche ineinander greifen, ist u.a. Gegenstand des Vortrags.
Sigrid Maier-Knapp-Herbst ist seit 2004 Präsidentin der Klosterkammer
Hannover. Zu ihren Aufgaben gehören die Sicherung des Stiftungsvermögens,
der Denkmalschutz sowie die Betreuung und Führung der Klöster
und Stifte.
www.klosterkammer. de
Eintritt: 8 € / ermäßigt 4,50 €
Die Eintrittskarte zur Veranstaltung berechtigt auch zum Besuch der
Ausstellung.
Freitag, 22. April
| 20 Uhr
Rahmenprogramm
zur Ausstellung KRONE UND SCHLEIER
Konzert im Forum
Rose von Jericho. Das Liederbuch der Anna von Köln
Ars Choralis Coeln unter der Leitung von Maria Jonas
In den späteren Jahrhunderten des Mittelalters führte der
Wunsch vieler Frauen, gemeinschaftlich zu leben, zu arbeiten und zu
musizieren, zu einer kulturellen Hochblüte. Eine der wichtigsten
Quelle für Musik aus dieser Zeit ist das Liederbuch der Anna von
Köln. Sie lebte um 1500 und gehörte wohl einem niederrheinischen
Kreis von Beginen an. Das Liederbuch wurde zu ihrem Privatgebrauch im
„Kämmerlin“ oder im Konvent zusammengestellt; es enthält
82 geistliche Lieder auf Latein und Deutsch, davon 24 mit Melodie. Vielfach
handelt es sich um allgemein geläufige Lieder, oft von sehr weltlichem
Inhalt. Sie werden unbefangen der religiösen Welt anverwandelt
(z.B. Liebesklage wird zur Sündenklage); trotz der spirituellen
Haltung bleibt der Ausdruck ursprünglich und lebensnah. Volkstümliches
Singen und städtische Lyrik wirken zusammen in diesem reichsten
Zeugnis, das wir vom Musikleben in einem Beginenhof des Mittelalters
besitzen.
Maria Jonas – Gesang, musikalische Leitung
Tarquinia Hill, Uta Kirsten, Cora Schmeiser, Petra Koerdt – Gesang
Susanne Ansorg – Fidel, Elisabeth Seitz – Psalter, Johanna
Seitz – Harfe
Eintritt: 16,80 € / ermäßigt 9,10 € (VVK, inkl.
Gebühren)
17,- € / ermäßigt 9,50 € (Abendkasse, inkl. Gebühren)
Die Eintrittskarten berechtigen auch zum Besuch der Ausstellung.
Samstag, 23. April
| 10 bis ca. 17.30 Uhr
Rahmenprogramm
zur Ausstellung KRONE UND SCHLEIER
Offene Akademietagung im Forum
in Zusammenarbeit mit der Thomas-Morus-Akademie Bensberg
Um des Himmels Willen!?
Frauen-Leben im Kloster heute
Die Entscheidung einer Frau, „ins Kloster zu gehen”,
gilt heute als sehr ausgefallen, löst Erstaunen, vielleicht Bewunderung
aus. Verzicht, strenge Disziplin und ein weltabgewandtes, eintöniges
Leben hinter hohen Klostermauern sind nur einige Assoziationen, die
diesen Schritt zunächst wenig attraktiv erscheinen lassen. Was
bewegt Frauen heute, einer Ordensgemeinschaft beizutreten? Sind die
auf „lebenslänglich” angelegten Gelübde zu Armut,
Gehorsam und Ehelosigkeit Relikte aus einer anderen Welt und heute noch
oder wieder lebbar?
„Närrinnen Gottes”
Lebenswelten von Ordensfrauen heute. Ergebnisse einer ethnografischen
Studie
Priv.-Doz. Dr. Gertrud Hüwelmeier, Berlin, Freie Universität
Berlin, Institut für Ethnologie
Um des Himmels Willen!
Ordensfrauen im Gespräch
Renate von Randow, Äbtissin des evangelisch-lutherischen
Damenstiftes Wienhausen
Sr. Philippa Rath OSB, Benediktinerinnenabtei St. Hildegard Eibingen
Kleine Schwester Ulrike, Fraternität der Kleinen Schwestern Jesu,
Halle/Saale
Sr. Dr. Aurelia Spendel OP, Augsburg
Dominikanerinnenkloster St. Ursula
„Drum prüfe, wer sich ewig
bindet ...”
Leben vor und nach dem Ordenseintritt
Sr. Johanna Domek OSB, Priorin, Benediktinerinnen vom Heiligsten Sakrament,
Köln
Sr. Katharina Kluitmann OSF, Franziskanerinnen von der Buße und
der christlichen Liebe, Münster
Armut, Gehorsam, Ehelosigkeit
Provokation, Weisheit, Lebbarkeit der evangelischen Räte
Sr. Dr. Anneliese Herzig MSsR, München, Missionsschwester vom Heiligsten
Erlöser
Gelübde & Askese – von gestern für heute?
Inspirationen für ein ganz anderes Leben
Statement: Prof. Dr. Gisela Völger
Direktorin des Rautenstrauch-Joest-Museum Köln i.R., Köln
Gesprächsrunde mit Sr. Johanna Domek OSB, Sr. Katharina
Kluitmann OSF, Kleine Schwester Ulrike, Renate von Randow,
Sr. Dr. Aurelia Spendel OP und Dr. Wilfried Dörstel, Köln
Teilnahmebeitrag: 45 € (Programm, 2-Gang-Menü, 2 Kaffeepausen,
Eintritt in die Ausstellung).
Schriftliche Anmeldung bei:
Thomas-Morus-Akademie Bensberg
Overather Straße 51-53, 51429 Bergisch Gladbach
Telefon 02204 / 408472, Telefax 02204 / 408420
akademie@tma-bensberg.de
www.tma-bensberg.de
Sonntag, 24. April
| 15 Uhr
Rahmenprogramm
zur Ausstellung KRONE UND SCHLEIER
Nonnenfilmfest im Forum
in Kooperation mit der Bonner Kinemathek
Viridiana
Spanien / Mexico 1961, Regie: Luis Buñuel
Darsteller: Victoria Zinny, Sylvia Pinal, Teresita Rabal, Margarita
Lozano, Francisco Rabal und Fernando Rey
88 Min., FSK ab 18, deutsch synchronisierte Fassung
Die desillusionierende Schilderung des Weges einer jungen spanischen
Novizin, die nach dem Selbstmord ihres Onkels auf das Kloster verzichtet
und dadurch karitativ wirkt, dass sie das Landgut ihres Onkels zu einem
Asyl für Notleidende macht. Eine kurze Abwesenheit der jungen Frau
nutzen die Armen zu orgienhafter Zerstörung. Nur knapp kann die
Zurückgekehrte einer Vergewaltigung entgehen. Sozial- und religionskritischer
Film von großer formaler wie thematischer Kraft, mit dem Buñuel
christliche Lebensbemühung durch die ebenso radikale Konfrontation
mit Unmoral, Bosheit und sozialem Elend auf die Probe stellt.
Eintritt: 8,- € / ermäßigt 4,50 € (Tageskasse,
die Eintrittskarte berechtigt auch zum Besuch der Ausstellung.)
Auch als Abonnement für alle sechs Filme: 40,- € / ermäßigt
20,- €
Mittwoch, 27. April
| 19 Uhr
Rahmenprogramm
zur Ausstellung KRONE UND SCHLEIER
Buchmalerei und Gesang aus Frauenklöstern
Vortrag und Konzert im Forum
in Kooperation mit der Thomas-Morus-Akademie Bensberg
Klosterfrauen als Stifterinnen, Malerinnen und Schreiberinnen
Dr. Ingrid Gardill, München
Vom liturgischen Prachtcodex bis zur einfachen Gebrauchshandschrift
erstreckt sich das eindrucksvolle, kaum erforschte Spektrum der illuminierten
Bücher aus Frauenklöstern. Unabhängig davon, ob sie von
den Klosterfrauen selbst hergestellt oder durch diese beauftragt wurden,
zeichnen sich die Miniaturen durch ihre außergewöhnliche
und eigenwillige Motivwahl und Formensprache aus.
Ingrid Gardill ist als Kunsthistorikerin und Journalistin in München
tätig. Im März 2005 erscheint ihr Buch über den Prachtcodex
der Benediktinerinnen von Sainte-Benoîte d’Origny.
Salve virgo Katherina
Festliche Gesänge aus dem Graduale St. Katharinenthal
Vox Nostra (Berlin) unter Leitung von Burkard Wehner
Aus dem Dominikanerinnenkloster St. Katharinenthal
(Schweiz) ist ein wertvolles großformatiges Graduale mit liturgischen
Gesängen des gesamten Kirchenjahres zu Fest- und Sonntagen erhalten
geblieben. Die Melodien dieser 1312 entstandenen Handschrift sind in
Quadratnotation aufgezeichnet und einige Initialen mit prächtiger
Buchmalerei illuminiert. Das Konzert des renommierten Vokalensembles
Vox Nostra folgt dem Ablauf einer mittelalterlichen Festmesse mit den
tradierten Teilen Kyrie eleison – Gloria – Sanctus –
Agnus Dei sowie den Gesängen zu Ehren der heiligen Katharina.
Das 1998 von Burkard Wehner gegründete Ensemble Vox Nostra hat
sich auf mittelalterliche Vokalmusik spezialisiert und führt überlieferte
ein- und mehrstimmige Gesänge auf der Grundlage von Originalhandschriften
auf. Der Vokalklang ist obertonreich und fließend, um die reinen
und die dissonanten Zusammenklänge spürbar werden zu lassen.
Eintritt: 18,- € / ermäßigt 12,- € ( im Vorverkauf
inkl. Gebühren, die Karte berechtigt auch zum Besuch der Ausstellung.)
Rahmenprogramm
zur Ausstellung KRONE UND SCHLEIER
Nonnenfilmfest im Forum
in Kooperation mit der Bonner Kinemathek
La Voie lactée - Die Milchstraße
Frankreich / Italien 1969
Regie und Musik: Luis Buñuel
Darsteller: Delphine Seyrig, Edith Scob, Paul Frankeur, Michel Piccoli,
Laurent Terzieff, Georges Marchal, Alain Cuny
101 Minuten, Original mit Untertiteln
Zwei Pilger unternehmen eine Wanderung zu dem spanischen Wallfahrtsort
Santiago de Compostela. Im Verlauf dieser Wanderung erleben sie Kuriositäten,
Wunder, Halluzinationen - ihnen offenbart sich ein Querschnitt durch
die kirchliche Dogmengeschichte.
Die vielen Gestalten, denen sie unterwegs begegnen, haben durchwegs
religiösen, betont katholischen Bezug. Buñuels bissige Abrechnung
mit den Irrtümern der katholischen Kirche ist eine Episoden-Satire.
Mit atemberaubender Kühnheit (und zugleich Eleganz) wechselt Buñuel
von einem Thema zum anderen, durchbricht die Ebenen der Logik, um das
Unfassliche, das Blasphemische und Paradoxe hervorzukehren.
Eintritt: 8,- € / ermäßigt 4,50 € (Tageskasse,
die Eintrittskarte berechtigt auch zum Besuch der Ausstellung.)
Auch als Abonnement für alle sechs Filme 40,- € / ermäßigt
20,- €
Samstag, 4. Juni
| 10 bis 17.30 Uhr
Rahmenprogramm
zur Ausstellung KRONE UND SCHLEIER
Offene Akademietagung im Forum
in Zusammenarbeit mit der Thomas-Morus-Akademie Bensberg
Kräuter, Heilmittel, Therapien
Klostergärten – ihre Tradition, Gestaltung und Nutzung
Die Klöster waren nicht nur die wichtigsten Kulturträger,
sondern sorgten auch für eine medizinische Grundversorgung. Die
Ordensleute studierten die aus der Antike überkommene Kräuterheilkunde
und ergänzten diese durch eigene Erkenntnisse und volksmedizinisches
Wissen. Heute faszinieren einerseits die klösterlichen Gartenanlagen
unter ästhetischen und gartenbaulichen Aspekten, andererseits die
Verdienste der Klöster um das therapeutische "Ganzheitswissen".
„Ein umfriedeter Garten ist meine Schwester ...”
Kräutergärten in Frauenklöstern des Mittelalters
Dr. Johannes Gottfried Mayer, Würzburg
Kloster und Garten gehörten schon immer eng zusammen. Der Garten
war der Ort der körperlichen Arbeit, er diente aber auch der Selbstversorgung
der Klöster und der Meditation. Jede Klosteranlage war vollständig
von einer Mauer umgeben. Sie bestimmte den Lebensraum der Mönche
und Nonnen. Innerhalb der Klostermauern wurden die wichtigsten Nutz-
und Arzneipflanzen angebaut.
Dr. Johannes Gottfried Mayer, Philologe und Medizinhistoriker mit Forschungsschwerpunkt
Geschichte der Arzneipflanzen, ist Mitglied der Forschungsgruppe Klostermedizin
(Universität Würzburg). www.klostermedizin.de
Der mittelalterliche Kräutergarten
in Zusammenarbeit mit der Firma Bionorica
Prof. Dr. Eckhard Leistner, Bonn
Bei einem Rundgang durch den Kräutergarten auf dem Dachgarten werden
die für Frauenklöster typischen mittelalterlichen Heilpflanzen
vorgestellt und deren Anwendung im Bereich der Heilkunde erläutert.
Prof. Dr. Eckhard Leistner ist Direktor am Institut für Pharmazeutische
Biologie der Universität Bonn.
Faszination Klostergarten
Der Garten als Spiegel der Lebensbedingungen in Damenstiften
Dipl-Ing. Inken Formann, Hannover
Seit dem 15. Jahrhundert entstanden an evangelischen und katholischen
Damenstiften Gärten, die in regelhaft geführten Ordensklöstern
nicht vorkommen. Die vielerorts bis heute erhaltenen Kurien-, Damen-
und Äbtissinnengärten sind sichtbare Zeugnisse der besonderen
Lebensbedingungen und des Lebensstandards dieser Stifte.
Dipl.-Ing. Inken Formann ist Gartendenkmalpflegerin und als Volontärin
in der Verwaltung der Staatlichen Schlösser und Gärten Hessen
tätig.
Einblicke in die Forschung
Anbau und Primärverarbeitung von Arzneipflanzen
Dipl. Ing. Irina Göhler, Neumarkt
Anhand ausgewählter Beispiele wird veranschaulicht, welcher Forschungsaufwand
bis zur Ernte hochwertiger Arzneipflanzen notwendig ist. Neben Anbau
und Pflege geht es dabei auch um Trocknung, Lagerung und Extraktion
von Arzneipflanzen.
Dipl. Ing. Irina Göhler ist Gartenbauingenieurin mit Spezialisierung
auf den Anbau von Arznei- und Gewürzpflanzen und ist bei der Firma
Bionorica AG/Neumarkt für die Beschaffung pflanzlicher Rohstoffe
zuständig.
Teilnahmebeitrag:
45 € (Tagungsbeitrag, 2-Gang-Menü, 2 Kaffeepausen, Führung
durch den Dachgarten).
Schriftliche Anmeldung bei:
Thomas-Morus-Akademie Bensberg
Overather Straße 51-53, 51429 Bergisch Gladbach
Telefon 02204 / 408472, Telefax 02204 / 408420
akademie@tma-bensberg.de
www.tma-bensberg.de
Sonntag, 5. Juni
| 15 Uhr
Rahmenprogramm
zur Ausstellung KRONE UND SCHLEIER
Nonnenfilmfest im Forum
in Kooperation mit der Bonner Kinemathek
Robin and Marian
USA, 1975, 107 Min., FSK ab 12
O.F.
Regie: Richard Lester
Musik: John Barry
Darsteller: Sean Connery, Audrey Hepburn, Nicole Williamson, Richard
Harris, Robert Shaw, Denholm Elliott
Der unterbewertete Film ist in Wahrheit ein Klassiker und einer der
romantischsten Filme, die jemals gedreht wurden. Ausgehend vom Drehbuch
von James Goldmann, hat Lester die Rolle des gealterten Robin Hood mit
Sean Connery besetzt, der nach Jahren der Kreuzzüge schließlich
zurückkehrt und sich sofort auf die Suche nach seiner Jugendliebe
macht. Er findet Maid Marian in einem Kloster, in das sie eingetreten
ist, nachdem sie lange Jahre vergeblich auf Robins Rückkehr gewartet
hat. Herzstück des Films sind die spürbaren Gefühle zwischen
Hepburn und Connery.
Eintritt: 8,- € / ermäßigt 4,50 € (Tageskasse,
die Eintrittskarte berechtigt auch zum Besuch der Ausstellung.)
Auch als Abonnement für alle sechs Filme 40,- € / ermäßigt
20,- €
Sonntag, 12. Juni
| 15 Uhr
Rahmenprogramm
zur Ausstellung KRONE UND SCHLEIER
Nonnenfilmfest im Forum
in Kooperation mit der Bonner Kinemathek
Fuori dal Mondo – Nicht von dieser Welt
Italien 1999, 101 Min., FSK ab 6
Original mit Untertiteln
Regie: Giuseppe Piccioni
Musik: Ludovico Einaudi
Darsteller: Carolina Freschi, Maria Cristina Minerva, Sonia
Gessner, Margherita Buy, Silvio Orlando
Mailand heute. Caterine ist eine junge Frau, die sich für ein Leben
als Ordensschwester entschieden hat. Ernesto betreibt eine Wäscherei
und hat sich von seinem Alltag vollständig absorbieren lassen.
Teresa ist eine junge Frau, die nicht weiß, wo sie hin soll, und
einen Platz zum Schlafen sucht. Gabriele ist ein Polizist, der seinen
Beruf ernst nimmt. Das Schicksal führt sie zusammen, als Caterine
im Park ein ausgesetztes Baby findet und sich auf die Suche nach der
Mutter macht. Ernesto wird durch Caterines Nachforschungen aus seiner
Lethargie geweckt und beginnt zu fürchten und zu hoffen, dass er
der Vater des Kindes sein könnte. Teresa hat einige Geheimnisse
und gute Gründe, sie für sich zu behalten. Und der ordnungsliebende
Gabriele darf von all dem nichts erfahren. Dank einer wunderbaren Symbiose
von außergewöhnlicher emotionaler Kraft und komödiantischer
Leichtigkeit wurde Nicht von dieser Welt zum besten italienischen Film
des Jahres 1999 gewählt und war im Frühjahr 2000 für
den Oscar als 'Bester nicht englischsprachiger Film’ nominiert.
Eintritt: 8,- € / ermäßigt 4,50 € (Tageskasse,
die Eintrittskarte berechtigt auch zum Besuch der Ausstellung.)
Auch als Abonnement für alle sechs Filme 40,- € / ermäßigt
20,- €
Dienstag, 21. Juni
| 16 bis 21 Uhr
Rahmenprogramm
zur Ausstellung KRONE UND SCHLEIER
Offene Tagung im Forum
in Kooperation mit dem Katholischen Bildungswerk Bonn und dem Evangelischen
Forum Bonn
Der glühende Kern des Glaubens
Frauenmystik in mittelalterlichen Klöstern und in der heutigen
Welt
Das Wesen der Mystik besteht in der unmittelbaren und direkten Wahrnehmung
der Gegenwart Gottes. So sehen es beinahe alle Mystikerinnen und Mystiker.
Fromme Versenkung und karitative oder politische Praxis schließen
sich dabei keineswegs gegenseitig aus. In der Geschichte des Christentums
hatten mystische Bewegungen unterschiedliche Lebensorte und Konjunkturen,
im Mittelalter in Zisterzienserklöstern, in den Bettelorden oder
in der religiösen Frauenbewegung der Beginen. In der mittelalterlichen
Frauenmystik ragen berühmte Gestalten hervor: Hildegard von Bingen,
Mechthild von Magdeburg, Gertrud von Helfta, um nur die wichtigsten
zu nennen. In der christlichen Frömmigkeitsgeschichte trat der
Anspruch auf mystische Unmittelbarkeit des öfteren in Konkurrenz
zu der Überzeugung, dass authentische Gottesbegegnung an das biblische
Wort, die Lehre der Kirche und ihre Heilsmittel gebunden sei. Mystik
steht im Christentum also stets im Streit um Rechtgläubigkeit oder
Häresie. Die Veranstaltung gibt Gelegenheit, die Mystik in Frauenklöstern
vorzustellen und zugleich die Frauenmystik bis ins 20. Jahrhundert (Edith
Stein, Simone Weil und Madelein Delbrêl) zu betrachten.
Als Referenten sind u.a. Prof. Dr. Dr. Hanna-Barbara Gerl- Falkovitz
und Dr. Hildegung Keul geladen.
Teilnahmebeitrag:
20 € / ermäßigt 15 € mit Ausstellungsführung
15 € / ermäßigt 10 € ohne Ausstellungsführung
(Tagungsbeitrag, Ausstellungsbesuch, Imbiss und Getränk)
Anmeldung und Informationen:
Katholisches Bildungswerk Bonn
Adenauerallee 17–19, 53111 Bonn
Telefon 0228/2674-400, Telefax 0228/2674-433
info@bildungswerk-bonn.de
www.bildungswerk-bonn.de,
www.ekr-bonn.de
Mittwoch, 22. Juni,
19 Uhr
Rahmenprogramm
zur Ausstellung KRONE UND SCHLEIER
Vortrag
Spinnen, Sticken, Weben
Textilproduktion in mittelalterlichen Frauenklöstern
Simone Scholten, Bonn
Die Textilproduktion – vom Weben einfacher Stoffe bis zur Herstellung
aufwendiger Stickereien mit Seidenfäden, Perlen und Edelsteinen
– spielte in den religiösen Frauengemeinschaften stets eine
wichtige Rolle. Die Wandteppiche und Banklaken für die Klosterausstattung,
die Fastentücher, Altardecken und Textilien für die Feier
der Liturgie sowie die kleinen Andachtsbilder für den privaten
Gebrauch in der Klosterzelle entstanden zumeist in gemeinschaftlicher
Arbeit. Das zeitaufwendige Anfertigen der Textilien hatte religiös-kontemplativen
Charakter; die Herstellung galt als Akt der Frömmigkeit, als eine
Form des Gotteslobs und des Gebets. Über die eigene Nutzung im
Kloster hinaus, sicherte der Verkauf der Textilien zugleich auch den
Lebensunterhalt der Nonnen.
Simone Scholten M.A. ist Kunsthistorikerin und als Projektassistentin
der Ausstellung „Krone und Schleier. Kunst aus mittelalterlichen
Frauenklöstern” in der Kunstund Ausstellungshalle der Bundesrepublik
Deutschland, Bonn tätig.
Eintritt: 8 € / ermäßigt 4,50 € (inkl. Ausstellungsbesuch)
 |
 |
| |
  |
|