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WELTEN, MENSCHEN, AUGENBLICKE - DIE GROSSEN FOTOGRAFINNEN VON NATIONAL GEOGRAPHIC |
Karen Kasmauski
Karen Kasmauski arbeitet
seit 1984 beim NATIONAL GEOGRAPHIC Magazin als Vertragsfotografin.
Kasmauskis Interessengebiet reicht von naturwissenschaftlichen, brisanten
Themen wie Strahlen und Viren bis hin zu einer detaillierten Studie
über Japan, mit Reportagen über Japanerinnen und Japans
wirtschaftliche Bedeutung für Asien. Ihre Reportage über
die globale Auswirkung von Strahlen erhielt beim renommierten Wettbewerb
"Pictures of the Year" den ersten Preis.
Kasmauski gehört zu den Fotografinnnen, die regelmäßig
bei POY und beim Wettbewerb der White House News Photographers ausgezeichnet
werden. Sie macht Fotos für "Travel-Holiday", sowie
für "Fortune", "Forbes", "Business Week",
"Time" und "Money". Sie hat bei mehreren Büchern
der Reihe "Day in the Life" mitgearbeitet, zum Beispiel
bei "Christmas in America", "Baseball in America",
"Passage to Vietnam" und "Seven Days in the Phillippines".
In ihrem Buch "Hampton Road" entdeckt Kasmauski ihren eigenen
Wohnbezirk und schließt damit an ihre erste Reportage fürs
NATIONAL GEOGRAPHIC Magazin an. Bevor sie für die SOCIETY zu
arbeiten begann, war sie fünf Jahre beim "Virginian Pilot/Ledger
Star" in Norfolk. Ihre Arbeit für dieses Blatt brachte ihr
mehrere Preise beim Wettbewerb Pictures of the Year ein, sowie eine
lobende Anerkennung im Rahmen des Robert F. Kennedy Awards für
besondere Verdienste um Behinderte. |
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Kasmauskis Spezialität ist das große
Foto, sind breit gefächerte Reportagen wie "Viruses"
(Viren), "Aging" (Altern) und "The Human Condition".
Themen wie diese kennen keine geographischen Grenzen und sind so umfangreich,
dass es allein auf die scharfe Einstellung ankommt. Für ihren
Bericht über "Migration" besuchte sie in vier Monaten
neun Länder. "Eigentlich wollte ich gar nicht Fotografin
werden", sagt Kasmauski, "sondern Meeresbiologin. Aber dann
habe ich meinen Abschluss in Anthropologie und Religion gemacht. Diese
Fächer gaben mir hervorragendes Werkzeug für das an die
Hand, was mich wirklich fasziniert: Wie lernen wir mit Hilfe der Wissenschaft
uns selbst kennen und wie beeinflusst das unser Schicksal?"
Kasmauski geht es bei ihrer Arbeit um die Wissenschaft und ihre Wirkung
auf den Menschen. Sie besitzt die Fähigkeit, einen komplexen
Sachverhalt auseinander zu nehmen und ihn verständlich wieder
zusammenzusetzen und zu visualisieren. Kasmauski war im sechsten Monat
schwanger, als sie den Auftrag über Viren bekam. "Ich wollte
natürlich das Baby keiner Gefahr aussetzen", sagt sie. Also
begann sie mit den Recherchen und verschob den riskanten Teil auf
die Zeit nach der Geburt ihrer Tochter Katie. "Ich hab Katie
abgestillt und war drei Tage später in Puerto Rico, um Drogenabhängige
zu fotografieren", erinnert sie sich. "Ich hätte nicht
gedacht, dass du das schaffen würdest", sagte ihr der Bildredakteur
später. Natürlich schaffte sie es.
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