Angkor
Göttliches Erbe Kambodschas
15. Dezember 2006 - 9. April 2007
Pressekonferenz: 14.12.06, 11 Uhr
Kambodscha liegt im Zentrum des südostasiatischen Festlandes,
das durch große Flüsse geprägt wird. Der Mekong und
einer der größten Binnenseen der Welt, der Tonle Sap, bestimmen
seit jeher die Wasserwirtschaft dieses Landes. In der Angkorzeit war
das Bewässerungssystem der Khmer außergewöhnlich weit
entwickelt. Das Wasser spielte und spielt nicht nur im Ackerbau, sondern
auch in Mythologie und Architektur eine überragende Rolle.
Angkor war der Höhepunkt einer Zivilisation, die sich in den
ersten Jahrhunderten n. Chr. zu entwickeln begann. Aus dem 6. Jahrhundert
sind die ersten buddhistischen und brahmanischen (hinduistischen)
Kunstwerke überliefert. Der Aufstieg des Khmer- Reiches in Angkor,
am Nordrand des Tonle Sap, begann im 9. Jahrhundert. Auf der Höhe
ihrer Macht beherrschten die Khmer das gesamte Gebiet des heutigen
Kambodscha, Süd-Vietnam, Laos und die zentrale Ebene des Chao
Phraya in Thailand. Sie waren eines der größten und mächtigsten
Völker Asiens. Die Bedeutung des Khmer-Reiches manifestierte
sich bis in das 13. Jahrhundert hinein in einer Reihe von gigantischen
Tempeln, von denen der Angkor Wat als das größte sakrale
Bauwerk der Erde gilt.
Die Ausstellung liefert einen einzigartigen Überblick über
die Kultur Kambodschas, beginnend im 6. Jahrhundert mit Stein- und
Holzskulpturen aus den vorangkorianischen Königreichen Funan
und Zhenla. Das zentrale Thema ist jedoch die Kunst und Architektur
der Angkor-Periode (9.-13. Jh.). Dabei werden auch Fragen der Wasserwirtschaft,
des Reisanbaus und der Handelsbeziehungen erörtert, da sie die
Grundlage für den außerordentlichen Reichtum des Landes
bildeten. Steinskulpturen, Bronzefiguren, Inschriften, Architekturelemente
und großformatige Photographien dokumentieren in der Ausstellung
diese Epoche unvergleichlicher kultureller Leistungen.
Karten aus der Ausstellung
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Plakat zum Download, 311 KB
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