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Ménage à trois
Warhol, Basquiat, Clemente 10. Februar bis 20. Mai 2012 „Klirrende Kälte, das Immunsystem ist im Keller. Da kommt der Energie-Cocktail, den die Bundeskunsthalle unter dem Titel ‚Ménage à trois' serviert, gerade recht: Malerei pur, heftige Auseinandersetzung auf höchstem Niveau, ein Gipfeltreffen der Extraklasse.” „Die Serie ‚Collaborations’ ist das Zentrum einer mit 175 Arbeiten imponierenden Schau, in der die drei Charaktere auch einzeln ausgiebig zu Wort kommen dürfen.”
MÉNAGE À TROIS ![]() Acryl und Siebdruck auf Leinwand Privatsammlung, Courtesy Galerie Andrea Caratsch, Zürich © The Andy Warhol Foundation for the Visual Arts, Inc. ![]() BEHIND THE ART Francesco Clemente und Robert Fleck im Gespräch ![]() Rundgang durch die Ausstellung Kurator Ausstellungsleitung und Kuratorin Unternehmenskommunikation ![]() Clemente, New York, 1984 © Beth Philipps, Courtesy Galerie Bruno Bischofberger, Zürich Warhol, der 1983 bereits 55 Jahre alt ist und schon auf eine fulminante Karriere zurückblickt – man denke nur an die legendäre Factory, das Interview-Magazin, Velvet Underground, Studio 54 ..., – ist malerisch klar definiert, er nutzt das kollektive Bildgedächtnis, Ikonen der Kunstgeschichte und Medien für seine Werke. Basquiat, damals 23 Jahre alt, steht am Anfang seiner dynamischen Malerei, nachdem er sich bis 1979 als SAMO durch seine Graffitis (gemeinsam mit Al Diaz) einen Namen gemacht hatte. Er überträgt, samplet direkt und ungefiltert Bestehendes seiner Generation in eine neue Ästhetik. Clemente, damals 31-jährig, kommt aus einer anderen Tradition. Er zieht erst 1981 nach New York und hat unter anderem während seiner längeren Indienaufenthalte gemeinschaftliches Arbeiten als Verschmelzung geistiger Haltungen für sich entdeckt. Seine Themen sind Fragen nach Innen und Außen, dem Selbst und den Anderen, dem Körperlichen und Psychischen. Auch die Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Schriftstellern, von der in der Ausstellung zwei Werke zu sehen sind, zeigt einen anderes Verständnis der Kollaboration. Das Künstlerische impliziert Einmaligkeit und vor allem Individualität – die eigene Handschrift. Die Gemeinschaftswerke der drei Künstler brechen spielerisch mit dem Begriff der Individualität, ohne die Autorenschaft zu leugnen und beziehen ihre Spannung aus den konträren malerischen Gesten. Sie spiegeln die Zeit, die (Pop-)Starrolle und das neue Selbstverständnis der Künstler, ihren Ursprung, ihre Mythen und ihre gegenseitige Faszination. Die Ausstellung wird von Dieter Buchhart in Zusammenarbeit mit Susanne Kleine von der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland kuratiert. Die Ausstellung ist in Kooperation mit ARKEN Museum für Moderne Kunst, Dänemark, entstanden. „Diese drei so unterschiedlichen Künstler zusammengebracht zu haben, ist ein Coup der Kunstgeschichte, die Drei jetzt in Bonn zu sehen, ein seltener Glücksfall.” „Die Bonner Schau ‚Ménage à trois' zeigt, wie sich die drei schillernden Figuren der New Yorker Avantgarde in den 80ern gegenseitig befruchteten und überflügelten.” „Das ergibt eine farb- und energiegeladene, 175 Arbeiten starke Schau aus Einzel- und Gruppenwerken, die den freien Geist, die Musik, die Lebendigkeit der damaligen Zeit spiegeln will und neben Warhol zwei Künstler in den Mittelpunkt stellt; Jean-Michel Basquiat und Francesco Clemente.” |
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