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Thomas Schütte
Big Buildings – Modelle und Ansichten
15. Juli bis 1. November 2010
Dreimaliger documenta-Teilnehmer in Kassel, Preisträger des Düsseldorfer Kunstpreises 2010 und des Goldenen Löwen der Biennale von Venedig 2005 als bester Einzelkünstler – der Düsseldorfer Thomas Schütte, geboren 1954 in Oldenburg, zählt zu den international wichtigsten deutschen Künstlerpersönlichkeiten.
Thomas Schütte ist es in den vergangenen drei
Jahrzehnten gelungen, klassische Bereiche der
bildenden Kunst, die von einer Avantgarde der
1960er und 1970er Jahre als Folklore und Kitsch
abgelehnt worden sind, wieder für die künstlerische
Kreativität zurückzuerobern und als gesellschaftlich
und ästhetisch hochbrisant zu etablieren. Dabei
steht das Arbeiten mit den Händen, das Zeichnen,
das Aquarellieren, das Modellieren, das Formen
mit Ton und Knetmasse, das Bauen mit Holz und
anderen Materialien im Zentrum seiner künstlerischen
Tätigkeit.
Seit den frühen 1980er Jahren hat Thomas Schütte
an architektonischen Modellen und Skizzen gearbeitet.
Das Spiel zwischen Klein und Groß, zwischen
Modell und Realisierung, zwischen Kunst als Modell
und Modell als Kunst durchzieht das gesamte Werk
und entfaltet in der Werkgruppe der architektonischen
Skulpturen eine direkt erfahrbare, sinnliche
Präsenz. Die Ausstellung legt ihren Schwerpunkt auf
dieses zentrale Thema.
Die Auseinandersetzung mit der Kunst des Bauens
und der gebauten Welt, mit Licht und Raum hat
nichts Geringeres als die Rückgewinnung der Architektur
für das Feld künstlerischer Arbeit zum Ziel.
Die Ausstellung macht deutlich, dass es Thomas
Schütte dabei sowohl um eine positive Alternative
als auch eine harsche Kritik geht, und versammelt
Meisterwerke, die kritischen Kommentar, ästhetische
Brillanz, Poesie und Humor in sich vereinen. Neben
Modellen in kleinerem Maßstab aus den vergangenen
drei Jahrzehnten werden auch erstmals begehbare
Realisierungen von zwei seiner künstlerischen
Entwürfe präsentiert, ein Ferienhaus für Terroristen
und ein One Man House. Begleitet werden sie von
gerade fertiggestellten neuen Skulpturen.
Medienecho
- „Das gesamte Formenrepertoire der Architektur scheint in Bonn dekliniert.“
(Der Tagesspiegel, Christiane Meixner, 19. August 2010)
- „Durchaus spektakuläre Beispiele besetzen dort die große Ausstellungshalle. Es gibt gewiss nicht viele Orte, wo sich die begehbaren Eins-zu-Eins-Bauten so mühelos und selbstverständlich präsentieren lassen und trotz der gewaltigen Ausmaße nicht erdrückend wirken.“
(Stuttgarter Zeitung, Stefanie Stadel, 12. August 2010)
- „In Bonn wird eine fulminante Werkschau geboten, die klein bei der puppengroßen, schrundig patinierten Bronze "Mann im Matsch" beginnt und groß mit einer ganz anderen 5,80-Meter-hohen "Mann im Matsch"-Version endet.“
(Saarbrücker Zeitung, Roland Gross, 2. August 2010)
- „Die Bundeskunsthalle richtet dem Düsseldorfer Bildhauer Thomas Schütte eine glänzende Schau aus. […] Insbesondere die Anbindung der Architektur und Skulptur an Schüttes wunderbares, altmeisterliches Oeuvre der witzigen und poetischen Zeichnungen (von dem in Bonn ein winziger Ausschnitt zu sehen ist) eröffnet ganz neue Welten.“
(General-Anzeiger, Thomas Kliemann, 15. Juli 2010)
- „Ronduit fenomenaal en meer dan indrukwekkend is de grote hal met enorme installaties/sculpturen die op het artistieke parcours van Thomas Schütte hier de ruimte vindt om te evolueren van maquette naar realiteit. […] Dit is een hoogst aangename en “verteerbare” expo die in ons land qua schaal en monumentaliteit moeilijk denkbaar is, niet alleen qua organisatie maar vooral qua “plaats”.
Vandaar: kijk (be)leef en bewonder deze machtige tentoonstelling in de voormalige en wat verweesde Duitse hoofdstad.
“
(Knack Magazine, Brüssel, Luk Lambrecht, 27. August 2010)
- „Die Bonner Schau erinnert eindrucksvoll daran, dass Schütte auf der Düsseldorfer Kunstakademie neben Reinhard Mucha oder Ludger Gerdes zur Gruppe der Modellbauer gehörte. […] Diese Mischung aus Bastelleidenschaft, politischem Bewusstsein und kunsthistorischem Mutterwitz zeichnet seine Modelle bis heute aus.“
(www.art-magazin.de, Michael Kohler, 15. Juli 2010)
- „Schütte ist ein Tausendsassa, in dessen Händen fast alles zu Kunst werden kann: Pappkartons, Spanplatten, Knetgummi oder was auch immer.“
(www.kultiversum.de, 14. Juli 2010)
- „Schütte erweist sich bis heute als einer der produktivsten, vielseitigsten und auch populärsten Bildhauer einer Generation, die sich in den 80er Jahren aus der diffusen Gemengelage des Postmodernismus freischwamm.“
(Kölner Stadt-Anzeiger, Martin Bochynek, 4. August 2010)
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