AUSSTELLUNGEN

Afrikanische Meister
Kunst der Elfenbeinküste

28. Juni bis 5. Oktober 2014

Ausgangspunkt der Ausstellung ist die Überzeugung der modernen Kunstgeschichte, dass in sogenannten primitiven Kulturen – nicht anders als in frühen Hochkulturen oder in den westlichen Regionen des Erdballs – individuelle Meister einzigartige Werke höchster Qualität schufen. Über 200 bedeutende Masken, Figuren und Gebrauchsgegenstände der Elfenbeinküste und ihrer Nachbarländer, geschaffen von hoch begabten Bildhauern verschiedener Kunstregionen, setzen neue Akzente bei der Beurteilung der Rolle des Künstlers in der afrikanischen Gesellschaft. Erklärtes Ziel der Präsentation ist es, die unvergleichlichen Werke der – namentlich meist unbekannten – großen Bildhauer in einen kunsthistorischen Kontext zu stellen, der durchaus vergleichbar ist mit demjenigen unserer großen Meister von Michelangelo bis Picasso.
Eine Ausstellung der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland Bonn, in Kooperation mit dem Museum Rietberg Zürich.

Zur Ausstellung AFRIKANISCHE MEISTER. KUNST DER ELFENBEINKÜSTE

Outer space
Faszination Weltraum

3. Oktober 2014 bis 22. Februar 2015

Seit Menschengedenken ist der Weltraum Sehnsuchtsort und Projektionsfläche  der forschenden Neugier. Wie ist das Universum entstanden? Woher kommen wir? Gibt es intelligente Zivilisationen auf anderen Planeten? Diese Fragen beschäftigen Philosophen und Naturwissenschaftler, Schriftsteller, Filmemacher und Künstler, Spinner und Visionäre gleichermaßen. Stets hat ein intensiver Austausch zwischen Kultur und Wissenschaft stattgefunden, naturwissenschaftliche und technologische Erkenntnisse sind in künstlerische Produktionen eingeflossen, und umgekehrt haben visionäre Ideen und Entwürfe den Wissenschaften wichtige Impulse gegeben. In der Tradition der großen interdisziplinären Ausstellungen untersucht die umfangreiche Schau diese Schnittstellen in 12 assoziativ gestalteten Kapiteln und schlägt einen Bogen von Objekten aus der Raumfahrt, wissenschaftlichen Exponaten und Science-Fiction bis hin zu Positionen der Kunst aus Vergangenheit und Gegenwart.
Eine Ausstellung der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR)
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel.

Zur Ausstellung OUTER SPACE. FASZINATION WELTRAUM

TARGETS
Fotografien von Herlinde Koelbl

31. Oktober 2014 bis 11. Januar 2015

Herlinde Koelbl gehört zu den renommiertesten Fotografinnen unserer Zeit. In ihrem neuen, international angelegten Kunstprojekt TARGETS beschäftigt sie sich mit militärischer Ausbildung und den kulturellen Unterschieden, die sich in den jeweils landestypischen Schießzielen widerspiegeln.
Der außergewöhnliche Fokus der Arbeit liegt auf den Schießzielen, an denen Männer und Frauen zu Soldaten und Soldatinnen ausgebildet und auf den Krieg vorbereitet werden. Herlinde Koelbl bereiste dafür Truppenübungsplätze u.a. in den USA, China, Russland, der Mongolei, Brasilien, Äthiopien, Norwegen und der Schweiz. In einem Zeitraum von sechs Jahren in fast 30 Ländern sind Fotografien zerfetzter menschlicher Silhouetten aus Pappe, von Schüssen durchlöcherter Plastikpuppen oder von Patronen durchsiebter Metallplatten entstanden. Die Aufnahmen werden ergänzt von Video- und Sound-Installationen und Porträts von Soldaten. Zitate aus Interviews geben einen persönlichen Einblick in die Situation der Soldaten auf den Übungsplätzen und in Kampfeinsätzen.
Das Projekt wurde gefördert durch die Körber-Stiftung.
Eine Ausstellung der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, in Kooperation mit dem Deutschen Historischen Museum, Berlin

Zur Ausstellung TARGETS. FOTOGRAFIEN VON HERLINDE KOELBL

Der Göttliche
Michelangelo als Inspiration

6. Februar bis 25. Mai 2015

Die Ausstellung erzählt von der immensen Wirkung Michelangelo Buonarrotis (1475–1564) auf die europäische Kunst seit der Renaissance bis heute. Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen Arbeiten bedeutender Künstler aus fünf Jahrhunderten, die in einen schöpferischen Dialog mit den Werken und den künstlerischen Prinzipien des Florentiners getreten sind. In der Rezeption Michelangelos durch so wichtige Künstler wie Raffael, Carracci, Allori, Pontormo, Giambologna, Rubens, Füssli, Delacroix, Rodin, Cézanne oder Mapplethorpe werden das Potenzial seiner Kunst und ihre Aktualität greifbar.
Die anhaltende Nachwirkung des Werkes Michelangelos liegt vor allem in seiner Rhetorik des Körpers begründet. Sie hat ein Repertoire an mustergültigen Ausdrucksformen für das Stehen, Liegen, Sitzen, Kämpfen oder für Affekte wie Trauer, Liebe, Leid hervorgebracht. Die künstlerischen Interpretationen reichen dabei von Nachahmung und Hommage bis zu konzeptioneller Auseinandersetzung und kritischer Distanzierung.
Michelangelos Werk ist in der Ausstellung mit Abgüssen, Kopien und Fotografien vertreten. Zusammen mit Gemälden, Drucken und Zeichnungen „nach“ Michelangelo dokumentieren diese Arbeiten die medialen Voraussetzungen, die eine ununterbrochene Auseinandersetzung mit dem über die Jahrhunderte als maßstabsetzend geltenden Künstler möglich gemacht haben.

Karl Lagerfeld
Modemethode

27. März bis 13. September 2015

Karl Lagerfeld zählt zu den weltweit renommiertesten Modedesignern und gilt als Ikone des Zeitgeists. Mit der Ausstellung Karl Lagerfeld. Modemethode beleuchtet die Bundeskunsthalle erstmals und umfassend den Modekosmos des Ausnahmedesigners und erzählt auf diese Weise ein Kapitel der Modegeschichte des 20. und 21. Jahrhunderts. Karl Lagerfeld ist dafür bekannt, klassische Formen zeitgemäß zu erneuern und der Mode neue Impulse zu geben. Über eine Zeitspanne von nunmehr 60 Jahren zeugen seine Kreationen von einem außergewöhnlichen Gespür für das Lebensgefühl und die Strömungen der jeweiligen Zeit – ob in Haute couture und Prêt-à-porter für die Luxusmodehäuser Balmain, Patou, Fendi, Chloé, Karl Lagerfeld und Chanel oder der erschwinglichen Kollektion der Marke H&M.
Als Genie der Mode gilt Karl Lagerfeld nicht nur, weil er Klassiker wie das Chanel-Kostüm durch unkonventionelles Design stetig erneuert und sich seit Jahrzehnten als Modeschöpfer fortwährend neu erfindet. Sein Prinzip, die „Modemethode“, ist eine Gesamtkonzeption: Von den ersten Entwurfsskizzen bis zum fertigen Kleidungsstück, von den Accessoires über die Architekturkulisse und Musik der Modenschau bis zu den Fotos und dem Grafik-Design für Presse, Katalog, Werbung und Schaufensterdekoration entstammt jedes Detail dem Kopf und der Hand des Designers selbst.

Japans Liebe zum Impressionismus
von Monet bis Renoir

9. Oktober 2015 bis 21. Februar 2016

Erstmalig präsentiert die Bundeskunsthalle die bedeutendsten Sammlungen der frühen Moderne aus Japan. Im Zentrum stehen dem europäischen Publikum bisher verborgene hervorragende Meisterwerke der französischen Impressionisten und Postimpressionisten, u. a. von Monet, Manet, Gauguin, Pissarro, Cézanne, Signac und Bonnard. Hinzu kommen eindrucksvolle Werke japanischer Maler vor 1920, die die moderne, westlich inspirierte japanische Kunst begründeten. Die Ausstellung erzählt die Geschichte des wechselseitigen künstlerischen Einflusses zwischen Japan und Europa aus einer neuen Perspektive. Nach dem Eintritt Japans in den internationalen Handel 1855 fand auch die Öffnung im Kunstbereich statt. Zunächst entdeckten europäische Künstler die japanischen Holzschnitte, doch begannen schon am Ende des 19. Jahrhunderts auch japanische Sammler damit, hochrangige impressionistische Sammlungen aufzubauen. Ausgangspunkt dieser Entwicklung war die heute im National Museum of Western Art in Tokio gezeigte Sammlung des Industriellen Kojiro Matsukata (1865–1950), der eng mit Claude Monet befreundet war. Bis heute entstanden – ausgelöst durch den Wirtschaftsboom in Japan – weitere exquisite Kollektionen, die in namhaften öffentlichen und privaten Museen gezeigt werden. Ziel der Ausstellung ist es, diese Sammlungen in Europa erstmals vorzustellen. Sie veranschaulicht darüber hinaus, warum die frühe Moderne gerade in Japan eine solch überwältigende Resonanz gefunden hat.

Quellennachweise anzeigen
Abbildungen
  1. 1: Meister von Essankro, Maske mit geteilter Frisur (gekontert), Côte d’Ivoire, Baule-Region, um 1880 Sammlung Dr. Wolfgang Felten, © Dr. Wolfgang Felten,
  2. 2: Der Astronaut Ed White bei dem ersten Weltraumspaziergang eines Amerikaners, während der Gemini 4 Mission am 3. Juni, 1965, Foto: NASA,
  3. 3: Herlinde Koelbl, Libanon (Ausschnitt), © Herlinde Koelbl,
  4. 4: Alessandro Allori, nach Michelangelo, Der Traum (Ausschnitt), um 1578, Florenz, Galleria degli Uffizi, © S.S.P.S.A.E. e per il Polo Museale della città di Firenze – Gabinetto Fotografico,
  5. 5: Karl Lagerfeld, Selbstportrait (Ausschnitt), © Karl Lagerfeld,
  6. 6: Claude Monet, Auf dem Boot (Ausschnitt), 1887, Öl auf Leinwand, © National Museum of Western Art, Tokio,

Information

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T +49 228 9171–200
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Dienstag und Mittwoch, 10 bis 21 Uhr
Donnerstag bis Sonntag, 10 bis 19 Uhr
(und an allen Feiertagen, auch denen,
die auf einen Montag fallen)