Kino im Forum in Kooperation mit der Bonner Kinemathek
In lockerer Folge stellt die Kinoreihe zur Ausstellung der Tretjakow-Galerie Filme mit Musik von Dmitri Schostakowitsch vor, einem der bedeutensten russischen Komponisten des 20. Jahrhunderts.
Maxims Jugend (Yunost Maksima)
Russland 1935
Regie: Grigori Kozintsew, Leonid Trauberg
Musik: Dmitri Schostakowitsch
In lockerer Folge stellt die Kino-Reihe zur Ausstellung der Tretjakow-Galerie Filme mit Musik von Dmitri Schostakowitsch vor, einem der bedeutendsten russischen Komponisten des 20. Jahrhunderts.
Maxims Jugend erzählt im Stile eines romantischen Musicals die Geschichte des jungen Fabrikarbeiters Maxim, der als revolutionärer Störenfried gebrandmarkt wird.
Allein (Odna) Russland 1931, s/w, Länge: ca. 90 Minuten, DVD-Projektion
Regie: Grigori Kozintsew, Leonid Trauberg
Musik: Dmitri Schostakowitsch
Mit einer Einführung in Film und Musik von Hans-Joachim Schlegel, Berlin.
Das Leben der jungen Lehrerin Jelena Kusmina könnte so schön sein in Leningrad, wäre sie nicht unerwartet ins ferne Altai-Gebirge abberufen, um dort den Kindern Lesen und Schreiben beizubringen. Zunächst protestiert sie gegen diesen Einsatz, tritt dann aber ihren Schuldienst bei den Schafzüchtern im Altai an...
Für diesen unorthodoxen Film entstand eine außergewöhnliche Musik mit einem raffinierten Instrumentarium: Schostakowitsch schrieb für großes Orchester und Sänger, Obertongesang, Orgel und Theremin, ein elektro-magnetisches Instrument, das hier zum ersten Mal bei einem Film eingesetzt wird.
Die Stechfliege (Ovod) Russland 1955
Regie: Aleksandr Fajntsimmer, Iosif Shapiro
Musik: Dmitri Schostakowitsch
Erzählt wird die Geschichte eines italienischen Freiheitskämpfers (genannt „die Stechfliege“) im Befreiungskampf Italiens von der Österreichischen Herrschaft im 19. Jahrhundert, der als Protagonist der Revolution nach schillernden und romantischen Abenteuern den Heldentod stirbt.
Film nach dem Roman The Gadfly von Ethel Lilian Voynich, 1897 in den USA erschienen. Das Thema hatte nach dem Sieg der Revolution in Russland einen ungeheuren Erfolg. Die Novelle über die Kämpfe und Leiden eines internationalen Aktivisten in Italien war in der Sowjetunion ein Bestseller und Schullektüre.
Die in Form einer zwölfsätzigen Suite gehaltene Filmmusik (op. 97) erfreut sich in ihrer Vielfalt und ihrem Ideenreichtum großer Beliebtheit.
Das neue Babylon Russland 1929
Regie: Grigori Kozintsew, Leonid Trauberg
Musik: Dmitri Schostakowitsch
Vor dem Hintergrund der Niederschlagung der Pariser Commune 1871 wird die Geschichte von Louise und Jean erzählt, deren Liebe in Zeiten des offen ausgetragenen Klassenkampfes keine Chance hat. Louise, Verkäuferin im Kaufhaus "Das Neue Babylon" ist engagierte Kommunardin, Jean, ein politisch unbedarfter junger Mann vom Lande, steht als Soldat im Dienst der französischen Armee und ist gezwungen, die Commune zu bekämpfen. Das neue Babylon lebt von seinem furiosen Tempo und der karikaturistischen Überzeichnung. In den experimentellen Charakter des Films fügt sich perfekt die Musik des jungen Dmitri Schostakowitsch. Er komponiert eine Art musikalischer Montage: Walzer, Cancans und Operetten sind ebenso verwendet wie französische Volksmusik und Revolutionslieder.
Eyes wide shut USA / Großbritanien 1999, 159 Minuten
Regie: Stanley Kubrik
Musik: Dmitri Schostakowitsch
Der junge New Yorker Prominentenarzt William Harford (Tom Cruise) bewohnt mit seiner attraktiven Frau Alice (Nicole Kidman) und der Tochter Helena ein Luxusapartment in Manhattan. Eines Tages gesteht Alice ihrem Mann, sie sei kurz davor gewesen, einen Ehebruch zu begehen. Erschrocken darüber, das Sexualleben seiner Frau nicht unter Kontrolle zu haben, fährt er zu einem gerade verstorbenen Patienten...
Stanley Kubrick verlegte die Handlung von Arthur Schnitzlers bizarrer "Traumnovelle" aus Sigmund Freuds Wien in das New York am Ende des 20. Jahrhunderts und inszenierte das aufwühlende Psychodrama in erlesenen Bildern.
Eintritt 6 EUR / ermäßigt 3,50 EUR
Russlands Seele - Rahmenprogramm
Achtung, neuer Termin: Mittwoch, 11. Juli | 19 Uhr
Hamlet UdSSR 1963/64
Regie: Grigori Kozintsew, Leonid Trauberg
Musik: Dmitri Schostakowitsch
Der Regisseur Grigori Kozintsew war seit den frühen 1920er Jahren vom Hamlet-Stoff fasziniert. 1928 bildeten er und sein Regiepartner Leonid Trauberg zusammen mit Schostakowitsch ein Filmteam. Nach dem Krieg entzweiten sich die beiden Regisseure aus politischen Gründen, und beide hatten Mühe, ihre Karriere wieder aufzubauen. Schostakowitsch und Kosinzew setzten ihre Zusammenarbeit jedoch fort; 1954 brachten sie Hamlet heraus, verwendeten aber die 1941 für ihren König Lear entstandene Musik.
In musikalischer Hinsicht ist Hamlet weitgehend ein dreigleisiges Drama: die drei Personen, die im Mittelunkt der politischen und persönlichen Ereignisse stehen, erhalten jeweils ein Hauptthema. Schostakowitsch entwickelt diese Themen auf nahezu sinfonische Weise, indem er sie je nach Bedarf der Filmhandlung variiert oder miteinander kombiniert.