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AUSSTELLUNGEN
  JAPANS SCHÖNHEIT, JAPANS SEELE

Rahmenprogramm


Freitag, 29. August

 
17 Uhr
Einführung in die Ausstellung
Kunst und Kultur des lebendigen Mittelalters in Japan
Prof. Dr. Josef Kreiner, Kurator der Ausstellung; Professor für Japanologie und Direktor des Japanologischen Seminars, Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn

19 Uhr
Die Kunst des Ikebana
Vortrag in japanischer Sprache mit Vorführung
Nobu Kurashige, Ikebana-Meisterin der Ikenobo-Schule des Ikebana, Kyoto

Die Ikenobô-Schule ist nicht nur eine der größten der über 1500 Schulen, die heute in Japan Ikebana lehren, sie gilt auch als „Stammhaus“ der traditionsreichen Blumenkunst. Der Legende nach hatte die Priesterfamilie Ikenobô bereits seit Anfang des 7. Jahrhunderts im Choho-Tempel zu Kyoto das buddhistische Blumenopfer gepflegt, aus dem sich in Japan das Ikebana als eigenständige Kunstform herausbildete.
Nobu Kurashige wird in ihrem Vortrag sowohl die historische Entfaltung des Ikebana, seine verschiedenen Stile und Gestaltungsregeln nachzeichnen, als auch die zugrunde liegenden philosophischen Grundlagen erläutern und anhand von praktischen Beispielen illustrieren. Insbesondere wird die Vortragende auf das von ihr nach historischen Quellen aus dem Jahre 1678 rekonstruierte große Blumengesteck in Foyer der Bundeskunsthalle eingehen und dessen Schönheit in der Raumverteilung, Farbzusammenstellung und Bewegung erklären.

Mit freundlicher Unterstützung der Ikenobô-Schule des Ikebana, Kyoto.

 
Einführung zur Ausstellung
Öffnungszeiten, Anfahrt, etc.
Katalog
Führungen
Rahmenprogramm
Filme in der Ausstellung
Filmpremiere Takeshi Kitano
Workshops
Seminar Erwachsenenbildung

Eintritt: 6,50 / ermäßigt 3,50 €
Die Eintrittskarte gilt auch für den Besuch der Ausstellung.


Dienstag, 2. September
19 Uhr
 


Vorführung der Kulturfilme "Das No-Theater" und "Die No-Maske"
im Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, Willy-Brandt-Allee 14, 53113 Bonn.
Zur Vorbereitung und zum besseren Verständnis hohen japanischen Theater-Kunst "Nō" und zur Einstimmung auf diese einmaligen Darbietungen vom 5. bis 7. September in der Kunst- und Ausstellungshalle zeigt die Deutsch-Japanische Gesellschaft Bonn e.V. zwei Kulturfilme.

Der Film "Das Nō-Theater" (40 Min., in deutscher Sprache) behandelt Allgemeines über die klassische Theaterform Nō, die häufig mit dem antiken griechischen Theater verglichen wird, da dort ebenfalls Masken, Chor und Musik eingesetzt wurden. Im zweiten Film ("Die Nō-Maske", 35 Min., in deutscher Sprache) werden die Verschiedenheit der Masken sowie ihr Einsatz innerhalb des Nō-Spiels auf anschauliche Weise dargestellt. In eindrucksvollen Bildern werden dem Zuschauer die besonderen Anforderungen vermittelt, die die hohe Symbolik und Stilisierung an den Schauspieler stellen. Dadurch erwacht die starre Maske im szenischen Einsatz zu einzigartig schönem, ausdrucksstarkem Leben. Eine Veranstaltung der Deutsch-Japanischen Gesellschaft Bonn e.V. in Zusammenarbeit mit dem Japanischen Kulturinstitut, Köln (The Japan Foundation).

 
Der Eintritt ist frei.


Mittwoch, 3. September
19 Uhr
 


Das japanische Nō-Theater: Tradition und Gegenwart
Prof. Haruo Nishino, Direktor des Nogami Memorial Institute for No Studies, Hosei Universität, Tokyo
Vortrag in japanischer Sprache, Übersetzung: Prof. Dr. Josef Kreiner
In Zusammenarbeit mit dem Japanologischen Seminar der Universität Bonn

Das japanische Nō--Schauspiel ist in der Muromachi-Periode entstanden und hat seine klassische Form in der frühen Neuzeit (Edo-Periode) erhalten. Es hat schwierige Zeiten wie die Meiji-Restauration, das Kantô-Erdbeben und den Zweiten Weltkrieg überdauert, und wie ein Phönix erlebt diese traditionelle Theaterform in der modernen Gesellschaft eine neue Blüte.
Der Vortrag wird vor dem Hintergrund der historischen Entwicklung der Frage nachgehen, was das Wesen des Nō- seit den Zeiten Kan'amis und Zeamis, der beiden Begründer des Nō-, ausmacht und von daher auch die japanische Ästhetik hinterfragen. Schließlich werden einige moderne Ansätze untersucht, die neuen Entwicklungen und Möglichkeiten des Ausdrucks im Nō--Theater nachgehen.
Mit freundlicher Unterstützung des Nogami Memorial Institute for Noh Studies, Hosei Universität, Tokyo.

 
Eintritt: 6,50 / ermäßigt 3,50 €
Die Eintrittskarte gilt auch für den Besuch der Ausstellung.


Donnerstag, 4. September
15 Uhr
 


Einladung an junge Theaterfreunde:
Japanisches Nō-Theater

Kostenfreie Aufführung für Schüler am 4. September 2003

Für alle theaterbegeisterten Schülerinnen und Schüler bietet die Bundeskunsthalle am Donnerstag den 4. September 2003, um 15 Uhr kostenfrei den Besuch einer Nō-Theater-Vorstellung in original japanischer Version an.

Die Vorstellung gehört zum Rahmenprogramm der Ausstellung „Japans Schönheit, Japan Seele“ und wird von einer Nō-Theater-Gruppe aufgeführt, deren Meister als „lebender Staatsschatz Japans“ ausgezeichnet wurde.
Das Nō-Theater ist die Form des traditionellen Theaters aus dem alten Japan und erlebt gegenwärtig ein großes Interesse in aller Welt.

„Nō“ bedeutet übersetzt: Vollendung. Das Nō-Theater integriert Tanz, Musik, Sprache und Gesang und konzentriert sich auf symbolische Darstellung. Es ist die Kunst des Einfachen und der sanften Anmut und lebt durch stilisierte Bewegungen, typisierte Masken und einen Chor, der die Handlungen kommentiert.

Die Aufführung könnte eine schöne Anregung für das eigene Spielen und Erleben von Theater sein.


 
Eintritt frei.
Schüler- bzw. Theatergruppen werden gebeten ihren Besuch beim Fachgebiet Pädagogik anzumelden: Tel. 0228 / 9171-243


Freitag, 5. September
 
 

14.30 Uhr
Einführungsvortrag zu Kagura-Kulttanz
Prof. Dr. Josef Kreiner


15 bis 18 Uhr
Tanz im Foyer und Vorhof
Shiroyama-Kagura – Japanische Jahresfest-Kulttänze

Vier Gemeinden aus der Stadt Nōbeoka und Umgebung (Insel Kyushu) zeigen mit insgesamt 55 Tänzern und Musikern traditionellen Kulttanz in zeremoniellen Festtrachten. Die Maskentänze behandeln Themen japanischer Mythen und Legenden.

Veranstaltungshinweis
Weitere Auftritte der Kagura-Gruppe:
Samstag, 6. September, 20 Uhr auf dem Bonner Marktplatz im Rahmen des Bonner Sommers, Eintritt frei
Sonntag, 7. September, 14 bis 16 Uhr, Japanische Internationale Schule Düsseldorf, Eintritt frei
Sonntag, 7. September, 16 Uhr, Köln, Freilichtbühne am Aachener Weiher (bei
Regen im Saal des Japanischen Kulturinstitutes, Universitätsstr. 98, 50674
Köln) im Rahmen der Reihe "Sommer Köln 2003", Eintritt frei
weitere Informationen

In Düsseldorf und Köln wird jeweils eine Abordnung der Kagura-Gruppe zu sehen sein.

 
Der Eintritt ist frei.


Freitag, 5. September
20 Uhr

 
No-Plakat oben No-Plakat unten

Theater im Forum
Nō-Theater Katayama aus Kyoto
Premiere
Präsentiert von Nobeoka Tenkaichi No

Nō-Theater ist die älteste Form des traditionellen Theaters in Japan und hatte seine Blütezeit im 14. Jahrhundert. Nō heißt übersetzt „Vollendung“ und ist ein Gesamtkunstwerk aus Tanz, Musik, Sprache und Gesang.
Unter Einfluss der höfischen Gesellschaft entwickelte sich eine hochstilisierte Spielform, die eine auf Sparsamkeit und Abstraktion ausgerichtete symbolische Darstellung zum Ziel hat.
Nō-Theater ist die Kunst des Einfachen und der sanften Anmut (yugen). Dazu gehören stilisierte Bewegungen, typisierte Masken und ein die Handlung kommentierender Chor.
Die berühmte Gruppe Katayama stammt aus Kyoto und gehört der Kanze-Schule des Nō an, die sich direkt auf Kan’ami und Zeami, die Begründer des Nō-Schauspiels im 14. Jahrhundert, zurück führen lässt. Sie zeigt zum ersten Mal in Europa die original japanische Version ihres Nō.
Herr Katayama Kuroemon, einer der 15 Schauspieler und Musiker, ist als „lebender Staatsschatz“ Japans ausgezeichnet. Eigens für diese Aufführungen wurde eine Original Nō-Bühne aus geweihtem Holz entworfen, die in Japan angefertigt und dann im Forum von Spezialisten mit allen Original-Requisiten aufgebaut wird.

Programm:
"Okina"
Ein ganz besonderes Stück unter den Nō Programmen, ist "Okina" mehr ein heiliger Ritus als ein typische Nō Aufführung. Als zeremoniellster Tanz des Nō hat es eine erfrischende und zugleich Ehrfurcht erregende Ausstrahlung göttlicher Festlichkeit. Da es generell als Highlight eines Abends oder zur Bühnenweihe aufgeführt wird, ist es höchst geeignet, die Eröffnung der Bonner Nō-Aufführung mit diesem traditionellem Stück zu feiern.
Darsteller: Kuroemon Katayama / Yojuro Nomura / Hiroshige Kawamura

"Hagoromo"
Ein Stück das auf einer in Japan weit bekannten Sage basiert. Das Gewand einer Himmelsfee, mit dem sie vom Himmel an den Strand von Miho herabgeflogen ist, hat sich in den Ästen einer Kiefer verfangen und wurde von einem Dorffischer entwendet. Die Fee muss dieses zurückbekommen, um in den Himmel zurückkehren zu können. Eine Fabel von der Schwanenjungfrau, wie man sie nicht nur in Japan kennt, wurde hier traditionell in eine Feen-Geschichte eingeflochten.
Darsteller: Kiyoshi Katayama / Kinya Hosho

Weitere Termine:
Samstag, 6. September, 20 Uhr
und Sonntag, 7. September, 11 Uhr




 
Sitzplätze: 29,70 (inkl. VVK), 27,20 (ArtCard, ArtVIP)
Stehplätze: 15,40 (inkl. VVK)

Samstag, 6. September
20 Uhr
 


Theater im Forum
Nō-Theater Katayama aus Kyoto
Präsentiert von Nobeoka Tenkaichi Nō

"Atsumori"
Die Geschichte findet im Nachklang der Schlacht von Ichinotani statt, eine Szene aus dem Heldenepos des Heike-Monogatari. Der General der Genji-Armee, Naozane Kumagai bestattet den Edelmann Atsumori Taira, den er selbst in der Schlacht erschlagen hat. Da kommt der Geist Atsumoris auf einer Flöte spielend zu ihm. Der Geist zeigt ihm, wie man sich noch in der Vornacht der Schlacht mit Koto-Klängen des Lebens erfreut hatte und dankt Naozane für die Bestattung. Am Beispiel des tragischen Todes des talentierten Flötenspielers wird hier die Grausamkeit eines Kriegs symbolisch dargestellt.
Darsteller: Shinobu Mikata / Kinya Hosho / Und andere


"Aoi-no-ue"
Ein Stück aus dem Roman Genji-Monogatari. Die Dame Aoi-no-ue, die von einem Geist gequält krank darniederliegt (wird nur von einem Kimono dargestellt), wird von ihrem Peiniger, dem Geist der Dame Rokujo heimgesucht. Rokujo beweint den Verlust der Liebe des Prinzen Genji und wird in ihrer Trauer nach und nach von ihrem Haß gegenüber Aoi überwältigt, die der Grund für den Sinneswandel des Prinzen war. Die Eifersucht Rokujos verwandelt sie in eine Dämonin, die sich der leidenden Aoi-no-ue nähert.
Darsteller: Kiyoshi Katayama / Michiharu Wakebayashi / Kinya Hosho / Yojuro Nomura / Und andere

 
Sitzplätze: 29,70 (inkl. VVK), 27,20 (ArtCard, ArtVIP)
Stehplätze: 15,40 (inkl. VVK)


Sonntag, 7. September
11 Uhr
 


Theater im Forum
Nō-Theater Katayama aus Kyoto
Präsentiert von Nobeoka Tenkaichi No

"Tenko"
Eine Geschichte die im alten China spielt. Der Junge Tenko besitzt eine Trommel, die vom Himmel gefallen ist. Als der Kaiser befiehlt, diese ihm darzubringen, weigert sich Tenko und versteckt sich. Als er aber gefunden wird, ertränkt man ihn und nimmt ihm die Trommel ab. Der Kaiser versucht jedoch vergeblich die Trommel zu spielen, die in seinen Händen keinen Klang von sich gibt. In den Händen des Vaters des verstorbenen Tenko aber, erklingt ein Ton. Da bereut der Kaiser seine Taten und sorgt für eine festliche Bestattung für Tenko.
Darsteller: Kuroemon Katayama / Kiyoshi Katayama / Kinya Hosho / Yojuro Nomura / Und andere


"Tsuchigumo"
Eine Geschichte, die auf der Legende von dem schrecklichen Wesen Tsuchigumo - der Erdspinne beruht. Das Monster versucht, mit seinen Spinnweben den mutigen Krieger Yorimitsu Minamoto im Schlaf zu überwältigen. Yorimitsu gelingt es jedoch, sein Schwert zu ergreifen und den Angriff abzuwehren. Dabei verletzt er die Spinne. Seine Soldaten folgen der Blutspur, die das fliehende Monster hinter sich läßt, gelangen zu dessen Höhle und besiegen es.
Darsteller: Shinobu Mikata / Kinya Hosho / Und andere

 
Sitzplätze: 29,70 (inkl. VVK), 27,20 (ArtCard, ArtVIP)
Stehplätze: 15,40 (inkl. VVK)


Mittwoch, 10. September
19 Uhr
 


Tee und die Kultur Japans
Prof. Isao Kumakura, National Museum of Ethnology und Postgraduate University of Advanced Studies, Osaka
Vortrag in japanischer Sprache, Übersetzung: Prof. Dr. Josef Kreiner
Canon Foundation Lecture
In Zusammenarbeit mit dem Japanologischen Seminar der Universität Bonn

In der Teezeremonie Cha no yu sind verschiedene Elemente der Kultur Japans enthalten, angefangen von hoher Kunst und Kunsthandwerk über Architektur und Gartenbaukunst, Ikebana und Weihrauch-Zeremonie, bis hin zu Etikette und Lebensstil. Diese Elemente werden durch den Gedanken des wabi, einer Ästhetik des Einfachen und Ruhigen zusammengehalten, gleichzeitig aber auch unverwechselbar geprägt.
Im "Teeweg" hat von Anfang an die Bewirtung der Gäste die zentrale Rolle gespielt, auch wenn dies in der heutigen Form der meist verkürzten Teezeremonie nicht immer so deutlich hervortritt. Der Vortrag wird auf diesen Aspekt besonderes Gewicht legen und seiner Bedeutung für die Entwicklung der japanischen Koch- und Esskultur nachgehen.
Mit freundlicher Unterstützung des Restaurant Kamijo, Michaelplatz 6, 53177 Bonn.

 
Eintritt: 6,50 / ermäßigt 3,50 €
Die Eintrittskarte gilt auch für den Besuch der Ausstellung.


Mittwoch, 17. September
19 Uhr
 


The Samurai: The art of war, the arts of peace
Gregory Irvine, Kurator, Asian Department, Victoria & Albert Museum, London
Vortrag in englischer Sprache
Übersetzung und Schwertkunst-Vorführung: Dr. Sigrun Caspary

Im alten Japan waren sie zunächst die bewaffneten Begleitpersonen des Adels, später standen sie als Angehörige einer gefürchteten Kriegerkaste mit einem strengen Ehrenkodex (bushido) selbst an der Spitze der sozialen Hierarchie. Gregory Irvine wird jedoch nicht nur auf die kriegerischen Fertigkeiten der Samurai und ihre bekanntesten Attribute (furchterregende Rüstungen und Schwerter) eingehen, sondern auch auf das weniger bekannte, intellektuelle und kulturelle Leben der Elite-Krieger, die sich vorwiegend in Friedenszeiten auch Studien der Literatur, Geschichte und der Künste widmeten.

 
Eintritt: 6,50 / ermäßigt 3,50 €
Die Eintrittskarte gilt auch für den Besuch der Ausstellung.


Mittwoch, 24. September
19 Uhr
 


Dichtkunst zum Betrachten
Vortrag
Dr. Maria-Verena Blümmel, Lehrbeauftragte am Japan-Zentrum der Philipps-Universität Marburg

Klassische japanische Lyrik wurde nicht nur wegen Inhalt und Form, sondern auch als wichtiges Element des gesellschaftlichen Miteinanders hochgeschätzt. Deswegen kam gerade ihrer schriftlichen Fassung ein hoher Stellenwert zu, da sie in dieser Form zu einem kleinen "Gesamtkunstwerk" wurden, das sowohl die Aussage eines Gedichtes beträchtlich erweitern konnte, wie auch Rückschlüsse auf die Bildung des Verfassers bzw. der Verfasserin zuließ.
Diese Verwendung im gesellschaftlichen Leben und die vielschichtige Ausgestaltung der Lyrik - als Brief oder als Bildrolle - stehen im Mittelpunkt des Vortrags.


 
Eintritt: 6,50 / ermäßigt 3,50 €
Die Eintrittskarte gilt auch für den Besuch der Ausstellung.


Mittwoch, 1. Oktober
19 Uhr
 
  Die Kalligraphie Japans

 
  Hiroyuki Shimatani
Abteilungsleiter Ausstellungen am Tokyo National Museum
Tokyo National Museum
Vortrag in japanischer Sprache
Übersetzung: Tomoë Kreiner

Japan hat vor der Übernahme der chinesischen Wort-Bild-Schriftzeichen, kanji ("chinesische Schrift") genannt, keine eigene Schrift besessen. In der Kultur der Heian-Periode (794-1185) entwickelte man zunächst einen eigenen, leichten und flüssigen Schreibstil, und dann daraus die beiden Silbenschriften des kana-Alphabets. Diese neue Schriftform beeinflusste die Entwicklung der japanischen Literatur und Poesie. In der Folge empfing Japan zwar immer wieder Impulse von Seiten der chinesischen Kalligraphie, entwickelte jedoch eigenständige Formen der Schönschreibekunst. Im Vortrag werden Ästhetik, Inhalt und Persönlichkeit des Schreibers als mögliche Betrachtungsweisen japanischer Kalligraphie an Hand konkreter Beispiele von Mitgliedern der Hocharistokratie und des Schwertadels, von Mönchen und Kaufherren des Mittelalters besprochen.


 
Eintritt: 6,50 / ermäßigt 3,50 €
Die Eintrittskarte gilt auch für den Besuch der Ausstellung.


Sonntag, 5. Oktober
10.30 Uhr: Nur für Kinder ab 6 Jahren
16.30 Uhr: Nur für Erwachsene

 
Pointer - Der Märchenerzähler Märchen aus dem alten Japan
Mit einem Erzähler in der Ausstellung

Aus dem reichen Schatz japanischer Volksmärchen wählt der Märchenerzähler
Alfred Pointner die schönsten aus, um seine Zuhörer in die Kunst dieser
fernöstlichen Erzähltradition einzuführen. Durch seinen lebendigen Erzählstil
vermittelt er Kindern auf unterhaltsame Weise japanische Lebensgewohnheiten
und Kultur. Erwachsene schätzen japanische Märchen vor allem aufgrund ihrer unverwechselbare Poesie.
 

Teilnahmegebühr für Kinder: 3,50 Euro
Teilnahmegebühr für Erwachsene: 5,50 Euro / erm. 4,50 Euro
Begrenzte Teilnehmerzahl, Vorverkauf an der Kasse/Info im Foyer möglich


Mittwoch, 8. Oktober
19 Uhr
 
  Architektur der Muromachi- und Momoyama-Periode an Hand ausgewählter Beispiele
Vortrag
Dr. Christoph Henrichsen, Landesamt für Denkmalpflege, Hessen
In Zusammenarbeit mit dem Japanischen Kulturinstitut Köln

Die in der Ausstellung dargestellte Epoche brachte auch für den Bereich der Architektur viele Neuerungen, von denen manche, wie etwa Bildnischen und mit Tatami-Matten ausgelegte Räume, zum Inbegriff japanischer Architektur wurden. Bei den vorgestellten Bauwerken liegt der Schwerpunkt auf den in dieser Periode neu aufkommenden Architekturgattungen, nämlich Studios, Teehäuser und Burgen. Neben den gestalterischen Merkmalen wird besonders auf die technische Entwicklung wie etwa das Aufkommen neuer Werkzeuge und Plantechniken eingegangen.

 
Eintritt: 6,50 / ermäßigt 3,50 €
Die Eintrittskarte gilt auch für den Besuch der Ausstellung.


Mittwoch, 15. Oktober
19 Uhr
 
  Kumihimo – Die Kunst der geflochtenen Seidenschnüre
Hôkô Tokoro, Kumihimo-Meisterin, Gifu
Vortrag in japanischer Sprache mit Vorführung und Ausstellungsbesuch
Übersetzung: Marie-Luise Legeland

Geflochtene Schnüre spielen in der japanischen Mode, Kultur und Religion seit über 2000 Jahren eine wichtige Rolle. Eine besondere Bedeutung hatten sie für die Samurai, deren Rüstungen aus einer Vielzahl einzelner Metallplättchen bestanden, die mit stabilen Schnüren zusammengehalten wurden. Die Kumihimo-Meisterin Hôkô Tokoro wird Geschichte und Formen der auch an Exponaten wie den Rüstungen und Schwertscheiden zu beobachtenden Flechtkunst vorstellen und den Vorgang des Flechtens in verschiedenen Mustern vorführen.

 
Eintritt: 6,50 / ermäßigt 3,50 €
Die Eintrittskarte gilt auch für den Besuch der Ausstellung.

   
 

 


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