Gustav
Peichl
Architekt der Kunst- und Ausstellungshalle
19. Juni 1992 -14. Februar 1993
Der Wiener Architekt und Professor an der Akademie der bildenden Künste
zeigt eine umfassende Retrospektive seiner Arbeiten: Die erste Atriumschule
in Wien 1961; die ORF-Studios für den Österreichischen Rundfunk
1969-1981, ein Beispiel technisch-ästhetischer Architektur, für
die er den US-Reynolds Award und den Großen Österreichischen
Staatspreis erhielt; das ebenfalls preisgekrönte Umweltschutzbauwerk
Phosphateliminationsanlage in Berlin 1985 (Berliner Architekturpreis
und Auszeichnung zum Mies van der Rohe-Preis); die Erdefunkstelle
in Aflenz in der Steiermark 1976; den Entwurf für die Papstbühne
1984 in Wien, das Projekt eines Technologiecenters für die Triennale
in Mailand 1986, mehrere Schulbauten, den Entwurf eines Medienturms
für den Ernst-Reuter-Platz in Berlin 1988, den Erweiterungsbau
des Stadel-Museums in Frankfurt 1987. Auch das neueste Peichl-Projekt,
ein Hochhaus für die österreichische Mineralölverwaltung
in Wien an der Donau, findet seinen Platz in der Werkschau.
Die Ausstellung zeigt Ideen, Entwurfsskizzen, Konstruktionszeichnungen,
Fotos und Modelle. Der Hauptteil der Ausstellung wird der Entstehungsgeschichte
der Kunst- und Ausstellungshalle in Bonn gewidmet. Die Entwicklung
des Entwurfs wird von der ersten Skizze bis zum fertigen Bauwerk anhand
von anschaulichen Exponaten erläutert.
Begleitend zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit Beiträgen
von Franco Fonatti, Prof. Dr. Otto Graf, Prof. Dr. Werner Oechslin
und August Sarnitz. Er enthält eine umfassende Dokumentation
mit Register zum Gesamtwerk des Architekten.
Ina Peichl, geboren 1960 in Wien, arbeitet als Art Director und Produktionsdesigner
für Theater und Film. Sie studierte an der Akademie der Schönen
Künste in Wien Theater-und Filmdesign. Das Studium schloß
sie 1983 als Master of Fine Arts ab. 1988 wurde Ina Peichl der Deutsche
Bundesfilmpreis und 1989 der Silver Award des Art Directors' Club,
Berlin, verliehen. |