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Das Museum der Fundación Yannick y Ben Jakober
Der Ausstellungsraum der Stiftung befindet sich in
Mallorca in der Nähe der Stadt Alcudia.
Im Aljibe, dem Wasserreservoir, befindet sich normalerweise der wichtigste
Teil der Sammlung der Kinderportraits. Es wurde ursprünglich
zur Bewässerung der Avocados errichtet und liegt hinter hundertjährigen
Olivenbäumen und Gewürzkräutern verborgen. Der Umbau
wurde mit wenigen Änderungen, u.a. mit der Abdeckung aus Corten-Stahl
nach dem Entwurf von Antonio Obrador, durchgeführt. Der Zugang
führt hinunter über eine Treppe, wo man in aller Ruhe die
Bildnisse von Kindern aus allen Zeiten betrachten kann.
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Eingang des Museums
© Fundación Yannick y Ben Jakober |
Der unterirdische Raum ist
polyvalent, und wenn die Sammlung der Kindergemälde verreist,
um in anderen Museen ausgestellt zu werden, können die zentralen
Trennwände versetzt und der Raum zu einem einzigen Saal umgestaltet
werden, in dem sowohl moderne Kunst – es ist eine Ausstellung
von Domenico Gnoli vorgesehen – als auch zeitgenössische
Bildhauerkunst vorgeführt werden können. Die Beleuchtung
ist flexibel, so dass die Scheinwerfer, normalerweise punktuell als
Lichtbad auf die Gemälde zentriert, zu anderen Zwecken abgeändert
werden können.
Der Kritiker Peter Schjeldahl schreibt, dass die wahre Identität
des Museums nicht in der Bauweise, sondern in seiner Sammlung liegt
– nicht im Behälter, sondern im Inhalt – und die
Fundación Yannick y Ben Jakober versucht, diese Idee zu verwirklichen:
Rohe, weiß gestrichene Betonwände und ein polierter Bodenbelag
aus schwarzem Schiefer, der auf raffinierte Weise die Bilder widerspiegelt.
Schjeldahl teilt die kleinen Museen auch ein in „Boutique“,
„Pavillon“ und „Labor“. Die Fundación
Yannick y Ben Jakober möchte keiner dieser Kategorien genau entsprechen.
Wenn ein Ambiente genannt werden sollte, das eines Tages erreicht
werden soll, wäre dies nicht das vom Monet Museum in Giverny,
sondern eher das Fondation Beyeler in Riehn bei Basel oder vom Louisiana
Museum im dänischen Humbelsbæk.
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