Modigliani war Zeichner, Maler und Bildhauer, dessen Bekanntheit vor allem auf seinen Aktgemälden beruht, die zu seiner Zeit als skandalös empfunden wurden
und erst später Akzeptanz fanden. 1906 ging der Künstler nach Paris und kam in Kontakt mit Picasso und Brâncusi. Mit 35 Jahren starb er an Tuberkulose.
Sein Gesamtwerk umfasst vor allem Gemälde und Zeichnungen, aber auch Skulpturen. Sein Œuvre ist auch durch Kunstwerke der Renaissance und Elemente afrikanischer Kunst beeinflusst. Es läßt sich allerdings keiner der zeitgenössischen Stilrichtungen wie etwa dem Kubismus oder dem Fauvismus eindeutig zuordnen.
Der Kurator der Ausstellung, Christoph Vitali, spricht mit Susanne Kleine, Projektleiterin der Ausstellung, über den Künstler Amedeo Modigliani und dessen Werk.
Eine schriftliche Anmeldung ist erforderlich. Anmeldeschluss: 15. April
Sie erreichen uns von Montag–Donnerstag von 9–15 Uhr und freitags von 9–12 Uhr (Telefon: 0228 9171-263, Fax: 0228 9171-244, E-Mail: paedagogik@kah-bonn.de oder per Post). Die Anmeldebestätigung wird Ihnen zugesandt und ist zum jeweiligen Termin mitzubringen.
Amedeo Modigliani - Rahmenprogramm
Sonntag, 19. April | 17 Uhr - Veranstaltungshinweis
Kino in der Brotfabrik, Kreuzstraße 16, 53225 Bonn
in Kooperation mit der Bonner Kinemathek
Modigliani – Ein Leben in Leidenschaft USA/F/D/I/Rum/GB 2004, 128 Min. digitale Projektion, FSK: Freigegeben ab 12 Jahren, Regie: Mick Davis
Mit Andy Garcia, Elsa Zylberstein, Hippolyte Girardot, Omid Djalili, Eva Herzigova, Udo Kier
Paris 1919. Ganz Europa leidet noch unter den Nachwirkungen des Ersten Weltkriegs, während im wilden Pariser Nachtleben Liebe, Lust und Leidenschaft das Zepter übernommen haben. So auch im Café La Rotonde, wo die beiden konkurrierenden Malergenies Pablo Picasso und Amedeo Modigliani verkehren. Doch während Picasso als anerkannter Künstler Erfolge feiert, lebt Modigliani mit seiner Geliebten Jeanne Hébuterne in ärmlichsten Verhältnissen. Gespannt wartet die Pariser Kunstwelt auf einen anstehenden hochdotierten Wettbewerb, bei dem darüber entschieden werden soll, wer von beiden der Bessere ist. Die Schilderung von Modiglianis letztem Lebensjahr in Paris beruht lediglich in Grundzügen auf realen Ereignissen, bietet aber eine beeindruckende Ausstattung und ebensolche Kameraarbeit.
Kino im Forum als Permanenzprogramm während der Öffnungszeit der Ausstellung
Fantômas I.
Fantômas – Im Schatten der Guillotine
Frankreich 1913, 54 Min., Stummfilm mit französischen Zwischentitel und englischen Untertiteln, s/w, Regie Louis Feuillade
Mit René Navarre, Edmund Bréon, Georges Melchior u.a.
Fantômas – Fürst des Terrors und erzkriminieller Antiheld – versetzt mit seinen skrupellosen und zugleich genial ersonnenen Taten seine Umwelt in Angst und Schrecken. Sein erbittertster Feind, Inspektor Juve, kommt meist einen Schritt zu spät und gerät immer wieder selbst in Lebensgefahr. Die fünfteilige Stummfilm-Reihe von Louis Feuillade mit René Navarre in der Titelrolle basiert auf den gleichnamigen Kolportageromanen und machte die Fantômas-Figur weithin bekannt. Sie ist ein frühes Meisterwerk des populären Kinos, das nicht nur zahlreiche weiterer Verfilmungen der Stoffes nach sich zog, sondern auch erheblichen Einfluss auf die künstlerische Avantgarde der Zeit ausübte.
Der Eintritt ist frei.
Kino im Forum in Kooperation mit der Bonner Kinemathek
Moulin Rouge! Musical, USA 2001, 126 Min., FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Regie: Baz Luhrmann
Mit Ewan McGregor, Nicole Kidman, John Leguizamo, Richard Roxburgh, u.a.
Der junge Schriftsteller Christian kommt Ende des 19. Jahrhunderts aus der französischen Provinz nach Paris, um über die Ideale der Bohemiens zu schreiben:
Wahrheit, Schönheit, Freiheit und vor allem Liebe. Nur hat er die Liebe noch nie kennen gelernt. Das soll sich sehr schnell ändern: Von seinen neuen Freunden, dem Zwerg Toulouse-Lautrec und seiner Schauspieltruppe, in den berühmten Cancan-Club Moulin Rouge geschleppt, verliebt sich Christian auf der Stelle in den Star des Etablissements, die bezaubernde Satine. Doch dem Glück steht neben dem gierigen Duke, der für seine finanzielle Unterstützung nicht nur das Moulin Rouge, sondern auch Satine will, auch die Tuberkulose im Wege, die Satines Leben bedroht. Die bitter-süße Geschichte einer zum Scheitern verurteilten Liebe
endet in einem atemberaubenden Rausch der Sinne.
Eintritt: 6 EUR / ermäßigt 3,50 EUR
Amedeo Modigliani - Rahmenprogramm
Donnerstag, 23. April | 17 Uhr
Weitere Termine: 7. Mai, 16 Uhr, 4. Juni und 18. Juni, jeweils 17 Uhr
Neben den Akten sind die psychologisierenden Porträts ein zentrales Bildthema im Werk Modiglianis, der 1906 nach Paris ging. Er war davon besessen, in seinen Bildnissen den Charakter der Dargestellten zu erfassen. Die Liste seiner Modelle liest sich wie das „Who is Who“ der Pariser Avantgarde seiner Zeit. Er malte Künstler und Dichter wie Diego Rivera, Ossip Zadkine, Max Jakob, progressive Kunsthändler und Galeristen. Auch Frauen, mit denen er Liebesbeziehungen unterhielt, so die
Dichterin Beatrice Hastings und seine letzte Geliebte Jeanne Hébuterne, gehörten dazu. Somit bieten die Porträts die Möglichkeit, ihre stilistische Entwicklung nach-zuvollziehen und einen spannenden Einblick in das private und künstlerische Umfeld des Malers zu gewinnen.
Die Kunsthistorikerin Beate Marks-Hanßen führt durch die Ausstellung.
Amedeo Modigliani und Constantin Brâncusi – Eine Künstlerfreundschaft
Angezogen von der inspirierenden Kunstszene, lebte Modigliani seit 1906 in Paris. Dort lernte er den rumänischen Bildhauer Constantin Brâncusi kennen, mit dem ihn eine enge, künstlerisch prägende Freundschaft verband. In der folgenden Zeit widmete sich Modigliani bis 1914 intensiv der Bildhauerei. Beeindruckt durch Arbeiten von Künstlerkollegen und die zeitgleich populäre afrikanische Kunst, schuf er seine charakteristischen überlängten Kopfskulpturen. Die Kunsthistorikerin Annette Krapp wird Modiglianis Skulpturen auch vor dem Hintergrund der bildhauerischen Tendenzen des frühen 20. Jahrhunderts in Paris erläutern. Entsprechende Werke werden Sie sowohl in der Modigliani-Ausstellung als auch in der Winterthur-Ausstellung gemeinsam entdecken.
Kino im Forum als Permanenzprogramm während der Öffnungszeit der Ausstellung
Fantômas II.
Juve gegen Fantômas
Frankreich 1913, 45/59 Min., Stummfilm mit französischen Zwischentitel und englischen Untertiteln, s/w, Regie Louis Feuillade, Mit René Navarre, Edmund Bréon, Georges Melchior
Im zweiten Teil erhält der unermüdliche Inspektor Juve die Nachricht, dass ein gewisser Dr. Chaleck in Wahrheit der gefürchtete und von Juve unerbittlich verfolgte Super-Verbrecher Fantômas ist. Juve beschließt, den Arzt gemeinsam mit seinem guten Freund Fandor, einem Journalisten, zu beschatten. Sie folgen seiner Spur durch ganz Paris, doch Fantômas kann immer wieder entkommen. Der maskierte Fantômas wird von der Polizei verfolgt, als er in Lady Belthams Villa eindringt, um eine Zeitbombe anzubringen. Die Villa stürzt ein. Liegen Juve und Fandor unter den Trümmern?
Der Eintritt ist frei.
Kino im Forum als Permanenzprogramm während der Öffnungszeit der Ausstellung
Fantômas III.
Ein Toter tötet
Frankreich 1913, 90 Min., Stummfilm mit französischen Zwischentiteln und englischen Untertiteln, s/w
Regie: Louis Feuillade
Mit René Navarre, Edmund Bréon, Georges Melchior u.a.
Fandor kann sich aus der brennenden Villa retten, Inspektor Juve befindet sich offensichtlich unter den nicht mehr zu identifizierenden Opfern. In Wirklichkeit fahndet er jedoch getarnt weiter nach Fantômas, dessen neuestes Opfer der junge Maler Jacques Dollon ist. Zusammen mit einem Komplizen steigt Fantômas in das Pariser Kanalisationssystem hinab und bemächtigt sich dort mit Hilfe eines Skalpells der Fingerkuppen der Leiche Dollons. Auf einem großen Ball zu Ehren der Prinzessin Sonia überfällt Fantômas die Prinzessin, um ihr eine wertvolle Perlenkette zu entreißen. Am Hals der Prinzessin finden die Ermittler Fingerabdrücke, die im Labor als die des Malers Dollon identifiziert werden, der seit zehn Tagen tot ist.
Der Eintritt ist frei.
Kino im Forum in Kooperation mit der Bonner Kinemathek
Programmänderung:
Durch einen Fehler beim Verleih kann von "Montparnasse 19" keine untertitelte Fassung beschafft werden. Auf vielfache Nachfragen zeigen wir deshalb noch einmal den Film "Modigliani - Ein Leben in Leidenschaft".
Wir bitten um Verständnis!
Modigliani – Ein Leben in Leidenschaft USA/F/D/I/Rum/GB 2004, 128 Min. 35mm Material, FSK: Freigegeben ab 12 Jahren, Regie: Mick Davis
Mit Andy Garcia, Elsa Zylberstein, Hippolyte Girardot, Omid Djalili, Eva Herzigova, Udo Kier
Paris 1919. Ganz Europa leidet noch unter den Nachwirkungen des Ersten Weltkriegs, während im wilden Pariser Nachtleben Liebe, Lust und Leidenschaft das Zepter übernommen haben. So auch im Café La Rotonde, wo die beiden konkurrierenden Malergenies Pablo Picasso und Amedeo Modigliani verkehren. Doch während Picasso als anerkannter Künstler Erfolge feiert, lebt Modigliani mit seiner Geliebten Jeanne Hébuterne in ärmlichsten Verhältnissen. Gespannt wartet die Pariser Kunstwelt auf einen anstehenden hochdotierten Wettbewerb, bei dem darüber entschieden werden soll, wer von beiden der Bessere ist. Die Schilderung von Modiglianis letztem Lebensjahr in Paris beruht lediglich in Grundzügen auf realen Ereignissen, bietet aber eine beeindruckende Ausstattung und ebensolche Kameraarbeit.
Kino im Forum als Permanenzprogramm während der Öffnungszeit der Ausstellung
Fantômas IV.
Fantômas gegen Fantômas
Frankreich 1914, 59 Min., Stummfilm mit französischen Zwischen-titeln und englischen Untertiteln, s/w, Regie: Louis Feuillade
Mit René Navarre, Edmund Bréon, Georges Melchior u.a.
Große Verwechslungen und schwarze Kapuzenmänner. Inspektor Juve und Fandor werden gefangen. Der Fall löst sich, doch einer entkommt...
Der Eintritt ist frei.
Kino im Forum in Kooperation mit der Bonner Kinemathek
Monsieur Verdoux –
Der Frauenmörder von Paris USA 1947, 110 min., s/w, ungekürzte englische Originalfassung,
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Buch und Regie: Charles Chaplin,
nach einer Idee von Orson Welles
Mit Charles Chaplin, Isobel Elsom, Mady Correll, Robert Lewis u.a.
Obwohl loyal und kompetent in seiner Tätigkeit, wird der Bankangestellte Verdoux entlassen. Um den Unterhalt von Frau und Kind zu sichern, heiratet er reiche Witwen und ermordet diese anschließend. Seine Raubzüge arbeiten schließlich gegen ihn, als sich zwei sehr spezielle Witwen seinen üblichen Verfahren nicht fügen. Der Film endet mit dem Gang Verdoux´ zur Guillotine im Gefängnishof. Das Skript zu diesem Film, nach einer Idee von Orson Welles geschrieben, war inspiriert von der wahren Geschichte des Pariser Serienmörders Henri Désiré Landru. Hieraus schuf der Humanist Chaplin eine zynische Sozialstudie, mit der er seiner Welt einen erbarmungslosen Zerrspiegel vorhielt. Der Streifen entwickelte sich nach seiner Uraufführung 1947 zum Skandal; in manchen US-Bundesstaaten wurde der Film sogar verboten.
Das kurze und intensive Leben Modiglianis, das ihm den Beinamen des letzten Bohemiens von Paris eintrug, war und ist die Vorlage für Romane und Kriminalgeschichten unterschiedlichster Prägung. John Updike z.B. begegnet dem Künstler über dessen Werk „Le Grand Nu“ im Museum of Modern Art in New York und beklagt sich in „Ein Sorgenfall“ über die schlechte Präsentation des Werkes. Herbert Roch macht das Leben Modiglianis zum Stoff eines Romans, und Ken Follet setzt in Paris Detektive auf die Spur eines verschwundenen Meisterwerks des Künstlers.
Die Schauspieler Bodo Primus, Hörspiel- und Synchronsprecher, Träger des „Deutscher Hörbuchpreises 2006“, und Frauke Poolman, Sproß einer holländischen Theaterfamilie und „Station Voice“ des WDR Fernsehens, lesen im Wechsel Passagen aus diesen und weiteren Werken.
Eintritt: 15 EUR / ermäßigt 11,50 EUR (im Vorverkauf inkl. aller Gebühren)
Teilnehmerzahl: max. 60 Personen
Kino im Forum als Permanenzprogramm während der Öffnungszeit der Ausstellung
Fantômas V
Der falsche Untersuchungsrichter Frankreich 1914, 70 Min., Stummfilm mit französischen Zwischen-titeln und englischen Untertiteln, s/w, Regie: Louis Feuillade
Mit René Navarre, Edmund Bréon, Georges Melchior u.a.
Eine Falle für Fantômas. Doch wer ist wer? Der böse Held bleibt der Unfassbare.
Der Eintritt ist frei.
Dora Vallier trifft neben anderen Künstlern Fernand Léger und spricht mit ihm über „Kunst und Zeugnis“, so der Titel ihres Buches 1961. Léger erzählt, wie selbstverständlich es war, Bilder von Meistern, die auf dem Markt gut zu verkaufen waren, neu zu erfinden oder zu kopieren. Man lieh sich z.B. bei Modigliani Bilder, um
sie zu kopieren. Léger berichtet weiter, dass er Original und Kopie dann oft nicht unterscheiden konnte.
Robert Fleck, Intendant der Kunst- und Ausstellungs-halle, wird im Gespräch mit Henrik Hanstein (Kunsthaus Lempertz, Köln-Berlin), Ulli Seegers (ehem. Art Loss Register, Köln, jetzt Kunsthochschule Kassel), Stephan Koldehoff (Journalist, Publizist, Kulturredakteur beim DLF, Köln) und Iris Schaefer (Leiterin der Abt. Kunst-technologie und Restaurierung, Wallraf-Richartz-Museum & Fondation Corboud, Köln) erörtern, wie Originale und Fälschungen auf den Markt kommen und welche Auswirkungen dies auf das Œuvre eines Künstlers hat.
Eintritt: 15 EUR / ermäßigt 11,50 EUR (im Vorverkauf inkl. aller Gebühren)
Teilnehmerzahl: max. 60 Personen
Kino im Forum in Kooperation mit der Bonner Kinemathek
F wie Fälschung Frankreich/Iran/BR Deutschland 1973/75, 85 Min., deutsche Fassung, Regie: Orson Welles
Mit Orson Welles, Oja Kodar, Joseph Cotton, Elmyr de Hory, Clifford Irving, Edith Irving
Eine virtuose Bild- und Tonmontage, in deren Mittelpunkt der berühmte Kunstfälscher Elmyr de Hory sowie der nicht weniger bekannte Tagebuchfälscher Clifford Irving stehen. Elmyr de Hory hatte Mitte des vergangenen Jahrhunderts zahllose Werke von Meistern wie Matisse, Modigliani oder Picasso mit einer unfassbaren Leichtigkeit gefälscht und an große Museen verkauft, ohne dass irgendein Experte seine Fälschungen von den Originalen hätte unterscheiden können. Orson Welles traf beide, de Hory und Irving, in de Horys Villa auf Ibiza und schuf ein beispielloses Vexierspiel über Wirklichkeit und Fiktion. Ein brillanter Filmessay, der die Schwierigkeit oder gar Unmöglichkeit vor Augen führt, sowohl in der Kunst als auch im Leben Wahrheit und Lüge, Echtes und Gefälschtes voneinander zu unterscheiden.
Eintritt: 6 EUR / ermäßigt 3,50 EUR
Amedeo Modigliani - Rahmenprogramm
Mittwoch, 15. Juli | 27. Mai | 10. Juni, 1. Juli, | jeweils 18 Uhr
Paris ist Anfang des 20. Jahrhunderts eine Metropole
mit unzähligen künstlerischen Möglichkeiten und Inspirationen. Modigliani, in seiner Kunst eigenständig
und sehr persönlich, und Picasso, vielseitig und komplex, entziehen sich mit ihren Œuvres einer klaren Kategorisierung. Sie trafen sich 1906 in Paris und
schlugen künstlerisch scheinbar unterschiedliche
Wege ein.
Die Kunsthistorikerin Judith Loosen-Graefe beleuchtet die komplexen Unterschiede zwischen zwei Künstlern, die Kunstgeschichte geschrieben haben. Hierbei
besuchen Sie die Ausstellungen Modigliani und Gipfeltreffen der Moderne.
Dauer: 90 Minuten
Eintritt: 14 EUR / ermäßigt 9 EUR (inkl. Gebühren)
An der Tageskasse sind Karten nur nach Verfügbarkeit erhältlich.
Teilnehmerzahl: max. 25 Personen
Amedeo Modigliani – Ein Italiener in Paris Dokumentarfilm von Evelyn Schels, 45 Min.,
Bayerisches Fernsehen 2009
Einführung: Evelyn Schels
Der Film stellt die Kunst eines Außenseiters der Pariser Boheme vor, der zugleich in ihrer Mitte stand und von der Auseinandersetzung mit ihrer Avantgarde tief
geprägt war. Die Orte seines Lebens und Schaffens werden aufgespürt: Versteckte Ateliers in Montparnasse wie La Ruche, die Akademie, an der er studierte, die
berühmten Künstlercafés La Rotonde und Le Dôme, die er gern besuchte, und seine Geburtsstadt Livorno. Erstmals äußert sich die Enkelin des Künstlers, Laure Modigliani-Nechtschein, im Film über ihren Großvater.
Evelyn Schels ist Autorin und Regisseurin von Dokumentarfilmen für verschiedene Sender der ARD und ARTE.
Eintritt frei in Verbindung mit einer gültigen Tageskarte zur Ausstellung „Amedeo Modigliani“. Erstausstrahlung des Films im Bayerischen Fernsehen am Sonntag, den 7. Juni 2009, um 13.05 Uhr.
PARIS – Debussy – Satie Florian Hoelscher, Klavier, Erik Borgir, Violoncello
Die Zeit zwischen 1910 und 1920 ist in Paris von ungeheurer Vielfalt der stilistischen Experimente und von regem Austausch vieler miteinander befreundeter Künstler geprägt. Die rätselhaften Spätwerke von Claude Debussy werden an diesem Abend mit den vor allem auch musikphilosophisch bedeutenden kurzen Stücken von Erik Satie und einigen anderen Werken der „Groupe des Six“ um Jean Cocteau konfrontiert. Der Umschlag in den Klassizismus, der in der Malerei parallel zu beobachten ist, wird dann mit der zauberhaften „Suite italienne“ von Igor Strawinsky abschließend exemplifiziert.
Florian Hoelscher und Erik Borgir sind gefragte Solisten und Kammermusiker im In- und Ausland und Gründungsmitglieder des Stuttgarter Ensembles ascolta, mit dem sie bei allen wichtigen Festivals für zeitgenössische Musik präsent sind. Beide Musiker lehren an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen.
Amedeo Modigliani: „Der letzte echte Bohemien“
Modernes Künstlerleben in Paris zu Anfang des 20. Jahrhunderts
Das Werk des Künstlers Modigliani, der als Maler,
Zeichner und Bildhauer tätig war, zeichnet sich durch
konsequente Reduktion des Erzählerischen, virtuose
Stilisierung und den ausgeprägten Hang zur Statuarik
aus. Der melancholisch-verinnerlichten Stimmung
seiner Arbeiten kann man sich kaum entziehen.
Die Kunsthistorikerin Angelika Schmid wird im
Rundgang durch die Ausstellungen Modigliani und
Winterthur das Schaffen herausragender Künstler, die
zeitgleich mit Modigliani in Paris lebten, miteinander
vergleichen und das soziokulturelle Klima innerhalb
der Pariser Bohème beleuchten.
Eintritt: 14 EUR / ermäßigt 9 EUR (inkl. Gebühren)
An der Abendkasse sind Karten nur nach Verfügbarkeit erhältlich.
Teilnehmerzahl: max. 25 Personen
Modigliani, un primitivo fra le avanguardie
Vortrag in italienischer Sprache von Maria Grazia Messina, Universität Florenz im Italienischen Kulturinstitut Köln
Nur wenige Künstler wurden von der Überlagerung von Kunst und Leben so belastet wie Modigliani. Seine komplexe Suche als Bildhauer und Maler wurde von den Pseudolegenden, inspiriert von den biografischen Dringlichkeiten einer schwierigen Existenz, beeinträchtigt und mißverstanden. Der Vortrag umreißt das Leben des Künstlers Modigliani innerhalb der Vielschichtigkeit der Avantgarden in Paris in den ersten zwei Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts.
Maria Grazia Messina studierte Kunstgeschichte in Rom und ist seit 1994 Professorin für Geschichte der Gegenwartskunst, zuerst an der Universität Venedig und seit 1997 an der Universität Florenz. Seit 2003 ist sie Direktorin des Dipartimento di Storia delle Arti e dello Spettacolo an der Universität Florenz.
Ein Italiener in Paris: Amedeo Modigliani und die Künstler des Montparnasse
1906 verließ Modigliani Italien und pilgerte nach
Paris. In den berühmten Cafés und Bars traf er auf
eine schillernde, innovative und inspirierende
Künstlergemeinde, die zudem von Mäzenen,
Galeristen und Kunstkritikern umgeben war. In kurzer
Zeit avancierte Modigliani zu einem der markantesten Vertreter der neuen Künstlergeneration und
arbeitete in der Künstlerkolonie La Ruche auf dem
Montparnasse.
Nicole Birnfeld, Kunsthistorikerin, führt in ihrem
Vortrag in das Künstlerumfeld Modiglianis ein.