THE GUGGENHEIM
"The Guggenheim" - fünf Buchtipps zur Ausstellung

Art of Tomorrow -Hilla von Rebay und Salomon R. Guggenheim-
Hrsg. J.-A. Birnie Danzker, B. Salmen, K. Vail
Ausstellungskatalog New York, Murnau, Berlin 2005/06. Broschiert, 256 S., zahlreiche farbige Abbildungen, EUR 49,80.

Hilla von Rebays Interesse und ihre überzeugenden Bemühungen um die Anerkennung der gegenstandslosen Kunst legten den Grundstein für das Guggenheim Museum. Zusammen mit dem Architekten Frank Lloyd Wright plante die Gründerin und erste Direktorin des Salomon R. Guggenheim Museums in New York den weltbekannten Museumsbau.
Weitaus weniger bekannt ist Hilla von Rebays künstlerisches Schaffen. Der Katalog präsentiert mit zahlreichen Abbildungen von Gemälden, Papierarbeiten und Zeichnungen das umfangreiche Werk der in Straßburg geborenen Künstlerin und verdeutlicht zugleich ihr vielseitiges Wirken als Kuratorin und Sammlerin.

Maier-Solgk, Frank: Die neuen Museen.
Köln 2002. Broschiert, 264 S., zahlreiche, meist farbige, Fotos und Grundrisse, EUR 14,90.

Museen haben derzeit Hochkonjunktur, und so vergeht kaum ein Jahr ohne die glamouröse Eröffnung eines neuen Baus. Die Architektur selbst wird zum vorrangig diskutierten Ausstellungsobjekt und die bedeutendsten Architekten reißen sich um die prestigeträchtigen Bauaufgaben.
Anhand von 33 Bauten ermöglicht der Autor einen Überblick über die wichtigsten europäischen Museumsneubauten der letzen 15 Jahre. Praktische Tipps zu den vorgestellten Museen runden diesen Museumsführer der besonderen Art ab.

Guggenheim, Peggy: Ich habe alles gelebt.
Bergisch Gladbach 1998. Taschenbuch im Schuber, 591 S., teilweise bunte Abbildungen, EUR 12,95.

Peggy Guggenheim, eine der schillerndsten Figuren der Kunstsammlerszene, gibt in dieser Autobiographie freimütig und anekdotenreich Einblicke in ihr privates und öffentliches Leben. Der Leser erfährt sowohl Details über die stürmischen Liebesbeziehungen zu berühmten Literaten und Künstlern als auch zum mächtigen Guggenheim-Clan und natürlich zu Peggys provokanten Kunstausstellungen. Entstanden ist dabei nicht nur das Porträt einer außergewöhnlichen Frau, sondern zugleich auch eine unterhaltsame Dokumentation über einen bedeutenden Abschnitt der modernen Kunstgeschichte.

Faltin, Sigrid: Die Baroness und das Guggenheim. Hilla von Rebay - eine deutsche Künstlerin in New York.
Lengwil am Bodensee 2005. Gebunden, 309 S., zahlreiche Abbildungen, EUR 23,80.

Als Generalstochter 1890 in Straßburg geboren und in Freiburg, Hagenau und Köln aufgewachsen, ertrotzte sich Hilla von Rebay ihr Studium der Malerei in Paris, als staatliche Kunstakademien noch keine Frauen zuließen. Mit Frank Lloyd Wright plante sie ab 1945 ein Museum für abstrakte Kunst. Zur Eröffnung des Salomon R. Guggenheim Museums 1959 in New York war Hilla von Rebay jedoch nicht mehr eingeladen. Auf fesselnde Weise erzählt die Autorin die Lebensgeschichte einer ungewöhnlichen Künstlerin, deren Rehabilitierung nun beginnen kann.

Hess, Barbara: Abstrakter Expressionismus.
Köln 2005. Broschiert, 96 S., zahlreiche bunte Abbildungen, EUR 6,99.

Die Malerei des Abstrakten Expressionismus wurde in den 1940er Jahren von Jackson Pollock in New York begründet. Neben Pollock zählen Willem de Kooning und Mark Rothko zu den führenden Kräften dieser Stilrichtung. Der Künstler erhält in enger Verwandschaft zum Dadaismus die Möglichkeit, Empfindungen und unterbewusste Energien spontan auf die Leinwand zu setzen. Der dadurch resultierende expressive Malstil in freier Pinselführung und impulsiver Farbgestaltung beeinflusste die westliche Malerei bis in die 1960er Jahre hinein. Das Buch bietet einen Überblick über die vom Abstrakten Expressionismus beeinflussten Künstler, die zugleich einen Schwerpunkt in der Sammlung Peggy Guggenheims bilden.