Japans Liebe zum Impressionismus

Von Monet bis Renoir

8. Oktober 2015 bis 21. Februar 2016

Erstmalig in Europa präsentiert die Bundeskunsthalle die bedeutendsten Sammlungen der frühen Moderne aus Japan. Bisher ist es der Allgemeinheit in der westlichen Welt weitgehend unbekannt, dass die Gemälde der französischen Moderne auch im fernöstlichen Inselreich gesammelt wurden.

Im Zentrum stehen mehr als 100 hochkarätige Werke der französischen Impressionisten und Postimpressionisten, u. a. von Monet, Manet, Gauguin, Pissarro, Cézanne, Signac und Bonnard. Hinzu kommen eindrucksvolle Arbeiten japanischer Maler vor 1920, die sich von den französischen Künstlern zu Malereien im westlichen Stil anregen ließen und damit die moderne japanische Kunst begründeten.

«Eine einzigartige Präsentation französischer Kunst von herausragender Qualität, die wir erstmals zusammenhängend in Europa zeigen können.»Rein Wolfs, Intendant der Bundeskunsthalle

Frankreich und Japan – die Ursprünge

Die Ausstellung erzählt – aus einer neuen Perspektive – die Geschichte des wechselseitigen künstlerischen Einflusses zwischen Japan und Europa. Nach dem Eintritt Japans in den internationalen Handel durch den Vertrag von 1855 fand auch die Öffnung Japans im Bereich der bildenden Kunst statt. Zunächst entdeckten die europäischen Künstler ab 1860 die japanischen Holzschnitte. Doch begannen auch bereits vor mehr als hundert Jahren japanische Sammler und erfolgreiche Unternehmer wie Kōjirō Matsukata und Magosaburō Ōhara damit, einige der weltweit hochrangigsten impressionistischen Sammlungen aufzubauen. Bis in die letzten Jahrzehnte des 20. Jahrhunderts entstanden weitere exquisite Kollektionen, die in namhaften japanischen Museen wie dem POLA Museum of Art und dem Tokyo Fuji Art Museum gezeigt werden. Hauptanliegen der Ausstellung ist es, diese in Europa bisher unbekannten Sammlungen erstmals vorzustellen. Darüber hinaus zeigt sie, wie sich die japanischen Impressionisten-Sammlungen zusammensetzen und welche historischen Hintergründe bei ihrer Entstehung eine Rolle spielten.

Japans Liebe – eine Wechselbeziehung

Die ausgestellten Arbeiten vermitteln anschaulich die wechselseitige Inspiration zwischen japanischer und französischer Kunst. Seit der Öffnung Japans Mitte des 19. Jahrhunderts waren die französischen Maler von japanischen Ukiyoe-Holzschnitten fasziniert, was ihre Arbeiten stark beeinflusste und den Japonismus beförderte. Andererseits hielt kurz nach dem Aufkommen der Japan-Begeisterung in Europa die westliche Malerei in Japan Einzug. Japanische Maler, die sich um die Wende zum 20. Jahrhundert in Frankreich aufhielten, brachten die akademische Freilichtmalerei und den Impressionismus nach Japan. 

Vor diesem Hintergrund mag dann schließlich auch das Phänomen eine Erklärung finden, dass die Japaner die impressionistische Malerei so sehr lieben.

Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, zur Ausstellung

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Abbildungen
  1. Claude MonetIm Boot, 1887, Öl auf Leinwand© The National Museum of Western Art, Tokyo, Matsukata CollectionIm Boot, 1887, Öl auf Leinwand © The National Museum of Western Art, Tokyo, Matsukata Collection
  2. Ausstellungsansicht, David Ertl, 2016© Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland GmbH

Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland

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