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AUSSTELLUNGEN
  XI'AN - KAISERLICHE MACHT IM JENSEITS
 
Ausstellungsrundgang


Tafel mit einem Edikt des
Zweiten Kaisers Er Shihuangdi
Nördlicher Vorort der Stadt Xi’an
Qin-Dynastie, 221–206 v. Chr.
© The Shaanxi Archaeological Institute
1. Die Reichseinigung unter dem Ersten Kaiser Qin Shihuangdi und die Qin-zeitliche Hauptstadt Xianyang (221 – 206 v. Chr.)

Die Region um die heutige Stadt Xi’an im Tal des Wei-Flusses (Provinz Shaanxi) bildete mit Unterbrechungen für rund 2000 Jahre das Zentrum des chinesischen Reiches. Hier lagen die antiken Hauptstädte Xianyang (Qin-Dynastie) und Chang’an (Han- und Tang-Dynastie).

Die Ausstellung beginnt mit einer Einführung in die Zeit der Reichseinigung unter dem Ersten Kaiser Qin Shihuangdi (221 v. Chr.)

Exponate: u. a. kaiserliche Edikte in Standardschrift, Standardgewichte, Münzen sowie Architekturelemente aus der Qin-zeitlichen Hauptstadt Xianyang.


Musiker
Sitzender Musikant
Kreis Lintong, Grabanlage des
Ersten Kaisers Qin Shihuangdi
Qin-Dynastie, 221–206 v. Chr.
© The Shaanxi Archaeological Institute
2. Das verborgene Universum: Das Mausoleum des Ersten Kaisers Qin Shihuangdi (Qin-Dynastie, 221 – 206 v. Chr.)

Eine von chinesischen und deutschen Wissenschaftlern an der Technischen Universität Darmstadt gemeinsam entwickelte CAD-Darstellung rekonstruiert die Grabanlage sowie deren bislang ungeöffnete Grabkammer auf der Basis archäologischer Befunde und historischer Schriftquellen.

Exponate: Erstmalig wird in dieser Ausstellung ein Krieger der berühmten Terrakottaarmee mit erhaltener Farbfassung präsentiert. Die komplexe Methode zur Konservierung der Farbfassung wurde vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege entwickelt. Darüber hinaus werden weitere Terrakottakrieger sowie ein lebensgroßes Pferd gezeigt. Ein originaler Steinpanzer und diverse Waffen ergänzen die Präsentation.
Die Ausstellung zeigt auch mehrere Figuren aus anderen Teilen der Grabanlage, um die realen Dimensionen und die Vielschichtigkeit des Mausoleums aufzuzeigen: zwei Beamte, ein Tierpfleger aus den kaiserlichen Stallungen und ein Akrobat. Vier lebensgroße Bronzevögel und zwei Musikanten stammen aus einer parkähnlichen Flusslandschaft innerhalb der Grabanlage.



Himmelstür mit Wagen
Wandmalerei aus der Grabkammer
des Bin Wang
Kreis Xunyi, Dorf Baizi
Han-Dynastie, Ende 2. Jh. n. Chr.
© The Shaanxi Archaeological Institute
3. Han-Dynastie (206 v. Chr. – 220 n. Chr.)

Das Grab des Fürsten Bin Wang (Östliche Han-Dynastie, 25–220 v. Chr.)

Exponate: Komplette Rekonstruktion der Grabkammer mit originalen Wandmalereien. Die Wandmalereien wurden von Restauratoren des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz sowohl geborgen als auch konserviert und werden nun zum ersten Mal außerhalb Chinas gezeigt.

Zwei Kaisergräber der Han-Dynastie
Präsentiert werden ausgewählte Exponate aus dem Mausoleum Yangling des Kaisers Jingdi und dem Mausoleum Maoling des Kaisers Wudi.

Exponate: große Formation aus 20 Figuren und 20 Tieren (1/3 Lebensgröße), Keramikfigur einer Tänzerin, Rekonstruktion eines kaiserlichen Wagens, vergoldetes tauschiertes Pferdegeschirr.


Kopfschmuck
Kopfschmuck aus dem Grab
der Prinzessin Li Chui
Stadt Xi’an, Kreis Chang’an, Gemeinde Qujiang
Tang-Dynastie, 618–907, datiert 736
© The Shaanxi Archaeological Institute
4. Tang-Dynastie (618 – 907 n. Chr.)

Die Tang-zeitliche Metropole Chang’an (das heutige Xi’an) (618 – 907 n. Chr.)

Exponate aus aktuellen archäologischen Grabungen: u. a. mythische Grabwächterfiguren, Bronzespiegel, vergoldete Haarnadeln, eine Bergkristallkette mit Jadeanhängern, eine vergoldete Gürtelgarnitur, Miniatursteigbügel und Keramik. Des weiteren sind Wandmalereien aus dem Grab des Prinzen Jiemin († 710 n. Chr.) und des Würdenträgers Wei Hao († 708 n. Chr.) zu sehen.

Das Grab der Prinzessin Li Chui

Exponate: u. a. der prunkvolle vergoldete Kopfschmuck der Prinzessin mit Perlen und Türkisen, Bronzespiegel mit Perlmutt- und Türkiseinlagen, ein silbernes Dreifußgefäß, Tierfiguren aus Ton und eine beschriftete Steintafel. Das komplette Grabinventar wird derzeit vor Ort von Restauratoren des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz konserviert und nun in Teilen zum ersten Mal außerhalb Chinas gezeigt.



Kamel
Kreis Liquan, Gemeinde Yanxia,
Dorf Lingguang, Grab der Prinzessin Changle
Tang-Dynastie, 618–907, datiert 643
© Zhaoling Museum
5. Die Grabanlage Zhaoling des Tang-Kaisers Taizong
Eine von chinesischen und deutschen Wissenschaftlern an der Technischen Universität Darmstadt gemeinsam entwickelte CAD-Darstellung rekonstruiert die Grabanlage sowie deren bislang ungeöffnete Grabkammer auf der Basis archäologischer Befunde und historischer Schriftquellen.

Exponate: Reproduktion eines lebensgroßen Pferdereliefs (eines der sechs Lieblingspferde des Kaisers Taizong), zwei originale Steinfiguren (ausländische Gesandte) sowie Funde aus Nebengräbern des Mausoleums: u. a. eine Kamelkarawane aus über 20 Figuren, die die Zeit der Seidenstraße wachruft.


6. Der Schatz des Famen-Tempels
Der Gold- und Silberschatz des Famen-Tempels, gestiftet durch die Tang-Kaiserin Wu Zetian, wurde erst im Jahre 1987 in einem unterirdischen Gewölbe entdeckt, nachdem 1981 die darüber liegende Tempelpagode eingestürzt war.
Exponate: gezeigt werden rund 20 kunstvolle Objekte aus dem reichen Schatzfund: u. a. eine vergoldete Reliquienpagode, ein Reliquienbehälter, zwei Mönchsstäbe, eine silberne Weihrauchkugel, eine silberne Teemühle, eine Porzellanvase mit mise-Glasur, ein blauer Glasteller und drei Seidenfragmente.

7. Frühe Kontakte zu Europa in der Zeit der Seidenstraße
Exponate: Eine kleine Auswahl exquisiter Kunstgegenstände (u. a. Papier und Textilien) aus europäischen Sammlungen belegt frühe Begegnungen zwischen Ost und West auf den Routen der Seidenstraße.





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