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DIE THRAKER - DAS GOLDENE
REICH DES ORPHEUS |
Rahmenprogramm
Freitag, 23. Juli, 17 Uhr
Ausstellungsrundgang
Was wir warum zeigen!
Die Archäologin Prof. Dr. Valeria Fol, Wissenschaftlerin
am Institut für Thrakologie in Sofia, gibt eine öffentliche
Einführung in das Thema der Ausstellung und stellt besonders
signifikante Objekte aus der jüngeren Grabungsgeschichte
vor.
Eintritt frei in Verbindung mit der Eintrittskarte zur Ausstellung.
Begrenzte Teilnehmerzahl. Anmeldung erforderlich.
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31. Juli, 21. August, 11. und 25. September
9. und 30. Oktober, 13. und 27. November, jeweils 16 Uhr (ca. 90 Min.)
Dia-Vortrag zur Ausstellung
Die Thraker – Mehr als Gold und Orpheus
Unter diesem Motto findet zu ausgewählten Terminen samstags die
Turnusführung als Dia-Vortrag statt. Studiendirektor Jürgen
Haffke führt in die Ausstellung ein und erläutert die Geschichte
des Kulturraums eines der ältesten indoeuropäischen Völker.
Begrenzte Teilnehmerzahl, keine Reservierung möglich.
Eintritt frei in Verbindung mit der Eintrittskarte zur Ausstellung.
Sonntag, 5. September, 11 Uhr
Twin Kingdoms
oder
Das Mädchen und der Drache
Eine Bühnenshow von Neshka Robeva
Twin Kingdoms ist eine moderne Interpretation des kulturellen Erbes
Bulgariens und des Balkans. Als Ausgangsmaterial dienen alte Volkssitten,
Riten, Lieder, Tänze und andere Ausdrucksmöglichkeiten, die
sich über Jahrhunderte in diesem Land akkumuliert haben. Auf geniale
Weise gelingt es Neshka Robeva in Script, Choreografie und Regie, die
traditionellen und sehr komplexen bulgarischen Rhythmen mit den ausdruckstarken
Volkstänzen zu verbinden. Nicht umsonst war sie 25 Jahre lang Cheftrainerin
der bulgarischen Nationalmannschaft für rhythmische Sportgymnastik,
mit der sie Weltmeisterschaften und olympische Medaillen gewann. Bühne
und Kostüme stammen von Prof. Konstantin Djidrov. Erzählt
wird die Geschichte vom Mädchen und dem Drachen, die ihren Ursprung
in Thrakien hat, bei uns besser bekannt durch die Variante Die Schöne
und das Biest. 35 Darstellerinnen und Darsteller werden die Besucher
des Forums der Kunst- und Ausstellungshalle durch einen faszinierenden
Mix aus Tanz, Musik und athletischem Schwung begeistern.
16,80 EUR / ermäßigt 9,10 EUR
(im Vorverkauf inkl. aller Gebühren)
17,- EUR / ermäßigt 9,50 EUR (Abendkasse)
(inklusive Ausstellungsbesuch)
Mittwoch, 6. Oktober, 19 Uhr
Doppelvortrag im Forum
Die Thrakologie am Beginn des 21. Jahrhunderts
Dr. Irina Shopova, Sofia
Archäologisches Forschungsinteresse an der Kultur der Thraker ist
seit etwa 200 Jahren nachweisbar und führte gegen Ende des 18.
Jahrhunderts zur Begründung einer eigenen Fachwissenschaft. Der
Vortrag gibt einen historiografischen Überblick über den aktuellen
Stand der Thrakologie.
Irina Shopova ist Archäologin mit Schwerpunkt frühchristliches
und römerzeitliches Thrakien; sie lehrt am Institut für Thrakologie
in Sofia.
Die thrakische Orphik oder Zwei Wege zur Unsterblichkeit
Prof. Dr. Valeria Fol, Sofia
Die thrakische Orphik war eine mündlich überlieferte Glaubenslehre
an die Unsterblichkeit des Menschen, deren Ursprung im Orient (Indien,
Persien) lag. Seit dem 6. Jahrhundert v. Chr. breitete sich die religiöse
Bewegung in Griechenland und im Mittelmeerraum aus.
Valeria Fol lehrt als Archäologin am Institut für Thrakologie
in Sofia und ist Spezialistin für das mykenische Thrakien und die
Bronzezeit.
Beide Vorträge in englischer Sprache.
Eintritt: 8 EUR ermäßigt 4,50 EUR (inklusive Ausstellungsbesuch)
Sonntag, 10. Oktober, 17 Uhr
Konzert im Forum
Orpheus’ Land
The Seven Saints · Bulgarisches Vokal-Ensemble
Das 1903 in der gleichnamigen Kathedrale von Sofia gegründete
Vokal-Ensemble ist nach den wichtigsten sieben bulgarischen Heiligen
benannt. In den zwanziger und dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts
zählte es unter dem Komponisten und Dirigenten Dobri Hristov zu
den besten Chören Bulgariens. Plattenverträge (Columbia, His
Master´s Voice) und Tourneen, u.a. auch nach Deutschland, begründeten
den Ruhm weit über die Landesgrenzen hinaus.
Seit 1992 leitet Dimitar Grigorov, Professor für Chorleitung und
Chormusik an der Staatlichen Akademie für Musik und Tanz in Plovdiv,
das international renommierte Ensemble.
Dargeboten werden Kompositionen von G. Arnaudov, S. Rachmaninow, P.
Tschaikowsky und I. Strawinsky.
Eintritt: 16,80 EUR / ermäßigt 9,10 EUR (VVK, inkl. Gebühren)
17 EUR / ermäßigt 9,50 EUR (Tageskasse, inkl. Gebühren)
Ticket-Hotline Bonn 0800 / 175 2750
Vorverkaufsstelle
(inklusive Ausstellungsbesuch)
Mittwoch, 20. Oktober, 19 Uhr
Vortrag und Konzert im Forum
Die Siedlungskammer von Drama.
Ein Deutsch-Bulgarisches Forschungsprojekt
Prof. Dr. Rudolf Echt, Saarbrücken
Zwischen 1983 und 2003 waren die Universitäten von Sofia und Saarbrücken
an einem gemeinsamen Projekt beteiligt, dessen Ziel die siedlungsarchäologische
Erforschung der Mikroregion von Drama (Südostbulgarien) war. Diese
in jeder Hinsicht innovative Grabung, die zur Entdeckung von hundert
Siedlungsstellen führte, zeigt die kontinuierliche kulturelle Entwicklung
vom Beginn der Besiedlung im Neolithikum bis zum Mittelalter.
Rudolf Echt war als einer der leitenden Archäologen am Drama-Projekt
beteiligt und lehrt als Professor für Vor- und Frühgeschichte
an der Universität Saarbrücken.
Orpheus’ Klänge. Antike Musik auf der Kithara
Mit einer musikhistorischen Einführung von Dr. Julia Valeva,
Sofia
Die bulgarische Kunsthistorikerin Dr. Elena Stoinova (Sofia) spielt
auf einer originalgetreu rekonstruierten Kithara alte Lieder des osteuropäischen
Kulturraums, wie sie zu Zeiten des thrakischen Sängers Orpheus
geklungen haben mögen.
Eintritt: 8 EUR / ermäßigt 4,50 EUR
(inklusive Ausstellungsbesuch)
Mittwoch, 27. Oktober, 19 Uhr
Vortrag und elektro-akustisches Hörbild
im Forum
Das Leben der neolithischen Bauern in Thrakien
Prof. Dr. Vassil Nikolov, Sofia
Durch bedeutende Grabfunde der letzten Jahre lässt sich die kulturelle
Entwicklung im neolithischen Thrakien (6. Jahrtausend v. Chr.) heute
relativ gut rekonstruieren. Anhand dieser Erkenntnisse werden die Tätigkeiten
der ersten thrakischen Bauern und deren frühe Siedlungsformen beschrieben.
Das häusliche Inventar gibt Aufschluß über die bäuerliche
Lebens- und Vorstellungswelt.
Vassil Nikolov ist Direktor des Museums für Archäologie und
Direktor des Archäologischen Instituts der Bulgarischen Akademie
der Wissenschaften in Sofia.
Herr Ohnestimme – Gesang vom Schwarzen Meer
Ralf Thenior, Text und Rezitation
Ralf Werner, Komposition - Violoncello, Sampler und Elektronik
Der Schriftsteller Ralf Thenior und der Cellist Ralf Werner präsentieren
ein elektroakustisches Bulgarien-Hörbild, in dem Textrezitationen,
Gesang, Volksmusik und Original-Geräusche zu einem surrealen Klangerlebnis
verschmelzen. Mit dieser Produktion waren sie 2002 auf Einladung des
Goethe-Instituts in Bulgarien auf Tournee.
Eintritt: 8 EUR / ermäßigt 4,50 EUR (inklusive Ausstellungsbesuch)
Sonntag, 7. November, 17 Uhr
Film im Forum
Orphée – Der Tod und die Liebe des Dichters
Frankreich, 1949/50
Original mit deutschen Untertiteln, 95 Min.
Buch und Regie: Jean Cocteau, Kamera: Nicolas Hayer
Musik: Georges Auric
Mit Jean Marais, Maria Casarès, Marie Déa
Francois Périer, Juliette Greco u.a.
Als der französische Dichter, Künstler und Regisseur Jean
Cocteau seine moderne Adaption der klassischen Sage vom thrakischen
Dichter Orpheus und seiner Frau Eurydike filmisch inszenierte, versuchte
er damit seine Idee vom Film als einem Gesamtkunstwerk zu verwirklichen.
Die archaische Handlung verwandelte Cocteau in eine zeitgenössische
Kriminalgeschichte, die im poetischen Sinn den unaufhörlichen Tod
des Dichters thematisiert, aber auch von seiner Unsterblichkeit und
der Unmöglichkeit absoluter Liebe erzählt. Mit diesem Werk,
das nach Cocteaus Vorstellung “einerseits in den Mythos und andererseits
in das Übersinnliche eintaucht”, schrieb er Filmgeschichte.
Eintritt: 8 EUR / ermäßigt 4,50 EUR (inklusive Ausstellungsbesuch)
Achtung, neuer Temin:
Mittwoch, 10. November, 19 Uhr
Vortrag in der Lounge
Die rätselhafte Zipfelmütze der Phryger
Zur Typologie der Phrygischen Mütze von der homerischen
Urform bis zum Moderequisit von heute
Dr. Gérard Seiterle, Konstanz
Die ursprünglich von den antiken Phrygern entwickelte Kopfbedeckung
wurde von vielen orientalischen Völkern übernommen. Zu den
bekanntesten thrakischen Trägern gehörten Orpheus und die
Göttin Bendis. Später trugen sie die Krieger und Amazonen
in der Ilias.
Die Mütze mit dem typisch rundlichen Zipfel lebte als Freiheitssymbol
der französischen Jakobiner wieder auf. Als letzte in der Entwicklungsreihe
tragen – auf profaner Ebene – eine vergleichbare Variante
der Zipfelkappe die Zwerge und Schlümpfe. Doch handelt es sich
bei diesem Requisit ursprünglich nicht um einen banalen Modegag,
denn Urform und Material deuten auf eine besondere magische Kraft der
Phrygischen Mütze hin.
Dr. Gérard Seiterle ist Archäologe und war von 1986 bis
1999 Direktor des Museum zu Allerheiligen Schaffhausen. Er nimmt regelmäßig
an Ausgrabungen (u.a. in Ephesos) teil.
Eintritt: 8 EUR / ermäßigt 4,50 EUR (inklusive Ausstellungsbesuch)
Mittwoch, 24. November, 19 Uhr
Konzert im Forum
East · Quintett für Klarinette und Streichquartett
von Claudio Puntin (2002/2003)
Das Quintett EAST ist eine Hommage an die Musik Osteuropas. Der Komponist
Claudio Puntin thematisiert in einzelnen Sätzen seine musikalische
Beziehung zu den Musikern, die sein Werk maßgeblich prägten.
Elemente der Volksmusik erscheinen als Material und bilden den inspirativen
Ausgangspunkt seiner Sätze zu rumänischer, armenischer und
bulgarischer Musik.
Claudio Puntin zählt zu den gefragtesten zeitgenössischen
Klarinettisten. Als Solist (u.a mit Ensemble Modern, Fred Frith, WDR
Rundfunk Orchester) und Mitbegründer zahlreicher Ensembles geht
er regelmäßig weltweit auf Tournee.
Das von der isländischen Violonistin Gerdur Gunnarsdóttir
gegründete Streichquartett RED URG 4 widmet sich aktueller grenzüberschreitender
Musik. Sie arbeitet als Solistin auch für Film-, Hörspiel-
und Ballettmusik. Alle Musiker sind u.a. Mitglieder des Gürzenich-Orchesters
Köln, Ensemble Modern, Ensemble Contrasts.
Claudio Puntin -- Klarinette
RED URG 4
Gerdur Gunnarsdóttir -- Violine
Jana Andraschke -- Violine
Mirjam Götting -- Viola
Daniel Raabe -- Violoncello
Eintritt: 17,90 EUR / ermäßigt 12,40 EUR (VVK, inkl. Gebühren)
18 EUR / ermäßigt 13 EUR (Abendkasse, inkl. Gebühren)
Ticket-Hotline Bonn : 0800 / 175 2750 Vorverkaufsstelle
(inklusive Ausstellungsbesuch)
Freitag, 23. Juli bis Sonntag, 28. November
Videoprojektion im Forum
Täglich im Rahmen der Öffnungszeiten der Ausstellungen, falls
keine anderen Forumsbelegungen vorliegen
Das kosmische Ei
Orpheus bezaubert Tiere und Bäume
Orpheus, gottbegnadeter Sänger und Kithara-Spieler, bezaubert
durch Gesang und Musik alle Tiere und Bäume. In seinen Liedern
erzählt er von der Entstehung des Universums aus einem kosmischen
Ei. Stephen W. Hawking, weltberühmter Astrophysiker und Mathematiker,
bezaubert mit seinen populärwissenschaftlichen Bestsellern Millionen
Leser. In seinen Büchern erzählt er von der Entstehung des
Universums aus einem kosmischen “Big Bang”. In der Videoprojektion
wird das klassische Orpheus-Motiv als Collage inszeniert. Hawking /
Orpheus besingt, von einer elektronischen Soundkomposition begleitet,
die Entstehung des Universums.
Maxim Tyminko -- Videoloop
Gleb Choutov -- Sounddesign
Ludmila Voropai -- Drehbuch
Katarzyna Paczesniowska-Renner -- Drehbuch und Produktion
Eintritt frei in Verbindung mit der Eintrittskarte zur Ausstellung.
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