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AUSSTELLUNGEN
  10 000 JAHRE KUNST UND KULTUR AUS JORDANIEN


Rahmenprogramm


Die Ausstellung „10 000 Jahre Kunst und Kultur aus Jordanien“ präsentiert die herausragenden Errungenschaften der über die Jahrtausende verschiedenen Kulturen im Gebiet östlich des Jordans, in dem sich auch eine Vielzahl von biblischen Begebenheiten zutrugen. Zahlreiche der Themen – wie das Entstehen und Verschwinden großer Städte, der Untertageabbbau und die Wasserwirtschaft der Nabatäer – berühren Problematiken, die auch heute von großer Relevanz sind, und bieten interessante Lösungsansätze.

Auf Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) hat die Kunst- und Ausstellungshalle in Kooperation mit der Center for International Cooperation Bonn GmbH deshalb ein interdisziplinär angelegtes Rahmenprogramm zum Nahen Osten zusammengestellt. Lesungen, Film, Theater und Musik, Vorträge, Diskussionen und Symposien veranschaulichen und vertiefen die Vielfalt historischer und aktueller Themen aus den Bereichen Kultur, Wissenschaft und Politik. Dabei wird der Blick auch auf die internationale Zusammenarbeit in und mit der Region gerichtet und ein weiterer Beitrag zum Verständnis der arabischen Lebenswelt geleistet.

Eine Kooperation der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland mit der Center for International Cooperation Bonn GmbH

Freitag, 29. April | 19 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung
10000 Jahre Kunst und Kultur aus Jordanien

Vortrag im Forum
Das Vermächtnis der Felsen - Ritzzeichnungen und Inschriften in der Wüste:
Zeugnisse über Fest, Kampf und Jagd der arabischen Stämme
Dr. Fazzaw Khraysheh, General Director of the Department of Antiquities, Amman, Jordanien
In der jordanischen Wüste finden sich zahlreiche Inschriften und Graffiti mit bildlichen Szenen. Diese liefern aufschlussreiche Einblicke in das Leben der Wüstenbewohner vor der Entstehung von Christentum und Islam. Die beduinischen Felsinschriften und -zeichnungen gehören zu den seltenen Quellen über das Leben der arabischen Stämme dieser Zeit.

Eintritt: 8EUR / ermäßigt 4,50 EUR
Die Eintrittskarte zur Veranstaltung berechtigt auch zum Besuch der Ausstellung.


Dienstag, 3. Mai | 19 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung
10000 Jahre Kunst und Kultur aus Jordanien

Vortrag in der Ausstellung

Alltag im antiken Petra
Ein durch und durch persönlich gefärbter Beitrag zur Interpretation der Resultate der aktuellen Grabungen im Stadtgebiet und seiner Umgebung Vom Moment der Wiederentdeckung Anfang des 19. Jahrhunderts bis zum Beginn intensiver wissenschaftlicher Ausgrabungen Ende der 80er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde die Wahrnehmung Petras hauptsächlich durch die immer sichtbar gebliebenen Monumentalfassaden geprägt. Dadurch setzte sich die Vorstellung von Petra als einer Stadt der Toten und der Priester dermaßen fest, dass noch heute in vielen Touristenführern Petra als solche charakterisiert wird. Da die Ausgrabungen im Stadtgebiet und seiner Umgebung erst sehr spät begonnen haben, lassen sich die teilweise äußerst phantasievollen Vorstellungen und Interpretationen der Forscher, die Petra an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert besuchten, noch heute nicht aus der archäologischen Literatur verbannen. Die Resultate der in den letzten 20 Jahren durchgeführten Grabungen geben nun eine recht gute Vorstellung vom Aussehen und der Struktur Petras. Zudem haben es die Grabungsresultate erlaubt, aufschlussreiche Einblicke ins Alltagsleben der Bewohner und ihrer religiösen Gebräuche zu gewinnen.
Ueli Bellwald ist Leiter der Ausgrabungen von Petra National Trust im Siq und seiner angrenzenden Gebiete sowie Restaurator der Ausgrabungen der Universität Basel, der Brown University und des Institut Français du Proche Orient.

Eintritt 8EUR / ermäßigt 4,50 EUR
Die Eintrittskarte zur Veranstaltung berechtigt auch zum Besuch der Ausstellung.


Mittwoch, 11. Mai | 19 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung
10000 Jahre Kunst und Kultur aus Jordanien

Vortrag in der Ausstellung

Das Land jenseits des Jordans in biblischer Zeit
Prof. Dr. Dr. Dieter Vieweger

Die Eisenzeit Palästinas ist dem christlichen Abendland unter anderem Namen gut vertraut: Es ist die Epoche des Alten Testaments. Nur wenigen ist bekannt, dass Juda und Israel damals im ostjordanischen Bereich respektable Königtümer angrenzten: Ammon, Moab und Edom. Diese teilten – und das wird im Vortrag eine wichtige Rolle spielen – mit ihnen nicht nur die gleiche Herkunft, sondern auch einen ähnlichen Glauben und in vielen Bereichen auch ein vergleichbares Schicksal.
Außerdem stießen die so genannten Seevölker – unter ihnen die später im Alten Testament Philister genannte Gruppe – während der frühen Eisenzeit auf dem Land und Seeweg vom Balkan und dem ägäischen Meer herkommend bis nach Ägypten vor. Dabei verlor Ägypten die palästinische Küstenebene an die Seevölker, die dann auf lange Zeit in etwa im Bereich des heutigen Gaza-Streifens heimisch wurden.
Prof. Dr. Dr. Dieter Vieweger ist Direktor des Biblisch-Archäologischen Instituts Wuppertal, hat eine Forschungsprofessur an der Privatuniversität Witten-Herdecke inne und leitet verschiedene archäologische Forschungsprojekte in Jordanien, Israel und Italien.

Eintritt 8 EUR / ermäßigt 4,50 EUR
Die Eintrittskarte zur Veranstaltung berechtigt auch zum Besuch der Ausstellung.


Samstag, 21. Mai | 19 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung
10000 Jahre Kunst und Kultur aus Jordanien


Lesung und Jazz im Forum
Zwischen Zauber und Zeichen

Khalid Al-Maaly, geboren 1956, verließ 1979 aus politischen Gründen den Irak. Er lebt seit 1980 als Schriftsteller, Übersetzer (darunter Jandl und Schwitters) und Verleger (Al-Kamal-Verlag) in Köln. 1991 erhielt er den Förderpreis des Landes Nordrhein-Westfalen.

Hussain Al-Mozany wurde 1954 in Amarah / Südirak geboren. Er wuchs in Bagdad auf. Seit 1980 lebt er in Deutschland. Er veröffentlichte zahlreiche Erzählungen und Romane in arabischer Sprache und übersetzte Bachmann, Benn, Grass u. a. ins Arabische. Sandra Borgmann, 1974 in Mühlheim an der Ruhr geboren, kann schon auf eine Reihe ambitionierter Projekte zurück blicken. Sie bekam 1998 in Helmut Dietls Kinofilm „Late Show“ eine Rolle, sorgte 2001 mit dem Tatort „Fette Krieger“ für Schlagzeilen. Seitdem zahlreiche Rollen in Theater, Film und TV (darunter die Vorabend-Serie „Berlin-Berlin“).

AHOAR ist eine Neuformation zweier irakischer Konzertmusiker, eines belgischen Jazzpianisten und eines Jazzkontrabassisten aus Deutschland. Die vier wagen mit diesem Projekt ein einzigartiges Experiment, indem sie zwei sehr unterschiedliche Musikstile miteinander verbinden und sich auf musikalisches Neuland begeben.

Eintritt: 13,10 EUR / ermäßigt 9,30 EUR (inkl. VVK-Gebühren)
14EUR / ermäßigt 10EUR (Abendkasse, inkl. Gebühren)


Samstag, 28. Mai | 14 und 16 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung
10000 Jahre Kunst und Kultur aus Jordanien


Geschichten aus dem Beduinenzelt
frei erzählt von Salem Alafenisch, Märchenerzähler und Autor

Veranstaltung im Rahmen des Museumsmeilenfestes vom 25. bis 29. Mai

Der Eintritt ist frei.


Dienstag, 31. Mai | 19 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung
10000 Jahre Kunst und Kultur aus Jordanien


Vortrag in der Ausstellung
Die ältesten Kupferabbaustätten der Welt.
Neue archäologische Forschungen zur alten Metallurgie in Feinan, Jordanien
Prof. Dr. Andreas Hauptmann, Bergbaumuseum Bochum

Feinan ist nicht nur einer der archäologisch ältesten, sondern auch am besten erhaltenen Kupferlagerstätten der Alten Welt. Hier sammelte der Mensch bereits vor 10 000 Jahren grüne Erze und verarbeitete sie zu Schmuck und Puder. Um 4500 v. Chr. lernte man, aus dem Erz Metall zu schmelzen. Zunächst als „Prestigewerkstoff“, dann als Metall zur Herstellung von Geräten und Waffen verwendet, gelangte Kupfer aus Feinan in die Gebiete der Hochkulturen des frühen Jordaniens und Israels, vielleicht sogar ins Nildelta. Durch moderne naturwissenschaftliche und archäologische Forschungen (Archäometallurgie) konnte das Handwerk der alten Berg- und Hüttenleute entschlüsselt und die Handelswege nachvollzogen werden.

Eintritt 8EUR / ermäßigt 4,50 EUR
Die Eintrittskarte zur Veranstaltung berechtigt auch zum Besuch der Ausstellung.


Mittwoch, 8. Juni | 19 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung
10000 Jahre Kunst und Kultur aus Jordanien


Vortrag im Forum
in Kooperation mit der
Deutschen Forschungsgemeinschaft
in der Reihe EXKURS – Einblick in die Welt der Wissenschaft

Als die Menschen sesshaft wurden –
Archäologie steinzeitlicher Kulturen im Vorderen Orient
PD Dr. Klaus Schmidt, Deutsches Archäologisches Institut, Berlin

Zu den spannenden Neuentdeckungen der prähistorischen Archäologie Vorderasiens gehört Tall Hujayrat al-Ghuzlan bei Aqaba in Südjordanien. Die Siedlung des 4. Jhs. v. Chr. liefert wichtige Befunde zu den drei Schlüsseltechnologien Bergbau, Kupfermetallurgie und Bewässerung, die entscheidende Grundlagen auf dem Weg zu den Hochkulturen des Alten Orient bilden. Dieser Weg scheint jedoch schon weitaus früher seinen Anfang zu nehmen. Bereits im 10. Jh. v. Chr. erkennen wir eine „Hochkultur derJäger“, deren Existenz bis vor kurzem unbekannt und deren Aufscheinen völlig unerwartet war.

Der Eintritt ist frei.


Freitag, 24. Juni | 18 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung
10000 Jahre Kunst und Kultur aus Jordanien


Vortrag mit anschließender Diskussion im Konferenzraum
in Kooperation mit dem Forum Ziviler Friedensdienst
Frieden für den ganzen Nahen Osten?
Ziviler Friedensdienst in Jerusalem und „Umgebung“
Rainer Zimmer-Winkel

Seit dem Jahr 2000 arbeiten in Palästina und Israel Friedensfachkräfte im Rahmen des Zivilen Friedensdienstes. Das Forum Ziviler Friedensdienst in Bonn (www.forumzfd.de) unterhält eine eigene Regionalkoordination in Jerusalem, die das Programm nach Jordanien und Ägypten ausweiten soll. Rainer Zimmer-Winkel, Politikwissenschaftler und Theologe, wird von dieser Arbeit vor Ort berichten und beschreiben, welche Chancen und Grenzen es für ein solches Friedensengagement in der Region gibt und wie es (aus Deutschland) unterstützt werden kann. Er arbeitet seit etwa 20 Jahren zu Fragen des Nahen Ostens und leitet seit Ende 2004 das Regionalkoordinationsbüro des Forums Ziviler Friedensdienst in Jerusalem.

Der Eintritt ist frei.


Mittwoch, 29. Juni | 9 – 18 Uhr im Konferenzraum

Rahmenprogramm zur Ausstellung
10000 Jahre Kunst und Kultur aus Jordanien


Konferenz „History and Identity in Jordan”
In Kooperation mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst

Thema der Konferenz ist die Beziehung zwischen Geschichte und Identität der Bevölkerungsgruppen im jordanisch-palästinensischen Gebiet. Da die heutigen Staatsgrenzen zum großen Teil auf die ehemaligen Mandatsmächte zurückgehen, entwickelte sich die Identifizierung mit dem eigenen Land wie in den meisten arabischen Staaten notgedrungen erst nach der Staatsgründung und beruht nicht auf einer gewachsenen historischen Identität. So konkurriert lokale Identität mit einer transnationalen, panarabischen bzw. islamischen Identität. Seit den 70er Jahren kann man jedoch in einigen arabischen Ländern das Phänomen der Werbung für eine nationale Identität beobachten („Egypt first“, „Jordan first“). Vor diesem Hintergrund werden jordanische und deutsche Wissenschaftler folgende Themenschwerpunkte diskutieren:

• Geschichte als ein wichtiger Impuls bei der Herausbildung einer jordanischen Identität
• Staat und Gesellschaft in Jordanien zwischen transnationalen, nationalen und lokalen Identitäten
• Transformation, Reform und Identitätskrise
• Zivilgesellschaft und Identität
• Jordanische Identität: Einheimische und ausländische Akteure.

Die Konferenz wird von Prof. Dr. Ferhad Seyder, DAAD-Langzeitdozent in Jordanien, organisiert und vom DAAD unterstützt. Die Konferenzsprache ist Englisch.

Information:
DAAD, Rosa Nagel, Kennedyallee 50, 53175 Bonn, Tel. 0228 / 882-396, Fax 0228 / 882-444

Teilnahmegebühr: 8EUR / ermäßigt 4,50 EUR (Tageskasse, die Eintrittskarte berechtigt auch zum Besuch der Ausstellung).


Donnerstag, 30. Juni | 18 bis 21 Uhr im Konferenzraum

Rahmenprogramm zur Ausstellung
10000 Jahre Kunst und Kultur aus Jordanien


Länderseminar „Jordanien“
in Kooperation mit der Volkshochschule der Bundesstadt Bonn
Moderation: Dr. Jochen Buchholz, VHS

18.00 – 19.30 Uhr
Teil 1
Jordanien – Zur Kulturgeographie eines Wüstenstaates (1517 BO)
Leitung: PD Dr. Andreas Dittmann, Geographisches Institut der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

19.30 – 21 Uhr
Teil 2
Aufbruch aus der Wüste – Jordaniens Weg zum Nationalstaat (1518 BO)
Leitung: Dr. Renate Dieterich, Orientalisches Seminar der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

Schriftliche Anmeldung unter Angabe der jeweiligen Veranstaltungsnummer bei:
Volkshochschule der Bundesstadt Bonn
Kurfürstenallee 2-3, 53142 Bonn, Tel. 0228 / 774542 oder 774558, Fax 0228 / 774543, E-mail: vhsfb1@bonn.de
Der Eintritt zum Länderseminar ist frei.

Zur Vorbereitung auf das Länderseminar findet um 16.30 Uhr eine Ausstellungsführung zu Sonderkonditionen statt (1517A BO), für die ebenfalls eine schriftliche Anmeldung bei der VHS erforderlich ist, Entgelt 8EUR inkl. Führung per Überweisung oder Lastschrift, keine Tageskasse, keine Ermäßigung möglich.


Samstag, 2. Juli | 19 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung
10000 Jahre Kunst und Kultur aus Jordanien


Theater im Forum
A Desert Rose – Eine Wüstenrose
Agatha Christie, Scheich Ibrahim
und Petra. Geschichten von
einer verlorenen Stadt

Regie: Brian Michaels
Es erzählen und spielen:
The WildeLife Group

Welten verschwinden, tauchen nach 700 Jahren wieder auf und werden zum Schauplatz für die Mordphantasien von Agatha Christie. Die Autorin war als Hobby-Archäologin mehr als 30 Jahre lang an Ausgrabungen in Syrien, Ägypten und im Irak beteiligt und liebte die detektivische Arbeit, die alte Kulturen wieder lebendig macht. Möglicherweise wäre die Stadt Petra, Schauplatz ihres Krimis „Der Tod wartet / Rendezvous mit einer Leiche“ (1938), für sie kein Ort von Bedeutung gewesen, hätte nicht Johann Ludwig Burckhardt sich 1812, als Scheich Ibrahim verkleidet, mit seinem Esel einen Weg durch die Wüste gesucht und die ehemalige Kultstätte der Nabatäer wiederentdeckt.

Brian Michaels, Professor für Regie und Schauspiel an der Folkwang-Hochschule Essen, gründete 1997 das Folkwang Schauspielstudio (später The Wildelife Group). In der Bundeskunsthalle war das Ensemble zuletzt im Rahmenprogramm zur Ausstellung „Tutanchamun“ mit der szenischen Lesung „Osiris – Mit den Toten reden“ zu Gast.

Eintritt: 12 EUR / ermäßigt 6 EUR (Abendkasse)


Dienstag, 5. Juli | 18 bis 20 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung
10000 Jahre Kunst und Kultur aus Jordanien


Dia-Show, Vortrag und Diskussion im Forum
Eine Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH

Sanierung der Altstadt von Aleppo, Syrien
Meinolf Spiekermann, GTZ-Projektleiter

Aleppo, einst bedeutendstes Handelszentrum zwischen Seiden- und Gewürzstraße, ist eine der ältesten dauerhaft besiedelten Städte der Welt. Allein in der Altstadt, die zum Weltkulturerbe gehört, leben mehr als 100 000 Menschen. Doch die historischen Gebäude verfallen, und die traditionelle Wirtschaft stagniert. Seit 1993 arbeitet die GTZ im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) mit Syrien zusammen, um die Altstadt mit den Mitteln moderner Stadtentwicklungsplanung zu sanieren. Dabei wird die Restaurierung der Gebäude mit dem wirtschaftlichen Aufbau der Altstadt verbunden, um Anwohnern, Händlern und Touristen gleichermaßen neue Möglichkeiten zu bieten. Meinolf Spiekermann leitet das Projekt. Mit zahlreichen Bildern erläutert er, wie die Altstadt von Aleppo heute weiterentwickelt wird, um sie für die Zukunft zu bewahren. Im Anschluss moderiert Helmut Hohrmann (ehem. Korrespondent des Deutschlandradios) ein Gespräch von Meinolf Spiekermann mit Herbert Sahlmann (ehem. BMZ-Referarsleiter Nahost). Die Beteiligung der Zuschauerinnen und Zuschauer ist höchst willkommen.

Der Eintritt ist frei.


Mittwoch, 6. Juli | 18 bis 20 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung
10000 Jahre Kunst und Kultur aus Jordanien


Film, Vortrag und anschließende Diskussion im Forum Eine Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH

Erhalt der Felsenstadt von Petra
Dr. Helge Fischer, ehem. GTZ-Projektleiter

Die mehr als 2000 Jahre alte Felsenstadt von Petra gehört zum Weltkulturerbe der Menschheit. Noch heute zieht die alte Hauptstadt des Königreichs der Nabatäer Touristen in ihren Bann. Doch jahrzehntelang wurden die einzigartigen Zeugnisse dieser Epoche nur notdürftig und mit ungeeigneten Mitteln in Stand gehalten. Im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) unterstützte die GTZ die jordanische Regierung ab 1993 beim Aufbau einer eigenen Institution zur Denkmalpflege. Einzelne Fassaden wurden behutsam und fachgerecht restauriert, um Maßstäbe für den Erhalt der über 800 Einzeldenkmäler zu schaffen. Auch die in Petra lebenden Beduinen wurden in die Arbeiten an „ihrer Felsenstadt” einbezogen. Dr. Helge Fischer leitete dieses Projekt. Er berichtet von seiner Arbeit und deren Bedeutung für die Menschen in der Region. Im Gespräch mit Herbert Sahlmann, ehem. Referatsleiter Nahost, Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), wird er einzelne Aspekte dieses Projekts vertiefen. Die Gäste sind herzlich eingeladen, sich daran zu beteiligen.
Moderation:
Monika Högen (freie Hörfunkjournalistin, Köln).

Der Eintritt ist frei.


Samstag, 9. Juli bis Sonntag, 10. Juli

Rahmenprogramm zur Ausstellung
10000 Jahre Kunst und Kultur aus Jordanien


Zwei Kinder an den Ufern des Flusses Tigris stehend
An den Ufern des Tigris (Irak)
Foto: Hans-Dieter Bienert

Deutsche Forschungsgemeinschaft und Kunst-und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland
In Kooperation mit: Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH, KfW Entwicklungsbank, Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte, Deutsches Evangelisches Institut für Altertumswissenschaften, Amman

Internationales Symposium im Forum
Wasser - Das blaue Gold Arabiens.
Forschungen über den Umgang mit einer kostbaren Ressource

Wasser gehört im Vorderen Orient zu einer immer knapper werdenden Ressource, deren optimale Nutzung bei einem rasanten Bevölkerungswachstum ein nachhaltiges Management erfordert. Seit der Antike waren die Bewohner der Region bemüht, ihre Lebensgrundlage durch die Entwicklung von Wasserleitungs- und -speichersystemen zu sichern. In der jüngeren Geschichte ist Wasser zudem immer wieder zum Konfliktstoff zwischen den Staaten dieser Region geworden. Im Rahmen des Symposiums werden sich führende Wissenschaftler einerseits mit der Geschichte der Wassernutzung und seiner Bedeutung in modernen Konflikten des Vorderen Orients auseinandersetzen und andererseits exemplarisch Projekte für ein nachhaltiges, multilaterales Wasserressourcen- Management diskutieren, das für die politische und wirtschaftliche Stabilität der betroffenen Länder unabdingbar ist. Die Vorträge richten sich ebenso an Fachleute wie an die interessierte Öffentlichkeit und werden in drei zentrale Themenbereiche gegliedert:
• Antike Wasserwege – Zur Geschichte des Wassers im Vorderen Orient
• Wasser im Konflikt – Die Politisierung eines knappen Gutes
• Wasser – Eine Herausforderung an die Wissenschaft: Zwischen Grundlagenforschung
und angewandter Forschung.

Konferenzsprachen: Deutsch und Englisch

Pfeil als LinksymbolProgramm Informationen und Hilfe zum PDF-Format
Pfeil als LinksymbolBiografien der Referenten und Kurzbeschreibungen der ReferateInformationen und Hilfe zum PDF-Format

Teilnahmegebühr: 8 EUR / ermäßigt 4,50 EUR (Zweitageskarte, inkl. Ausstellungsbesuch)


Sonntag, 17. Juli | 15 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung
10000 Jahre Kunst und Kultur aus Jordanien


Kino im Forum

Lawrence of Arabia

Großbritannien 1962
Regie: David Lean
Darsteller: Peter O'Toole als Lawrence,
Alec Guinness, Anthony Quinn, Omar Sharif,
Jack Hawkins, José Ferrer, Anthony Quayle,
Claude Rains, Arthur Kennedy
218 Minuten, OmU, DVD-Projektion

Die literarische Vorlage für das bildmächtige Breitwandepos lieferte die Autobiografie „Die sieben Säulen der Weisheit“ des britischen Offiziers Thomas E. Lawrence, der im Ersten Weltkrieg die Araber gegen die Türken zum Sieg führt und ein gefeierter Held wird. Gedreht wurde an schwer zugänglichen Originalschauplätzen in Jordanien. Dabei machten dem Filmteam auch die extremen klimatischen Bedingungen zu schaffen. Der von großartigen Darstellern getragene Film, dessen visuelle Kraft der Wüstenszenen überwältigt, wurde mit sieben Oscars ausgezeichnet, darunter „Bester Film“ und „Beste Regie“, und für drei weitere nominiert. David Leans Meisterwerk bindet die Legende „Lawrence von Arabien“ in das historische Umfeld ein, stellt aber gleichzeitig eine freie Bearbeitung sowohl Lawrences Berichts als auch der ihn betreffenden Ereignisse dar.

„Eines der grandiosesten Kino-Abenteuer, die je gefilmt worden sind.“
(Kölner Stadt-Anzeiger)

Eintritt: 8 EUR / 4,50 EUR (inkl. Ausstellungsbesuch)


Weitere Veranstaltungen zum Thema

Montag, 23. Mai | 19 bis 21 Uhr

Multivisionsvortrag und Diskussionsveranstaltung im
Kunstmuseum Bonn, Friedrich-Ebert-Allee 2, 53113 Bonn

Wasser im Nahen Osten: Quelle für Frieden und Kultur?
Aktuelle Initiativen aus Israel, Jordanien und Palästina
zum Erhalt des Jordantals und des Toten Meeres

Die Nachbarn Israel, Jordanien und Palästina stehen vor der Herausforderung, den wachsenden Durst nach Wasser in der Region zu stillen. Das dramatische Austrocknen des Flusses Jordan und des Toten Meeres – beide ökologisch und kulturell von weltweiter Bedeutung – sind sichtbare Zeichen der Wasserkrise im Nahen Osten. Je ein israelischer, jordanischer und palästinensischer Vertreter der führenden Umwelt- und Friedensorganisation „Friends of the Earth Middle East“ geben ihre Sicht zur aktuellen Wassersituation im Nahen Osten wieder und stellen gemeinsame Ansätze zum Schutz wertvoller Wasserreserven am Jordan und Toten Meer vor. Eine wichtige Rolle kommt hierbei auch den Vereinten Nationen, insbesondere der UNESCO, zu.

Referenten:
Dr. Roland Bernecker, Generalsekretär, Deutsche UNESCO-Kommision (angefragt)
Gidon Bromberg, Friends of the Earth Middle East, Israel
Dr. Nader Al Khateeb, Friends of the Earth Middle East, Palästina
Munqeth Meyhar, Friends of the Earth Middle East, Jordanien

Veranstalter: Global Nature Fund, Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) und Kunstmuseum Bonn

Unterstützt durch: Nordrhein-Westfälische Stiftung für Umwelt und Entwicklung
Sprachen: Englisch und Deutsch

Eintritt frei, ohne Voranmeldung

Information: Global Nature Fund, Stefan Hörmann,
Email: hoermann@globalnature.org
Telefon: 0228-3862106, www.globalnature.org


Mittwoch, 25. Mai | 18 Uhr

Podiumsdiskussion in der Deutschen Welle,
Gremiensaal, Kurt-Schumacher-Str. 3, 53113 Bonn

Neue Impulse für den Nahen Osten?
Die Entwicklungszusammenarbeit Deutschlands in der
Region - Erfahrungen, Schwerpunkte, Perspektiven

Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten diskutieren Experten politische und praktische Fragen der Entwicklungszusammenarbeit mit einer für Deutschland und Europa wichtigen Region.

Podium: Dr. Michael Hofmann, Bundesministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ), Abteilungsleiter Globale und sektorale Aufgaben; Afrika, Naher Osten
N.N., Auswärtiges Amt (AA)
Peter Röhrig, Deutscher Entwicklungsdienst (DED), Landesdirektor Palästina
Dr. Alfred Kraft, Deutsche Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) GmbH, Teamleiter Syrien
Dr. Matthias Schlund, Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW), Leiter der KfW-Büros in Jordanien und Palästina
Moderation: Peter Philipp, Deutsche Welle

Eine Veranstaltung des Center for International Cooperation Bonn GmbH in Zusammenarbeit
mit dem Deutschen Entwicklungsdienst, der Deutschen Gesellschaft für Technische
Zusammenarbeit, der Kreditanstalt für Wiederaufbau und der Deutschen Welle.

Um Anmeldung wird gebeten:
CIC Bonn GmbH, z. Hd. Anke Sobieraj: Fax: 0228 / 24990-50, Mail: sobieraj@cic-bonn.org



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