Hubert Robert (1733 - 1808)
Die Medici-Venus, 1790
Öl auf Leinwand

In den vier hier gezeigten Gemälden Hubert Roberts kommt das Verhältnis des französischen 18. Jahrhunderts zu Italien und der Antike zum Ausdruck. Für die Künstler war ein Aufenthalt in Rom unumgänglich. Sie kamen nach Rom, um ihre Ausbildung zu vervollkommnen, und manche hatten das Glück, hier ihre Studien an der Académie de France fortsetzen zu können, in die auch Hubert Robert aufgenommen wurde. Hier fanden sie Themen, die sie inspirierten, hier konnten sie die italienischen Meister der Renaissance und der folgenden Epochen bis zu den Zeitgenossen studieren. Vor allem aber bot ihnen Rom seit der Mitte des 18. Jahrhunderts die Gelegenheit, die Antike wiederzuentdecken, an der man durch die gerade aufkommende Archäologie wieder Geschmack gefunden hatte. Dazu trugen die Ausgrabungen von Herculaneum und Pompeji ebenso bei wie die Schriften des deutschen Archäologen Johann Joachim Winckelmann (1717-1768), der als einer der wichtigsten Anreger für die klassizistische Kunst gelten kann.

© Petit Palais. Musée des Beaux-Arts de la Ville de Paris,
Photo: Pierrain

 
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