Ausstellungen
 • Ausstellungsübersicht
 • Ausstellungsrückschau
Veranstaltungen
PÄDAGOGIK
Bibliothek
Besucherinfo
Über uns
Kontakt
Artcard
Shopping
Presse
Newsletter
Suche 

Bundeskunsthalle bei facebook
AUSSTELLUNGEN
  DER KREML - GOTTESRUHM UND ZARENPRACHT

Der Kreml
Gottesruhm und Zarenpracht

13. Februar bis 31. Mai 2004

PDF  Français
PDF  Nederlands
Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem
Staatlichen kulturhistorischen Museum „Moskauer Kreml“
und mit freundlicher Unterstützung von:
Kulturen im Dialog. Deutsch-Russische Kulturbegegnungen 2003/2004

„Über Moskau geht nur der Kreml, und über dem Kreml ist nur noch Gott“, wusste der Volksmund früher zu berichten. In seiner Doppelfunktion als Zentrum der politischen und religiösen Macht wurde der Moskauer Kreml von den Russen stets als identitätsstiftender Mittelpunkt des Reiches empfunden und als solcher auch weit über die Staatsgrenzen hinaus wahrgenommen. Bewundert und gefürchtet, konnte sich der Kreml in seiner bald 800-jährigen wechselvollen Geschichte zum Symbol des russischen Staatswesens, des orthodoxen Glaubens und der russischen Kultur entwickeln.

Dem vielschichtigen Mythos Kreml näher zu kommen, ihn aus der heutigen Perspektive zu betrachten und in einen breiteren kulturellen Kontext zu stellen, dazu soll diese Ausstellung beitragen.
  Der Kreml
Öffnungszeiten, Anfahrt, etc.
Führungen
Ausstellungsrundgang
CAD-Rekonstruktion
Katalog
Rahmenprogramm
Workshops
Seminare

Zur Geschichte des Kremls

Bilder aus der Ausstellung
Bilder aus der Ausstelllung
 
Rundgang Ausstellungsrundgang
Bilder aus der Ausstellung

Vor dem Hintergrund markanter Ereignisse aus der russischen Geschichte und mit dieser auf das Engste verwoben, werden dem Besucher Höhepunkte der kulturellen Entwicklung rund um den Moskauer Kreml vom 12. bis zum 19. Jahrhundert vor Augen geführt, darunter die Entstehung dieses einzigartigen Architekturensembles, das Kunstschaffen der berühmten Kreml-Werkstätten und die Herausbildung einer eigenständigen Ästhetik innerhalb der russisch-orthodoxen Sakralkunst. Moskauer Kreml, Ansicht
Fjodor J. Aleksejew, Ansicht des Moskauer Kreml und der Steinbrücke (Ausschnitt)
Anfang 19. Jahrhundert
© Staatliches kulturhistorisches Museum "Moskauer Kreml"
Bildvergrößerung des Gesamtbildes

Im ausgehenden 12. Jahrhundert begann der unaufhaltsame Aufstieg Moskaus von einem bescheidenen Marktflecken im russischen Nordosten zum machtbewussten Zentrum „der gesamten Rus“. Der im 15. und 16. Jahrhundert unter der Mitwirkung italienischer Renaissancearchitekten umgestaltete Kreml bot den dort residierenden Großfürsten und Metropoliten einen würdigen Rahmen für ihre Herrschaft.

Eintritt
Ticketverkauf in der Kunst- und Ausstellungshalle
oder
Tickets im Vorverkauf
online - telefonisch - per fax

Besuch ohne Wartezeit

Ikone Die Krönung Iwans IV. des Schrecklichen zum Zaren 1547 drückte ein neues Selbstverständnis des Moskauer Staates aus: Er trat jetzt als legitimer Erbe des byzantinischen Kaisertums – als das „Dritte Rom“ – in Erscheinung und schickte sich an, seine Großmachtträume zu verwirklichen. Damit rückte Moskau wieder zunehmend ins Blickfeld der internationalen Politik- und Handelsinteressen: Kostbare Geschenke der Könige von England, Schweden oder Polen, des türkischen Sultans wie des persischen Schahs zeugen von intensiven Bemühungen um die Gunst der Kreml-Fürsten.

E-Card schreiben
Ikone Muttergottes „Eleusa“ (Umilenie), Moskau, letztes Viertel 14. Jahrhundert
© Staatliches kulturhistorisches Museum "Moskauer Kreml"
Bildvergrößerung

Mit einem prachtvollen Feuerwerk zum Jahreswechsel 1699/1700 ließ Peter I. in Moskau den Eintritt Russlands in ein neues Zeitalter feiern. Die Einführung des Julianischen Kalenders sollte das beispiellose Reformwerk des Herrschers einleiten. Den imperialen Ansprüchen seines Reiches entsprach er schließlich mit der eigenen Krönung zum Kaiser 1721 in der Moskauer Himmelfahrts-Kathedrale (sie blieb bis zum Ende der Monarchie 1917 die Krönungskirche der russischen Herrscher). Es war der Tag seines größten Triumphes. Ein anderer Kaiser, Napoleon I., erlebte hier 1812 seine bitterste Stunde, als er von der Terrasse des verlassenen Kreml auf das menschenleere, brennende Moskau herabblicken musste. Mitra
Mitra
Moskau, Kreml-Werkstätten, zweite Hälfte 17. Jahrhundert
© Staatliches kulturhistorisches Museum "Moskauer Kreml"
Bildvergrößerung

Zu sehen sind gut 300 hochkarätige Werke aus den Bereichen Ikonen- und Porträtmalerei, liturgische Geräte, Geschmeide und Textilien, Rüstungen und Waffen, Bücher und historische Karten sowie kostbare Geschenke ausländischer Gesandtschaften an die Zaren. Sie sollen die Bedeutung Russlands innerhalb der europäischen Kulturgeschichte, das Schaffen der berühmten Kreml-Werkstätten und die eigenständige Ästhetik der russischorthodoxen Kunst dokumentieren.
 Film Aus der Filmreihe des SWR
'Schätze der Welt - Erben der Menschheit'
Moskau - Kreml und Roter Platz / online
Als DVD in der Bibliothek der Kunsthalle zu sehen.

Pokal Der Mythos Kreml ist gleichzeitig untrennbar mit seiner eindrucksvollen Architektur verbunden. Hinter den nacheinander aus Eichenstämmen, weißem Kalkstein und rotem Ziegelmauerwerk errichteten Schutzmauern ließen die russischen Herrscher und Kirchenfürsten die Festung stets erweitern und imposante Repräsentationsbauten errichten. Die wichtigsten Phasen dieser Entwicklung vom frühen Mittelalter bis in unsere Zeit werden in der Ausstellung mit Hilfe einer aufwändigen CAD-Rekonstruktion anschaulich gemacht.
  Kommentare - Lob - Kritik
Gästebuch online

  Projektleiterin
Dr. Agnieszka Lulinska

Meister Hanss Lambrecht II.
Pokal „Melone“
Hamburg, 1631--1633
© Staatliches kulturhistorisches Museum "Moskauer Kreml"
Bildvergrößerung

Das Ausstellungsprojekt entsteht in enger Kooperation mit dem Staatlichen kulturhistorischen Museum „Moskauer Kreml“, aus dessen legendären Sammlungen die Ausstellung bestückt wird. Einige ergänzende Objekte aus namhaften russischen und europäischen Museen sollen die Einzigartigkeit des historischen und kulturellen „Standorts Kreml“ zusätzlich unterstreichen.

Die Ausstellung wird von einem umfangreichen Katalog mit Abbildungen aller ausgestellten Objekte sowie mit Textbeiträgen russischer und deutscher Autoren begleitet. Ein Rahmenprogramm mit Filmen, Musik- und Literaturdarbietungen wird die Präsentation um zusätzliche Aspekte bereichern.





  DRUCKENVERSENDEN