AUSSTELLUNGEN

Ferdinand Hodler
Maler der frühen Moderne

8. September 2017 bis 28. Januar 2018

Ferdinand Hodler (1853–1918) zählt zu den bedeutendsten und erfolgreichsten Künstlern des frühen 20. Jahrhunderts. Innerhalb des Symbolismus und des Jugendstils, zu deren wichtigsten Vertretern er neben Edvard Munch und Gustav Klimt gehört, entwickelte er einen unverwechselbaren Kompositions- und Malstil. Die Ausstellung Ferdinand Hodler. Maler der frühen Moderne in der Bundeskunsthalle ist seit fast 20 Jahren die erste umfangreiche Werkschau in Deutschland.
Mit über 100 Gemälden erlaubt die Schau einen Einblick in das  Schaffen des Künstlers an der Schwelle zur Moderne. Hodlers Tendenz zum Ornament, die formalen Wiederholungen, die starken Umrisse sowie die Wahl der Farben galten unter zeitgenössischen Kritikern als neuartig und eigenwillig, und seine beeindruckende Monumentalmalerei, die sich durch große Flächen und klare Konturen auszeichnet, stieß besonders in Deutschland auf großes Interesse.

Wetterbericht
Über Wetterkultur und Klimawissenschaft

7. Oktober 2017 bis 4. März 2018

Das Wetter – in seiner Schönheit und Bedrohlichkeit – umgibt uns jeden Tag. Wetter ist erlebbares Klima, denn erst aus 30 Jahren Wettergeschehen lässt sich ein Klimazustand ablesen. Wetter und Klima bestimmen unser Leben und Überleben existenziell. Die Ausstellung fragt, inwiefern kurzfristige Wetterereignisse und längerfristige klimatische Veränderungen Einfluss auf die Natur, menschliche Zivilisation und Kultur haben. Dabei nähern wir uns dem aktuellen Thema interdisziplinär und zeigen künstlerische, kulturgeschichtliche und naturwissenschaftliche Exponate aus aller Welt. Zu sehen sind u.a. Werke von John Constable, William Turner, Gustave Courbet und Otto Modersohn, aber auch von Wissenschaftlern wie Otto von Guericke, Daniel Fahrenheit und Alfred Wegener. Die Geschichte der Meteorologie sowie aktuelle Aspekte des globalen Klimawandels spielen in der Ausstellung eine zentrale Rolle.
Einem poetischen Tageslauf folgend, beschreibt die Ausstellung in 12 Räumen verschiedene bestimmende Elemente und Phänomene des Wettersystems: von einer mythisch verklärten Morgendämmerung über Sonne, Luft und Meer am Vormittag, Nebel, Wolken, Regen und Wind am Nachmittag bis hin zu Sturm, Gewitter, Schnee und Eis am Abend. Das Staunen über die Schönheit der einzelnen Wetterphänomene steht dabei gleichberechtigt neben ihrer wissenschaftlichen Vermessung und Erklärung.

Eine Ausstellung der Bundeskunsthalle und des Deutschen Museums
In Kooperation mit der United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) und dem Deutschen Wetterdienst
Kuratoren: Stephan Andreae, Ralph Burmester, Andrea Niehaus

BESTANDSAUFNAHME GURLITT
DER NS-KUNSTRAUB UND DIE FOLGEN

3. November 2017 bis 11. März 2018
Bundeskunsthalle, Bonn: Bestandsaufnahme Gurlitt.
Der NS-Kunstraub und die Folgen

2. November 2017 bis 4. März 2018
Kunstmuseum Bern: Bestandsaufnahme Gurlitt.
„Entartete Kunst“ – Beschlagnahmt und verkauft

Die Bundeskunsthalle in Bonn und das Kunstmuseum Bern präsentieren zeitgleich eine Auswahl von Kunstwerken aus dem Nachlass von Cornelius Gurlitt mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten. Die in einen historischen Gesamtkontext eingebetteten Präsentationen basieren auf dem aktuellen Forschungsstand zum „Kunstfund Gurlitt“ und stellen das umfangreiche Werkkonvolut erstmals einer breiten Öffentlichkeit vor.
Beide Ausstellungen sind inhaltlich eng aufeinander abgestimmt. In Bern liegt der Fokus auf Werken der „Entarteten Kunst“ und auf Arbeiten aus dem Kreis der Familie Gurlitt. Die Bundeskunsthalle konzentriert sich auf Werke, die NS-verfolgungsbedingt entzogen wurden, sowie auf Werke, deren Herkunft noch nicht geklärt werden konnte. Auch werden in der Bonner Ausstellung die Schicksale der verfolgten, meist jüdischen, Kunstsammler und Kunsthändler den Täterbiografien gegenübergestellt sowie der beispiellose Kunstraub der Nationalsozialisten in Deutschland und in den von den Nazis besetzten Gebieten thematisiert.

BUNDESPREIS FÜR KUNSTSTUDIERENDE

10. November 2017 bis 28. Januar 2018

23. Bundeswettbewerb des Bundesministeriums für Bildung und Forschung
Der bisherige Wettbewerb Kunststudentinnen und Kunststudenten stellen aus heißt jetzt Bundespreis für Kunststudierende. Hinter dem neuen Namen steckt eine neue Konzeption. Der Wettbewerb richtet sich an die Studierenden der 24 Kunsthochschulen in Deutschland. Jede Kunsthochschule nominiert dafür zwei Teilnehmer/-innen. Die Auswahl der Preisträger/-innen wird bereits ein halbes Jahr vor der Ausstellung durch eine unabhängige Jury stattfinden, und die Ausstellung wird sich auf deren Arbeiten konzentrieren.
Diese Fokussierung erlaubt es, die Werke der ausgezeichneten Künstler/-innen besser zu würdigen und ihnen mehr Raum zu geben, als dies in der großen Gruppenausstellung der vergangenen Jahre möglich war. Zusätzlich wird die Aufmerksamkeit auf die Preisträger durch eine längere Laufzeit der Ausstellung erhöht. Das Ziel des Wettbewerbs – die Förderung junger Künstler/-innen – wird mit der Neukonzeption gestärkt. Die Ausstellung in der Bundeskunsthalle soll die Preistragenden auf ihrem Weg in die freiberufliche Tätigkeit voranbringen, in dem sie Öffentlichkeit schafft.

Der Bundespreis für Kunststudierende wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und vom Deutschen Studentenwerk organisiert.

Erik van Lieshout, Aus der 9-teiligen Serie ohne Titel (The Island), 2015, Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland

„Deutschland ist keine Insel“
Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland
Ankäufe von 2012 bis 2016

8. März bis 27. Mai 2018

Die Ausstellung zeigt eine Auswahl von Werken, die innerhalb der letzten fünf Jahre von einer Fachkommission für die Sammlung der Bundesrepublik Deutschland angekauft worden sind; darunter sind Arbeiten von namhaften und jungen Künstlerinnen und Künstler zu sehen. Deutschland ist keine Insel trägt der im zeitgenössischen Kontext relevanten Sammlung des Bundes Rechnung und veranschaulicht, wie historische und aktuelle Entwicklungen, kollektive Sehgewohnheiten oder Hinterfragungen von Bildkonstruktionen künstlerisch und modellhaft umgesetzt werden. Die Auswahl der Werke macht deutlich, dass die gegenwärtigen künstlerischen Ausdrucksformen eine breite Palette an Techniken und Medien umfassen – von raumgreifenden Installationen, Zeichnung, Malerei und Skulptur bis hin zu Fotografie, Video und akustischen Arbeiten.

Eine Ausstellung der Bundeskunsthalle in Zusammenarbeit mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM)

Marina Abramovi?, The Cleaner (Ausschnitt), B&W Photograph © Marina Abramovi?, Foto: © Marco Anelli 2010, Courtesy of the Marina Abramovi? Archives © VG Bild-Kunst, Bonn 2017

Marina Abramovic
The Cleaner

20. April bis 12. August 2018

Radikal, umstritten und bewundert zugleich – Marina Abramović ist eine der meistdiskutierten internationalen Künstlerinnen, vor allem im Bereich ihrer bahnbrechenden Performances, mit denen sie immer wieder die eigenen physischen und psychischen Grenzen auslotet. Dabei sind persönliche Erfahrung und auch Verantwortung ein zentraler Punkt ihrer Arbeit. Sie setzt sich auseinander mit Erinnerung, Schmerz, Verlust, Ausdauer und Vertrauen. Die Ebene der Zeit (-erfahrung) und der Umgang mit dem eigenen Körper sind weitere Faktoren, die ihr Werk so eindrücklich werden lassen. Die Ausstellung umfasst alle Schaffensphasen bis in die Gegenwart: Filme, Fotografie, Malerei, Objekte, Installationen sowie ausgesuchtes Archivmaterial belegen den eindrücklichen Kosmos der Künstlerin und spiegeln ihre enorme Bandbreite. Re-Performances, die von Stellvertretern ausgeführt werden, bereichern das Ausstellungserlebnis.

Eine Ausstellung der Bundeskunsthalle in Kooperation mit dem Moderna Museet, Stockholm, und dem Louisiana Museum of Modern Art, Humlebæk

Goldener Gesichtsschmuck eines Nasca-Priesters, ca. 250–450 n. Chr., Museo de Arte de Lima, MALI

Nasca – Im Zeichen der Götter
Archäologische Entdeckungen
aus der Wüste Perus

10. Mai bis 16. September 2018

Eines der größten archäologischen Rätsel wartet in der Wüste im Süden Perus auf seine Entschlüsselung: Die riesigen Bodenzeichnungen der Nasca-Kultur (ca. 200 v. Chr. – 650 n. Chr.).
Schon viel ist über deren Bedeutung spekuliert worden. Nun aber haben sich die Archäologen des Themas angenommen und mittlerweile können Wissenschaftler durch ihre Studien die Nasca-Weltanschauung und -Kultur entschlüsseln.
In der Ausstellung sind, die reichen Beigaben aus riesigen Grabanlagen, geheimnisvolle fliegende Mensch-Tier-Mischwesen auf bunten Keramikgefäßen und die weltweit schönsten archäologischen Textilfunde zu bestaunen. Viele dieser Exponate sind bisher noch nie ausserhalb Perus gezeigt worden – eine Weltpremiere. Die bis zu mehreren Kilometern großen Bodenzeichnungen der Hochebenen von Nasca und Palpa werden mit modernen Multimedia-Installationen vorgestellt. Die Besucher erwartet eine beeindruckende Reise in das geheimnisvolle Südperu der Nasca-Zeit.

Eine Ausstellung des Museo de Arte de Lima und des Museums Rietberg Zürich in Kooperation mit der Bundeskunsthalle

Quellennachweise anzeigen
Abbildungen
  1. Claude Monet (1840–1926) Waterloo Bridge, 1903Seit 2014: Nachlass Cornelius GurlittClaude Monet (1840–1926) Waterloo Bridge, 1903, Seit 2014: Nachlass Cornelius Gurlitt
  2. Gabriel Loppé, Der Eiffelturm wird vom Blitz getroffen, 1902, Fotografie© bpk RMN - Grand Palais / Gabriel LoppéGabriel Loppé, Der Eiffelturm wird vom Blitz getroffen, 1902, Fotografie © bpk RMN - Grand Palais / Gabriel Loppé
  3. Ferdinand Hodler, Die Waadtlander Alpen von den Rochers de Naye aus (Ausschnitt), Öl auf Leinwand, um 1917 © Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte, Winterthur, Foto: SIK-ISEA, Zürich
  4. Ausschnitte aus den Werken der Preisträger/innen, Komposition: Carina Schwake, 2017 © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbHAusschnitte aus den Werken der Preisträger/innen, Komposition: Carina Schwake, 2017 © Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH
  5. Museo de Arte de Lima, MALIGoldener Gesichtsschmuck eines Nasca-Priesters, ca. 250–450 n. Chr., Museo de Arte de Lima, MALI
  6. © Marina Abramovi?, Foto: © Marco Anelli 2010, Courtesy of the Marina Abramovi? Archives © VG Bild-Kunst, Bonn 2017Marina Abramovi?, The Cleaner (Ausschnitt), B&W Photograph © Marina Abramovi?, Foto: © Marco Anelli 2010, Courtesy of the Marina Abramovi? Archives © VG Bild-Kunst, Bonn 2017
  7. Erik van Lieshout, Aus der 9-teiligen Serie ohne Titel (The Island), 2015Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik DeutschlandErik van Lieshout, Aus der 9-teiligen Serie ohne Titel (The Island), 2015, Sammlung zeitgenössischer Kunst der Bundesrepublik Deutschland

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

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Friedrich-Ebert-Allee 4
53113 Bonn
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