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DIE GRIECHISCHE KLASSIK
- IDEE ODER WIRKLICHKEIT |
Kulturwissenschaftliches Kolloquium im Forum
Die andere Seite
der Klassik - Gewalt im 5. und 4. Jahrhundert vor Christus
11. - 13. Juli 2002
Das Kolloquium behandelt das Phänomen der Gewalt im klassischen
Griechenland. Dem Gewaltbegriff wird dabei eine weitgefasste
Definition zugrunde gelegt, wie sie in den Rechts- und Sozialwissenschaften
geläufig ist: Zunächst die eigentliche, "rohe" Gewalt, dann
die Gewalt im Sinne von Macht, und schließlich die strukturelle
Gewalt als subtilste Form. Sie umfasst sämtliche sozialen und
mentalen Strukturen, die darauf angelegt sind, ein Individuum
aufgrund bestimmter Merkmale auszugrenzen und daran zu hindern,
sich entsprechend seiner Fähigkeiten zu entfalten.
Angeschnitten werden unter anderem folgende Fragen: Die Anwendung
von Gewalt gilt in unserer heutigen Gesellschaft als eher problematisch
- wie sah das bei den Griechen aus? Besaß derjenige, der die
Macht hatte, damit auch das Recht, Gewalt uneingeschränkt auszuüben?
Wann war Gewaltausübung legitim und wann nicht? Wie wurde mit
Gewalt in den verschiedenen Medien - bildende Kunst, Theater,
Philosophie etc. - umgegangen? Eine abschließende Diskussion
stellt die Frage nach dem Einfluss und der Bedeutung der Verbindung
von Klassik und Gewalt im 20. Jahrhundert.
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Konzeption:
Arbeitsgruppe "Bild und Gesellschaft im klassischen Griechenland"
Die Arbeitsgruppe besteht aus einem Kreis von Klassischen ArchäologInnen,
die an verschiedenen Universitäten in Deutschland und in der Schweiz
über die Bilderwelt des klassischen Griechenland und deren Bedeutung
für die damalige Gesellschaft forschen.
SprecherInnen: Susanne Moraw, Jena, und Günter Fischer, Darmstadt
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Attische Oinochoe
© Hamburg, Museum für Kunst und Gewerbe
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Teilnahmegebühren
Dauerkarte (11. bis 13. Juli): 10,- Euro
ermäßigt: 5,- Euro
Tageskarte: 8,- Euro
ermäßigt: 4,- Euro
Die Karte berechtigt auch zum Besuch der Ausstellung "Die Griechische
Klassik - Idee oder Wirklichkeit"
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Information |
| Tel. |
0228/9171-236
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| FAX |
0228/9171-233
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Forum |
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| Donnerstag, 11. Juli |
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14 Uhr
Begrüßung
14.30 Uhr
Sektion A: Macht und Gewalt
Macht und Gewalt als Kategorien des Politischen
Ulrich Gotter
Gewalt in Geschlechterbeziehungen und Familie
Winfried Schmitz
Diskussion
16 Uhr
Kaffeepause
16.30 Uhr
Zur Ordnung der Geschlechter: Beobachtungen an der klassischen Bauplastik
Klaus Junker
Mordende Mütter
Anja Klöckner
Diskussion
19 Uhr
Eröffnung der Ausstellung "Die Griechische Klassik - Idee
oder Wirklichkeit
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| Freitag, 12. Juli |
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10 Uhr
Sektion B: Legitimierung und Problematisierung
Spiel um Leben und Tod? Gewalt und Athletik im Klassischen Griechenland
Martin Bentz
Gewalttätige Jugendliche oder gewaltige Krieger?
Günter Fischer
11 Uhr
Kaffeepause
11.30 Uhr
Religionsfrevel: Gewalt in Heiligtümern
Kai Trampedach
"Achill, das Vieh?" Strategien der Problematisierung
transgressiver Gewalt in Vasenbildern
Ralf von der Hoff
12.30 Uhr
Mittagspause
14.30 Uhr
Eros und Gewalt: Das Wiedersehen zwischen Menelaos und Helena in der
attischen Vasenmalerei des 5. Jahrhunderts v.Chr.
Stefan Ritter
Hybris – Gewalt - Wahnsinn
Barbara Borg
15.30 Uhr
Kaffeepause
16 Uhr
Diskussion
16.30 Uhr
Sektion C: Darstellung und Verdrängung
Gewalt an den Gräbern: Grausame Mythen auf Vasen aus Unteritalien
und Sizilien
Stefan Schmidt
Sieger und Besiegte in der etruskischen und mittelitalischen Bildkunst
des 4. Jahrhunderts v.Chr.
Dirk Steuernagel
Dialog statt Gewalt. Alternative Möglichkeiten der Konfliktlösung
in der frühklassischen Kunst
Christian Kunze
18 Uhr
Kaffeepause
18.30 Uhr
Diskussion
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| Samstag, 13. Juli |
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10 Uhr
Bilder, die lügen: Hochzeit, Tieropfer und Sklaverei in der klassischen
Kunst
Susanne Moraw
Gewalt in der Tragödie
Andrea Ercolani
11 Uhr
Kaffeepause
11.30 Uhr
Eine Gesellschaft im Rausch der Aggression: Kampfdarstellungen im
Zeitalter der Klassik
Susanne Muth
Angst und Schrecken: Zur Ikonographie von Gewaltopfern in klassischer
Zeit
Detlev Wannagat
Der Anschlag der Tyrannenmörder in expressionistischer Sicht:
Gewalt und Gegengewalt in Alfred Brusts Einakter "Leäna"
Almut-Barbara Renger
Diskussion
13.30 Uhr
Mittagspause
15.30 Uhr
Kulturen der Gewalt – Antike und Heute
Diskussionen mit:
Günther Förg (Künstler)
Klaus Honnef (Publizist)
Marie-Jo Lafontaine (Künstlerin)
Klaus Theweleit (Schriftsteller)
und den TeilnehmerInnen des Kolloquiums.
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