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AUSSTELLUNGEN
  VENEZIA! - KUNST AUS VENEZIANISCHEN PALÄSTEN

Zwischen Himmel und Wasser
Rahmenprogramm zur Ausstellung


Für alle Veranstaltungen gilt:

Die Anzahl der Sitzplätze im Studiolo ist begrenzt, deshalb bitte die Teilnahmekarten rechtzeitig erwerben.
Vorverkauf für die Veranstaltungen im Studiolo ist ab 27. September bei Kasse/Info im Foyer.
Eintritt 6,50 € / erm. 2,50 € (Schüler, Studenten, artcard).
Reservierung in beschränktem Umfang werktags 14 - 17 Uhr unter 0228 / 9171 263 möglich.

Reservierte Karten müssen bis eine Stunde vor der Veranstaltung abgeholt sein oder gehen dann in den freien Verkauf an die Abendkasse.

Die Teilnahmekarte ist auch für die Ausstellung gültig.

Für die Konzerte am 1. Oktober, 14. November und 11. Januar 2002 und die Lesungen am 10. November und 11. Januar 2003 gibt es ab sofort einen Vorverkauf unter der Ticket-Hotline Bonn 0800 / 175 2750.

Einführung zur Ausstellung
Öffnungszeiten, Anfahrt, etc.
Sammlungsgeschichte Venedigs
Ausstellungsplan und Texte aus der Ausstellung
Bilder aus der Ausstellung
CAD-Rekonstruktionen
Lageplan
Katalog
Führungen
Rahmenprogramm
Workshops
Audio-CD
Literatur in der Ausstellung
Seminar

  Informationen
Tel. 0228 / 9171-291
FAX 0228 / 9171-244
Pädagogik


Freitag,
27. September 2002,
17 Uhr
 
  Diavortrag im Forum (in italienischer Sprache mit Simultanübersetzung)

Sammler und Sammlungen in Venedig
Einführung in die Ausstellung

Giandomenico Romanelli

Der Generaldirektor der Musei Civici Veneziani Giandomenico Romanelli gibt eine überblicksartige Einführung in die Bonner Ausstellung. Der langjährige Kenner und Leiter der venezianischen Museen vermittelt die herausragende Stellung Venedigs innerhalb der europäischen Sammlungsgeschichte. Kenntnisreich beschreibt er die kunst- und kulturhistorische Bedeutung der Stadt.

Giandomenico Romanelli, Professor für Museologie und Sammlungsgeschichte. Seit 1979 Generaldirektor der Städtischen Museen Venedigs, Kurator zahlreicher internationaler Ausstellungen und Co-Kurator der Bonner Venezia!-Ausstellung.
 
 
Dienstag,
1. Oktober,
20 Uhr
 
   

Alte Musik im Forum

LA VENEXIANA
Cruda Amarilli: Die Kunst des italienischen Madrigals

Das Ensemble La Venexiana hat es sich zur Aufgabe gemacht, den Stil des italienischen Renaissancetheaters und der Comedia dell`Arte in seine musikalischen Interpretationen einfließen zu lassen. Ziel ist die Verbindung musikalischer und theatralischer Aspekte. Zu letzteren zählen insbesondere die Subtilität der Sprache, das Spiel mit den Gegensätzen zwischen Volkstümlichkeit und gehobener Sprache oder geistlichen und weltlichen Themen. In seinem Programm stellt La Venexiana Madrigale so unterschiedlicher Komponisten wie Sigismondo D'India, Luzzasco Luzzaschi und Carlo Gesualdo vor, deren Interpretationen dem Ensemble internationalen Ruhm eingebracht haben. Die Mitglieder von La Venexiana zählen in Europa zu den versiertesten Spezialisten auf dem Gebiet der Alten Musik, insbesondere des italienischen Madrigals. Das mehrfach preisgekrönte Ensemble tritt bei den renommiertesten Festivals und Konzertreihen in aller Welt auf.

Die Musiker haben mit einer unnachahmlichen Mischung aus einem warmen, mediterranen Gesangsstil, Textverständlichkeit und der Fähigkeit, die rhetorischen und harmonischen Raffinessen der Musik ans Licht zu bringen, eine völlig neue Art der Interpretation der frühen italienischen Musik etabliert.

LA VENEXIANA
Valentina Coladonato, Sopran
Giuseppe Maletto, Tenor
Sandro Naglia, Tenor
Daniele Carnovich, Bass
Claudio Cavina, Countertenor und Leitung

In Zusammenarbeit mit dem WDR 3 Hörfunk

Das Konzert wird vom Westdeutschen Rundfunk mitgeschnitten.
Sendetermine: WDR 3, Donnerstag, 3. Oktober, 16 Uhr und Samstag, 28. Dezember, 20.05 Uhr.

Programmreihe "Alte Musik" des WDR3: Informationen, Konzerte, Sendetermine


 
Eintritt: 12,-, / ermäßigt 8,- € (zzgl. der üblichen Gebühren) 14,- / ermäßigt 10,- €
(Abendkasse zzgl. Ticketgebühr)

Tickets können telefonisch unter der Ticket-Hotline Bonn 0800 / 175 275 0 bestellt werden.


Samstag,
26. Oktober, ab 19.30 Uhr
 
    6. Bonner Lange Museumsnacht

Unter dem Motto Carnevale di Vnezia bieten wir Ihnen ein abwechslungsreiches Programm: Lebende Bilder mit Masken, Kostümen und Musik begegnen Ihnen im Foyer. Zwischen 19.30 und 23.30 machen unserer halbstündlichen Sonderführungen Gondelfahrt durch fünf JAhrhunderte mit ausgewählten Obhekten der Ausstelllung bekannt., Junge Musiker interpretieren Venezianische Musik vom 14. bis 19. Jahrhundert. Italienische DJs legen ab 23.30 im Restaurant Diners auf. Ab 20 Uhr heißt es Wissenschaft im Museum: Die Mitarbeiter des Zentrums für Evaluation und Methoden (ZEM) der Bonner Universität präsentieren die spannenden Ergebnisse einer BEsucherbefragung zur Venezia! - Ausstellung.

 
Eintritt (nur KAH): 6,50 EURO / ermäßigt 3,50 EURO
Gemeinschaftsticket (inkl. ÖPNV): 7,50 EURO
(plus Vorverkaufsgebühr 0,75 EURO)

Programm


Dienstag,
29. Oktober, 19 Uhr
   


Girolamo Oligato,
Aldus Manutius, 1568
(Detail)

  Diavortrag im Studiolo

Glanzlichter venezianischer Buchkunst im 15. und 16. Jahrhundert
Wolfgang Schmitz

Gutenbergs Erfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern fasst um 1469 durch deutsche Buchdrucker in Venedig Fuß. In kurzer Zeit etabliert sie sich und nimmt einen rasanten Aufschwung, so dass Venedig zur größten Buchdruckerstadt der damaligen Zeit wird. Der Geist des Humanismus findet hier seine adäquate äußere Gestaltung. Einen Höhepunkt erreicht diese Bewegung an der Wende zum 16. Jahrhundert durch das Wirken des berühmten Druckers Aldus Manutius.

Wolfgang Schmitz, Professor für Bibliothekswissenschaft. Seit 1999 Direktor der Universitäts- und Stadtbibliothek Köln, seit 2001 auch Direktor des Universitätsarchivs in Köln.

 
 
Dienstag,
5. November, 19 Uhr
   
    Lesung und Vortrag im Studiolo

Venedig - die Stadt, das Wasser und der Müll ?
Claudio Visentin (Vortrag)
Dirk Schümer (Lesung)


Spätestens seit dem 18. Jh. gilt Venedig als "Ikone" des modernen Tourismus. Weltweite Reproduktion und Kopien der Sehenswürdigkeiten (z.B. Hotel "The Venetian" in Las Vegas) verstärken eher noch den Wunsch, das "reale" Venedig zu besichtigen. Massentourismus und Reisen in ihrer heutigen Form haben erhebliche Auswirkungen auf das alltägliche Leben in dieser Stadt, die im Wechsel von Vortrag und Lesung facettenreich skizziert werden.

Claudio Visentin, Professor für Soziologie des Tourismus. Lehrstuhl an der Universität Bergamo, Leiter des Instituts für Tourismus an der Universität Lugano, Generaldirektor der Internationalen Kommission zur Geschichte des Tourismus.

Dirk Schümer, Journalist. Seit 1991 Feuilleton-Redakteur der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, seit 1999 Europakorrespondent mit Sitz in Venedig, Autor der Kolumne Leben in Venedig.

 
 
Sonntag,
10. November, 19.30 Uhr
   


Martina Gedeck
© Horst Gröger, Berlin

  Lesung mit musikalischen Intermezzi im Forum

"Cosi dolce ... - Die irdische und die himmlische Liebe "

Martina Gedeck und das ARCANGELO TRIO

Venedig galt lange als Stadt der käuflichen Liebe und beherbergte zu Beginn des 16. Jahrhunderts 11.645 registrierte Prostituierte bei etwa 150.000 Einwohnern. In der Umgebung des Rialto gingen die Straßen- und Bordellhuren ihrem Gewerbe nach, während die Edelhuren oder "Kurtisanen" zurückgezogen in prächtigen Appartements lebten. Eine geachtete Kurtisane verfüge über "Kenntnisse in der Literatur, der Musik und der Malerei", schrieb 1528 Baldassare Castiglione in seinem Buch über die Lebensart der Renaissance. Kurtisanen waren selbst künstlerisch als Komponistinnen wie Barbara Strozzi oder Dichterinnen wie Veronica Franco tätig. An diesem Abend werden verschiedene literarische Texte zur Rolle der Frau und der Geschlechterdebatte während der Renaissance vorhgestellt (Veronica Franco, Gaspara Stampa, Moderata Fonte, Pietro Aretino).

Die Textauszüge werden von Martina Gedeck vorgetragen. Die bekannte Theater- und Filmschauspielerin bringt die Stimmen der unterschiedlichen Renaissanceautoren - zwischen leidenschaftlich-sinnlicher Lyrik und bestechend intelligenter Prosa - zum Klingen. Martina Gedeck wurde zuletzt für ihre herausragenden darstellerischen Leistungen mit dem Deutschen Filmpreis und dem Grimme Preis ausgezeichnet.

Das ARCANGELO TRIO begleitet die Lesung mit zeitgenössischen Kompositionen venezianischer Musik. Die Musiker haben sich auf die Wiederbelebung virtuoser alter Ensemblemusik mit neuen Interpretationsansätzen spezialisiert. Zu hören sind Kompositionen von Frescobaldi, Ortiz, Castello, Fontana und Vivaldi.

ARCANGELO TRIO
Daniel Rothert, Blockflöte
Markus Möllenbeck, Violoncello
Gerald Hambitzer, Cembalo

Informationen über das ARCANGELO TRIO


 
Eintritt: 12,-, / ermäßigt 8,- € (zzgl. der üblichen Gebühren) 14,- / ermäßigt 10,- € (Abendkasse zzgl. Ticketgebühr)

Tickets können telefonisch unter der Ticket-Hotline Bonn 0800 / 175 275 0 bestellt werden.

Dienstag,
12. November, 19 Uhr
   
    Autorinnengespräch im Studiolo

Venezia: Una storia lunga
Anna Maria Carpi über Venedig

Moderation: Willi Hirdt

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Italienischen Studiengang der Universität Bonn

Was macht das Faszinosum dieser Stadt aus? "Venedig - Eine lange Geschichte" ist der Versuch, eine Stadt zu beschreiben, die wie keine andere seit Jahrhunderten Erwartungen und Träume bei allen Reisenden hervorruft. "Venedig, das ist ein Theater ohne Text", so beschrieb ein Regisseur seine Heimatstadt. Aus dem Blickwinkel einer ausgewiesenen Venedig-Kennerin charakterisiert Anna Maria Carpi die Besonderheiten dieser märchenhaften Stadt.

Anna Maria Carpi, Professorin für Germanistik, Autorin, Übersetzerin. Seit 1980 Professur an den Universitäten von Mailand und Venedig. Übersetzerin deutscher Lyrik (Rainer Maria Rilke, Gottfried Benn, Durs Grünbein) ins Italienische.

Willi Hirdt, Professor für Romanistik. Lehrstuhl an der Bonner Universität und Begründer des Deutsch-Italienischen Studiengangs sowie des Italien-Zentrums.

Homepage: Istituto Italiano di Cultura Colonia


 
StudentInnen der beteiligten Institute haben freien Eintritt gegen Vorlage des gültigen Studienausweises und sollten sich unter 0228 / 91 71 200 eine Teilnahmekarte reservieren.


Donnerstag,
14. November, 20 Uhr
   
    Alte Musik im Forum
CAPPELLA ARTEMISIA
Chiara Margarita Cozzolani: I Vespri Natalizi (1650)
Psalmen und Antiphonen
einer Vespermusik zur Weihnachtszeit
für acht Stimmen und Basso continuo



Die Cappella Artemisia widmet sich einem besonderen Aspekt der italienischen Musik des 16. und 17. Jahrhunderts, den in Frauenklöstern von und für Nonnen geschaffenen Kompositionen. In Zusammenarbeit mit führenden Wissenschaftlern, die sich auf diesen faszinierenden Aspekt der Musikgeschichte spezialisiert haben, experimentieren die Musikerinnen mit verschiedenen Lösungen, um die ursprüngliche Aufführungspraxis der Nonnen zu rekonstruieren: Mit Instrumenten, deren Gebrauch in Klöstern trotz des offiziellen kirchlichen Vetos gut dokumentiert ist, und mit ungewöhnlichen Transpositionen, die den Einsatz weiblicher Stimmen auch für die tieferen Stimmlagen ermöglichen. Denn viele der Partituren sehen den für einen Frauenorden Einsatz von Tenor- und Bassstimmen vor, und setzten daher einen beträchtlichen Erfindungsgeist voraus.

Für die Originalität seines Repertoires und für die hohe Qualität der Ausführung hat das von Candace Smith gegründete und geleitete Ensemble, das bereits bei den bedeutendsten Festivals in Italien und Europa zu Gast war, sowohl in Fachkreisen als auch beim Publikum große Anerkennung gefunden.

CAPPELLA ARTEMISIA

Frida Forlani, Alessandra Fiori, Gloria Moretti,
Alida Oliva, Rebecca Reese, Candace Smith,
Silvia Testoni und Patrizia Vaccari, Gesang
Maria Christina Cleary, Barockharfe
Francesca Torelli, Theorbe Bettina Hoffmann, Viola da gamba
Miranda Aureli, Orgel
Leitung: Candace Smith

In Zusammenarbeit mit dem WDR 3 Hörfunk
mit freundlicher Unterstützung des Istituto Italiano di Cultura Köln

Programmreihe "Alte Musik" des WDR3: Informationen, Konzerte, Sendetermine


 
Eintritt: 12,-, / ermäßigt 8,- € (zzgl. der üblichen Gebühren) 14,- / ermäßigt 10,- € (Abendkasse zzgl. Ticketgebühr)
Tickets online bestellen
oder telefonisch unter der Ticket-Hotline Bonn 0800 / 175 275 0.


Sonntag,
17. November, 11.30 Uhr
   


Mariano Fortuny y Madraza,
Portrait Henriette Fortuny
im pompeianischen Gewand, 1935
Tempera auf Holz,
Venedig, Museo Fortuny - Musei Civici Veneziani

  Sonderführung

Mariano Fortuny: Textile Pracht eines genialen Künstlers
Walter Brix (Dozent für textile Techniken, Köln)

Der Universalkünstler Mariano Fortuny war für seine Stoffkunst berühmt. Seine faszinierenden plissierten Seidenstoffe sind bis heute in ihrer Technik selbst für Textilfachleute vielfach ein Rätsel geblieben.

Informationen über Walter Brix


 
Wegen begrenzter Teilnehmerzahl Anmeldung erforderlich unter 0228 91 71 247.

Weiterer Termin: Samstag, den 7. Dezember, 15.30 Uhr

Workshop zum Thema: Mariano Fortunys Stoffdrucktechnik


Dienstag,
19. November, 19 Uhr
   
    Vortrag mit Musikbeispielen
im Studiolo

Luigi Nono e Venezia
Franziska Breuning


Die Musik des Komponisten Luigi Nono (1924 - 1990) zeigt an vielen Stellen Beziehungen zu seiner Geburts- und Heimatstadt Venedig. Bereits in frühen Vokalwerken sind deutliche Anklänge an die sakrale Musik der venezianischen Spätrenaissance zu hören. Venedig spiegelt sich in der Musik Nonos bis in das Spätwerk hinein: Seine "Tragödie des Hörens" Prometeo, die in Zusammenarbeit mit Massimo Cacciari und Renzo Piano entstand, begriff Nono als Suche nach einer neuen Raum-Klanglichkeit und einem "neuen Hören".

Franziska Breuning, Musik- und Kulturwissenschaftlerin. Promotion über das Verhältnis von Musik und Sprache in Kompositionen Luigi Nonos, 1996 bis 1998 Lehraufträge für Musikgeschichte und -ästhetik an der Universität Lüneburg, seit 2002 Programmleiterin bei der Gebert Rüf Stiftung (Basel).

Archivio Luigi Nono


 
 
Dienstag,
26. November, 19 Uhr
   


Hieronymus Bosch,
Triptychon der Eremiten;
1510, Öl auf Holz,
Musei Civici Veneziani,
Palazzo Ducale,
(Detail)

  Diavortrag
im Studiolo

Sammler und Händler nordeuropäischer Kunst im Venedig der Renaissance
Bernard Aikema

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Kunsthistorischen Institut der Universität Bonn

Venedig war im 15. und 16. Jahrhundert als bedeutende Metropole ein Bindeglied zwischen Nord- und Südeuropa. Venezianische Händler importierten Luxusgüter für ganz Italien aus Nordeuropa. Spätestens seit dem Ende des 15. Jahrhunderts bildete sich in Venedig eine Schicht vermögender, hochgebildeter Sammler heraus, zu deren Sammlungen auch Werke der "maniera ponentina", der nordeuropäischen, insbesondere flämischen Malerei gehörten.

Bernard Aikema, Professor für Kunstgeschichte. Lehrstuhl an den Universitäten Nijmegen und Leuven, Autor zahlreicher Publikation und Kurator internationaler Ausstellungen.

 
StudentInnen der beteiligten Institute haben freien Eintritt gegen Vorlage des gültigen Studienausweises, sollten sich aber unter 0228 / 91 71 200 eine Teilnahmekarte reservieren.



Sonntag,
1. Dezember, um 11 Uhr,
15 Uhr und 16.30 Uhr
   
    Theater für Kinder im Studiolo

Leo Veneziano - ein Löwe erzählt
Eine Produktion des theater taktil

Auf seinem märchenhaften Rundgang durch Venedig berichtet der mächtige Löwe stolz vom Aufstieg seiner Stadt zur Seemacht und welche Rolle er und sein Freund San Marco, der Schutzheilige, dabei gespielt haben. Er besucht die Kunstschätze, ärgert sich über die vielen Tauben und Touristen, begegnet auf den Wasserstraßen Masken des Karnevals und beschreibt seine Vorliebe für die venezianischen Feste.

Für Zuschauer ab 4 Jahren Dauer ca. 20 Minuten

Homepage des theaters taktil


 
Eintritt:
bis 6 Jahre frei
bis 18 Jahre 4,50 €
Erwachsene 7,50 € Eltern/Familienkarte 11,50 €

Die Theaterkarte berechtigt auch zum Besuch der Ausstellung.


Dienstag,
3. Dezember, 19 Uhr
   
    Lesung und wissenschaftliches Gespräch
im Studiolo

Vice versa: Das Venedigbild in der deutschen und italienischen Lyrik
Patrizio Collini
Willi Jung

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Deutsch-Italienischen Studiengang der Universität Bonn


"Die Stadt hat nicht ihresgleichen und sucht es nicht. Ein steinernes Schiff fährt auf, ist hier und fern", schreibt der Philosoph Ernst Bloch 1934 in Venedigs Italienische Nächte. Um 1900 erreicht die literarische Inszenierung Venedigs ihren Höhepunkt und verwandelt die Stadt in ein Kultobjekt der europäischen Literatur par excellence. Im Mittelpunkt steht die Lyrik, im Wechsel von Rezitation und Interpretation aus der deutschen und italienischen Sicht, die vice versa ein weithin noch unbekanntes Venedig-Bild entwirft.

Patrizio Collini, Professor für Germanistik. Professur an der Universität Florenz, ausgezeichneter Kenner der deutschen Romantik; er lehrte und lebte lange in Venedig.

Willi Jung, Akademischer Direktor am Romanischen Seminar der Universität Bonn, spezialisiert auf die Literatur des 19. Jahrhunderts; er arbeitet an einem "Poetischen Venedig-Führer".

 
StudentInnen der beteiligten Institute haben freien Eintritt gegen Vorlage des gültigen Studienausweises, sollten sich aber unter 0228 / 91 71 200 eine Teilnahmekarte reservieren.


Dienstag,
10. Dezember, 19 Uhr
   
    Diavortrag im Studiolo

Künstler und Propaganda im Dogenpalast
Wolfgang Wolters

Eine Veranstaltung in Zusammenarbeit mit dem Kunsthistorischen Institut der Universität Bonn

Die Bilderzyklen des 16. Jahrhunderts im Dogenpalast waren auch ein Propagandainstrument der Republik Venedig. Die Themen wurden von Spezialisten im Auftrag des Staates formuliert und den damals führenden Malern zur Realisierung anvertraut. Dabei kam es zu wesentlichen Abweichungen zwischen inhaltlichen Vorgaben und bildlicher Umsetzung, die hier am Beispiel verschiedener Künstler vorgestellt werden.

Wolfgang Wolters, Professor für Kunstgeschichte. Lehrstuhl an der Technischen Universität Berlin, Gründungsdirektor des Deutschen Studienzentrums in Venedig, zahlreiche Publikationen zur venezianischen Kunst und Denkmalpflege.

 
StudentInnen der beteiligten Institute haben freien Eintritt gegen Vorlage des gültigen Studienausweises, sollten sich aber unter 0228 91 71 200 eine Teilnahmekarte reservieren.


Dienstag,
17. Dezember , 19 Uhr
   


Giovanni Antonio Canal, Canaletto,
Der Rio dei Mendicanti,
um 1712, Öl auf Leinwand,
Venedig, Museo del Settecento
Veneziano di Ca'Rezzonico
(Detail)


  Diavortrag mit Demonstration im Studiolo

Die Venezianische Gondel:
Ein Erfahrungsbericht

Ina Mierig


Wer an Venedig denkt, hat stets Gondeln vor Augen. Bereits im 11. Jahrhundert wurde die Gondel erwähnt und noch heute zählt eine Fahrt auf diesem einzigartigen Boot mit seiner fast 1000jährigen Entwicklungsgeschichte zu den beliebten Höhepunkten jedes Venedigbesuchs. Der Gondoliere-Beruf ist seit jeher fest in männlicher Hand, um so erstaunlicher, dass es einer deutschen Frau gelungen ist, die Gondoliere-Prüfung zu bestehen. Seit 1999 fährt sie Touristen auf einer venezianischen Gondel über Hamburgs Kanäle.

Ina Mierig, Gondoliera und Bootsbauerin. Gesellenprüfung zur Holzbootbauerin, Studium Möbeldesign in London, eigenes Designbüro u.a. für Yachtinnenausbau in Hamburg. Zahlreiche Auszeichnungen und Teilnahme an internationalen Design-Wettbewerben. 1999 Gründung des Vereins La Gondola e.V.

Informationen über La Gondola e.V. und Ina Mierig


 
 
Dienstag,
7. Januar 2003, 19 Uhr
   
    Vortrag mit Musikbeispielen im Studiolo

La sede della musica - Porträt der Musikstadt Venedig im 16./17. Jahrhundert
Renate Groth


In Zusammenarbeit mit dem Musikwissenschaftlichen Seminar der Universität Bonn und der Bonner Italien- Gesellschaft

Als Sitz der Musik, "sede della musica", bezeichnete 1581 ein Reiseführer die Stadt Venedig und zählte die Musik damit zu jenen "Reichtümern", die der Stadt Glanz verliehen und sie zur "Zierde Europas" werden ließen. Das vielgestaltige Musikleben vermittelte den Zeitgenossen den Eindruck, in Venedig "erklinge an jedem Ort Musik".

Renate Groth, Professorin für Musikwissenschaften. Nach Promotion und Habilitation ab 1981 Professorin in Hannover, seit 1996 an der Universität Bonn.

 
StudentInnen der beteiligten Institute haben freien Eintritt gegen Vorlage des gültigen Studienausweises, sollten sich aber unter 0228 / 91 71 200 eine Teilnahmekarte reservieren.


Samstag,
11. Januar 2003, 16 Uhr
   



Zeichnung von Cornelia Funke (c) Cecilie Dressler Verlag, 2000
  Lesung für Kinder und Jugendliche
im Forum

Venedig und der Herr der Diebe
Cornelia Funke

Die Veranstaltung ist leider ausverkauft!

Zwei Hamburger Jungen, Prosper (12) und Bo (5), sind nach dem Tod ihrer Mutter allein auf der Flucht vor unliebsamen Verwandten, die die beiden Waisenkinder trennen wollen. Daraufhin machen sich die Geschwister allein auf den Weg nach Venedig. Endlich wollen beide die "Stadt des Mondes" sehen, von der ihre Mutter früher so begeistert schwärmte. Prosper und Bo treffen dort auf eine Kinderbande mit einem maskierten Anführer namens Scipio. Schnell schließen sie sich der Bande an, die in einem alten Kino wohnt. Scipio ist der selbsternannte "Herr der Diebe" und wird von allen Venezianern gefürchtet.

Als ein venezianischer Detektiv im Auftrag der Verwandten beginnt, die beiden Ausreißer zu suchen, geraten alle in große Schwierigkeiten. Eine turbulente Verfolgungsjagd durch Gassen und Kanäle beginnt.

Die bekannte Kinderbuchautorin liest bei einem ihrer selten gewordenen Auftritte aus ihrem gerade in England und Amerika erschienenem Venedigroman für Kinder.

Cornelia Funke, Kinder- und Jugendbuchautorin, Illustratorin. Für Herr der Diebe wurde ihr in Bonn bereits der Evangelische Buchpreis 2002 verliehen.

Buchrezension des amerik. Magazins USA TODAY (engl.)


 
Die Veranstaltung ist leider ausverkauft!


Samstag,
11. Januar 2003 , 19.30 Uhr
   
    Finissage
Konzert im Forum

Amore e Morte. Liebe und Tod in Venedig
Ensemble Incantato


Venedig war im 17. Jahrhundert das musikalische Zentrum Italiens. Hier entstanden viele neue Kompositionstechniken in der religiösen als auch weltlichen Musik, insbesondere im Bereich der Kammermusik, die im Mittelpunkt des Programms steht. Amore e Morte umfaßt eine Auswahl von Stücken, die die ganze Palette menschlicher Gefühlsregungen unmittelbar kompositorisch und musikalisch umsetzt.

Exemplarisch für Venedig als Musikstadt war das Leben und Wirken der Komponistin, Musikerin und Sängerin Barbara Strozzi. Die 1619 unehelich geborene und später adoptierte Tochter des einflussreichen venezianischen Dichters und Opernlibrettisten Giulio Strozzi zählte zu den bedeutendsten Komponistinnen des italienischen Frühbarock und war zudem eine sehr emanzipierte Frau. Mit ihren insgesamt neun gedruckten Musiksammlungen veröffentlichte sie zwischen 1644 und 1664 mehr als ihre männlichen Zeitgenossen. Strozzis Schaffen wird im Zusammenhang bedeutender zeitgenössischer Komponisten (Monteverdi, Cavalli, Fontei) vorgestellt, mit denen sie künstlerisch in regem Austausch stand.

Die Sopranistin Mona Spägele wird von verschiedenen Continuoinstrumenten begleitet, deren musikalische Ausdrucksvielfalt auch durch die Auswahl der unterschiedlichen Begleitinstrumente unterstrichen wird.

Ensemble Incantato
Mona Spägele, Sopran
Matthias Müller - Mohr, Viola da gamba, Lirone
Hubert Hoffmann, Lauteninstrumente
Detlef Bratschke, Cembalo, Orgel

Biografie Mona Spägele (engl.)


 
Eintritt: 12,-, / ermäßigt 8,- € (zzgl. der üblichen Gebühren) 14,- / ermäßigt 10,- € (Abendkasse zzgl. Ticketgebühr)
Tickets online bestellen
oder telefonisch unter der Ticket-Hotline Bonn 0800 / 175 275 0.


  DRUCKENVERSENDEN