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AZTEKEN
26.09.2003 – 11.01.2004
Pressekonferenz, 25.09.2003, 11 Uhr
AZTEKEN ist eine der größten Ausstellungen zur Kultur der
Azteken, die es jemals gegeben hat. 350 spektakuläre Ausstellungsstücke
zeichnen das Leben und die Zeit der Azteken nach, einem außergewöhnlichen
Volk, das im Verlauf von nur 200 Jahren (von 1325 bis 1521) eine der
beeindruckendsten Zivilisationen der Welt schuf. Zu den ausgestellten
Gegenständen zählen Arbeiten aus Türkis, Gold und Jade,
ferner Kolossalskulpturen aus Stein und die dramatische Wiederbelebung
eines Azteken-Tempels. Einige der Ausstellungsgegenstände werden
zum ersten Mal außerhalb von Mexiko gezeigt und beinhalten Stücke,
die niemals zuvor an die Öffentlichkeit gelangt sind. AZTEKEN
ist eine einmalige Chance, die Größe und den hohen Entwicklungsstand
dieser ehemals bedeutenden Zivilisation kennen zu lernen.
Die Ausstellung entstand in enger Zusammenarbeit mit den mexikanischen
Kuratoren und der Royal Academy London. |
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CAD-Rekonstruktion:
Templo Mayor – Gebautes Weltbild der Azteken
Ein multimediales Projekt der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik
Deutschland, des Consejo Nacional para la Cultura y las Artes, dem
Instituto Nacional de Antropologia e Historia und der Technischen
Universität Darmstadt, Fachgebiet CAD in der Architektur anlässlich
der Ausstellung „Azteken“ vom 26. September 2003 bis 11.
Januar 2004 in der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik
Deutschland in Bonn.
Zum ersten Mal wird mit Hilfe des Computers die bisherige Idealvorstellung
des Zeremonialbereiches der Stadt Tenochtitlan überblendet mit
den Ergebnissen des aktuellen Forschungsstandes aufgrund der Ausgrabungen
im Zentrum von Mexiko City. Ein Bild, das bisherige Vorstellungen
korrigiert.
Den Abschluss der Simulation des gebauten Weltbildes der Azteken bildet
der religiöse Aspekt des vielschichtigen Bauwerkes. Gezeigt werden
die Rituale der Opferhandlungen in den rekonstruierten Kultstätten
der sogenannten Baustufe II und das Feuerfest im Zeremonialbezirk.
Die Computerrekonstruktion und Simulation, welche die Hochebene von
Mexiko City, das alte Tenochtitlan mit seinem Zeremonialbereich und
den Templo Mayor umfasst, basiert auf dem aktuellen Stand einer sich
rasant entwickelnden Forschung um das Hauptbauwerk der Azteken. Sie
entstand in Zusammenarbeit mit den Wissenschaftlern des Museo del
Templo Mayor und denen der TU Darmstadt, Fachgebiet CAD in der Architektur.
Sie wurde im Auftrag der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik
Deutschland in Bonn geschaffen und wird nach Ausstellungsende dem
Museo del Templo Mayor zur Verfügung gestellt. Dort soll sie
sowohl dem Besucher zur Verfügung stehen, als auch Wissenschaftlern
zur Weiterentwicklung des Modells und Einarbeitung der neuesten Erkenntnisse.
In einer 20minütigen Simulation wird der hohe Entwicklungsstand
der Baukultur des Templo Mayor in all seinen Bedeutungen für
die Azteken sichtbar gemacht.
Die Simulation beginnt mit der Sage des kleinen, blauen Kolibris,
der den Ort der Ansiedlung der Azteken findet, wird fortgeführt
durch die Nachstellung der nachgewiesenen Wege der Azteken und die
der spanischen Eroberer unter Hernán Cortés.
Im Teil der kosmologischen Betrachtung wird aufgezeigt, wie das Bauwerk
sowohl das Zentrum der geografischen Welt der Azteken widerspiegelt,
als auch die imaginäre Schnittstelle zur Oberwelt und Unterwelt
ihres Weltbildes bildet.
Atmosphärisch, aber auch geometrisch, wird die astronomische
Komponente des Templo Mayor in der Simulationen veranschaulicht. Die
10malige Überbauung des Templo Mayor wird in den einzelnen Baustufen
auf der Grundlage der heutigen Forschung erstmals gezeigt werden können,
ebenso die möglichen Ursachen dieses Vorganges.
Die Rekonstruktion wird in der Bundeskunsthalle erstmalig gezeigt.
Zu einem späteren Zeitpunkt wird sie als Besucherinformation
im Eingang des Museo Templo Mayor zu sehen sein.
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