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  GEIST UND GALANTERIE - MUSÈE DU PETIT PALAIS

Das Petit Palais


Die Weltausstellung im Jahre 1900 versetzte Paris in ein wahres Baufieber. Der Pariser Magistrat ließ der an den Champs Élysées zwei repräsentative Ausstellungsgebäude errichten, die heute als Grand Palais und Petit Palais einem großen internationalen Kunstpublikum bekannt sind.

Das kleinere Gebäude, von 1897 bis 1900 nach Plänen von Charles Girault errichtet, wurde am 11. Dezember 1902 als Museum eingeweiht und erhielt damals den offiziellen Namen Palais des Beaux-Arts de la Ville de Paris. Im Petit Palais sollten die Gemälde und Skulpturen ausgestellt werden, die ab 1870 von der Stadt Paris in den Salons oder direkt bei den Künstlern gekauft bzw. in Auftrag gegeben worden waren. Diese Sammlung von französischer Kunst aus dem letzten Drittel des 19. Jahrhunderts und aus den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts wurde im weiteren Verlauf erheblich ausgeweitet und stellt heute noch einen der beiden Grundpfeiler des Museums dar. Mit Kunstwerken aus dieser bedeutenden Sammlung wurde 1998 auch die Ausstellung "Von Ingres bis Cézanne" in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland bestückt.
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Fotos: Peter Oszvald, © KAH

Zur Ausstellung

Während der Renovierungsarbeiten im eigenen Haus zeigt das Petit Palais diesmal ausgewählte Werke der französischen Kunst des 18. Jahrhunderts. Denn seit 1902 gehört zu den Beständen des Museums auch eine umfangreiche Sammlung mit Kunstwerken früherer Epochen - darunter besonders zahlreiche Werke der französischen Kunst des 18. Jahrhunderts -, die von den Brüdern Eugène und Auguste Dutuit als testamentarische Schenkung der Stadt Paris vermacht worden waren. Diese Sammlung wurde regelmäßig ergänzt und erweitert, vor allem durch Zeichnungen und Gemälde des 18. Jahrhunderts von Fragonard, Greuze, Hubert Robert und David.

Eine großzügige Schenkung des amerikanischen Sammlerehepaars Edward und Julia Tuck aus dem Jahr 1930 ergänzt auf sehr glückliche Weise diese Sammlung alter Werke. Fast ausschließlich Kunstobjekte des 18. Jahrhunderts gelangten durch diese Schenkung in das Petit Palais.

Aus diesen Beständen sowie aus weiteren Sammlungskonvoluten wurde für die Ausstellung eine Auswahl von Werken des 18. Jahrhunderts zusammengestellt. Sie sind rund um vier Themenschwerpunkte angeordnet, deren Ziel es ist, das kulturelle Umfeld und die ästhetische Entwicklung jener Epoche vom Rokoko bis zum Klassizismus nachzuzeichnen. Es folgen zwei weitere thematische Kapitel, die sich der Wiederentdeckung des 18. Jahrhunderts durch das späte 19. Jahrhundert widmen sowie der Rolle, die das 18. Jahrhundert als Epoche von ausgeprägter ästhetischer Raffinesse für bestimmte Aspekte des künstlerischen Schaffens in den Anfangsjahren des 20. Jahrhunderts spielte.



Fotos: Peter Oszvald, © KAH


 
Homepage des Musée du Petit Palais


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