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10 000 Jahre Kunst und Kultur aus Jordanien
Gesichter des Orients 29. April bis 21. August 2005
![]() Zweiköpfige Büste, Fundort: Ain Ghazal Jordan Archaeological Museum © Olaf M. Teßmer Film zur Ausstellung der Nabatäer - aus der Filmreihe des SWR: 'Schätze der Welt - Erben der Menschheit'
Eine Ausstellung der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
in Kooperation mit dem Vorderasiatischen Museum, Staatliche Museen zu
Berlin
Jordanien – das Land am Jordan und dem Toten Meer – liegt am geographischen Schnittpunkt der ältesten Hochkulturen der Welt. In diesem Gebiet haben die drei großen Weltreligionen Judentum, Christentum und Islam ihre Ursprünge, hier kreuzen sich auch die einstmals bedeutenden Routen der Weihrauchstraße und des Königswegs. ![]() Friesfragment mit einer sitzenden Sphinx Fundort: Petra, Temenos Petra, Archaeological Museum and Site © Olaf M. Teßmer Wie vielleicht nirgendwo sonst lassen sich in Jordanien grundlegende Entwicklungen
der Zivilisationsgeschichte verfolgen. Die erstmals in einer Gesamtschau
präsentierten Ergebnisse neuerer archäologischer
Forschungen haben das Bild von der Kulturgeschichte dieser Region erheblich
verändert.
Die Ausstellung liefert einen einzigartigen Überblick über die Kulturen Jordaniens in einem Zeitraum von etwa zehn Jahrtausenden: von der Jungsteinzeit mit den spektakulären, weltweit ältesten Skulpturen der lebensgroßen Menschendarstellungen aus ‘Ain Ghazal’ aus dem 8. Jahrtausend v. Chr. bis in die islamische Epoche mit den omajjadischen Wüstenschlössern aus der Mitte des 8. Jahrhunderts n. Chr. Der Übergang zur sesshaften Lebensweise in ersten vorgeschichtlichen Höhensiedlungen im 8. Jahrtausend v. Chr. und die Entstehung der Städte in der Bronzezeit werden ebenso vorgestellt wie der Aufstieg von Stadtstaaten zu Königreichen in der Zeit des Alten Testaments, die Kultur der Nabatäer mit der berühmten Felsenstadt Petra und die Städte der Dekapolis sowie das frühe orientalische Christentum. Rund 600 der wertvollsten und aussagekräftigsten
Werke aus Jordanien können dank des großen Entgegenkommens
der jordanischen Kooperationspartner gezeigt werden. Vor der Eröffnung
des neuen Nationalmuseums in Amman bietet sich hiermit die wohl letzte
Möglichkeit, außerhalb Jordaniens eine derart umfassende Schau
archäologischer Funde zu sehen.
![]() Mosaik: Darstellung einer Gazelle Fundort: Gerasa (Jerash) Jerash, Archaeological Museum © Olaf M. Teßmer Pressesprecherin
Die eindrucksvollen Flugbildfotografien des international bekannten Wissenschaftsjournalisten
Georg Gerster, die nicht nur die Ausgrabungsstätten und historische
Schauplätze zeigen, sondern auch Einblicke in die vielfältige
Schönheit des Landes geben, runden die Ausstellung ab.
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