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Animierte Europakarte: Die Völkerwanderung
Der Ausschnitt zeigt die Bewegungen um 400 n. Chr. --> vergrößerte Ansicht Sie benötigen ein Flash-PlugIn für Ihren Browser
ROM UND DIE Ein Projekt der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn, des Rheinischen LandesMuseum, Bonn – ein Museum des Landschaftsverbandes Rheinland und der Architectura Virtualis GmbH, Kooperationspartner der Technischen Universität Darmstadt.
Teil der Ausstellung ist eine animierte Europakarte, mit deren Hilfe die gewaltigen Völkerbewegungen und Machtverschiebungen dieser Epoche über eine Zeitleiste und eine Achse mit den einzelnen Volksgruppen (Goten, Sueben, Vandalen, Angeln, Sachsen, Burgunder, Jüten, Thüringer, Elbgermanen, Hunnen, Slawen, Awaran, Gepiden und Franken) nachvollzogen werden können. Diese komplexen Vorgänge können dadurch räumlich und zeitlich erfasst werden. Am Anfang steht die größte Ausdehnung des Römischen Weltreiches über drei Kontinente - Europa, Asien und Afrika - kurz nach den Markomannenkriegen (161-180 n. Chr.), die als Vorboten der Völkerwanderung gelten. Die Animation beginnt am Anfang des 3. Jahrhunderts und setzt mit den Migrationsbewegungen der Goten ein, die sich aus dem südöstlichen Ostseeraum in Richtung Römisches Weltreich bewegen. Es folgen weitere Volksgruppen. Über den Dominoeffekt, den die Hunnen auslösen, wird ersichtlich, daß sich die einzelnen Bewegungen auch gegenseitig bedingen. Sie verdrängen z.B. Goten und Gepiden aus ihren angestammten Gebieten, die sich nun ihrerseits wieder neue Lebensräume erschließen müssen. Je weiter die Zeitachse sich entwickelt wird deutlich, wie aus Siedlungsgebieten einzelner Völker Reiche mit festen Grenzen werden. Die Expansionsbewegungen der Goten und Hunnen stehen beispielhaft für diese im wörtlichen Sinne bewegte Zeit, in der es keinen Stillstand gab und in der unglaubliche geographische Entfernungen überwunden wurden. Um 600 n. Chr., zum Ende der Spätantike, sind neue barbaro-romanische Reiche und neue politische Konstellationen entstanden. Im Ergebnis dieser Migrationsbewegungen entsteht ein neues Europa, in dem die Grenzen des neuzeitlichen Europas vorgeprägt werden. |
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