Internationaler Vogelflughafen (Ornithoport)
auf dem Dachgarten der Bundeskunsthalle
21. April 2011 bis 2012
Im Rahmen des Themenschwerpunktes Schweben wird vom 21. April bis Ende Oktober auf dem Dach der Bundeskunsthalle ein Internationaler Vogelflughafen zu sehen sein. Als ein Ort der Ankunft und des Aufbruchs soll er auch ein Treffpunkt für die rund zwölf „Bundesbienenvölker“ sein, die den Flugverkehr anschieben werden. Die seit dem Sommer 2010 auf dem Dach der Bundeskunsthalle angelegte Wildblumenwiese bietet neben den rund 180.000 Bienen die besten Landemöglichkeiten für Vögel aus aller Welt – mit Hilfe von Nistkästen, Futterstellen, großen An- und Abflugkonstruktionen nebst elektrischen Airport-Signalen und Sicherheitsdurchsagen.
Nachdem bereits schon jetzt mehr als 25 Wildvogelarten, unter anderen der Hausrotschwanz und der Distelfink, beobachtet werden konnten, scheint es nun an der Zeit, die Betrachtung in einem größeren Maßstab zu vollziehen.
Das Projekt auf dem Dach der Bundeskunsthalle durchzuführen, ist sicherlich außergewöhnlich, jedoch wenn man an einen Vogelflughafen denkt, nur logisch. Das Dach dient als neue Betrachtungsebene, der Besucher soll aus der Vogelperspektive die Metapher des Flughafens erkennen. „Die Metapher könnte in diesem Sinne der Vergleich mit dem Museum sein: Der Vogelflughafen soll als Ankunftsort von Ideen dienen, die dort verdichtet werden, um sie dann mit einer oder mehreren Erkenntnissen in die Welt zu schicken“ erläutert der Projektleiter Stephan Andreae. Der Kurator Prof. Res Ingold fügt hinzu: „In unserem Fall handelt es sich um ein künstlerisches Projekt mit wissenschaftlicher Flankierung.“
Seit ihrer Gründung im Jahr 1992 fanden in der Bundeskunsthalle immer wieder Ausstellungen mit naturwissenschaftlichen Bezügen statt. Der Ornithoport ist ein sich aufbauendes Netzwerk. Bestehende Korrespondenzen befinden sich im Museum Kolumba in Köln, auf der Naua Naua Lodge Namibia und dem Red Monkey Resort auf Sansibar, einem Privat- Ornithoport in Hamm (Westfalen) und dem Ornithoport „Maple Syrup“ in Vermont (USA). Angestrebt werden ebenfalls die wichtigen Zugvogelnadelöhre im Rheintal mit Remagen und Koblenz zur Bundesgartenschau 2011, so wie der Bosporus im Osten und Gibraltar im Westen Europas.
Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Kinoreihen, Vorträgen und Konzerten begleitet das Projekt. Das Projekt Internationaler Flughafen ist eine Kooperation mit ingold airlines und dem Dachverband Ingold universal enterprises. (www.ingolduniversal.com)
http://www.bundesbienen.de/
Die Öffnungszeiten des Dachgartens entsprechen denen der Kunst- und Ausstellungshalle. Ausnahme: Bei schlechten Witterungsverhältnissen (Sturm, Sturmböen, Gewitter) bitten wir um Verständnis dafür, dass der Dachgarten kurzfristig geschlossen wird.