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Simon-Mathurin Lantarat,
gen. Lantara (1729 – 1778) Das Gewitter schwarze Kreide auf Papier Lantara spezialisierte sich auf Darstellungen von Stürmen, Gewittern, entfesselten Fluten u. a. Die bereits deutlich 'präromantischen' Themen nahmen unverkennbar Anregungen aus Gedichten und Romanen der Zeit auf. Der Blitz, der die Luft durchzuckt, bringt eine Ahnung biblischer Schicksalshaftigkeit in das Bild. Poussin hatte in seiner Zeit diesen Typus der historischen Anspielung viel klarer und eindringlicher verwendet. Im 18. Jahrhundert wollte man - und darin lag vielleicht der Unterschied zu den traditionellen Vorbildern - eine zu deutliche Symbolik vermeiden, um dem gerecht zu werden, was man damals als die "Empfindung des Erhabenen" bezeichnete: eine gewalttätige Natur als Verkörperung des göttlichen Grolls. © Petit Palais. Musée des Beaux-Arts de la Ville de Paris, Photo: Pierrain |