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  WELTEN, MENSCHEN, AUGENBLICKE - DIE GROSSEN FOTOGRAFINNEN VON NATIONAL GEOGRAPHIC
Jodi Cobb


Jodi Cobb ist seit 1977 fest angestellte Fotografin beim NATIONAL GEOGRAPHIC Magazin und hat in über 50 Ländern, vorwiegend im Mittleren Osten und in Asien, gearbeitet. Sie studierte an der Universität von Missouri Kunst und Journalismus (Master of Arts and Bachelor of Journalism) und reiste als Kind mit ihrer Familie durch die Welt.

Cobb war eine der ersten Fotografinnen, die China durchquerten, nachdem sich das Land dem Westen geöffnet hatte. Sie legte für das Buch "Journey Into China" innerhalb von zwei Monaten rund 11 000 Kilometer zurück.

1987 machte sie als eine der wenigen Personen aus dem Westen, die in die abgeschlossene Welt der saudi-arabischen Frauen eindringen durften, aufsehenerregende Fotos in Palästen von Prinzessinnen und in Beduinenzelten. Außerdem erhielt sie Zutritt zu einer anderen Welt, die Außenstehenden verschlossen ist: Zur Welt der Geishas. Das Ergebnis dieses Kennenlernens ist ihr Buch "Geishas" , das 1995 bei Alfred A. Knopf erschien.

Von Cobb stammen außerdem Beiträge für sieben Bücher der Reihe "Day in the Life", unter anderem über Australien, die Sowjetunion und Amerika. Sie lieferte den Großteil der Fotos für ein Buch über das Viet Nam Veteran's Memorial, "The Wall" (Collins, 1987) und für ein Buch über Hongkong, "Here Be Dragons" (Stewart, Tabori & Chang, 1992). Cobbs Fotos wurden ausgestellt im International Center of Photography; in der Corcoran Gallery of Art; in der Neikrug Gallery; bei Visa Pour L'Image, beim Internationalen Festival für Fotojournalismus in Perpignan, Frankreich; in Amman, Jordanien, mit Unterstützung der Königin Noor; in der Jimmy Carter Presidential Library; der Freer Gallery of Art und in Steamboat Springs, Colorado. Als Auszeichnung für ihre Arbeiten wurden ihr zahlreiche Preise verliehen. So erhielt sie unter anderem als erste Frau zum White House Photographer of the Year ernannt. Zudem bekam sie die National Press Photographer Association und World Press Awards; mit "Geisha" gewann sie 1996 den American Society of Media Photographers Special Achievement Award. Für ihre Bilder von den saudi-arabischen Frauen erhielt sie von der Association for Multi-Image International Festival eine Silbermedaille.
Einführung zur Ausstellung
Sisse Bimberg
Annie Griffiths Belt
Karen Kasmauski
Maria Stenzel



"Ich liebe das Element der Überraschung an einem Foto", sagt Cobb. "Ich möchte den Betrachter überraschen. Damit das gelingt, muss ich allerdings auch überrascht werden. Wie man das macht? Ich bleibe in Bewegung, betrachte die Dinge aus unterschiedlichen Blickwinkeln, in unterschiedlichem Licht." Einige der eindrucksvollsten Bilder Cobbs sind Bilder von Frauen. Ihre Berichte über saudi-arabische Frauen und die Geishas heben den Vorhang über sonst unzugängliche Welten. "Die beiden Kulturen sind grundverschieden, sagt sie nachdenklich, "doch die Frauen wollen ein und dasselbe: Würde, Achtung, Liebe, Freiheit." Jodi Cobbs Stärken - künstlerische Begabung kombiniert mit Intelligenz, Witz und Ausdauer - befähigen sie, Bilder wie die aus dem Beitrag "Das Rätsel der Schönheit" zu machen.

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