![]() Albert Seba (1665-1736) Description exacte des principales curiosités naturelles du magnifique cabinet d’Albert Seba Locupletissimi rerum Naturalium Thesauri, accurata descriptio et ionibus artificiossimis expressio, per universam physices historiam. Opus cui, in hoc rerum genere, nullum per extisit, ex toto terrarum orbe collegit, digessit, descripsit et depingendum curavit Albertus Seba A Amsterdam, chez J. Westenium et Gul. Smith et Jansonius Waesberg, 1734/1735 5 Großfolio-Bände Alter Einband in rotem Maroquin-Leder, verzierter Rücken, Fileten, Goldschnitt Stiche von Dubourg, Tangé, de Bakker u.a., im 18. Jahrhundert in Aquarell und Gouache überarbeitet Die Enzyklopädie vor der Encyclopédie! Außer Ephraïm Chambers (um 1680-1740) in England und seiner Cyclopedia, or Universal Dictionary of Arts and Sciences (2 Foliobände, London 1728), dem wichtigsten Vorbild für Diderot und d’Alembert, das auch zu dem Namen Encyclopédie anregte, sind zunächst die zahlreichen Wörterbücher zu nennen, die Ende des 17. Jahrhunderts erschienen, etwa das von Antoine Furetière (1619-1688) von 1690, das die Académie 1694 publizierte und auf das man schon lange gewartet hatte. Dann das 1674 erschienene Grand Dictionnaire historique (Großes historisches Wörterbuch) von Louis Moreri (1643-1680). Was die neuesten naturwissenschaftlichen Entdeckungen auf so unterschiedlichen Feldern wie der Physik, der Astronomie oder der Zoologie erforscht hatten, machte die alten Dogmen der Kirche hinfällig, auch wenn die Kirchen sie weiterhin verteidigten. Das 1735 in Amsterdam erschienene Kabinett des Albert Seba kann als eine der schönsten Publikationen dieser Art gelten. © Petit Palais. Musée des Beaux-Arts de la Ville de Paris, Photo: Pierrain |