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Nicolas-Bernard Lépicié
( 1735 – 1784) Die Lektüre schwarze Kreide, Rötel und weiße Kreide (trois crayons) auf Papier Zunächst war Lépcié Schüler seines Vaters, eines 'graveur du roi' (königlicher Kupferstecher), dann studierte er bei Carle Van Loo; Zu seinen Lebzeiten wurde er aber vor allem als Genremaler berühmt. Betrachtet man die Gruppe mit der sich über ihre Tochter beugenden Mutter für sich, liegt es nahe, sie als Allegorie der mütterlichen Liebe zu deuten. Aber diese Szene, die für sich genommen etwas trivial-erbaulich anmutet, konnte ebenso Teil einer galanten Szene sein. Das entsprach ganz dem Geist des 18. Jahrhunderts, wenn man etwa an Emile von Rousseau (1762) denkt, bei dem die theoretische Erziehung ganz selbstverständlich in eine Erziehung der Gefühle, ja in eine sexuelle Erziehung übergeht. © Petit Palais. Musée des Beaux-Arts de la Ville de Paris, Photo: Pierrain |