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AUSSTELLUNGEN
  XI'AN - KAISERLICHE MACHT IM JENSEITS

Themenführungen - Vorschau
Mit Experten durch die Ausstellung


  XI'AN
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JUNI


XI'AN - Rahmenprogramm
Mittwoch, 3. Mai | 19 Uhr


Xi'an - Kaiserliche Macht im Jenseits

Themenführung: Mit Experten durch die Ausstellung
Ahnen-, Grab- und Reliquienkult in China - Projektion gelebter Wirklichkeit?

Im Buch der Riten Liji (1. Jh. v. Chr.) heißt es: Die legendären Herrscher erließen ein Opfersystem, nach dem diejenigen als Ahnen verehrt werden sollten, die den Menschen Gesetze gebracht, mit dem Preis ihres Lebens Aufgaben ausgeführt, unter Einsatz ihrer Kräfte ein Reich gegründet, große Katastrophen abgelenkt oder erfolgreich bekämpft oder den Staat vor feindlichen Angriffen geschützt hatten. In wie weit haben sich die Herrscher an dieses Opfersystem gehalten? Vorgestellt werden in diesem Zusammenhang auch die anthropokosmischen Vorstellungen der Zeit. Da der Mensch sich als Teil des Universums sieht und dieses als beseelt empfindet, glaubt er zwei Seelen zu besitzen. Während die eine Seele nach dem Tode als Erdgeist zur Erde zurückkehrt, steigt die andere Seele zum Himmel empor und wird zu einem Geist mit übernatürlichen Kräften. Wie sich diese Auffassungen ebenso wie daoistisches und buddhistisches Gedankengut auf die Grabkultur ausgewirkt haben, wird an den Exponaten veranschaulicht.
Brigitta Diep, M.A. (Sinologin)

externer Link in neuem Browserfenster In Kooperation mit der Bonner Gesellschaft für China-Studien


XI'AN - Rahmenprogramm
Dienstag, 9. Mai | 19 Uhr


Xi'an - Kaiserliche Macht im Jenseits.

Themenführung: Mit Experten durch die Ausstellung
Die Legitimation herrschaftlicher Macht im Spiegel der Grabkultur

Bei den in der Ausstellung gezeigten Grabanlagen handelt es sich um Ruhestätten der Mächtigen des alten China. Ziel dieser Themenführung soll daher sein, die Teilnehmer am Beispiel der Grabfunde mit dem Selbstverständnis der Herrschenden vertraut zu machen und in die Weltanschauung, mit der diese ihre herausgehobene Stellung rechtfertigten, einzuführen.
Eine wesentliche Rolle wird hierbei die Vorstellung von der „Welt als Einheit“ spielen. Das Ordnungsmuster, welches die drei Sphären – Kosmos, Sippe und Staat sowie Körper - dieser einheitlichen Welt durchwirkte, spiegelt sich auch in den Grabanlagen wider.
Jari Grosse-Ruyken M.A., Abteilung Sinologie des Instituts für Orient- und Asienwissenschaften, Universität Bonn

externer Link in neuem Browserfenster In Kooperation mit der Bonner Gesellschaft für China-Studien


XI'AN - Rahmenprogramm
Dienstag, 23. Mai | 19 Uhr


Xi'an - Kaiserliche Macht im Jenseits

Themenführung: Mit Experten durch die Ausstellung
Kunstschätze für die Ewigkeit

Grabarchitektur, -ausstattung und -beigaben reflektieren nicht nur das soziale, politische, wirtschaftliche und religiöse Leben, sondern vermitteln auch ein eindrucksvolles  Bild der handwerklichen und kulturellen Errungenschaften. Das Interesse an archäologischen Funden und die Bewunderung für die künstlerische Hinterlassenschaft der Vorfahren äußert sich in China selbst schon früh in der Vorbildfunktion antiker Kunstwerke der frühen Hochkulturen.
Die sensationellen Ausstellungsstücke der neuesten archäologischen Funde vermitteln ein eindrucksvolles Bild der handwerklichen Techniken, der künstlerischen Umsetzung und der Verwendung von Dekormotiven und ihrer inhaltlichen Bedeutung im Kontext der Grabkunst und der Tempelschätze.
Dr. Heike Molitor, Abteilung Orientalische Kunstgeschichte des Instituts für Orient- und Asienwissenschaften, Universität Bonn


XI'AN - Rahmenprogramm
Mittwoch, 7. Juni | 19 Uhr


Xi'an - Kaiserliche Macht im Jenseits

Themenführung: Mit Experten durch die Ausstellung
Tod, Bestattung und Trauer im alten China

In der traditionellen chinesischen Gesellschaft gab es drei wichtige Ereignisse im Leben des Individuums, zu deren Anlass besondere festgelegte „Riten des Lebenszyklus“ durchgeführt wurden: Geburt, Heirat und Tod. Die rituellen Handlungen, die im Zusammenhang mit dem Tod standen, nahmen dabei eine besondere Stellung ein.
Trauervorschriften und Bestattungsriten sind in China bereits seit dem Altertum bekannt und wurden in verschiedenen Ritenklassikern seit der Han-Zeit (206 v. Chr.- 8 n. Chr. und 25 -220 n.Ch.) schriftlich fixiert, über Jahrhunderte bis in die Neuzeit tradiert. Die überlieferten Riten spiegeln die streng hierarchisch abgestuften höfischen Sitten, Riten und Opfer der von den Konfuzianern idealisierten Früheren Zhou-Zeit (11. Jhd.-771 v. Chr.) wider. Sie hatten für die nachfolgenden Generationen normativen Charakter. Zudem waren sie ein wichtiges Instrument, die bereits im Leben geltenden hierarchischen Beziehungen und Verpflichtungen über das irdische Leben hinaus festzulegen und reflektieren somit sehr anschaulich die (idealtypischen) familiären und gesellschaftlichen Beziehungen und Hierarchien der traditionellen chinesischen Gesellschaft.
Caroline Stegmann-Rennert M.A., Sinologin

externer Link in neuem Browserfenster In Kooperation mit der Bonner Gesellschaft für China-Studien


XI'AN - Rahmenprogramm
Mittwoch, 14. Juni | 19 Uhr


Xi'an - Kaiserliche Macht im Jenseits.

Themenführung: Mit Experten durch die Ausstellung
Daoistische und buddhistische Symbolik an ausgewählten Objekten der Ausstellung
An ausgesuchten Objekten wie Wandmalereien der Han-Dynastie oder Grabbeigaben soll die Symbolik daoistischer und bei Objekten aus der späteren Tang-Dynastie auch buddhistischer Elemente erklärt werden.
Dr. Bettina Zorn, Römisch-Germanisches Zentralmuseum in Mainz
Das chinesisch-deutsche Projekt zur Zusammenarbeit in Kulturgüterschutz und Konservierung besteht seit 1988 und wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Auf der deutschen Seite sind das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege München und das Römisch-Germanische Zentralmuseum in Mainz, auf der chinesischen Seite ist das Museum der Terrakotta-Armee, Lintong, Technisches Zentrum Xi'an und Archäologisches Institut der Provinz Xi'an und verschiedene Institutionen der Partnerprovinz Shaanxi vertreten. Das Römisch-Germanische Zentralmuseum Mainz hat neben vielen anderen die Metallgegenstände aus dem Schatz des Famen-Tempels, einer der bedeutendsten Entdeckungen der Nachkriegszeit aus der Tang-Dynastie (618–907), restauriert, sowie die umfassende Dokumentation der Kaisergräber aus der Tang-Dynastie begonnen und bereits für vier Gräber abgeschlossen.


XI'AN - Rahmenprogramm
Mittwoch, 21. Juni | 19 Uhr


Xi'an - Kaiserliche Macht im Jenseits.

Themenführung: Mit Experten durch die Ausstellung
Die Restaurierung und farbliche Rekonstruktion der Terrakottafiguren
Das chinesisch-deutsche Projekt zur Zusammenarbeit in Kulturgüterschutz und Konservierung besteht seit 1988 und wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Auf der deutschen Seite sind das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege München und das Römisch-Germanische Zentralmuseum in Mainz, auf der chinesischen Seite verschiedene Institutionen der Partnerprovinz Shaanxi vertreten.
Schwerpunkte der Arbeiten der Münchner Projektpartner sind die Funde aus der Grabanlage des Ersten Chinesischen Kaisers, besonders die 1974 entdeckte Terrakottaarmee. Weiterhin wird an buddhistischen Tempelanlagen gearbeitet.
Catherina Blänsdorf, Bayerisches Landesamt für Denkmalpflege, München, arbeitet als Restauratorin an dem Projekt mit dem Schwerpunkt Farbe und Farbkonservierung.



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