Gandhara - Das buddhistische Erbe Pakistans
Legenden, Klöster und Paradiese
21. November 2008 - 15. März 2009
Pressekonferenz: 24.04.08, 11 Uhr

Die buddhistische Kunst Gandharas erscheint dem westlichen Blick
seltsam bekannt, ihr westliches Erbe ist offenkundig. Gandhara bezeichnet
eine Region im heutigen Pakistan, deren Verbindung zur griechischen
Kultur durch die weitläufigen Eroberungen Alexander des Großen (330 v.
Chr.) und seine lokalen Nachfolger begründet wurde und die letztlich
im Handel entlang der Seidenstraße zwischen zum römischen Reich sowie
Ost- und Südasien münden sollte. Auch der aus Indien kommende
Buddhismus verbreitete sich entlang der Seidenstraße.
Rund 300 einzigartige Objekte, darunter handwerklich meisterlich
gefertigte Steinskulpturen, filigran ausgearbeitete Reliefs, kostbare
Münzen und prachtvoller Goldschmuck entführen in die Blütezeit der
Kunst Gandharas vom ersten bis fünften Jahrhundert n.Chr. Die
Präsentation beleuchtet unterschiedliche Aspekte der künstlerischen
Arbeit Gandharas unter der Herrschaft der Kushana und lässt das
außergewöhnliche kulturelle Erbe dieser Region, einem Schmelztiegel
der Kulturen, vor unseren Augen aufleben.
Im Mittelpunkt der Ausstellung, die erstmals in Deutschland zu sehen
ist, stehen die Reliefs die das Leben des Buddha darstellen. Der
Buddha selbst, der unter dem Kushana Herrschern Gandharas erstmals
dargestellt wird, trägt ein der römischen Toga gleichendes
Faltengewand. Daneben werden auch griechische Themen dargestellt und
Münzen weisen griechische Beschriftung auf. Die Ausstellung spannt
einen weiten Bogen - von der Etablierung der griechischen Kultur in
der Region bis zum Erbe der Kultur Gandharas Zentralasien und dem
östlichen Afghanistan. Letzteres wurde einer größeren Öffentlichkeit
bekannt, als die in Fels gehauenen größten Buddhastatuen der Welt in
Bamiyan von den Taliban im März 2001 gesprengt wurden.
wurden. |
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Kurztext zur Ausstellung in Urdu
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