Einführungsvortrag im Forum exklusiv für ARTCARD-Inhaber
Gandhara – Das buddhistische Erbe Pakistans
Legenden, Klöster und Paradiese
Die buddhistische Kunst Gandharas erscheint dem westlichen Blick seltsam bekannt, ihr westliches Erbe ist offenkundig. Gandhara bezeichnet eine Region im heutigen Pakistan und Afghanistan, deren Verbindung zur griechischen Kultur durch die Eroberungen Alexanders des Großen (330 v. Chr.) und seiner lokalen Nachfolger begründet wurde. Sie verbreitete sich entlang der Seidenstraße, wie auch der aus Indien kommende Buddhismus. Rund 300 einzigartige Objekte (Steinskulpturen, Reliefs, Münzen, Goldschmuck) entführen in die Blütezeit der Kunst Gandharas (1. bis 5. Jh. n. Chr.). Im Mittelpunkt der Ausstellung, die erstmals in Deutschland zu sehen ist, stehen die Reliefs, die das Leben Buddhas darstellen. Das Erbe der Kultur Gandharas wurde einer größeren Öffentlichkeit bekannt, als die größten Buddhastatuen der Welt in Bamiyan von den Taliban im März 2001 gesprengt wurden.
Christian Luczanits, Kunsthistoriker für die buddhistische Kunst Indiens und Tibets und Kurator der Ausstellung, führt in seinem Vortrag in die Ausstellungskapitel ein.
Eine schriftliche Anmeldung ist erforderlich. Anmeldeschluss: 17. November. Sie erreichen uns von Montag – Donnerstag von 9 – 15 Uhr und freitags von 9 – 12 Uhr (Telefon: 0228 9171-263, Fax: 0228 9171-244, E-Mail: paedagogik@kah-bonn.de oder per Post). Die Anmeldebestätigung wird Ihnen zugesandt und ist zum jeweiligen Termin mitzubringen.
Gandhara – Das buddhistische Erbe Pakistans - Rahmenprogramm
Tuesday, 2 December, Tuesday, 20 January, Tuesday, 27 January,
3, 7 and 10 February | 10 a.m. – 12 a.m.
Thursday, 5 and 12 February | 12.30 p.m.
ArtTalk in English in the exhibition
with Karla Schlaepfer-Karst
For secondary level and up, also for interested adult groups Buddha's history and roots. What is Buddhism today?
Introduce your class to the fascination of an ancient civilization – Gandhara is one of the first Buddhist kingdoms located in modern Pakistan and Afghanistan. The art produced in the cradle of civilization bears witness to cultural exchanges between the Roman empire and flourishing Buddhist centers in central Asia. For nearly 700 years, local artisans created monumental objects of worship – these artifacts tell of Buddha’s life and times. In this 2-hour workshop we’ll use English in written and oral activities to explore these artistic treasures – who was Buddha and how is he portrayed? What does this reveal about life and religion at that time? Can we gain insight to today’s Islamic Pakistan?
Admission: 90 EUR (incl. entrance fee) per school class
Please send us a written registration each with five workdays in advance.
Please send us a written registration each with five workdays in advance.
You may contact us from Monday – Thursday from 9 a.m. – 3 p.m. and Friday from 9 a.m. – 12 noon (phone: 0228 9171-263, Fax: 0228 9171-244, E-mail:paedagogik@kah-bonn.de. A written confirmation will be sent out.
Gandhara – Das buddhistische Erbe Pakistans - Rahmenprogramm
Freitag, 5. Dezember, 16. Januar, 6. Februar
und 6. März | 11 Uhr für Schulklassen
Mittwoch, 10. Dezember, 21. Januar,
11. Februar und 11. März, jeweils 15 Uhr; Dienstag, 9. Dezember, 27. Januar, 3. Februar und 3. März | 18 Uhr für alle
Führungen in Deutscher Gebärdensprache (DGS)
Dauer: 60 Min. Begegnung mit einer vergangenen Kultur: Gandhara
Die Ausstellung hat das Thema "Gandhara". Das ist eine Region im heutigen Pakistan und Afghanistan. Dort gab es zwischen dem 1. und 3. Jahrhundert. n. Chr. ein großes Königreich, das Kuschana hieß. Damals war das Land sehr reich und große Teile der Nachbarländer gehörten dazu. Heute ist diese Geschichte in Deutschland nicht gut bekannt. Im 4. Jahrhundert n. Chr. hat der Grieche Alexander der Große das Reich erobert. Er brachte eine westliche Kultur in das orientalische Land. Damals haben Kaufleute und Gelehrte auf der Seidenstraße ihre Kunst, Traditionen und Religionen vermischt. So kam zum Beispiel aus Indien der Buddhismus nach Gandhara. Aus dieser bunten Mischung ist dort eine ganz eigene Kultur entstanden. In der Ausstellung sind ca. 300 einzigartige Schätze aus diesen Zeiten zu sehen: prachtvoller Goldschmuck, Reliefs mit vielen kleinen Details, wertvolle alte Münzen und kostbar gemachte Steinskulpturen. Sie erinnern sich sicher noch daran, als 2001 in Bamiyan im Osten von Afghanistan die größten Buddhastatuen der Welt von den Taliban zerstört wurden? Die Statuen in Gandhara sind ähnlich kostbar wie die in Bamiyan. Sie erzählen das Leben von Buddha. Man kann an den Objekten noch sehen, dass sie gleichzeitig von der westlichen und von der östlichen Kunst beeinflusst sind. Diese Schätze wurden vorher noch nie in Deutschland gezeigt.
Die Führungen macht Melanie Linke. Sie ist hörend und hat in Aachen Gebärdensprache gelernt. Sie hat Kontakt zu dem Aachener Projekt DESIRE (Deaf and Sign Language Research Team am Germanistischen Institut der Universität Aachen). Sie beschäftigt sich seit fünf Jahren intensiv mit der Kultur der Gehörlosen und möchte, dass die Gebärdensprache wie jede andere Fremdsprache im Museum gesprochen wird.
Weitere Termine für Schulklassen: Freitag, 5.Dezember, 16. Januar, 6. Februar
und 6. März, jeweils 11 Uhr Weitere Angebote für alle: Mittwoch, 10. Dezember, 21. Januar,
11. Februar und 11. März, jeweils 15 Uhr; Dienstag, 9. Dezember, 27. Januar, 3. Februar und 3. März, jeweils 18 Uhr
Es können Zusatztermine vereinbart werden.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, mindestens 6 und maximal 20 hörgeschädigte Teilnehmer oder Gehörlose sowie je eine Begleitperson.
Eine schriftliche Anmeldung ist erforderlich. Anmeldeschluss jeweils mindestens 5 Werktage im Voraus.Sie erreichen uns von Montag – Donnerstag von 9 – 15 Uhr und freitags von 9 – 12 Uhr (Telefon: 0228 9171-263, Fax: 0228 9171-244, E-Mail: paedagogik@kah-bonn.de oder per Post). Die Anmeldebestätigung wird Ihnen zugesandt und ist zum jeweiligen Termin mitzubringen.
Gandhara – Das buddhistische Erbe Pakistans - Rahmenprogramm
Freitag, 5. Dezember, 16. Januar,
6. Februar und 6. März | 11 Uhr für Schulklassen
Mittwoch, 10. Dezember, 21. Januar,
11. Februar und 11. März, jeweils 15 Uhr; Dienstag, 9. Dezember, 27. Januar, 3. Februar und 3. März | 18 Uhr für alle
Tast-Rundgang für blinde und sehbehinderte Menschen in der Ausstellung Dauer: 90 Min.
Skulptur begreifen – Kultur erfassen In der Zeit vom 1. bis 5. Jahrhundert n. Chr. erblühte im heutigen Grenzgebiet von Pakistan und Afghanistan ein Reich mit einer faszinierenden Kultur: Gandhara. Die Lage an der Seidenstraße, aber auch wechselnde Herrscherhäuser führten zu einem Stil in der Kunst, der von griechischen, buddhistischen und hinduistischen Einflüssen geprägt ist. Während des Rundgangs kann eine Auswahl großformatiger Steinskulpturen mit Handschuhen ertastet werden.
Uschi Baetz, Kunsthistorikerin, Klassische Archäologin und Museumspädagogin, ist auf Führungen für Menschen mit Sehbehinderungen spezialisiert.
Weitere Termine für Schulklassen: Freitag, 5. Dezember, 16. Januar,
6. Februar und 6. März, jeweils 11 Uhr Weitere Angebote für alle: Mittwoch, 10. Dezember, 21. Januar,
11. Februar und 11. März, jeweils 15 Uhr; Dienstag, 9. Dezember, 27. Januar, 3. Februar und 3. März, jeweils 18 Uhr
Es können Zusatztermine vereinbart werden.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, mindestens 6 und maximal 15 sehbehinderte Teilnehmer und Blinde sowie jeweils eine Begleitperson.
Eine schriftliche Anmeldung ist erforderlich. Anmeldeschluss jeweils mindestens 5 Werktage im Voraus. Sie erreichen uns von Montag – Donnerstag von 9 – 15 Uhr und freitags von 9 – 12 Uhr (Telefon: 0228 9171-263, Fax: 0228 9171-244, E-Mail: paedagogik@kah-bonn.de oder per Post). Die Anmeldebestätigung wird Ihnen zugesandt und ist zum jeweiligen Termin mitzubringen.
Gandhara – Das buddhistische Erbe Pakistans - Rahmenprogramm
Themenabend zur Ausstellung
Ausstellungsrundgang (16 Uhr) mit anschließendem Vortrag im Forum (17.15 Uhr) Von Gandhara nach Talibanistan?
Reiseeindrücke aus einem Übergangsraum Gandhara erstreckte sich als offener Transitraum vom Ganges bis in den heutigen Ost-Iran und nördlich bis zum Amudarya. Hier bewegten sich Ideen, Waren und Techniken, die durch Nomaden, Händler und Kriege weiter getragen und verbreitet wurden. Bis heute spielen die Landesgrenzen im Bewusstsein der lokalen Bevölkerung in Afghanistan eine untergeordnete Rolle – zu den lokalen Lebenswelten gehören Metropolen im Iran und in Pakistan. Mobilität ist nach wie vor ein wichtiger Teil der Überlebensstrategien von Afghanen. Der multimediale Vortrag wird Sie mitnehmen auf eine Reise zu den Menschen, die heute zwischen Bagram, Aibak, Pul-i Khumri, Bamiyan und Peshawar leben und einen Eindruck davon vermitteln, wie die politische Situation ihre Lebenswelten beeinflusst.
Die Referentin Katja Mielke ist Doktorandin am Zentrum für Entwicklungsforschung der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn in der Abteilung Politischer und kultureller Wandel (ZEFa).
Eintritt: 15 EUR / ermäßigt 11 EUR
Gandhara – Das buddhistische Erbe Pakistans - Rahmenprogramm
Sonntag, 14. Dezember und 4. Januar | jeweils 11 und 15 Uhr
Ausstellungsrundgang (ca. 45 Min.) und Märchenerzählung (ca. 45 Min.) für Kinder ab 8 Jahren und Erwachsene Märchen aus Buddhas Welt
Kulturen präsentieren sich als Gefüge von Gegenwart und Vergangenheit, von Natur, Architektur, Musik, Kunst, Literatur und vielem mehr. Nicht zuletzt gehören auch die Volksmärchen dazu; erzählen sie doch anschaulich von Träumen, Wünschen oder Vorstellungen vergangener Generationen. Will man nun versunkene Kulturen durch Ausstellungen fassbar machen, können Märchen einen wichtigen Beitrag dazu leisten. Die Werke dieser Ausstellung zeigen Stationen aus dem Leben Buddhas, die auf einem Rundgang vorgestellt werden. Anschließend trägt ein Erzähler Buddha-Märchen und Legenden vor.
Alfred Pointner, professioneller Erzähler, war bereits verschiedene Male als Märchenerzähler in der Kunst- und Ausstellungshalle zu Gast, so zum Beispiel zur Ausstellung „Japans Schönheit, Japans Seele“. Stets gelingt es ihm über die Magie des gesprochenen Wortes seine Zuhörer in den Bann zu ziehen.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Maximal 25 Teilnehmer pro Termin.
Eintritt: 13 EUR/ermäßigt 8,50 EUR / auch Tageskasse
Gandhara – Das buddhistische Erbe Pakistans - Rahmenprogramm
Themenabend zur Ausstellung
Ausstellungsrundgang (18 Uhr) mit anschließendem Vortrag im Forum (19.15 Uhr) Kulturlandschaften am Hindukusch: Das Volk der Kalash Sie sind nicht selten blond und blauäugig, sie pflegen ihre alten Traditionen und heidnischen Bräuche mit Intensität und religiösem Eifer und tragen in ihrem Herzen das Wissen um die Wurzeln von mystischen Lehren: die Menschen aus dem Volk der Kalash. Bis Ende des 19. Jahrhunderts fast gänzlich vergessen, leben die Kalash heute in den hoch gelegenen Tälern zwischen den schroffen Hängen des Hindukusch an der nordwestlichen Grenze zwischen Pakistan und Afghanistan. Der Vortrag gibt einen ersten Einblick in die faszinierende Welt der Kalash.
Eleftheria Wollny ist Historikerin, Kunsthistorikerin und Präsidentin der Deutschen Hellas-Gesellschaft.
Die Veranstaltung wird in Zusammenarbeit mit der Deutschen Hellas-Gesellschaft für kulturelle Zusammenarbeit in Europa realisiert.
Eintritt: 15 EUR / ermäßigt 11 EUR / auch Abendkasse
Gandhara – Das buddhistische Erbe Pakistans - Rahmenprogramm
Kino im Forum in Kooperation mit der Bonner Kinemathek
The Giant Buddhas Dokumentarfilm, Schweiz 2005, Regie und Drehbuch: Christian Frei, 99 Min, FSK: o. A., empfohlen ab 14 Jahren
Mit Nelofer Pazira, Xuanzang, Sayyed Mirza Hussain, Taysir Alony, Zémaryalaï Tarzi
Afghanistan, März 2001: Unter einem Aufschrei der Entrüstung werden auf Anordnung der herrschenden Taliban im abgelegenen Tal von Bamiyan zwei riesige Buddha-Statuen aus dem sechsten Jahrhundert in die Luft gesprengt. Zwei Jahre später begibt sich Regisseur Christian Frei auf eine Reise, um die Bedeutung dieser symbolträchtigen Handlung filmisch zu erfassen. Dabei werden aufwändig recherchierte Materialien und selbst gedrehte Episoden spannend und unterhaltsam zusammengeführt.
Filmpreis: Silberne Taube beim Internationalen Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm 2005.
Der Regisseur und Produzent Christian Frei ist anwesend und steht im Anschluss an den Film für Fragen zur Verfügung. Moderation: Dr. David Eisermann, Kulturjournalist, Autor und Hörfunkmoderator
Eintritt: 6 EUR / ermäßigt 3,50 EUR
Gandhara – Das buddhistische Erbe Pakistans - Rahmenprogramm
Kino im Forum in Kooperation mit der Bonner Kinemathek
Die Reise nach Kandahar Iran 2001, 85 Min., Originalfassung mit deutschen Untertiteln, FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
Regie: Mohsen Makhmalbaf
Mit Nelofer Pazira, Hassan Tantaï, Sadou Teymouri, Hayatalah Hakimi u.a.
„Das Einzige, was hier in Afghanistan modern ist, sind die Waffen“, sagt der amerikanische Arzt Tabib Sahib zu der Journalistin Nafas – die Krise des Humanitären gegen die Legitimation eines archaischen Waffenrechts. Nafas ist aus Kanada in ihre Heimat zurückgekehrt, weil ihre Schwester in einem Brief von ihrem geplanten Selbstmord geschrieben hat, am Tag der großen Sonnenfinsternis. Das Regime, die Armut, der alltägliche Tod, das alles sei zu viel für sie. Die Schwester befindet sich in der Stadt Kandahar, und Nafas begibt sich direkt nach ihrer Ankunft in Afghanistan auf eine gefährliche Reise durch das völlig desolate Land.
Entstanden ist „Die Reise nach Kandahar“ unter erschwerten Bedingungen im Grenzgebiet von Afghanistan und Iran, was man dem Film in jeder Sekunde ansieht. Makhmalbafs
reportageähnlichem Stil kommt die improvisierte Form zu Gute. Auf Schauspieler im herkömmlichen Sinne hat er ganz verzichtet; viele seiner Darsteller wurden direkt am Drehort gecastet und hatten noch nie zuvor einen Kinofilm gesehen.
Eintritt: 6 EUR / ermäßigt 3,50 EUR
Gandhara – Das buddhistische Erbe Pakistans - Rahmenprogramm
Themenabend
Ausstellungsrundgang mit anschließendem Vortrag im Forum, 16 Uhr: Führung (60 Min.), 17.15 Uhr: Vortrag
Untersuchungen in Taxila
Das alte Königreich Takshashila (heute „Taxila“) wurde 326 v. Chr. von Alexander dem Grossen zwar erobert, aber wenige Jahre nach dessen Tod dem indischen Maurya-Reich einverleibt (317 – 250 v. Chr.). Ab 189 v. Chr. wird Taxila jedoch die Hauptstadt der Nachkommen von Alexanders zentralasiatischen Kolonisten, den Griechen von Baktria. Unter dem Vorzeichen des Buddhismus wurde wiederum diese antike ‚Universitätsstadt’ um das Jahr Null zum Zentrum eines hellenophilen Mehrvölkerstaates, der als Vorbild für multikulturelles Zusammenleben gelten kann. Aus diesem fruchtbaren geistigen Nährboden Altindiens und des Hellenismus geht die unverkennbare „Gandhara-Kunst“ des Buddhismus hervor. Prof. Dr. Hugh van Skyhawk (Taxila Institute of Asian Civilizations, Islamabad, Pakistan), dessen Einsatz in Pakistan durch das BMZ gefördert wird, gibt in seinem Vortrag Einblicke in diese Kultur und vermittelt damit den Hintergrund für zahlreiche Exponate, die in der Ausstellung gezeigt werden.
Mit Unterstützung durch:
Eintritt: 15 EUR / ermäßigt 11 EUR (inkl. Gebühren)
Eintritt nur Vortrag: 10 EUR / ermäßigt 8 EUR
(inkl. Gebühren; nur an der Abendkasse)
Gandhara – Das buddhistische Erbe Pakistans - Rahmenprogramm
Achtung: neuer Termin! Donnerstag, 22. Januar | 19 Uhr
Kino im Forum in Kooperation mit der Bonner Kinemathek
Drachenläufer USA 2007, 128 Min., Originalfassung mit deutschen Untertiteln, FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Regie: Marc Forster
Mit Khalid Abdalla, Shaun Toub, Said Taghmaoui
Kabul 1978. Der ängstliche Amir, Sohn eines angesehenen, Mullah-kritischen Afghanen, und Hassan, der mutige Nachkömmling seines Hausdieners, wachsen gemeinsam auf und sind enge Freunde. Beide triumphieren beim jährlichen Wettbewerb im Drachenfliegen. Die Freundschaft zerbricht, als Hassan in einer Gasse vergewaltigt wird und Amir ihm aus Angst nicht zur Hilfe eilt. Erst viele Jahre später erhält er die Chance, Abbitte zu leisten.
Khaled Hosseinis Bestseller über eine Kindheit in Afghanistan
ist die Vorlage für ein anrührendes Melodram, bei dem Regie-Chamäleon Marc Forster („Stay“) wieder sein starkes emotionales Engagement beweist und einfühlsam von den menschlichen Tragödien in einem geschundenen Land erzählt.
Eintritt: 6 EUR / ermäßigt 3,50 EUR
Gandhara – Das buddhistische Erbe Pakistans - Rahmenprogramm
Das 3D Modell des Kleinen Buddha von Bamiyan. Technische Aspekte zur
Datenerhebung und Darstellung
Im Rahmen des ICOMOS-Projektes zum Erhalt der verbliebenen Buddhafragmente in Bamiyan wurde nach erfolgreicher Beendigung der Bergungsarbeiten am Kleinen Buddha die Geometrie der geräumten Nische mit einem 3D Laser Scanner präzise erfasst und dokumentiert. Auf der Basis von historischem Fotomaterial konnte die ursprüngliche Form der zerstörten Figur weitestgehend rekonstruiert werden. In dieses Modell können weitere Daten aus geologischen und felsmechanischen Untersuchungen integriert werden. Mithilfe von stereoskopischen Projektionen kann die komplexe räumliche Struktur in ihrer Gesamtheit dargestellt und erfahrbar gemacht werden, um zukünftige Reparatur- und Konsolidierungsmaßnahmen vorab zu simulieren und zu bewerten. Georgios Toubekis ist Forscher am Lehr- und Forschungsgebiet für Stadtbaugeschichte der Fakultät für Architektur an der RWTH Aachen. Im Rahmen der von ICOMOS Deutschland (International Council on Monuments and Sites) mit Mitteln des Auswärtigen Amtes durchgeführten Arbeiten zum Erhalt der verbliebenen Buddha-Fragmente war er von 2004 – 2007 mehrfach in Bamiyan tätig.
Eintritt: 15 EUR / ermäßigt 11 EUR (inkl. Gebühren)
Eintritt nur Vortrag: 10 EUR / ermäßigt 8 EUR
(inkl. Gebühren; nur an der Abendkasse)
Gandhara – Das buddhistische Erbe Pakistans - Rahmenprogramm
Kino im Forum in Kooperation mit der Bonner Kinemathek
Veer & Zaara – Die Legende einer Liebe
Indien 2004, 192 Min., Originalfassung mit deutschen
Untertiteln, FSK: Freigegeben ab 6 Jahre
Regie: Yash Chopra
Mit Shah Rukh Khan, Preity Zinta, Rani Mukerji,
Amitabh Bachchan, Kirron Kher
Der indische Air-Force Pilot und Lebensretter Veer Pratap Singh rettet bei einem Einsatz der quirligen Pakistanin Zaara Hayat Khan das Leben. Die beiden lernen sich näher kennen und lieben. Zaara ist aber in Pakistan bereits einem Verlobten versprochen, und diese Heirat ist von immenser politischer Bedeutung. So bedeutsam, dass man Veer in ein Gefängnis wirft, nachdem er Zaara in Pakistan besucht. Nach 22 Jahren, in denen Veer kein einziges Wort in seiner Zelle gesprochen hat, wird die ehrgeizige Anwältin und Menschenrechtlerin Saamiya Siddiqui auf ihn aufmerksam, hört seine Geschichte und beginnt, für ihn zu kämpfen.
Yash Chopra drehte eine Geschichte, die in ihren Elementen der Trennung durchaus auch die Trennung von Indien und Pakistan erzählt. Farbgewaltige Bilder und ein Soundtrack aus unveröffentlichten Werken des 1975 verstorbenen Madan Mohan ließen den Film zu einem Blockbuster in Indien und Übersee werden.
Eintritt: 6 EUR / ermäßigt 3,50 EUR
Gandhara – Das buddhistische Erbe Pakistans - Rahmenprogramm
Kino im Forum in Kooperation mit der Bonner Kinemathek
Osama
Afghanistan/Japan/Irland 2003, 83 Min., Originalfassung mit deutschen Untertiteln, FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Regie: Siddiq Barmak
Mit Marina Golbahari, Mohammad Arif Herati, Zubaida Sahar, Mohammad Nadre Khwaja, Hamida Refah
Unter den Taliban ist Gesetz, dass sich Frauen nur in Begleitung einer männlichen Person in der Öffentlichkeit bewegen dürfen. Ihrer Arbeit als Ärztin kann die Witwe nicht mehr nachgehen. Fortan muss das Mädchen als Junge getarnt mit dem Namen „Osama“ für den Unterhalt der Familie sorgen. Als es bei der Arbeit von einem Taliban aufgegriffen und in ein Ausbildungslager für Korankrieger gebracht wird, beginnt ein Spießrutenlauf durch eine männerdominierte, religiös-fanatische Welt ...
Ausgezeichnet mit dem Golden Globe 2004 in der Kategorie „Bester ausländischer Film“und zahlreichen weiteren internationalen Filmpreisen.
Eintritt: 6 EUR / ermäßigt 3,50 EUR
Gandhara – Das buddhistische Erbe Pakistans - Rahmenprogramm
Themenabend
Ausstellungsrundgang mit anschließendem Vortrag im Forum,
18 Uhr: Führung (60 Min.), 19.15 Uhr: Vortrag
Das Tal von Bamiyan und
die Buddhafiguren
Das von der UNESCO in das Programm des Welterbes aufgenommene Tal von Bamiyan liegt an der Kreuzung von Handelsrouten zwischen den Kulturen des Ostens und des Westens. Als Ziel von Pilgern, Eroberern und Touristen gleichermaßen spiegelt sich in Bamiyan die wechselhafte Geschichte Afghanistans insgesamt. In historischer Zeit entfaltete sich dort die friedvolle buddhistische Kultur Gandharas zu einer Blüte, deren eindrucksvollstes Zeugnis die monumentalen Buddhafiguren waren. In jüngerer Zeit ist es zum Synonym für die zerstörerische Gewalt radikaler fundamentalistischer Weltanschauung geworden. Georgios Toubekis ist Forscher am Lehr- und Forschungs-gebiet für Stadtbaugeschichte der Fakultät für Architektur an der RWTH Aachen. Im Rahmen der von ICOMOS Deutschland (International Council on Monuments and Sites) mit Mitteln des Auswärtigen Amtes durchgeführten Arbeiten zum Erhalt der verbliebenen Buddhafragmente war er in den Jahren 2004 – 2007 mehrfach vor Ort in Bamiyan tätig.
Kino im Forum in Kooperation mit der Bonner Kinemathek
Ein mutiger Weg USA/GB/Indien 2007, 100 Min., Originalfassung mit deutschen Untertiteln, FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Regie: Michael Winterbottom
Mit Dan Futterman, Angelina Jolie, Archie Panjabi,
Mohammed Afzal
Im Januar 2002 hielten sich Daniel Pearl und seine hochschwangere Frau Mariane, beide engagierte Journalisten, im pakistanischen Karatschi auf. Pearl recherchierte dort über den als „Shoe Bomber“ bekannt gewordenen Terroristen Richard Reid. Als sich die Möglichkeit anbot, zu einem exklusiven Interview mit einem Terroristenführer zu fahren, nahm Pearl das Angebot an und kehrte nie mehr zurück. Seine Entführer verschleppten ihn in ein Versteck am Stadtrand Karatschis. Nur eine Woche später wurde Pearl enthauptet, weil die US-amerikanische Regierung die Forderungen der Entführer nicht erfüllte. Der Film konfrontiert uns jedoch nicht mit der Brutalität der Entführer, sondern zeigt das Verbrechen aus der Perspektive von Mariane, auf deren Memoiren das Drehbuch basiert.
2007 Preis als „beste internationale Literaturverfilmung“ von der Frankfurter Buchmesse.
Eintritt: 6 EUR / ermäßigt 3,50 EUR
Gandhara – Das buddhistische Erbe Pakistans - Rahmenprogramm
Von Gandhara nach Pakistan und Afghanistan Die Exponate, die in der Gandhara-Ausstellung gezeigt werden, dokumentieren die Kultur Groß-Gandharas, dessen Territorium sich über die heutigen Staaten Afghanistan, Pakistan, Usbekistan und Iran erstreckte. In einer Podiumsdiskussion wird das historisch komplexe, multikulturelle und multireligiöse Umfeld der Region erörtert. Dabei wird auch deutlich werden, wie sehr die Geschichte dieser Region deren Gegenwart, die durch Handel und Krieg geprägt ist, bestimmt.
Podiumsdiskussion mit: Marcel Pott (Moderation, Journalist und Publizist) Conrad Schetter (Zentrum für Entwicklungsforschung der Universität Bonn, Publizist mit zahlreichen Veröffentlichungen über Geschichte und Gegenwart Afghanistans) Reinhard Erös (Oberstarzt der Bundeswehr a. D., seit 1986 in Ost-Afghanistan tätig, Initiator der „Kinderhilfe Afghanistan“, div. Veröffentlichungen zu Afghanistan) Timo Christians (Deutschen Welthungerhilfe e.V.) Björn Blaschke (Korrespondent der ARD im Nahen Osten) Michael Jansen (Prof. an der RWTH Aachen, Kurator der Ausstellung)