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SYMPOSIUM
2. Februar 2002
der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG)
in Zusammenarbeit mit der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik
Deutschland
ÜBER TROIA HINAUS
ARCHÄOLOGISCHE FORSCHUNG IM INTERNATIONALEN FELD:
KULTURPOLITIK UND WISSENSCHAFTSFÖRDERUNG
Im 8. Jahrhundert v. Chr. begründete der griechische Dichter Homer
mit seinen Epen Ilias und Odyssee den bis heute bestehenden Mythos
der antiken Stadt Troia. Die Geschichte von Troia begann aber bereits
im 3. Jahrtausend v. Chr. und be-wegte fortan Herrscher, Künstler
und - nicht zuletzt - Archäologen. Im Jahre 1871 begann der deutsche
Kaufmann und archäologische Autodidakt HEINRICH SCHLIEMANN auf dem
Hügel Hisarlik an den Dardanellen nach den Resten dieser antiken Stadt
zu graben. Forschergenerationen folgten ihm bis zu den 1988 begonnenen
Grabungskampagnen des Tübinger Archäologe MANFRED KORFMANN. Das mit
neuesten wissenschaftlichen Methoden arbeitende Unternehmen untersucht
die antike Stadt und ihr Umfeld systematisch und kann wie Schliemanns
Grabung mehr als 100 Jahre zuvor als für die archäologische Erforschung
eines Ortes wegweisend gelten. Die Erforschung Troias ist nicht nur
Teil der Archäologiegeschichte, sondern verdeutlicht bis heute sehr
eindrücklich die Bedeutung dieser Wissenschaft für die auswärtige
Kulturpolitik.
Die Ausstellung
"Troia - Traum und Wirklichkeit" in der Kunst- und Ausstellungshalle
der Bundesrepublik Deutschland zeichnet diese wechselvolle Geschichte
nach. Knapp 40 Jahre nach Schliemanns erstem Spatenstich in Troia
begann 1907 das Deutsche Archäologische Institut in Zentralanatolien
mit einem weiteren bedeutenden archäologischen Großprojekt, der Erforschung
der Hauptstadt der Hethiter, indoeuropäischer Nomadenstämme, die im
3. Jahrtausend nach Anatolien vordrangen. Ihre Geschichte ist das
Thema der parallel gezeigten Ausstellung
"Die Hethiter - Das Volk der 1000 Götter" in der Kunst- und Ausstellungshalle.
Die beiden aktuellen Ausstellungen bieten den besten Rahmen, um mit
einem Symposium die Bedeutung deutscher archäologischer Forschung
im Ausland, ihren Beitrag für die auswärtige Kulturpolitik und ihre
Stellung in der Wissenschaftsförderung neu zu beleuchten. In Vorträgen
und einer sich anschließenden Podiums-diskussion werden Wissenschaftler
und Vertreter aus Politik und der Wissenschaftsförderung diese spannende
und hochaktuelle Thematik von verschiedenen Blickwinkeln diskutieren.
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Ansprechpartner |
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Dr. Hans-Dieter Bienert
Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG)
Kennedyallee 40
53175 Bonn |
| Tel. |
0228 / 885-2246 |
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Hans-Dieter
Bienert |
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Dr. Hanns-Ulrich Mette
Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland |
| Tel. |
0228 / 9171-246 |
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Hanns-Ulrich
Mette |
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