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PRESSE
  PRESSEMATERIALIEN
Kunst- und Ausstellungshalle

Rom und die Barbaren
Europa zur Zeit der Völkerwanderung
22. August verlängert bis 11. Januar 2009

Pressekonferenz: 21.08.08, 11 Uhr

Die Zeit der Völkerwanderung gehört zu den großen dramatischen Erzählungen der europäischen Geschichtsschreibung. Die neuere Forschung begreift diese bewegte Epoche zwischen der Spätantike und dem Frühmittelalter nicht mehr als einen heroischen 'Kampf um Rom', sondern als einen vielschichtigen Transformationsprozess der hellenistisch-römischen Kultur, an dem die Barbaren großen Anteil hatten.
Der weite geographische Raum zwischen der Ostsee und dem Schwarzen Meer wurde zum Ausgangspunkt einer beispiellosen Neuverteilung der einzelnen Völker (Goten, Gepiden, Alamannen, Hunnen u. a. ) über ganz Europa. Die in mehreren Wellen verlaufende Völkerwanderung besiegelte den Zusammenbruch des Weströmischen Reiches. Auf seinem Boden entstanden ab dem 5. Jahrhundert romano-barbarische Reiche, die die Kultur Europas im Frühmittelalter entscheidend prägten.
Mittels einer animierten Europakarte werden die Wanderbewegungen und Kriegszüge einzelner Völker exemplarisch nachgezeichnet. Anhand einer Auswahl von rund 1000 Exponaten – römischer und spätantiker Skulptur, prachtvollen Waffen und Pferdegeschirren, Schmuck, raffinierten Bernsteinerzeugnissen, Gebrauchsgegenständen und kostbaren Grabbeigaben – greift die Bonner Präsentation die wichtigsten Fragestellungen der Völkerwanderungszeit auf: Wer waren die Hauptakteure des Geschehens und welche Ziele verfolgten sie? Was setzte die gewaltigen Migrationsströme in Bewegung und was haben diese bewirkt? Fragen, die nicht zuletzt unter dem Eindruck der jüngeren europäischen Geschichte, die Aktualität des Ausstellungsthemas veranschaulichen.

Eine Ausstellung der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland, Bonn in Zusammenarbeit mit dem Palazzo Grassi, Venedig und der Ecole française de Rome.

Sie steht unter der Schirmherrschaft des italienischen Staatspräsidenten Giorgio Napolitano, des französichen Präsidenten Nicolas Sarkozy und des deutschen Bundespräsidenten Horst Köhler.


  Pressesprecherin
Maja Majer-Wallat
Pressebüro
Tel. 0228 9171-204/205/206
FAX 0228 9171-211




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