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Zu jeder Ausstellung erhalten die Besuchern
über die in der Ausstellung selbst durch Wandtexte und Beschriftungen
gegebenen Informationen hinausgehende Angebote. Diese jeweils verschiedene
"Sehen und Wissen"-Angebote beziehen sich unmittelbar auf die Ausstellung,
denn: "Man sieht nur, was man weiß."
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Publikationen / Besucherinformationen / Materialien
Zur inhaltlichen Orientierung in den Ausstellungen und verständlichen
Erläuterung der Exponate werden verschiedenste Printmedien angeboten:
von vertiefenden Kurzführern als für den Verkauf bestimmte, synergetische
Alternative zum Ausstellungskatalog über kommentierende Ausstellungsrundgänge
und erläuternde Ausstellungspläne bis zu Text-Bild-Karten, spielerischen
Arbeitsblättern und Lehrer-/Schüler-Materialien oder kostenfreien
Ausgaben einer "Zeitung zur Ausstellung".  |
 Studiolo
Das Konzept dieser seit 1993 unmittelbar in die Ausstellung integrierten
Informationsräume für Besucher mit Freihand-Bibliothek und Sitzgruppe,
didaktisch präsentierten Kunstwerken und Objekten, Videofilmen und
Dokumentationen, CD-ROM- und Internet-Stationen sowie einem "Cicerone"
als persönlichem Ansprechpartner für Fragen der Besucher ist beispielhaft
und innovativ. |
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| links: Studiolo in der Ausstellung "Unter dem Vulkan"
17.2.1995 - 5.6.1995 |
rechts: Studiolo "Tibet" in der Ausstellung
"Weisheit und Liebe - 1000 Jahre Kunst des tibetischen Buddhismus",
1996 |
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Im Studiolo finden auch
Vorführungen statt, wie etwa die Demonstration von traditioneller
Thangka-Malerei durch Mönche in der "Tibet"-Ausstellung. Teilweise
wird das Studiolo als "Labor" mit praktischen Durchführung gestaltet,
wie in der "Genwelten"-Ausstellung. Im Studiolo werden auch "Audiovision-Vorführungen"
als Einführung zu Ausstellung oder besondere Installationen wie "begehbare
Bilder" präsentiert. |
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Musik zum Sehen
Das innovative CD-Audio-Angebot"Musik zum Sehen" unterscheidet sich
von herkömmlichen Audio-Führungen durch einen nur pointiert eingesetzten
Textanteil und einen hohen Anteil an Musik zur emotional verstärkten
und kontemplativ vertieften Betrachtung ausgewählter Exponate. Die
Besucher können dafür neben CD-Playern auf Sesseln oder Stühlen Platz
nehmen und den wahlverwandtschaftlichen "Klang der Bilder" betrachten.
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Audiovisuelle und Neue Medien
Der Einsatz von computergestützten Formen der multimedialen Vermittlung
in den Ausstellungen findet verstärkt mit präzise definierter Funktion
Anwendung. Besucher konnten in Ausstellungen wie "Die Iberer" und
"Götter und Helden der Bronzezeit" u.a. Fundorte und Exponate durch
interaktive Panoramafotos mit Hypertext-Links erforschen. Der von
einem Cicerone moderierte und individuell gesteuerte, virtuelle Rundgang
durch die päpstlichen Räume mit den Freskenmalereien von Raffael war
in der Ausstellung "Hochrenaissance im Vatikan" eine anschauliches
Beispiel für den anschaulichen und sinnvollen Einsatz der computergestützten
Medien. Dies geschieht auch in der "Troia"-Ausstellung und wird als
virtuelle Archäologie die sagenhafte Stadt nach neuesten wissenschaftlichen
Annahmen neu entstehen lassen.
Die Vernetzung eines Gymnasiums via Internet mit der Ausstellung "Arktis
- Antarktis" war bundesweites Modellprojekt im Rahmen von "Schulen
ans Netz". Das "Computerquiz"-Lernspiel zur Ausstellung "Alexander
von Humboldt. Netzwerke des Wissens" wurde vom Nixdorf Museumsforum
als beispielhafte Vermittlungsform im Rahmen eines internationalen
Kongresses präsentiert.
4.943 Antwortkarten nahmen an der Verlosung von „rococo“-Gewinnen
des „Geistesblitz!“-Computerquiz zur Ausstellung „Geist
und Galanterie. Musée du Petit Palais“ 2002/03 teil.
Dies waren mehr als 10% aller Ausstellungsbesucher (Durchschnittslalter
von 46 Jahren), von denen 77% dieses multimediale Angebot als “schön
und lehrreich“ evaluierten. |
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