| Samstag, 6.
März und Sonntag, 7. März 2004 |
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Ikone mit Metallbeschlag (Oklad) "Nikolaus der Wundertäter"
Moskau, Kreml-Werkstätten,
16./zweite Hälfte 16. Jahrhundert © Staatliches kulturhistorisches
Museum "Moskauer Kreml" |
Abbild des Himmels – Spiegel der Macht
Zweitägiges Seminar mit Exkursion
zur Geschichte und Bedeutung ostkirchlicher Kunst
Die Veranstaltung widmet sich der Vielzahl an Ikonen und ostkirchlichen
Kultgeräten, die im Kreml aufbewahrt werden und ihrer kunsthistorischen
wie liturgischen Einordnung in den Kontext der russischen Orthodoxie.
Dabei wird auch die politische Bedeutung der Religion im Zarenreich
in den Blick genommen. Der erste Tag schließt mit einem Rundgang
durch die Ausstellung. Eine Exkursion zum Ikonen-Museum nach Recklinghausen
ermöglicht am zweiten Tag das vergleichende Sehen mit Kunstwerken
aus anderen östlichen Kulturlandschaften. Für die Teilnahme
sind keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich.
Seminarleitung: Peter Daners M.A. (Fachgebiet Pädagogik; Studium
der Christlichen Archäologie und Kunstgeschichte an den Universitäten
Louvain-La-Neuve und Bonn) |
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| Samstag, 6. März
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Alle Dia-Vorträge finden in der Lounge statt.
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| 10 Uhr |
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Das orthodoxe Christentum in Russland.
Eine kulturgeschichtliche Einführung
Silke Graupner M.A., Erfurt
Im 10. Jahrhundert begann die Christianisierung der ostslawischen
Völker. Nachdem der christliche Glaube 988 zur Staatsreligion
erklärt wurde, blieb Russland lange unter byzantinischer Herrschaft.
Erst Ende des 16. Jahrhunderts erlangte die russisch-orthodoxe Kirche
ihre Unabhängigkeit, in deren Folge sich die Kirche stark ausdehnen
konnte. Wie sich dieser allmähliche Ablösungsprozess gestaltete
und welche eigenständige Ausprägung sich im Unterschied
zum westlichen Christentum erkennen lässt, soll in dieser Einführung
erläutert werden.
Silke Graupner M.A. studierte slawische Literatur- und Sprachwissenschaft
in Frankfurt und ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl
für orthodoxes Christentum der Universität Erfurt tätig.
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| 11.30 Uhr |
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Moskau: Das dritte Rom.
Gedanken zu Kunst und Autorität
Dr. Marcus Mrass, Bonn
Vor 500 Jahren kam in Russland die religiös bedingte Rede vom
Dritten Rom auf. Sie wurde politisch instrumentalisiert und ideologisch
missbraucht, aber sie blieb und bleibt ein Gegenstand des gebildeten
Diskurses. Weshalb diese Idee auf einen so fruchtbaren Boden fiel
und welche Auswirkungen sie hatte, wird anhand der altrussischen Kunstentwicklung
verfolgt.
Dr. Marcus Mrass studierte Byzantinische Kunstgeschichte
und Christliche Archäologie in München und Bonn. Er war
wissenschaftlicher Ausstellungssekretär im Wallraf-Richartz Museum
und arbeitet zur Zeit bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in
Bonn. |
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| 13 bis 14.30 Uhr |
Mittagspause |
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| 14.30 Uhr |
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Die russische Ikone.
Geschichte, Sinngehalt und Technik
Ivan Bentchev M.A., Bonn
Die russische Ikonenmalerei blickt auf eine eintausendjährige
Tradition zurück. War sie anfangs ikonographisch wie stilistisch
noch stark der byzantinischen Kunst verpflichtet, so lässt sich
seit Ende des 15. Jahrhunderts eine genuine Ikonographie nachweisen.
Vorgestellt werden die Besonderheiten der "Raltrussischen"
Kunst u. a. im Vergleich mit der Tafelmalerei des Westens.
Ivan Bentchev M.A. ist Ikonenrestaurator und Kunsthistoriker.
Er hat sich als Verfasser zahlreicher Fachbücher zu den Themen
Ikonenmalerei und -restaurierung einen Namen gemacht.
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| 16 Uhr |
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Führung durch die Ausstellung
"Der Kreml – Gottesruhm und Zarenpracht"
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| Sonntag, 7. März
10 bis 17 Uhr |
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Exkursion zum Ikonen-Museum Recklinghausen mit
Führung
Das 1956 eröffnete Museum besitzt eine der umfangreichsten
Sammlungen ostkirchlicher Kunst außerhalb der orthodoxen Länder
und vermittelt einen umfassenden Überblick über die stilistische
Entwicklung der Ikonenmalerei und Kleinkunst. Ergänzend zur Bonner
Kreml-Ausstellung können hier während des Rundgangs die
im Seminar erworbenen Kenntnisse anhand ausgewählter Ikonen und
liturgischer Geräte vor weiteren Originalen vertieft werden.
Im Anschluß an die Führung ist ausreichend Gelegenheit
zur Einzelbetrachtung und zu einer Mittagspause (Selbstzahler) in
der Innenstadt.
Leitung: Dr. Eva Haustein-Bartsch, Direktorin,
Ikonen-Museum
Recklinghausen
Beginn: 10 Uhr
Treffpunkt im Foyer der Kunst- und Ausstellungshalle
Rückkehr: ca. 17 Uhr, Museumsplatz |
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Teilnahmegebühr: 25 EUR / erm. 18 EUR
(Schüler, Studenten, artcard-Inhaber)
inklusive Gebühren.
Im Preis sind Eintrittsgelder, Seminar, Busfahrt und Anfahrt zur Kunst-
und Ausstellungshalle enthalten.
Begrenzte Teilnehmerzahl, Karten nur im Vorverkauf an der Kasse/Info
im Foyer oder telefonisch unter 0800 / 175 2750 Zusendung der Tickets
möglich. |
| Sonntag, 28. März
2004 |
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Osterei „Moskauer Kreml“
Petersburg, Firma Carl Fabergé, 1904-1906 © Staatliches
kulturhistorisches Museum "Moskauer Kreml" |
Das russische Osterfest
Die vorösterliche Zeit
Ein Tag für die ganze Familie
Traditionell gilt das Osterfest als wichtigster Feiertag der russisch-orthodoxen
Kirche. Die strenge Fastenzeit dient der intensiven Vorbereitung auf
das große Auferstehungsfest. Im Gegensatz zu anderen orthodoxen
Festen ist Ostern in der christlichen Alltagskultur fest verankert
und vereint sowohl vorchristliche
als auch christliche Bräuche. |
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| ab 10.30 Uhr |
Traditionelle Volkskunst: Ostereier aus Russland
Demonstration und Präsentation vor dem Ausstellungseingang
Nataljia Popova zeigt Techniken des Färbens und Bemalens
der volkstümlichen Eiermalerei, wie es in ihrer Heimat seit Jahrhunderten
Brauch ist. Traditionelles Handwerk: Rosenkränze
aus Russland
Demonstration und Präsentation vor dem Ausstellungseingang
Lia Konrad fertigt nach überlieferter Tradition aus russischen
Klöstern Gebetsschnüre, die in dieser Form noch heute von
Nonnen und Priestern getragen werden. |
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| 10:30 bis 12 Uhr |
Im Bauch der Matroschka- Ostereiermalwerkstatt
Wer kennt sie nicht, die dicken russischen Matroschkas! Ein
geeignetes Motiv für außergewöhnliche selbstgestaltete
Ostereier. Und da sich auch in diesen ein schier unendliches Geheimnis,
das immer kleiner und kleiner und kleiner wird, verbirgt, ist Teamarbeit
der ganzen Familie angesagt.
Für Kinder mit Erwachsenen
Katharina Jahnke/Peter Peters
Teilnahmebeitrag: 3,- Euro
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| 11 bis 12 Uhr |
Kinderführung – Ein weltberühmtes
Osterei
Für Kinder ab 6 Jahren, Treffpunkt vor der Ausstellung
Leitung: Daniela Bystron
Kostenfrei in Verbindung mit der Eintrittskarte; Anmeldung unter 0228/91
71-292 |
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| 11 bis 12 Uhr |
Öffentliche Turnusführung für
Erwachsene
Kostenfrei in Verbindung mit der Eintrittskarte; Teilnahme-Sticker
erhalten Sie am Tag der Führung an der Information im Foyer (max.
Teilnehmerzahl 25 Personen ). |
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| 12 Uhr |
Die russisch-orthodoxen Gesänge der Fastenzeit
Musik in der Ausstellung (Dauer ca. 30 Minuten)
Vor Kunstwerken lässt der Chor der Russisch-Orthodoxen Gemeinde
Maria-Obhut zu Düsseldorf (Leitung: Gerontij Tschernischev) die
spirituellen Fastengesänge erklingen und
macht die tiefe Mystik der christlichen Erleuchtung in der
russischen Orthodoxie sinnlich erfahrbar.
Kostenfrei in Verbindung mit der Eintrittskarte. |
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| 12.30 bis 14 Uhr |
Im Bauch der Matroschka – Ostereiermalwerkstatt
Workshop für Kinder von 6 bis 10 Jahren und Erwachsene
Leitung: Katharina Jahnke / Peter Peters
Teilnahmebeitrag 3 EUR, um Anmeldung wird gebeten unter 0228/91 71-292
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| 12.30 bis 13.30 Uhr |
Wanja im heiligen Moskau:
Fastenmarkt und Osterschmaus
Lesung in der Lounge für Kinder ab 10 Jahren und Erwachsene
Der Kölner Schauspieler Bernt Hahn liest aus dem
autobiografisch gefärbten Roman von Iwan Schmeljow, der seine
Kindheit im Moskau des ausgehenden 19. Jahrhunderts schildert. In
trockenem Pathos beschreibt er die aufwühlenden Erlebnisse
der Osterzeit und offenbart die Bedeutung der großen
orthodoxen Kirchenfeste.
Um Anmeldung wird gebeten unter 0228/91 71-291. Teilnahmebeitrag:
7 EUR / erm. 3,50 EUR. |
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| 14 Uhr |
Die russisch-orthodoxen Gesänge der Fastenzeit
Musik in der Ausstellung (Dauer ca. 30 Minuten)
Ausführende: Chor der Russisch-Orthodoxen Gemeinde
Maria-Obhut zu Düsseldorf |
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| 15 bis 16 Uhr |
Kinderführung – Ein weltberühmtes
Osterei
Für Kinder ab 6 Jahren, Treffpunkt vor der Ausstellung
Leitung: Daniela Bystron
Kostenfrei in Verbindung mit der Eintrittskarte; Anmeldung unter 0228/91
71-292 |
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| 15 bis 16 Uhr |
Öffentliche Turnusführung für
Erwachsene
Kostenfrei in Verbindung mit der Eintrittskarte; Teilnahme-Sticker
erhalten Sie am
Tag der Führung an der Information im Foyer (max. Teilnehmerzahl
25 Personen). |
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| 15 bis 16.30 Uhr |
Im Bauch der Matroschka – Ostereiermalwerkstatt
Workshop für Kinder mit Erwachsenen
Leitung: Katharina Jahnke / Peter Peters
Teilnahmebeitrag 3 EUR; um Anmeldung wird gebeten unter 0228/91 71-292
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| 15.30 bis 16.30 Uhr |
Der russisch-orthodoxe Gottesdienst und seine
Liturgie
in der vorösterlichen Zeit.
Vortrag mit Musikbeispielen in der Lounge
Der Ipodiakon Nikolaj Thon gibt eine Einführung in die Besonder-heiten
des seit gut 1000 Jahren unveränderten russisch-orthodoxen Gottesdienstes
und erläutert die theologische Bedeutung von Buße und Fastenzeit
sowie der liturgischen Gesänge.
Teilnahmebeitrag: 5 EUR / erm. 3,50 EUR |
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17 Uhr
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Die russisch-orthodoxen Gesänge der Fastenzeit
Musik in der Ausstellung (Dauer ca. 30 Minuten)
Ausführende: Chor der Russisch-Orthodoxen Gemeinde
Maria-Obhut zu Düsseldorf |
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Alle Veranstaltungen können einzeln
besucht werden zu den angegebenen Teilnahmege-bühren bzw. der
Eintrittskarte zur Ausstellung. Die Osterfest-Tageskarte für
Erwachsene 14 EUR / erm. 8 EUR (Schüler, Studenten, artcard-Inhaber)
oder die Osterfest-Familienkarte
(2 Erwachsene u. Kinder) 20 EUR inkl. Gebühren berechtigen zum
Besuch aller Angebote. |
| Freitag,
23. April, 20 Uhr |
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"Dürfen Russen lachen?" (Heinrich
Böll)
EIN ABEND MIT SIR PETER USTINOV
Das westliche Bild von russischer Seele und Kultur.
Eine Unterhaltung über Urteile und Vorurteile zwischen Gabriele
Krone-Schmalz und Sir Peter Ustinov.
Zu unserem großen Bedauern haben wir die Nachricht vom Tode
Sir Peter Ustinovs erhalten.
Die Veranstaltung entfällt.
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| Sonntag,
25. April 2004 |
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Das russische Osterfest
Auferstehung und Osterwunder
Der zweite Tag zum russisch-orthodoxen Osterfest widmet sich der Freude
über die Auferstehung Christi, die traditionell mit der Osternacht
beginnt und bis zu 40 Tage gefeiert werden kann. |
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| 11 bis 15 Uhr |
Ikonen: Fenster in die Ewigkeit
Demonstration im Foyer
Die Ikonenmalerin der Ständigen Vertretung der Russisch-Orthodoxen
Kirche in Deutschland Angelika Heuser demonstriert den komplexen Arbeitsprozeß
zur Anfertigung einer Ikone und gibt einen Einblick in die spirituelle
Bedeutung bei der Gestaltung
dieser heiligen Bilder. |
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| ab 15 Uhr |
Ein Festmahl nach der Fastenzeit: pascha und
kulitsch
Präsentation traditioneller Osterspeisen
Iraida Petrich bietet Kostproben und Erläuterungen zu pascha
(Quarkspeise) und kulitsch (eine Art Weißbrot), den beiden wichtigsten
Speisen am Ostermorgen. |
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| 15.30 Uhr und 16.30 Uhr |
Russische Märchen
Märchenerzählung in der Ausstellung
Für Kinder ab 8 Jahren und Erwachsene (jeweils ca. 30 Minuten)
Die beiden Bonner Märchenerzählerinnen Barbara von Koschin
und Dagmar Türck erzählen traditionelle russische Märchen
mit musikalischen Intermezzi von Doris Kaimer (Leier und Flöte).
Kostenfrei in Verbindung mit Eintrittskarte;
um Anmeldung wird gebeten unter 0228 / 9171-291 |
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| 17 Uhr |
Einführender Vortrag zum Konzert mit Musikbeispielen
Die russisch-orthodoxe Osterfeier
Nikolaj Thon, Düsseldorf
Nach der langen Zeit des Fastens und Trauerns preisen die liturgischen
Gesänge zu Ostern in hellem, befreienden Klang die Auferstehung
Christi. Den musikalischen Mittelpunkt des Festes bildet die feierliche
Auferstehungshymne. In einem begleitendem Vortrag erläutert Ipodiakon
Nikolaj Thon die Unterschiede zu
den ernsten Gesängen der Fastenzeit.
Teilnahmebeitrag 8 EUR / erm. 4 EUR (Schüler, Student, artcard-Inhaber)
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| 18 Uhr |
Russisch-orthodoxe Ostergesänge –
Konzert
Der Chor der Düsseldorfer Gemeinde wird mit seiner Auswahl
österliche Gesänge aus vier Jahrhunderten einen repräsentativen
Querschnitt des liturgischen Osterprogramms darbieten. Die Liturgiefeier
endet zum Sonnenaufgang mit einer Prozession von Priestern und Gemeinde,
um das Licht des neuen Tages ("Christus ist auferstanden")
zu begrüßen.
Ausführende: Chor der Russisch-Orthodoxen Gemeinde Maria-Obhut
zu Düsseldorf unter Leitung von Svetlana Stenina
Programmabfolge und Liedtexte liegen am Veranstaltungstag aus.
Teilnahmebeitrag (inkl. Einführungsvortrag ohne Ausstellungseintritt)
10 EUR / erm. 7 EUR (Schüler, Student, artcard-Inhaber)
Erzbischof Longin, Ständiger Vertreter der Russisch-Orthodoxen
Kirche
in Deutschland, gilt unser Dank für die Unterstützung der
Oster-Veranstaltungen.
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| Dienstag,
27. April, 20 Uhr |
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Russische Orchidee
Lesung mit der russischen Krimi-Autorin
Polina Daschkowa.
Moderation: Gabriele Krone-Schmalz
Polina Daschkowa, 1960 in Moskau geboren, besuchte das Gorki-Literaturinstitut
in Moskau, arbeitete als Journalistin und Übersetzerin. Jetzt
ist sie eine Bestsellerautorin. Mit einer Auflage von über fünfzehn
Millionen Büchern katapultierte sie sich in die Hochglanzmagazine
und Talkshows des neuen Russlands und ist heute eine der erfolgreichsten
russischen Autorinnen. Früh gab sie dafür Disziplin und
Drill einer klassischen Ballettausbildung auf. Ende der 70er Jahre
veröffentlichte Polina Daschkowa Gedichte – 1996 dann ihren
ersten von insgesamt elf Krimis – denn sie wollte schon immer
einen "großen, guten Roman" schreiben. "Club
Kalaschnikow" gehört zu den frühen Büchern der
'Königin des russischen Kriminalromans‘. Effektvoll verbinden
sich darin Moskauer Tristesse, schillernde Theaterwelt und Mafia.
Im Herbst 2003 erschien "Russische Orchidee".
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Eintritt: 7,- EUR / erm. 3,50 EUR
(inklusive Ausstellungsbesuch am Tag der Veranstaltung)
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| Donnerstag,
29. April, 19 Uhr |
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Die Kunst des Schenkens
Dia-Vorträge
Ars donandi
an den Höfen Europas –
Ideal und Realität
Dr. Friedrich Rost, Berlin Gold und Silber
schenk ich gern:
Gesandtengeschenke
für den Kreml
Dr. Ursula Timann, Nürnberg
Dr. Friedrich Rost, Berlin, ist Erziehungswissenschaftler an der Freien
Universität Berlin und publizierte u.a. "Theorien des Schenkens."
Schenken kann nur, wer über einen Mittelüberschuss verfügt.
Insofern stehen zwangsweise Aneignung und freigebiges Schenken historisch
in einem Zusammenhang. Mit dem Wunsch nach Ruhm und dem Wissen, dass
man mit Geschenken vortrefflich Beziehungen fördern und Dinge
beeinflussen kann, geben Adel und reiche Patrizier das Vorbild ab.
Dr. Ursula Timann, Nürnberg, ist Kunsthistorikerin und befasst
sich seit langem mit Nürnberger Goldschmiedekunst und deren historischen
Beziehungen zu Osteuropa als DFG gefördertes Forschungsprojekt.
Die größte und qualitätvollste Sammlung EURpäischer
Goldschmiedearbeiten befindet sich heute in der Rüstkammer des
Moskauer Kreml. Ein großer Teil dieser Goldschmiedesammlung
kam in Form von diplomatischen Geschenken in den Kreml.
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Teilnahmegebühr 8 EUR / erm. 4 EUR
(inklusive Ausstellungsbesuch am Tag der Veranstaltung)
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| Dienstag,
4. Mai, 19 Uhr |
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Als Diplomat im Kreml – Dia-Vorträge
Die Zaren und der Kreml. Gesandte als Vermittler des deutschen
Russlandbildes in der frühen Neuzeit.
em. o. Prof. Dr. Frank Kämpfer, Hamburg
hatte von 1979 bis 2003 den Lehrstuhl für Geschichte Osteurpas
und Ostmitteleuropas an der Universität Münster inne. Er
widmete sich in Forschung und Lehre neben der älteren Kulturgeschichte
der slawischen Völker auch der Historischen Ikonographie / Bildkunde
– seine Habilitation beschäftigte sich mit dem russischen
Herrscherbild – sowie der Edition des Gesandtenberichts "Rerum
Moscoviticarum Commentarii" (1556/57) von Sigismund von Herberstein.
Mit Gott und langen Unterhosen.
Als Botschafter in Moskau zur Zeit des Kalten Krieges
Botschafter a.D. Dr. Andreas Meyer-Landrut, Moskau
war im Auswärtigen Dienst seit 1957 über zwölf Jahre
in verschiedenen Funktionen in Moskau tätig, zuletzt als Botschafter
von 1980-83 und 1987-89. Er kennt den Kreml aus einer ansonsten der
Öffentlichkeit verschlossenen Innensicht und wird aus seinem
reichen Erinnerungsschatz über die von ihm betreuten Begegnun
gen von deutschen Politikern und Kreml-Herrschern berichten.
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Teilnahmegebühr: 10 EUR / erm. 5 EUR
(inklusive Ausstellungsbesuch am Tag der Veranstaltung)
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| Freitag,
7. Mai, ab 17.30 Uhr |
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Lustige Burschen.
Lange Filmnacht
Musikfilme der Stalinzeit.
Moderation: Hans-Joachim Schlegel, Berlin
Stalins Konzept des Films als Propagandainstrument zur Sicherung seiner
totalitaristischen Herrschaft begann mit der Unterdrückung des
avantgardistischen Revolutionskinos.
Dies verband sich mit einer auf den ersten Blick hin überraschenden
Faszination von Hollywoods Traumfabrik, die Filmminister Boris Schumjatzkij
im Sommer 1935 vor Ort kennenlernte. In Eisensteins langjährigem
Mitstreiter Grigorij Aleksandrov fand sich auch ein begabter und williger
Vollstrecker des neuen Konzepts, das die Massen mit heiter-optimistischer
Filmunterhaltung von den Skandalen des realen Totalitarismus ablenken
sollte. Überaus hilfreich war, dass damals gerade der
Tonfilm aufkam, und die Filme zu singen begannen: Musikfilmkomödien
wurden so zum Grundmodell eines tatsächlich überaus erfolgreich
beginnenden 'Stalinistischen Hollywood‘. Exemplarisch hierfür
sind Grigorij Aleksandrovs "Lustige Burschen" ("Vesëlye
rebjata", 1932) und "Wolga-Wolga" (1938), die auch
noch im gegenwärtigen Russland sowjetnostalgische Hits sind,
seinerzeit aber selbst Chaplin zu begeistern vermochten.
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Eintritt: 12 EUR / erm. 6 EUR. In der Pause
wird ein Gläschen Wodka kredenzt! |
| Dienstag, 11. Mai, 19
Uhr |
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Geschichte und Phillumenie – Dia-Vortrag
Russland in der Hosentasche.
Zündholzetiketten als historische Quelle zur russischen Kultur
und Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert
Dr. Silke Eilers, Hamm
Die massenhaft verbreiteten Bilder der Alltagskultur als visuelle
Artfakte kultureller Erinnerungsmuster wissenschaftlich zu erschliessen,
ist ein spannendes Forschungsfeld. Nach der Edition der Liebig-Sammelbilder
– von denen einige auch dieses Programmheft illustrieren –
als EURAtlas des Historischen Bildwissens, Band IEUR des Max-Planck-Instituts
für Geschichte gibt es nun mit dem EURHandbuch der PhillumenieEUR
(philos, griech. = Freund, lumen, lat. = Licht) ein weiteres wissenschaftliches
Basiswerk von Silke Eilers der populären Bildkultur als historische
Quelle. Die vielgestaltige Motivik der Zündholzetiketten zeigt
den Wandel der Geschichte von der Epoche des Kreml unter der Zarenkrone
zu der unter dem roten Stern in attraktiver Weise.
Dr. Silke Eilers studierte Neuere Geschichte, EURpäische Ethnologie
und Mittelalterliche Geschichte an der Universität Münster,
arbeitete am Gustav-Lübcke-Museum in Hamm und ist heute am Haus
der Geschichte, Bonn tätig.. |
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Teilnahmegebühr: 7,- EUR / erm. 3,50
EUR (inklusive Ausstellungsbesuch) |
| Samstag 24. April 2004 |
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Bonner KulturNacht 2004
An diesem Samstag können erlebnishungrige Nachtschwärmer
die Nacht zum Tag werden lassen. Über 25 Bonner Kultureinrichtungen
laden diesmal zur Bonner KulturNacht 2004 ein, von denen erstmals
auch einige mit Programmpunkten in der Bundeskunsthalle zu Gast sind.
Im Mittelpunkt der Nacht steht hier die russische Kultur - von der
Kreml-Ausstellung bis hin zu Theaterstücken, Musik-Programm und
zur Russen-Disko. |
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| ab 19.30 Uhr
bis 24 Uhr: |
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Sonderführungen im Halbstundentakt in den Ausstellungen
Euro Theater Central zu Gast: Einakter von Tschechow im
Forum
20 Uhr: Das Jalta-Spiel, 22 Uhr: Nachspiel Berufskolleg
Rheinbach Glas–Keramik–Gestaltung zu Gast: Ausstellung
in Halle EG/OG Atelier im Baumhaus zu Gast: Druckgraphik-Präsentation
und Besucheraktion: Kaltnadeltechnik (mit Anleitung)
im Workshop-Raum Theater Bonn zu Gast: Russisches
Musikprogramm im Foyer Auto-Piano Solo: Originaleinspielungen von
Sergej Rachmaninow, Wladmir Horowitz, Peter Tschaikowsky für
das (selbspielende) Welte-Mignon-Klavier im Foyer Russen-Disko:
Club-Nite im Restaurant ab 23 Uhr (Ende offen) |
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Einzel- und Gemeinschaftstickets erhältlich. Bei Redaktionsschluss
war die Planung noch nicht abgeschlossen. Weitere Informationen unter
www.bundeskunsthalle.de/ und beim Fachgebiet Public Relations / Marketing
(Telefon 0228 / 9171-201)
In der Ausstellung finden die Besucher ein themenbezogenes Gewinnspiel
für die Verlosung einer fünftägigen Flugreise nach
Moskau, ermöglicht durch Olympia-Reisen Bonn, seit über
40 Jahren Veranstalter von Einzel- und Gruppenreisen für Urlauber
und Geschäftsreisende nach Russland und in die GUS-Staaten. www.olympia-reisen.com
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