Kunststudenten
stellen aus
11. November bis 4. Dezember 1994
Es handelt sich um den 12. Bundeswettbewerb deutscher Kunsthochschulen,
der vom Bundesministerium für Bildung und Wissenschaft ausgelobt
und gefördert und vom Deutschen Studentenwerk in Zusammenarbeit
mit der Kunst- und Ausstellungshalle organisiert wird. Erstmalig sind
in diesem Jahr alle Kunsthochschulen der Bundesrepublik in dieser
Ausstellung versammelt. 19 Hochschulen wählen jeweils zwei Studierende
aus, die wiederum mit etwa drei Arbeiten im Rahmen der Gemeinschaftsausstellung
in der Atriumhalle der Kunst- und Ausstellungshalle vertreten sind.
Die Aufgabe des Bundeswettbewerbes ist die Förderung junger Künstlerinnen
und Künstler. Dazu gehören die Motivation der Kunsthochschulstudenten,
die Verbesserung ihres Erfahrungs- und Ideenaustausches sowie ihre
Unterstützung beim Übergang von der Hochschule in die freie
Praxis. Darüberhinaus gehört es zu den Zielen des Wettbewerbs,
die Qualität, Vielfalt und Vielseitigkeit der Ausbildung in den
bildenden Künsten in ganz Deutschland unter Beweis zu stellen
und auf die Bedeutung der künstlerischen Tätigkeit in der
Gesellschaft aufmerksam zu machen. Dabei soll die Auseinandersetzung
mit der Kunst der Gegenwart, ihren Inhalten und Formen gefördert
werden. Diese überregionale Ausstellung junger Künstlerinnen
und Künstler, die die Positionen der jungen Generation in der
bildenden Kunst aufzeigt, leistet dazu einen besonderen Beitrag.
Das Auswahlverfahren zu dem Förderpreis, der von 1994 an im Zwei-Jahres-Rhythmus
ausgeschrieben wird, vollzieht sich in zwei Schritten. Zunächst
wählen die einzelnen Hochschulen die Studenten aus, die sich
an der Ausstellung beteiligen sollen. Die Auswahlmodalitäten
bleiben dabei jeder einzelnen Kunsthochschule überlassen. Aus
dem Kreis der ausgewählten Kunststudenten ermittelt dann eine
unabhängige Jury die Preisträger, die Förderpreise
für bildende Kunst des Bundesministers für Bildung und Wissenschaft
erhalten. Zur Verfügung steht eine Preissumme von DM 65.000,-,
die auf fünf bis zehn Teilnehmer - auch in unterschiedlicher
Staffelung - verteilt werden kann. Die Gesamtsumme wird für Geldpreise
und Stipendien verwandt. Die Preisverleihung erfolgt durch den Bundesminister
für Bildung und Wissenschaft am 10. November 1994. Der Bundeswettbewerb
"Kunststudenten stellen aus" wurde im Jahr 1983 ins Leben
gerufen und ist inzwischen zu einer festen Institution im Leben der
Kunsthochschulen geworden. Der Wettbewerb läßt den teilnehmenden
Studenten so viele Freiräume wie möglich. Seine Leitlinien
geben daher keine Themen oder Disziplinen vor. Kunstwerke aller Medien
der freien bildenden Kunst sind zugelassen: Malerei, Bildhauerei,
Grafik, Fotografie, Film, Video, Performance etc.
Die Kunst- und Ausstellungshalle bietet mit dieser Ausstellung dem
künstlerischen Nachwuchs ein Forum zur Präsentation, das
Vergleichsmöglichkeiten und Diskussionsanreize schaffen soll.
Gleichzeitig gibt sie der interessierten Öffentlichkeit die Möglichkeit,
einen Einblick in die Arbeit der Hochschulen als Zentren künstlerischer
Ausbildung und künstlerischen Schaffens zu gewinnen.
Die dreiköpfige Jury setzt sich dieses Jahr zusammen aus Ute
Meta Bauer, Künstlerische Leiterin des Künstlerhauses Stuttgart
und freie Kuratorin, Dr. Klaus Werner, Geschäftsführer des
Förderkreises der Leipziger Galerie für zeitgenössische
Kunst und Prof. Dr. Dieter Ronte, Direktor des Kunstmuseums der Stadt
Bonn. |
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Jury
Ute Meta Bauer
Dr. Klaus Werner
Prof. Dr. Dieter Ronte |
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