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NAPOLEON UND EUROPA. TRAUM UND TRAUMA |
Napoleon und Europa. Traum und Trauma
17. Dezember 2010 bis 25. April 2011
Napoleon Bonaparte (1769–1821) hat in seiner knapp 16-jährigen Regierungszeit die Grundlagen der europäischen Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts wie keine andere historische Persönlichkeit geprägt – im Positiven wie im Negativen. Die von der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland entwickelte Ausstellung zeigt exklusiv ein umfassendes Bild von Napoleon und seiner Zeit anhand hochrangiger Leihgaben aus ganz Europa: Malerei und Skulptur liefen damals zur Hochform auf – in den Propagandabildern von David, Gérard und Ingres wie in der Opposition mit Goya und der deutschen Romantik. Abseits der Klischees vom Kriegstreiber oder übergroßen Staatsmann setzt sie sich zum Ziel, ein differenziertes Panorama der napoleonischen Ära zwischen Krieg, Politik, Verwaltung, Propaganda, Kunstraub und Kulturblüte darzustellen.
„Die Quelle aller großen Irrtümer und folglich aller großen Leiden unserer Zeit war, dass man Napoleon entweder für einen Halbgott oder für ein Ungeheuer oder allenfalls für beides zugleich hielt.“
Friedrich von Gentz, 1814
Die Ausstellung steht unter der Schirmherrschaft der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel und des französischen Staatspräsidenten Nicolas Sarkozy.
Die Ausstellung wurde von der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, entwickelt und wird 2013 in Paris bei dem Kooperationspartner der Ausstellung, dem Musée de l’Armée, gezeigt werden.
Die Ausstellung ist thematisch in 12 Kapitel gegliedert, die in einer Microsite NAPOLEON erläutert werden:
- Generation Bonaparte
- Faszination und Abscheu
- Leibliche und symbolische Geburt
- Der Traum vom Weltreich
- Blut und Sex. Europa, auch eine Familienangelegenheit
- Raum, Recht, Religion. Neue Formen der Beherrschung von Raum und Geist
- Objekte der Begierde: Napoleon und der europäische Kunst- und Gedächtnisraub
- Das Reich der Zeichen
- Duelle
- Nationen – Emotionen
- Symbolischer und leiblicher Tod
- Projektionen. Eine „geteilte“ Ikone
Medienecho
- Video „Ausstellung: Napoleon und Europa“ auf videos.arte.tv

(Eine Reportage von Manuel Dantas. Erstausstrahlung: Mo, 3. Jan 2011, 19:00)
- „Erbe der Gewalt: Eine grandiose Bonner Schau zeigt, wie Napoleon das moderne Europa der industrialisierten Gesellschaften möglich machte“ … „Es ist ein überwältigend wichtiges Verdienst der glanzvollen und erschütternden Ausstellung, die in der Bonner Bundeskunsthalle für vier Monate zu sehen ist (dann 2012 auch in Paris), dass sie die unter Abstraktionen verschüttete Geschichte dieser für Europa entscheidenden Epoche in die Handgreiflichkeit zurückübersetzt.“
(Süddeutsche Zeitung, Gustav Seibt, 17. Dezember 2010)
Artikel als pdf-Datei 
- „Eine intelligente, provokante Ausstellung in Bonn wagt sich an Napoleon und seine Epoche“
(DIE ZEIT, Volker Ullrich, 22. Dezember 2010)
- „Eines von vielen überraschenden Fundstücken einer sehr prägnant inszenierten, spannend erzählten Ausstellung, die im hervorragenden Katalog und einem üppigen Rahmenprogramm ihre Ergänzung findet.“
(General-Anzeiger, Thomas Kliemann, 17. Dezember 2010)
- „Wenn man die Bonner Schau, statt sie bildungsbürgerlich zu genießen, als Vergrößerungsglas zur Erkenntnis der Gegenwart benutzt, entdeckt man überall Napoleonisches: in den Eskapaden Berlusconis, dem Macho-Kult Putins, der Ruhmredigkeit amerikanischer Präsidenten, selbst in der politischen Maske eines Tony Blair. … Eine seltene Qualität der Bonner Schau, … liegt in ihrer Übersichtlichkeit. Weder erschlägt sie den Besucher durch Opulenz, noch verwirrt sie ihn durch Thesenhaftigkeit. Stattdessen wird er zwanglos eingeladen, … Am dramatischsten wirkt die Ausstellung da, wo sie die körperliche Kehrseite der ‚gloire‘, des ruhmreichen Strebens für Kaiser und Vaterland, illustriert.“
(Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, Andreas Kilb, 2. Januar 2011)
- „Die Bonner Bundeskunsthalle blättert die vielen Facetten Bonapartes (1769–1821) zwischen strahlendem Helden und blutrünstigem Kriegstreiber auf. Jede der zwölf Ausstellungsstationen bewegt sich zwischen Traum und Trauma, Faszination und Abscheu.“
(Haller Tagblatt, Christoph Arens, KNA, 30. Dezember 2010)
- „Das ist die erste Ausstellung überhaupt, die das Thema gesamteuropäisch angeht. … Die Bundeskunsthalle betritt also neues Terrain und holt sich für dieses Unternehmen eine junge Wissenschaftlerin ins Haus, die in Paris studiert hat, in Berlin lehrt und sich auskennt in der neueren Forschung.“
(Welt am Sonntag, Stefanie Stadel, 19. Dezember 2010)
- „Natürlich soll das nicht unbedingt heißen, dass man bei einem Besuch in Waterloo mehr über „Napoleon und Europa“ erfahren kann als derzeit in der großen, mit Exponaten und historischer Expertise reichlich bestückten Ausstellung in der Bundeskunsthalle von Bonn. Auch wenn die opulent inszenierte Schau keine wirklich neue Sicht vom Kaiser, seiner Herrschaft und der von ihm dominierten Epoche zwischen „Traum und Trauma“ entwirft – dies ließe sich allenfalls dann behaupten, wenn man das in Groschenromanen klischierte Napoleon-Bild zum Maßstab nähme – so bietet sie doch ein vielschichtiges, kluges, durchaus auch unterhaltsames Panorama dieser so folgenreichen Umbruchzeit.“
(Frankfurter Rundschau, Manfred Schwarz, 23. Dezember 2010)
- „Hut ab, für diese pferdammt gute Napoleon-Ausstellung“
(Bild Köln, Michael Bischoff, 15. Dezember 2010)
- „Das ist keine Geschichtsstunde – es ist ein anspruchsvolles Winterkolleg.“
(Kölner Stadt-Anzeiger, Rüdiger Heimlich, 17. Dezember 2010)
- „Den Auftakt der spannungsreich gestalteten Bonner Ausstellung bildet ein Kapitel über Napoleons Generationsgenossen, …"
(Der Tagesspiegel, Bernhard Schulz, 27. Dezember 2010)
- „‚Satans ältester Sohn‛? Grandiose Schau ‚Napoleon und Europa – Traum und Trauma‛“
(Luxemburger Wort, Walter Gauer, 26. Januar 2011)

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