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HERBARIUM DER BLICKE -
NEUAUFNAHMEN IM DEUTSCHEN KÜNSTLERBUND |
Herbarium der Blicke
Neuaufnahmen im Deutschen Künstlerbund
4. April bis 29. Juni 2003

Der 1903 gegründete
Deutsche Künstlerbund gibt mit der Ausstellung "Herbarium
der Blicke" einen umfassender Überblick über das Kunstschaffen
seiner in den letzten vier Jahren neu aufgenommenen Mitglieder. Es
werden 40 TeilnehmerInnen von 100 neuaufgenommenen Künstlerinnen
und Künstlern der Öffentlichkeit vorgestellt.
Die Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland ist
dem Künstlerbund eng verbunden und als Ausstellungsort auch ein
Zeichen für die Bedeutung der Künstlerschaft aus dem Rheinland. |
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Allein die Zahl der Teilnehmerinnen
und Teilnehmer lässt viele gegensätzliche – oder auch
sich entsprechende - Positionen erwarten. Die Ausstellung "Herbarium
der Blicke" stellt sich durch die Zusammenstellung der Arbeiten
der Frage nach dem Verhältnis von Kunst und Natur. Vor allem
das Prozesshafte der künstlerischen Arbeiten steht dabei im Vordergrund.
Die Auswahl der beteiligten Künstler, als auch der einzelnen
Werke wird entlang dieser inhaltlichen Vorgabe bestimmt.
Kunst -
Natur - Prozess
Der Titel ”Herbarium der Blicke” wurde von den Ausstellungskuratoren,
Camill Leberer, Andrea Ostermeyer, Judith Samen und Helmut Schweizer
– selbst Künstlerinnen und Künstler des Deutschen
Künstlerbundes - gewählt, um damit die Ordnung der Positionen
und Sichtweisen zu beschreiben. Die Ausstellung selbst ordnet, sichtet,
zeigt und archiviert die Blicke der beteiligten Künstlerinnen
und Künstler.
Gleichzeitig ruft das Wort „Herbarium“ auch Assoziationen
mit ”Pflanzlichem“ wach. ”Pflanzenwelt-Naturwelt”
wird in dieser Ausstellung nicht nur im Sinne eines Abbildes, sondern
auch als Hindeutung auf das Werden eines künstlerischen Werkes
und dessen Wachstumsprozesses verstanden.
Das Ausstellungskonzept basiert auf einem Denken in Zwischenräumen,
in abseitigen Räumen, in Utopien und verbindet die einzelnen
Werke auf subtile aber gleichzeitig fundamentale Weise – im
Focus der künstlerischen Prozesshaftigkeit.
Das Konzept:
Gliederung der Ausstellung
Um dem komplexen Ausstellungsbild gerecht zu werden, wurde ein
Konzept entwickelt, das auf zwei Säulen, die sowohl die räumliche
als auch die inhaltliche Dramaturgie bestimmen, ruht. Ein Teil konzentriert
sich auf das Medium Zeichnung. Der zweite Strang der Ausstellung liegt
in der Einzelpräsentation von plastischen Arbeiten, Malerei,
Fotografie, Videos und Installationen von insgesamt 14 ausgewählten
Künstlerinnen und Künstlern.
Die Zeichnung
Die Zeichnung wird als das fundamentale künstlerische Medium
verstanden. Sie ist die unmittelbare künstlerische Wirklichkeitsaneignung
und gleichzeitig die erste Form diese Aneignung in subjektive innere
Räume zu transformieren. Zeichnung kann vorbereiten, nachvollziehen
und autonom sein und ist die direkte Spiegelung der künstlerischen
Haltung. Ihr ist das Abseitige, das Einzelne wichtiger als die Strategie
. Sie kennt Umwege, aber keine Abkürzungen. Ihre Selbstverständlichkeit
gründet sich im Vertrauen in die Bilder und in der Glaubwürdigkeit
der Bildwelten.
Arbeiten in anderen Darstellungsformen
Die präsentierten plastischen Arbeiten, die Malerei, Fotografie,
Video und stehen in innerer Verbindung, sowohl assoziativ als auch
strukturell zu den Zeichnungen. Dies kann beinhalten, dass ein Werk
sich zum Beispiel von seiner formalen Struktur her analog zu Naturprozessen
präsentiert, Naturhaftes direkt aufgreift oder Naturnähe/Ferne
als inhaltlichen Ausgangspunkt der eigenen künstlerischen Ausdrucksweise
wählt.
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Gefördert von:
Stiftung Kunst und Kultur des Landes Nordrhein-Westfalen
Kulturstiftung der Länder
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