Jean-Joseph Dumons (1687 – 1779)
Adam und Eva im Paradies, um 1735
Öl auf Leinwand

An diesem Gemälde läßt sich exemplarisch zeigen, welche Rolle die Landschaft in der französischen Historienmalerei des frühen 18. Jahrhunderts spielte, und es läßt sich ermessen, wie sich die Vorstellungen von der Natur von Anfang bis Ende des Jahrhunderts entwickelt haben. Als man einen Künstler für die Erneuerung der Tapisserie-Manufaktur von Aubusson suchte, fiel die Wahl 1731 auf Dumons wegen seiner anerkannten Fähigkeiten als Landschaftsmaler. Die Landschaft war für ihn, in der Tapisserie wie in der Malerei, eine Kulisse, die man aus konventionellen Elementen mit einer schöne Lichtführung zu einem anziehenden Ganzen zusammenfügte. Es ging hier nicht um die Darstellung des irdischen Paradieses, sondern um die Darstellung von zwei akademisch gemalten Akten.


© Petit Palais. Musée des Beaux-Arts de la Ville de Paris,
Photo: Pierrain

 
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