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VENEZIA! - KUNST AUS VENEZIANISCHEN
PALÄSTEN |
VENEZIA! - Kunst aus venezianischen Palästen
Sammlungsgeschichte Venedigs vom 13. bis 19. Jahrhundert
27. September 2002 - 12. Januar 2003
Eine
Ausstellung der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland,
Bonn in Zusammenarbeit mit den Musei Civici Veneziani
Die einzigartige Lage Venedigs inmitten der Lagune "zwischen Himmel
und Wasser" wurde schon immer bewundert. Zum bis heute wirkenden Mythos
der ‚Serenissima', so der offizielle Titel der Republik Venedig, trug
und trägt aber vor allem auch die Kunst bei.
In Venedig selbst lässt sich die Vielfalt, Qualität und Originalität
der venezianischen Kunstsammlungen nur noch unvollständig erleben.
Die großen Sammlungen des 14. bis 19. Jahrhunderts sind auseinandergerissen,
ihre Bestandteile wurden in alle Welt verstreut. Was in Venedig selbst
verblieb, ist über die zahlreichen Museen der Stadt verteilt.
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Vittore Carpaccio
Der Löwe von San Marco
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Die Ausstellung VENEZIA!
lässt einige der schönsten Kunstsammlungen Venedigs wiederauferstehen.
Die enge Zusammenarbeit mit den Musei Civici Veneziani und zahlreiche
Leihgaben aus weiteren europäischen Museen ermöglicht nicht nur die
Präsentation von Gemälden so bedeutender Maler wie Giorgione, Tizian,
Tintoretto, Canaletto oder Guardi. Der besondere Reiz der Ausstellung
ist es, viele Hauptwerke der venezianischen Kunst in ihrem ursprünglichen
Sammlungszusammenhang betrachten zu können. Zu einer Sammlung des
späten 16. Jahrhunderts gehörten allerdings nicht nur Gemälde venezianischer
oder auswärtiger Meister (z. B. Dürer oder Bosch) sondern ebenso antike
und zeitgenössische Skulpturen, Münzen, prachtvoll illuminierte Bücher
und kostbare Schiffskarten.
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Giovanni
Antonio Canal, genannt Canaletto
Der Rio dei Mendicanti
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Die Ausstellung
spannt den Bogen von den mittelalterlichen Kostbarkeiten der Schatzkammer
von San Marco bis zu den Stoffen, Gemälden und Theaterdekorationen
aus dem Atelier des letzten venezianischen Maler- und Künstlerfürsten
Mariano Fortuny. Im Zentrum steht die bedeutendste Sammlung der venezianischen
Renaissance: Kostbare Handschriften, Gemälde und antike Statuen aus
dem Besitz der Familie Grimani werden in Bonn wieder zusammengeführt.
Sie sind so präsentiert wie sie zuletzt vor 450 Jahren zu sehen waren,
in einem Raum, der in Größe und Wanddekoration der Tribuna, der ‚Schatzkammer'
des Palazzo Grimani, nachempfunden ist.
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Mariano
Fortuny
Djellaba |
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Die Ausstellung zeigt,
daß die Sammlungsstruktur und die Präsentation der Kunstwerke vom
Zeitgeschmack sowie politischen und sozialen Aspekten mitgeprägt wird:
Kunst ist ein wichtiges Mittel der persönlichen Selbstdarstellung,
vor allem in einer Stadt mit über Jahrhunderte unveränderten politischen
Strukturen. So verdanken sich viele der in der Ausstellung zu bewundernden
Neuerungen der venezianischen Kunst der Konkurrenz der Sammler und
ihrem Bedürfnis nach künstlerischer Qualität und Originalität. Kunstbesitz
mehrte aber nicht nur das persönliche Ansehen der Auftraggeber und
Sammler, sondern auch den Ruhm der Stadt. So vermittelt die Ausstellung
über die Darstellung einer Geschichte des Sammelns eine Geschichte
der venezianischen Kunst- und Stadtgeschichte aus einer neuen, ungewöhnlichen
Perspektive.
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Pietro Longhi
Jagd in der Lagune
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Zur Ausstellung
erscheint ein gleichnamiger Katalog
mit ca. 418 Seiten und 560 meist farbigen Abbildungen. Die Buchhandelsausgabe
erscheint im Hatje Cantz Verlag. Beiträge von namhaften Autor wie
z.B. Gino Benzoni, Michel Hochmann, Stefania Mason, Lionello Puppi
und Giandomenico Romanelli u.v.a. präsentieren den Stand der Forschung
zur venezianischen Sammlungsgeschichte. Der Katalog wird so zum bislang
aktuellsten und umfassendsten Werk zu diesem wichtigen Aspekt der
Kunst- und Kulturgeschichte Venedigs.
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Parallel zur Ausstellung
entsteht in Zusammenarbeit mit Deutsche Grammophon – Archivproduktion
eine CD-Sonderedition „Eine venezianische
Weihnacht“. Sie ist nur in der Bundeskunsthalle erhältlich.
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Bernardo
Strozzi (1581-1644)
Die Musik (Bildnis der Barbara Strozzi) |
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