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AUSSTELLUNGEN
  RUSSLANDS SEELE


Themenführungen - Mit Experten durch die Ausstellung



Russlands Seele - Rahmenprogramm
Mittwoch, 23. Mai | 18.30 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung Russlands Seele
Themenführung
Mit Experten durch die Ausstellung


Pawel Tretjakow und die „Wanderer“

Mit den 1860-er Jahren sind in der russischen Geschichte einschneidende Reformen verbunden, die letztendlich starke Veränderungen in der Politik und Gesellschaft zur Folge hatten. In dieser Atmosphäre des Aufbruchs formierte sich die Künstlergemeinschaft der „Wanderer“, die 1871 mit einer ersten gemeinsamen Ausstellung in St. Petersburg für Aufsehen sorgte. Mit ihrer dem Realismus und der kritischen Interpretation verpflichteten künstlerischen Aussage stellten sie einen Gegenpol zur höfisch-akademischen Kunst dar und korrespondierten zugleich mit der zeitgenössischen Literatur.

Uschi Baetz ist Kunsthistorikerin, Kunstkritikerin und arbeitet als Kunstvermittlerin für verschiedene Ausstellungshäuser in Bonn und Köln.

Pfeil als LinksymbolTeilnahme nur mit schriftlicher Anmeldung


Russlands Seele - Rahmenprogramm
Mittwoch, 6. Juni | 18.30 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung Russlands Seele
Themenführung
Mit Experten durch die Ausstellung


Der Russische Symbolismus

Die Bedeutung der russischen Symbolisten für die russische Kunst des Fin de siècleund des beginnenden 20. Jahrhunderts wird im Vergleich mit Arbeiten der anderen Künstler in der Ausstellung deutlich. Die symbolistischen Maler, die dem Realismus und dem impressionistischen Naturalismus ablehnend gegenüberstanden, schufen in ihrer Kunst eine imaginäre Wirklichkeit jenseits des Sichtbaren; in ihren Bildern beschworen sie suggestive (Alp)träume, Visionen, Märchen und Fantasmen herauf. In Russland gelten Michail Wrubel und Viktor Borissow-Mussatow als die Begründer dieses neuen Stils in der Malerei. Wrubel, dessen fantastische Gestalten häufig durch die russische Folklore und Literatur inspiriert sind, und Borissow-Mussatow, der Maler nostalgischer Frauenfiguren in mystisch-verklärten Landschaften, werden anhand wichtiger Werke vorgestellt.

Dr. Beate Marks-Hanßen ist Kunsthistorikerin mit den Schwerpunkten Kunst des späten 19. und des 20. Jahrhunderts, Klassische Avantgarde, Kunstpolitik des Nationalsozialismus.

Pfeil als LinksymbolTeilnahme nur mit schriftlicher Anmeldung


Russlands Seele - Rahmenprogramm
Dienstag, 12. Juni | 18.30 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung Russlands Seele
Themenführung
Mit Experten durch die Ausstellung


Das Porträt als Spiegel der russischen Seele

Die im Umkreis des Sammlers Tretjakow entstandenen und teilweise in seinem Auftrag gemalten Porträts von Vertretern des russischen Kulturlebens stellen einen Höhepunkt einer sich einerseits an den westlichen Entwicklungen orientierenden, anderseits auch bewusst abgrenzenden Porträtkunst in der zweiten Hälfte des 19.Jahrhunderts dar. Waren die frühen Porträts aus der Sammlung Tretjakow noch stark von dem westeuropäischen, höfischen Repräsentationsgedanken geprägt, so zeigen sich bei den Porträts des 19. Jahrhunderts zunehmend spezifisch russische Elemente. Fast immer verband sich mit dem Porträtauftrag auch eine Repräsentationsabsicht, die über das rein Abbildende hinausging und Lebensumstände, Wirkungsabsicht und das Selbstverständnis einer ganzen Epoche zu erkennen gab.

Dr. Eva-Christine Raschke ist Kunsthistorikerin und Historikerin, Dozentin für Kunstgeschichte und Kunstvermittlung an verschiedenen Akademien und Hochschulen.

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Russlands Seele - Rahmenprogramm
Dienstag, 19. Juni | 18.30 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung Russlands Seele
Themenführung
Mit Experten durch die Ausstellung


Die Suche nach der Seele Russlands

Der Moskauer Industrielle Pawel Tretjakow suchte, wie viele seiner Epoche, nach der „russischen Seele“. Er meinte sie in der Malerei zu finden. Hier definierte und formte sich für ihn „Heimat“. Die wollte er sammeln: große Schicksalsmomente russischer Geschichte, alltägliche Tragödien und die phantastischen Welten der russischen Volksmärchen in Bildern. Wie seinem Zeitgenossen, Dostojewski, kam es Tretjakow dabei auf die „innere Wahrheit“ und die „Wahrhaftigkeit“ des Dargestellten an. Die russische Historien- und Genremalerei des 19. Jahrhunderts ist geprägt durch Ausdrucksstärke, ungeschönte Klarheit und emotionale Tiefe. Sie versucht den Menschen in seinem Innersten zu erfassen – ob nun Zar, Bauer oder Edelmann.

Dr. Susanne Blöcker ist Kunsthistorikerin mit den Schwerpunkten romantische und realistische Malerei und Fotografie des 19. Jahrhunderts und Kuratorin verschiedener Ausstellungsprojekte.

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Russlands Seele - Rahmenprogramm
Dienstag, 26. Juni | 18.30 Uhr

Rahmenprogramm zur Ausstellung Russlands Seele
Themenführung
Mit Experten durch die Ausstellung


"Für mich liegt die Schönheit ganz in der Wahrheit" –
der russische Künstler Ilja Repin

Ilja Repin ist einer der bedeutendsten russischen Künstler, der bereits zu Lebzeiten sowohl in Russland als auch in Europa Bekanntschaft erlangte. Er war Mitglied der so genannten Wandermaler-Vereinigung und leistete einen wesentlichen Beitrag zur Begründung und Entwicklung der russischen Kunst. Zu Sowjetzeiten wurde Repin als "Vorreiter" des Sozialistischen Realismus vereinnahmt. Nun gilt es ihn als hervorragenden  Maler und Porträtisten sowie aufmerksamen Beobachter seiner Zeit neu zu entdecken. Das Augenmerk richtet sich dabei besonders auf das monumentale Gemälde Kreuzprozession im Gouvernement Kursk, das erstmals in Deutschland zu sehen ist, sowie auf Porträts von Zeitgenossen, wie Leo Tolstoi, dem Komponisten Modest Musorgski oder dem Sammler Pawel Tretjakow.

Elina Knorpp M.A. ist Kunsthistorikerin und Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Jacobs University Bremen mit den Forschungsschwerpunkten Russische Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts.

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