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AUSSTELLUNGEN
  DER KREML - GOTTESRUHM UND ZARENPRACHT


Rahmenprogramm


Film Dienstag, 24. Februar bis Montag, 31. Mai
 



Der Kreml
Eine Chronologie von Filmarchivdokumenten vom Zar bis Jelzin 1915 bis 1991

Präsentiert von Circe-Film im Forum der Bundeskunsthalle in Permanenz während der Kreml-Ausstellung (sofern das Forum nicht anderweitig belegt ist): Zu sehen sind Ausschnitte aus Dokumentarfilmen und historischen Wochenschauen, die dem westlichen Publikum weitestgehend unbekannt sind und einen eindrucksvollen Einblick in das Zentrum der politischen Macht gewähren.

Zusammengestellt von Hartmut Kaminski und Stephan Andreae.
Postproduction: Frank Buchholz

 
  Der Kreml
Öffnungszeiten, Anfahrt, etc.
Führungen
Ausstellungsrundgang
CAD-Rekonstruktion
Katalog
Rahmenprogramm
Workshops
Seminare

Zur Geschichte des Kremls

Der Vorverkauf für alle Veranstaltungen ist ab sofort möglich bei:
Der Eintritt ist frei.


Sonntag, 29. Februar 2004,
11 Uhr
 
Rachmoninov Trio


Moskau Rachmaninow Trio
Werke von Franz Schubert und Sergej Rachmaninow

Das Moskau Rachmaninow Trio gab 1994 sein Debüt in der Gnesin Musikakademie Moskau. Das Konzert war ein solcher Erfolg, dass das Trio seitdem in Konzertsälen von Paris über Moskau und
St. Petersburg bis Tokio, Bern, New York, Genf und Indonesien auftritt. Ihre zweite CD wurde vom BBC Music Magazine zur besten Trio-Aufnahme des Jahres 2001 gekürt.

Die Mitglieder des Trios erhielten ihre Ausbildung am Moskauer Tschaikowsky Konservatorium und sind ebenfalls gefragte Solisten.

Victor Yampolsky, Klavier
Mikhail Tsinman, Violine
Natalia Savinova, Violoncello


 
Eintritt: 21,20 EUR / erm. 14,60 EUR (im Vorverkauf, inklusive Gebühren),
21,50 EUR / erm. 15,00 EUR (Abendkasse, inklusive Gebühren)

Samstag, 6. März und Sonntag, 7. März 2004  
Ikone
Ikone mit Metallbeschlag (Oklad) "Nikolaus der Wundertäter"
Moskau, Kreml-Werkstätten,
16./zweite Hälfte 16. Jahrhundert
© Staatliches kulturhistorisches
Museum "Moskauer Kreml"
Abbild des Himmels – Spiegel der Macht
Zweitägiges Seminar mit Exkursion
zur Geschichte und Bedeutung ostkirchlicher Kunst

Die Veranstaltung widmet sich der Vielzahl an Ikonen und ostkirchlichen Kultgeräten, die im Kreml aufbewahrt werden und ihrer kunsthistorischen wie liturgischen Einordnung in den Kontext der russischen Orthodoxie. Dabei wird auch die politische Bedeutung der Religion im Zarenreich in den Blick genommen. Der erste Tag schließt mit einem Rundgang durch die Ausstellung. Eine Exkursion zum Ikonen-Museum nach Recklinghausen ermöglicht am zweiten Tag das vergleichende Sehen mit Kunstwerken aus anderen östlichen Kulturlandschaften. Für die Teilnahme sind keine besonderen Vorkenntnisse erforderlich.

Seminarleitung: Peter Daners M.A. (Fachgebiet Pädagogik; Studium der Christlichen Archäologie und Kunstgeschichte an den Universitäten Louvain-La-Neuve und Bonn)

 
Samstag, 6. März    
  Alle Dia-Vorträge finden in der Lounge statt.

 
10 Uhr  
  Das orthodoxe Christentum in Russland.
Eine kulturgeschichtliche Einführung
Silke Graupner M.A., Erfurt
Im 10. Jahrhundert begann die Christianisierung der ostslawischen Völker. Nachdem der christliche Glaube 988 zur Staatsreligion erklärt wurde, blieb Russland lange unter byzantinischer Herrschaft. Erst Ende des 16. Jahrhunderts erlangte die russisch-orthodoxe Kirche ihre Unabhängigkeit, in deren Folge sich die Kirche stark ausdehnen konnte. Wie sich dieser allmähliche Ablösungsprozess gestaltete und welche eigenständige Ausprägung sich im Unterschied zum westlichen Christentum erkennen lässt, soll in dieser Einführung erläutert werden.
Silke Graupner M.A. studierte slawische Literatur- und Sprachwissenschaft in Frankfurt und ist als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für orthodoxes Christentum der Universität Erfurt tätig.


 
11.30 Uhr  
  Moskau: Das dritte Rom.
Gedanken zu Kunst und Autorität
Dr. Marcus Mrass, Bonn
Vor 500 Jahren kam in Russland die religiös bedingte Rede vom Dritten Rom auf. Sie wurde politisch instrumentalisiert und ideologisch missbraucht, aber sie blieb und bleibt ein Gegenstand des gebildeten Diskurses. Weshalb diese Idee auf einen so fruchtbaren Boden fiel und welche Auswirkungen sie hatte, wird anhand der altrussischen Kunstentwicklung verfolgt.
Dr. Marcus Mrass studierte Byzantinische Kunstgeschichte
und Christliche Archäologie in München und Bonn. Er war
wissenschaftlicher Ausstellungssekretär im Wallraf-Richartz Museum und arbeitet zur Zeit bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz in Bonn.

 
13 bis 14.30 Uhr Mittagspause  
14.30 Uhr  
  Die russische Ikone.
Geschichte, Sinngehalt und Technik
Ivan Bentchev M.A., Bonn
Die russische Ikonenmalerei blickt auf eine eintausendjährige Tradition zurück. War sie anfangs ikonographisch wie stilistisch noch stark der byzantinischen Kunst verpflichtet, so lässt sich seit Ende des 15. Jahrhunderts eine genuine Ikonographie nachweisen. Vorgestellt werden die Besonderheiten der "Raltrussischen" Kunst u. a. im Vergleich mit der Tafelmalerei des Westens.
Ivan Bentchev M.A. ist Ikonenrestaurator und Kunsthistoriker.
Er hat sich als Verfasser zahlreicher Fachbücher zu den Themen Ikonenmalerei und -restaurierung einen Namen gemacht.


 
16 Uhr    
  Führung durch die Ausstellung
"Der Kreml – Gottesruhm und Zarenpracht"

 
Sonntag, 7. März 10 bis 17 Uhr  
  Exkursion zum Ikonen-Museum Recklinghausen mit Führung
Das 1956 eröffnete Museum besitzt eine der umfangreichsten Sammlungen ostkirchlicher Kunst außerhalb der orthodoxen Länder und vermittelt einen umfassenden Überblick über die stilistische Entwicklung der Ikonenmalerei und Kleinkunst. Ergänzend zur Bonner Kreml-Ausstellung können hier während des Rundgangs die im Seminar erworbenen Kenntnisse anhand ausgewählter Ikonen und liturgischer Geräte vor weiteren Originalen vertieft werden. Im Anschluß an die Führung ist ausreichend Gelegenheit zur Einzelbetrachtung und zu einer Mittagspause (Selbstzahler) in der Innenstadt.
Leitung: Dr. Eva Haustein-Bartsch, Direktorin,
Ikonen-Museum Recklinghausen
Beginn: 10 Uhr
Treffpunkt im Foyer der Kunst- und Ausstellungshalle
Rückkehr: ca. 17 Uhr, Museumsplatz


 
Teilnahmegebühr: 25 EUR / erm. 18 EUR (Schüler, Studenten, artcard-Inhaber)
inklusive Gebühren.
Im Preis sind Eintrittsgelder, Seminar, Busfahrt und Anfahrt zur Kunst- und Ausstellungshalle enthalten.
Begrenzte Teilnehmerzahl, Karten nur im Vorverkauf an der Kasse/Info
im Foyer oder telefonisch unter 0800 / 175 2750 Zusendung der Tickets möglich.

Sonntag, 28. März 2004    
Osterei
Osterei „Moskauer Kreml“
Petersburg, Firma Carl Fabergé, 1904-1906
© Staatliches kulturhistorisches Museum "Moskauer Kreml"

Das russische Osterfest
Die vorösterliche Zeit
Ein Tag für die ganze Familie

Traditionell gilt das Osterfest als wichtigster Feiertag der russisch-orthodoxen Kirche. Die strenge Fastenzeit dient der intensiven Vorbereitung auf das große Auferstehungsfest. Im Gegensatz zu anderen orthodoxen Festen ist Ostern in der christlichen Alltagskultur fest verankert und vereint sowohl vorchristliche
als auch christliche Bräuche.

ab 10.30 Uhr Traditionelle Volkskunst: Ostereier aus Russland
Demonstration und Präsentation vor dem Ausstellungseingang
Nataljia Popova zeigt Techniken des Färbens und Bemalens
der volkstümlichen Eiermalerei, wie es in ihrer Heimat seit Jahrhunderten Brauch ist.

Traditionelles Handwerk: Rosenkränze aus Russland
Demonstration und Präsentation vor dem Ausstellungseingang
Lia Konrad fertigt nach überlieferter Tradition aus russischen Klöstern Gebetsschnüre, die in dieser Form noch heute von Nonnen und Priestern getragen werden.

 
10:30 bis 12 Uhr

Im Bauch der Matroschka- Ostereiermalwerkstatt
Wer kennt sie nicht, die dicken russischen Matroschkas! Ein geeignetes Motiv für außergewöhnliche selbstgestaltete Ostereier. Und da sich auch in diesen ein schier unendliches Geheimnis, das immer kleiner und kleiner und kleiner wird, verbirgt, ist Teamarbeit der ganzen Familie angesagt.
Für Kinder mit Erwachsenen
Katharina Jahnke/Peter Peters
Teilnahmebeitrag: 3,- Euro

 
11 bis 12 Uhr Kinderführung – Ein weltberühmtes Osterei
Für Kinder ab 6 Jahren, Treffpunkt vor der Ausstellung
Leitung: Daniela Bystron
Kostenfrei in Verbindung mit der Eintrittskarte; Anmeldung unter 0228/91 71-292

 
11 bis 12 Uhr Öffentliche Turnusführung für Erwachsene
Kostenfrei in Verbindung mit der Eintrittskarte; Teilnahme-Sticker erhalten Sie am Tag der Führung an der Information im Foyer (max. Teilnehmerzahl 25 Personen ).

 
12 Uhr Die russisch-orthodoxen Gesänge der Fastenzeit
Musik in der Ausstellung (Dauer ca. 30 Minuten)
Vor Kunstwerken lässt der Chor der Russisch-Orthodoxen Gemeinde Maria-Obhut zu Düsseldorf (Leitung: Gerontij Tschernischev) die spirituellen Fastengesänge erklingen und
macht die tiefe Mystik der christlichen Erleuchtung in der
russischen Orthodoxie sinnlich erfahrbar.
Kostenfrei in Verbindung mit der Eintrittskarte.

 
12.30 bis 14 Uhr Im Bauch der Matroschka – Ostereiermalwerkstatt
Workshop für Kinder von 6 bis 10 Jahren und Erwachsene
Leitung: Katharina Jahnke / Peter Peters
Teilnahmebeitrag 3 EUR, um Anmeldung wird gebeten unter 0228/91 71-292

 
12.30 bis 13.30 Uhr Wanja im heiligen Moskau:
Fastenmarkt und Osterschmaus
Lesung in der Lounge für Kinder ab 10 Jahren und Erwachsene
Der Kölner Schauspieler Bernt Hahn liest aus dem
autobiografisch gefärbten Roman von Iwan Schmeljow, der seine Kindheit im Moskau des ausgehenden 19. Jahrhunderts schildert. In trockenem Pathos beschreibt er die aufwühlenden Erlebnisse
der Osterzeit und offenbart die Bedeutung der großen
orthodoxen Kirchenfeste.
Um Anmeldung wird gebeten unter 0228/91 71-291. Teilnahmebeitrag: 7 EUR / erm. 3,50 EUR.

 
14 Uhr Die russisch-orthodoxen Gesänge der Fastenzeit
Musik in der Ausstellung (Dauer ca. 30 Minuten)
Ausführende: Chor der Russisch-Orthodoxen Gemeinde
Maria-Obhut zu Düsseldorf

 
15 bis 16 Uhr Kinderführung – Ein weltberühmtes Osterei
Für Kinder ab 6 Jahren, Treffpunkt vor der Ausstellung
Leitung: Daniela Bystron
Kostenfrei in Verbindung mit der Eintrittskarte; Anmeldung unter 0228/91 71-292

 
15 bis 16 Uhr Öffentliche Turnusführung für Erwachsene
Kostenfrei in Verbindung mit der Eintrittskarte; Teilnahme-Sticker erhalten Sie am
Tag der Führung an der Information im Foyer (max. Teilnehmerzahl 25 Personen).

 
15 bis 16.30 Uhr Im Bauch der Matroschka – Ostereiermalwerkstatt
Workshop für Kinder mit Erwachsenen
Leitung: Katharina Jahnke / Peter Peters
Teilnahmebeitrag 3 EUR; um Anmeldung wird gebeten unter 0228/91 71-292

 
15.30 bis 16.30 Uhr Der russisch-orthodoxe Gottesdienst und seine Liturgie
in der vorösterlichen Zeit.
Vortrag mit Musikbeispielen in der Lounge
Der Ipodiakon Nikolaj Thon gibt eine Einführung in die Besonder-heiten des seit gut 1000 Jahren unveränderten russisch-orthodoxen Gottesdienstes und erläutert die theologische Bedeutung von Buße und Fastenzeit sowie der liturgischen Gesänge.
Teilnahmebeitrag: 5 EUR / erm. 3,50 EUR

 
17 Uhr

Liebig
Die russisch-orthodoxen Gesänge der Fastenzeit
Musik in der Ausstellung (Dauer ca. 30 Minuten)
Ausführende: Chor der Russisch-Orthodoxen Gemeinde
Maria-Obhut zu Düsseldorf


 
Alle Veranstaltungen können einzeln besucht werden zu den angegebenen Teilnahmege-bühren bzw. der Eintrittskarte zur Ausstellung. Die Osterfest-Tageskarte für Erwachsene 14 EUR / erm. 8 EUR (Schüler, Studenten, artcard-Inhaber) oder die Osterfest-Familienkarte
(2 Erwachsene u. Kinder) 20 EUR inkl. Gebühren berechtigen zum Besuch aller Angebote.

Freitag, 23. April, 20 Uhr  
  "Dürfen Russen lachen?" (Heinrich Böll)
EIN ABEND MIT SIR PETER USTINOV
Das westliche Bild von russischer Seele und Kultur.
Eine Unterhaltung über Urteile und Vorurteile zwischen Gabriele Krone-Schmalz und Sir Peter Ustinov.

Zu unserem großen Bedauern haben wir die Nachricht vom Tode Sir Peter Ustinovs erhalten.
Die Veranstaltung entfällt.
 


Sonntag, 25. April 2004  
Liebig Das russische Osterfest
Auferstehung und Osterwunder

Der zweite Tag zum russisch-orthodoxen Osterfest widmet sich der Freude über die Auferstehung Christi, die traditionell mit der Osternacht beginnt und bis zu 40 Tage gefeiert werden kann.

 
 
11 bis 15 Uhr Ikonen: Fenster in die Ewigkeit
Demonstration im Foyer
Die Ikonenmalerin der Ständigen Vertretung der Russisch-Orthodoxen Kirche in Deutschland Angelika Heuser demonstriert den komplexen Arbeitsprozeß zur Anfertigung einer Ikone und gibt einen Einblick in die spirituelle Bedeutung bei der Gestaltung
dieser heiligen Bilder.

 
ab 15 Uhr Ein Festmahl nach der Fastenzeit: pascha und kulitsch
Präsentation traditioneller Osterspeisen
Iraida Petrich bietet Kostproben und Erläuterungen zu pascha (Quarkspeise) und kulitsch (eine Art Weißbrot), den beiden wichtigsten Speisen am Ostermorgen.

 
15.30 Uhr und 16.30 Uhr Russische Märchen
Märchenerzählung in der Ausstellung
Für Kinder ab 8 Jahren und Erwachsene (jeweils ca. 30 Minuten)
Die beiden Bonner Märchenerzählerinnen Barbara von Koschin und Dagmar Türck erzählen traditionelle russische Märchen mit musikalischen Intermezzi von Doris Kaimer (Leier und Flöte).
Kostenfrei in Verbindung mit Eintrittskarte;
um Anmeldung wird gebeten unter 0228 / 9171-291

 
17 Uhr Einführender Vortrag zum Konzert mit Musikbeispielen
Die russisch-orthodoxe Osterfeier
Nikolaj Thon, Düsseldorf
Nach der langen Zeit des Fastens und Trauerns preisen die liturgischen Gesänge zu Ostern in hellem, befreienden Klang die Auferstehung Christi. Den musikalischen Mittelpunkt des Festes bildet die feierliche Auferstehungshymne. In einem begleitendem Vortrag erläutert Ipodiakon Nikolaj Thon die Unterschiede zu
den ernsten Gesängen der Fastenzeit.
Teilnahmebeitrag 8 EUR / erm. 4 EUR (Schüler, Student, artcard-Inhaber)

 
18 Uhr Russisch-orthodoxe Ostergesänge – Konzert
Der Chor der Düsseldorfer Gemeinde wird mit seiner Auswahl österliche Gesänge aus vier Jahrhunderten einen repräsentativen Querschnitt des liturgischen Osterprogramms darbieten. Die Liturgiefeier endet zum Sonnenaufgang mit einer Prozession von Priestern und Gemeinde, um das Licht des neuen Tages ("Christus ist auferstanden") zu begrüßen.

Ausführende: Chor der Russisch-Orthodoxen Gemeinde Maria-Obhut zu Düsseldorf unter Leitung von Svetlana Stenina
Programmabfolge und Liedtexte liegen am Veranstaltungstag aus.

Teilnahmebeitrag (inkl. Einführungsvortrag ohne Ausstellungseintritt)
10 EUR / erm. 7 EUR (Schüler, Student, artcard-Inhaber)

Erzbischof Longin, Ständiger Vertreter der Russisch-Orthodoxen Kirche
in Deutschland, gilt unser Dank für die Unterstützung der Oster-Veranstaltungen.

 
Dienstag, 27. April, 20 Uhr  
  Russische Orchidee
Lesung mit der russischen Krimi-Autorin
Polina Daschkowa.
Moderation: Gabriele Krone-Schmalz

Polina Daschkowa, 1960 in Moskau geboren, besuchte das Gorki-Literaturinstitut in Moskau, arbeitete als Journalistin und Übersetzerin. Jetzt ist sie eine Bestsellerautorin. Mit einer Auflage von über fünfzehn Millionen Büchern katapultierte sie sich in die Hochglanzmagazine und Talkshows des neuen Russlands und ist heute eine der erfolgreichsten russischen Autorinnen. Früh gab sie dafür Disziplin und Drill einer klassischen Ballettausbildung auf. Ende der 70er Jahre veröffentlichte Polina Daschkowa Gedichte – 1996 dann ihren ersten von insgesamt elf Krimis – denn sie wollte schon immer einen "großen, guten Roman" schreiben.

"Club Kalaschnikow" gehört zu den frühen Büchern der 'Königin des russischen Kriminalromans‘. Effektvoll verbinden sich darin Moskauer Tristesse, schillernde Theaterwelt und Mafia. Im Herbst 2003 erschien "Russische Orchidee".


 
Eintritt: 7,- EUR / erm. 3,50 EUR
(inklusive Ausstellungsbesuch am Tag der Veranstaltung)


Donnerstag, 29. April, 19 Uhr  
  Die Kunst des Schenkens
Dia-Vorträge

Ars donandi
an den Höfen Europas –
Ideal und Realität
Dr. Friedrich Rost, Berlin

Gold und Silber
schenk ich gern:
Gesandtengeschenke
für den Kreml
Dr. Ursula Timann, Nürnberg

Dr. Friedrich Rost, Berlin, ist Erziehungswissenschaftler an der Freien Universität Berlin und publizierte u.a. "Theorien des Schenkens." Schenken kann nur, wer über einen Mittelüberschuss verfügt. Insofern stehen zwangsweise Aneignung und freigebiges Schenken historisch in einem Zusammenhang. Mit dem Wunsch nach Ruhm und dem Wissen, dass man mit Geschenken vortrefflich Beziehungen fördern und Dinge beeinflussen kann, geben Adel und reiche Patrizier das Vorbild ab.

Dr. Ursula Timann, Nürnberg, ist Kunsthistorikerin und befasst sich seit langem mit Nürnberger Goldschmiedekunst und deren historischen Beziehungen zu Osteuropa als DFG gefördertes Forschungsprojekt. Die größte und qualitätvollste Sammlung EURpäischer Goldschmiedearbeiten befindet sich heute in der Rüstkammer des Moskauer Kreml. Ein großer Teil dieser Goldschmiedesammlung kam in Form von diplomatischen Geschenken in den Kreml.


 
Teilnahmegebühr 8 EUR / erm. 4 EUR
(inklusive Ausstellungsbesuch am Tag der Veranstaltung)


Dienstag, 4. Mai, 19 Uhr  
  Als Diplomat im Kreml – Dia-Vorträge

Die Zaren und der Kreml. Gesandte als Vermittler des deutschen Russlandbildes in der frühen Neuzeit.
em. o. Prof. Dr. Frank Kämpfer, Hamburg
hatte von 1979 bis 2003 den Lehrstuhl für Geschichte Osteurpas und Ostmitteleuropas an der Universität Münster inne. Er widmete sich in Forschung und Lehre neben der älteren Kulturgeschichte der slawischen Völker auch der Historischen Ikonographie / Bildkunde – seine Habilitation beschäftigte sich mit dem russischen Herrscherbild – sowie der Edition des Gesandtenberichts "Rerum Moscoviticarum Commentarii" (1556/57) von Sigismund von Herberstein.

Mit Gott und langen Unterhosen.
Als Botschafter in Moskau zur Zeit des Kalten Krieges
Botschafter a.D. Dr. Andreas Meyer-Landrut, Moskau
war im Auswärtigen Dienst seit 1957 über zwölf Jahre in verschiedenen Funktionen in Moskau tätig, zuletzt als Botschafter von 1980-83 und 1987-89. Er kennt den Kreml aus einer ansonsten der Öffentlichkeit verschlossenen Innensicht und wird aus seinem reichen Erinnerungsschatz über die von ihm betreuten Begegnun gen von deutschen Politikern und Kreml-Herrschern berichten.


 
Teilnahmegebühr: 10 EUR / erm. 5 EUR
(inklusive Ausstellungsbesuch am Tag der Veranstaltung)


Freitag, 7. Mai, ab 17.30 Uhr  
  Lustige Burschen.
Lange Filmnacht
Musikfilme der Stalinzeit.
Moderation: Hans-Joachim Schlegel, Berlin

Stalins Konzept des Films als Propagandainstrument zur Sicherung seiner totalitaristischen Herrschaft begann mit der Unterdrückung des avantgardistischen Revolutionskinos.
Dies verband sich mit einer auf den ersten Blick hin überraschenden Faszination von Hollywoods Traumfabrik, die Filmminister Boris Schumjatzkij im Sommer 1935 vor Ort kennenlernte. In Eisensteins langjährigem Mitstreiter Grigorij Aleksandrov fand sich auch ein begabter und williger Vollstrecker des neuen Konzepts, das die Massen mit heiter-optimistischer Filmunterhaltung von den Skandalen des realen Totalitarismus ablenken sollte.

Überaus hilfreich war, dass damals gerade der Tonfilm aufkam, und die Filme zu singen begannen: Musikfilmkomödien wurden so zum Grundmodell eines tatsächlich überaus erfolgreich beginnenden 'Stalinistischen Hollywood‘. Exemplarisch hierfür sind Grigorij Aleksandrovs "Lustige Burschen" ("Vesëlye rebjata", 1932) und "Wolga-Wolga" (1938), die auch noch im gegenwärtigen Russland sowjetnostalgische Hits sind, seinerzeit aber selbst Chaplin zu begeistern vermochten.


 
Eintritt: 12 EUR / erm. 6 EUR. In der Pause wird ein Gläschen Wodka kredenzt!

Dienstag, 11. Mai, 19 Uhr  
  Geschichte und Phillumenie – Dia-Vortrag

Russland in der Hosentasche.
Zündholzetiketten als historische Quelle zur russischen Kultur und Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert
Dr. Silke Eilers, Hamm

Die massenhaft verbreiteten Bilder der Alltagskultur als visuelle Artfakte kultureller Erinnerungsmuster wissenschaftlich zu erschliessen, ist ein spannendes Forschungsfeld. Nach der Edition der Liebig-Sammelbilder – von denen einige auch dieses Programmheft illustrieren – als EURAtlas des Historischen Bildwissens, Band IEUR des Max-Planck-Instituts für Geschichte gibt es nun mit dem EURHandbuch der PhillumenieEUR (philos, griech. = Freund, lumen, lat. = Licht) ein weiteres wissenschaftliches Basiswerk von Silke Eilers der populären Bildkultur als historische Quelle. Die vielgestaltige Motivik der Zündholzetiketten zeigt den Wandel der Geschichte von der Epoche des Kreml unter der Zarenkrone zu der unter dem roten Stern in attraktiver Weise.

Dr. Silke Eilers studierte Neuere Geschichte, EURpäische Ethnologie und Mittelalterliche Geschichte an der Universität Münster, arbeitete am Gustav-Lübcke-Museum in Hamm und ist heute am Haus der Geschichte, Bonn tätig..


 
Teilnahmegebühr: 7,- EUR / erm. 3,50 EUR (inklusive Ausstellungsbesuch)


Samstag 24. April 2004  
  Bonner KulturNacht 2004
An diesem Samstag können erlebnishungrige Nachtschwärmer die Nacht zum Tag werden lassen. Über 25 Bonner Kultureinrichtungen laden diesmal zur Bonner KulturNacht 2004 ein, von denen erstmals auch einige mit Programmpunkten in der Bundeskunsthalle zu Gast sind. Im Mittelpunkt der Nacht steht hier die russische Kultur - von der Kreml-Ausstellung bis hin zu Theaterstücken, Musik-Programm und zur Russen-Disko.


 
ab 19.30 Uhr bis 24 Uhr:    
  Sonderführungen im Halbstundentakt in den Ausstellungen

Euro Theater Central zu Gast: Einakter von Tschechow im Forum
20 Uhr: Das Jalta-Spiel, 22 Uhr: Nachspiel

Berufskolleg Rheinbach Glas–Keramik–Gestaltung zu Gast: Ausstellung in Halle EG/OG

Atelier im Baumhaus zu Gast: Druckgraphik-Präsentation und Besucheraktion: Kaltnadeltechnik (mit Anleitung)
im Workshop-Raum

Theater Bonn zu Gast: Russisches Musikprogramm im Foyer Auto-Piano Solo: Originaleinspielungen von Sergej Rachmaninow, Wladmir Horowitz, Peter Tschaikowsky für das (selbspielende) Welte-Mignon-Klavier im Foyer

Russen-Disko: Club-Nite im Restaurant ab 23 Uhr (Ende offen)
 

Einzel- und Gemeinschaftstickets erhältlich. Bei Redaktionsschluss war die Planung noch nicht abgeschlossen. Weitere Informationen unter www.bundeskunsthalle.de/ und beim Fachgebiet Public Relations / Marketing (Telefon 0228 / 9171-201)

In der Ausstellung finden die Besucher ein themenbezogenes Gewinnspiel für die Verlosung einer fünftägigen Flugreise nach Moskau, ermöglicht durch Olympia-Reisen Bonn, seit über 40 Jahren Veranstalter von Einzel- und Gruppenreisen für Urlauber und Geschäftsreisende nach Russland und in die GUS-Staaten. www.olympia-reisen.com




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